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Radio Gaga

Internet Radio ist eine ganz feine Sache. Seit ich über eine Breitbandverbindung verfüge (also gefühlte 25 Jahre), haben die öffentlichen Radios in meinem Leben ausgefunkt. Mal ehrlich, ausser Couleur 3 kann ich eh keinen Sender mehr hören ohne auf dem Trommelfell Ausschlag zu bekommen. Alle anderen Sender sind entweder zu angepasst, zu blöd, zu gesucht witzig oder waren schon immer zu weit von meinem erlesenen Geschmack entfernt. Als einzige Ausnahme seien hier die Sparten-Kabelsender erwähnt, Swiss Jazz oder RMC kann ich den ganzen Tag ohne Ausfallerscheinungen hören.

Genug der Einleitung, hier folgen die Empfehlungen:

Soma FM (Link)

Mein Haussender aus San Francisco. Die 14 Stationen lassen eigentlich keine Wünsche übrig, wobei meine Favoriten ganz klar sind: Secret Agent und Groove Salad. Meine Hausregel: Bis am Abend der leicht verrückte Secret Agent Sound, bei Sonnenuntergang kommt die Stunde der Gemütlichkeit mit Groove Salad. Aber auch die anderen Sender können Spass machen, ganz nach Belieben. Jedenfalls sind hier die Spendendollars von meinem Paypal Account gut investiert, hier gibts wirklich einen Gegenwert fürs Geld.

Proton Radio (Link)

Eines der rennommiertesten Radios im Bereich der elektronischen Musik. Alle namhaften DJs haben schon hier gespielt und die Auswahl gilt als eine der Besten im Internet. Zahlende Mitglieder bekommen Extras (beispielsweise aufgezeichnete DJ Sets in guter Qualität zum herunterladen), die sich sehen lassen können. Ich finde dort zwar nicht immer “meinen” Sound, aber gelegentlich fliegt mir ob der hochkarätigen Auswahl an DJs und Techno-Musik schon das Blech weg. Wie Roger S. aus Z. sagen würde: “Das isch mini nömber one!”.

Frisky Radio (Link)

Mein zweiter Favorit im elektronischen Kuchen. Frisky bietet die optimale Ergänzung zum teilweise etwas trockenen Sound von Proton. Wenn also auf Proton ein puristischer Elektroniker seine minimalistischen Töne scheisst, besteht eine gewisse Chance, dass auf Frisky etwas flockiger und melodiöser zu Werke gegangen wird. Ich riskiere immer wieder gerne ein Ohr voll.

Nasse wünscht eine gute Entdeckungsreise und viel Vergnügen beim Ohrenschmaus!




Nebenbei notiert

Hier musste ich lachen, besonders bei Icordo, einfach herrlich.

Da habe ich zur Kenntnis genommen, wie verständlich man sich in der Politik mitunter auch ausdrücken kann. Es geht also doch…

Diese hier finde ich recht witzig, manchmal entwaffnend. Es hat für alle etwas dabei. Ausnahmslos.

Etwas erstaunt war ich darüber, dass das Phantom effektiv ein Geist war. Nämlich der Geist des Wattestäbchens. Irre. Hat mich zeitweilig echt beschäftigt, die Sache, CSI sei dank. Ich habe mir ja die wildeste weibliche Kriminalkarriere aller Zeiten zusammengereimt. Tja, ausser Spesen nix gewesen.

Weiter möchte ich auf diesen Artikel von Kollege Beinhart respektive die Kommentare darunter hinweisen, denn: bei uns sitzen Sie in der ersten Reihe.

Last, but not least schon wieder so ein talentierter Bursche, der ausschliesslich mit seinem Gefräss ansprechende Musik macht.

Manchmal braucht man wenig, um glücklich zu sein.




Einen an die Waffel!

Man mag sich darüber empören, wie viel Schrott unter dem Label ‘Unterhaltung’ produziert wird. Man kann sich auch darüber wundern, wofür Menschen Geld hinzulegen bereit sind. Dies gilt ganz besonders für den Bereich der Computerspiele, denn beim Gamer paaren sich im Idealfall drei Eigenschaften (Technikverliebtheit, Untervögelung und der Bezahlwille, um dem Zocken auch möglichst exzessiv frönen zu können), die ihn zu einem begehrten Zielobjekt von allerlei Herstellern sinnloser Plastikgeräte machen.

Die Firma TN Games hat nun ein Gerät in Helmform angekündigt, das es dem Computerspieler erlaubt, auf ihn eingehende virtuelle Kopfschüsse und Schläge auf den Kopf mittels Force-Feedback zu spüren. Die Firma hat bereits eine Weste auf den Markt gebracht, mit der man spüren kann, wenn der Gegner einen Körpertreffer gelandet hat – und wo.

Ob das nötig ist? Kaum. Macht es die SVP konkordanzfähig? Eher nicht. Rettet es auch nur eine einzige chinesische Katze vor dem Kochtopf? Man darf es bezweifeln. Trotzdem, Dschango findet, hier wurde Geschichte geschrieben. Wer nicht im IT-Support arbeitet versteht das vielleicht nicht, aber ich sage euch: dieses Teil muss von einem IT-Supporter erfunden worden sein.

Man stelle sich die Möglichkeiten vor, die sich beim unternehmensweiten Einsatz solcher Geräte ergeben würden. So könnte man zum Beispiel den Auslöser mit Windows-Systemereignissen koppeln – wer Rückfragen des Systems provoziert, erhält Schläge auf den Hinterkopf, in stufenlos ansteigender Heftigkeit. Wer den Internet Explorer anstatt einem anständigen Browser startet (bzw Bullshit-Meldungen über solche verbreitet), spürt, wie ihm die Trojaner um die Ohren fliegen. Und vergesst die doofen Pop-Ups und Systemmeldungen, die nur hässlich aussehen und um die sich keine Sau kümmert: findet der Virenscanner verdächtige Objekte, wird der Benutzer künftig erstmal mit einem paralysierenden Stromstoss davon abgehalten, weiteren Schaden anzurichten, bis der Fachmann vorbeikommt. Ein Traum!

Selbstverständlich könnte man den Kopfschuss-Helm auch ferngesteuert auslösen. Dann beispielsweise, wenn man, wie diese Woche in Dschangos Büro geschehen, von einem Kunden das gewünschte Logo zwar tatsächlich in computerlesbarer Form und per eMail erhält – allerdings hübsch eingebunden in eine Excel-Tabelle.

Reply – OK – “Terrorists win”