Archiv für die Kategorie ‘geglotzt’

No, i don’t eat pork.

Craig Ferguson ist ein echt witziger Typ:




Schwein hat die Sau!

*SCHNORCHZ!*

OK, den Dschango hat es böse erwischt. Keine Ahnung, ob es was Schweinisches ist oder nur eine normale Grippe, aber verdammt, bin ja noch wirrer im Hirn als sonst. So wird das nix mit Bloggen.

*SCHNAUB!*

Aber damit dieser Post nicht völlig in der Sinnlosigkeit endet, habe ich noch was für euch. Also, wer sich mal wieder so richtig aufregen will, dass ihm oder ihr die Galle schier überschäumt, der oder die klickt hier bzw da.

*KROCHELHUST!*

Und wer sich mal wieder verblüffen lassen will, klickt am besten hierdrauf. Vielleicht die ersten 90 Sekunden überspringen, wenn man in Eile ist.

*SCHNEEEEEEEEEUZ!*

So. Das wars für diese Woche. Dschango geht jetzt mal sterben. Euch auch noch n’schönes Leben.

*HUSTWÜRGLUFTSCHNAPPNIESVIRENSPEI!!!*




Stiefelknechte oder ich bin auch ein Auge

Da haben sich wohl einige Bauern aus dem Jura ein gutes Beispiel am irakischen Schuhwerfer genommen:

Schau mir in die Augen, Kleines

Schau mir in die Augen, Kleines

Das Bundesratsdorli wurde doch tatsächlich anlässlich einer Rede an der Käseolympiade in Saignelégier von einer erzürnten Menge der Bauerngewerkschaft mit Stiefeln beworfen.

Das ist ja jetzt an und für sich nicht sehr originell. Was mich an dieser Geschichte viel mehr interessiert: Kann sich der Hypnoseblick unserer Volkswirtschaftsministerin im Schockzustand wohl noch intensivieren? Man weiss es nicht genau…




Gut gelacht

Tja, der Sommer hat uns fest im Griff. Unser selbst auferlegter Publikationszwang wird von der gesamten Redaktion ignoriert, von wegen Sommerloch.

Daher bleibt auch meiner Wenigkeit nichts anderes übrig, als in die Mottenkiste zu greifen. Ich habe mich für zwei witzige TV-Ereignisse entschieden.

Bitteschön:




Musik mit Sand und Bäumen

Irgendwie eine coole Idee:

Klingender Sand

Klingender Baum




Real pacman

Um jeglichen Spekulationen vorzubeugen: Nein, es handelt sich bei den Protagonisten nicht um die Daumenschraube-Redaktion…




King Louis

Louis CK ist einer dieser lauten US-Amerikaner, die im normalen Leben manchmal schwer zu ertragen sind. Doch in diesem Fall hat die Lärmerei System, denn Herr Louis ist ein Komiker. Ein recht witziger dazu, wie ich finde. Folgende Clips haben es mir echt angetan, er spricht mir quasi aus der Seele:




Abgetrocknet

Oder: fürs Leben lernen. Jimmy Carr, Engländer und Berufskomiker, hat einen etwas eigenwilligen Stil, der rege Interaktion mit dem Publikum und grenzwertiges Ausloten von Tabuthemen beinhaltet. Very dark, very British. Es gibt Unmengen von brilliantem Material auf Youtube, also nur zu.

Ich wollte lediglich auf nachfolgende Session hinweisen, wo der äusserst schlagfertige Mister Carr einem mutigen Kerl im Publikum seine Grenzen aufzeigt. Mahlzeit und Film ab!




Vom Wissen über das Wissen des Wissens Wissen

So oder ähnlich fühle ich mich, nachdem ich – zu natürlich rein investigativen Zwecken – einen Online-Persönlichkeitstest bei Scientology gemacht habe. Schade, dass ich nur bis Frage Nr. 80 durchgehalten habe. Mal ganz unter uns, länger hält man das als halbwegs intakter Mensch auch gar nicht aus. Immerhin war ich schon ganz durchgekaut vom gekläffe meines Bullshit-o-Meters, das seit dem Betreten der Scientology-Website ununterbrochen Alarm geschlagen hatte.

Nun gut. Wieviele gelesene Seiten Dianetik braucht es denn, bis man ein wenig durchblick, wie dieser Laden eigentlich tickt? Eigentlich reicht es, hier auf Youtube ein wenig rumzustöbern. Da kann man sich schon ganz gut seine Meinung bilden. Kurz zusammengefasst könnte man sagen: Scientology ging und/oder geht massiv und auf mehreren Ebenen auf South Park los, weil erstere (inkl. ein gewisser Tom C.) in letzterer ziemlich durch den Kakao gezogen wird. Himmel, da hat sich Scientology aber einen zähen Gegner ausgewählt, welch Challenge, wow… War übrigens eine absolut grandiose Folge von South Park, alleine bei Tom Cruise im Schrank habe ich mich fast genässt vor Lachen. Das ist ganz grosses Animationskino.

Dies nebenbei, denn im Grunde wiederholt sich hier ein altbekanntes Muster: eine sich selbst als Kirche bezeichnende Organisation geht auf völlig harmlose Medienmacher los, die mal eben ein wenig auf den Putz hauen. Hatten wir doch schon, oder?

Um es mit den Worten von Shirley Bassey zu sagen: It’s just a bit of history repeating…




Auch ein Herr Kurer hat seine Probleme

Es ist verdammt schwierig, heutzutage noch eindeutige Feindbilder zu haben. Früher, ich meine, früher, als wir noch Billigzigarettenrauch durch Arafat-Tücher geblasen haben, da war das noch viel einfacher: die in den Banken, das waren die bösen Kapitalisten, und die davor, das waren die lieben Antikapitalisten. Die Bösen waren dafür, dass der Staat sich wie ein alter, zahnloser, impotenter Tattergreis aufführt und sie gefälligst in Ruhe lässt. Und so Spinner wie ich reckten die Faust in die Luft, weil wir wollten, dass der Staat mehr wie ein hübsches, liebes Mami wird, das uns umsorgt und uns die Windeln nicht nur bezahlt sondern auch noch höchstpersönlich anlegt und uns den Arsch dreimal täglich pudert.

Diese Zeiten, liebe Leute, sind jetzt vorbei. Nehmen wir beispielsweise den armen Herrn Kurer von der UBS. Früher hätte ich gesagt: “Scheisskapitalist! Verdient Millionen auf dem Buckel von Millionen! Hängt ihn am höchsten Laternenpfahl auf!”. Und heute merkt man, dass auch dieser Mann seine Probleme hat, gegen die die unseren doch eher jämmerlich anmuten. Ich meine, wenn ich jetzt sofort auf die Hälfte meines Lohns verzichten müsste, was wären das? Paar tausend Kröten? Völlig irrelevant, davon kann man sich ja noch nicht mal ein ordentliches Auto kaufen. Herr Kurer hingegen verliert auf einen Schlag MILLIONEN! Das sind mal Probleme!

Natürlich bleiben ihm noch genau so viele Millionen übrig, aber das ist ja nicht das Thema. Weil, der Kurer und seine Getreuen haben eben Verantwortung zu tragen. Genau wie der Herr Ospel oder der Herr Wuffli damals. Und Verantwortung, das muss mal gesagt sein, gibts nicht einfach nur so für ein paar Fränkli, da muss man schon tief in die Tasche langen, um so viel Verantwortung auch bezahlen zu können. Denn, wie war das noch mal, vor der Ewigkeit von… zwei Monaten, wenn so Sozialromantiker wie ich anmerkten, das gegenwärtige System des All-you-can-eat bei den Managerlöhnen und -boni sei jenseits allen Anstands? Da wurde man belächelt, verbal getätschelt und es wurde einem von einem brummenden Patriarchen-Bass erklärt, dass eben nur dann die besten Leute kommen täten, wenn man diese auch super entlöhne. Dass man nur dann Top-Manager finde, wenn diese für die unglaubliche Verantwortung, die sie tragen würden, auch unglaublich gut entschädigt würden.

Habt ihr das denen damals echt geglaubt? Ich meine… wirklich geglaubt?

Heute ist das ja total anders, weil da nimmt der Herr Kurer in der Tagesschau auch gerne mal Worte wie ‘Ethik’ oder ‘Moral’ in den Mund, ohne in Würgekrämpfe oder hysterisches Gelächter auszubrechen. Mittlerweile lässt sich die grösste Schweizer Bank vom Bund mit einem zarten Tüchli die Fäkalien entfernen, pudern, eincrèmen, wickeln; “Jä-tu-tuuu!” und einen Muntsch aufs Fudi gibts auch noch, ohne dass die Führungsriege damit ein Problem hätte. Was bei jeder x-beliebigen Branche einem ‘Rückfall in den Kommunismus’ gleichgekommen wäre, ist hier absolut kein staatlicher Eingriff und marktwirtschaftlich sinnvoll. Wir lernen: ethisch ist es dann, wenn es den Banken nützt.

Zum Glück meinen die Schweizerinnen und Schweizer ja immer noch, ‘UBS’ stehe für ‘unsere Bank der Schweizer’, wie dies gestern auch die Tante Egerszegi bei Giaccobo & Müller gequakt hat. Die UBS bekommt somit eine Art gefühlten Nationalbankstatus, was insofern beachtenswert ist, weil der gleiche Typ, der schon das eine ‘nationale Symbol’ in Luft auflösen liess (welch Wortspiel in diesem Zusammenhang!), jetzt am anderen Symbol herumkriselt. Herrn Kurer kann man somit guten Willens als ‘Symbol-Demontierer der Nation’ bezeichnen; ein Ehrentitel, den ich jetzt zugegebenermassen frei erfunden habe, der mich aber diebisch freuen würde, wenn er mir denn einmal verliehen würde. Da kann ich aber noch lange drauf warten!

Dschangos Prognose: die UBS wird in spätestens einem halben Jahr der Deutschen Bank verkauft. Die Nationalbank gibt es bis dahin nicht mehr; als Währungsreserve der Schweiz dient dann der Geldspeicher des Führers vom Herrliberg. Bald gibt es auch einen Film zum Grounding der UBS, mit Viktor Giaccobo als Peter Kurer und Whitney Toyloy als Bundesrätin Leuthard, Louis de Funès wird mit Hilfe modernster Computeranimation auferstehen und Bundesrat Merz spielen (in einer Nebenrolle: Matthias Hüppi als Thierry Carrel). Der Film wird ein riesiger Erfolg, vor allem im Multiplex-Kino des Westsides, wo die Leute anstehen werden bis zu den Nudelsuppen. In Langenthal und Burgdorf floppt der Film aber total. Gerne stellt sich Dschango fürs Drehbuchschreiben zur Verfügung, Angebote bitte an dschango@daumenschraube.ch, dankeschön.

Nochmal, damit es auch der/die Letzte kapiert: wir (du, ich, alle in den Arbeits- und Steuerprozess eingegliederten) bezahlen den Managern der UBS stattliche Boni dafür, weil sie so verdammt gut gwärchet haben. Als Detail spannend: Auch die Ex-Swissair-Angestellten bezahlen jetzt die Zeche für die Party, die diejenigen Banker, die ihnen den Job weggenommen haben, gefeiert haben.

Hmmm…

Man kann vom Kapitalismus denken was man will, aber vom Aspekt der Selbsterhaltung her ist das System unschlagbar.




Dr. Jesus, bitte melden, Notfall in OP drei…

An dieser Stelle ist es mir ein Anliegen, Herrn Rudolf Merz, seines Zeichens Finanzbundesoberhoschi, eine gute Genesung zu wünschen. Es geht mir nicht um seine Art, Politik zu machen, sondern rein um ein Anliegen der Gerechtigkeit: ich finde, es ist ungerecht, wenn bloss Frankreich dauernd einen Politiker im Fernsehen hat, der mich frappant an Louis de Funès erinnert. Wenn ich Sarkozy sehe, warte ich immer darauf, dass jetzt dann bald der ausserirdische Kohlsuppenfresser ins Bild rückt und zusammen mit Sarkofunès lustige Ausserirdischensprachengespräche pflegt. Ja, es ist an der Zeit, dass jedes Land Politiker an der Spitze hat, die wie tote französische Komiker aussehen oder zumindest deren Mimik/Gestik übernehmen!

Damit hat dieser Artikel aber eigentlich überhaupt nichts zu tun, wie man unschwer am Titel erkennen kann, der ja noch nicht mal den Namen “Louis” enthält. Kommen wir also endlich zur Sache, Schätzchen.

Dass ein Berner Herzchirurg den Finanzminister bebypasst, wenn selbiger kollabiert, dagegen kann man ja eigentlich nichts haben (siehe auch oben). Man kann meiner Meinung nach nicht mal was dagegen haben, wenn dieser Herzchirurg ein gläubiger Christ ist. Heja, nicht alle sind mit genug Selbstvertrauen ausgestattet, um durchs Leben zu kommen, da reicht es oft nicht mal, als internationale Koryphäe auf einem doch eher schwierigen Gebiet angesehen zu gelten. Jeder so, wie er mag, und mir ist es immer noch lieber, wenn Herzchirurgen in die Kirche gehen, als dass sie Sonntag für Sonntag am Bahnhof herumlungern.

Item.

Wenn der Herr Finanzminister am Herzen operiert wird, ist das ein Ereignis mit News-Charakter, sehe ich ein. Und auch dass der Chirurg, der selbigen Minister operiert hat, zu diesem Thema interviewt wird, kein Einspruch von meiner Seite. Warum aber das Schweizer Fernsehen und hier besonders das von mir sonst sehr geschätzte Magazin “Schweiz Aktuell” in einem Beitrag zu des Merzens Gesundheitszustand Herrn Carrel für seinen Glauben Werbung machen lässt (3:00 – 3:20), muss aber wohl offen bleiben. Der Chirurg beim Beten, der Chirurg beim telegenen Mit-sich-Hadern, der Chirurg beim Vor-dem-Kloster-Stehen – inwiefern hat dies auch nur marginalen News-Wert? Oder auch nur am äussersten Rand mit dem operierten Finanzminister zu tun? Geradezumal, als diese Aussagen aus dem 2005 ausgestrahlten Dokumentarfilm “Der Herzchirurg” stammen (in dem sie im Übrigen auch Sinn machten)?

Das Znacht im Hals stecken blieb mir allerdings (zum Glück nur metaphorisch), als Herr Carrel den folgenden Verbalfurz abliess:

Es gibt für mich die schöpferische Hand hinter mir, die doch noch einen Einfluss hat und die sich wahrscheinlich beim geringsten Fehler, den ich machen würde, manifestieren täte.

Wohlverstanden: Herr Carrel spricht nicht vom Jäten im Garten oder vom Auswählen des korrekten Brotbelags zum Zmorge, sondern vom Operieren am offenen Herzen.

(Um den WTF-Faktor dieser Aussage vollständig entfalten und auf die werte Leserschaft wirken zu lassen, legen wir an dieser Stelle eine Denkpause ein und unterhalten Sie währenddessen mit flockiger Fahrstuhlmusik.)

Haben das alle kapiert? EIn Chirurg zählt darauf, dass Gott, Jesus oder die Aliens einschreiten, wenn er dummerweise mal die falsche Ader trifft. Eine Art übersinnliche Kunstfehlerversicherung, sozusagen. Bei manchen Leuten mag das ja heimelig wirken, vielleicht sogar beruhigend. Bei mir löst dies nur Befremden aus und, in Hinblick auf meinen nicht ganz risikofreien Lebenswandel, leichte Panik.

Und apropos Versicherung: zahlt meine Krankenkasse überhaupt Wunderdoktoren? Hat Jesus einen Vertrag mit meiner Kasse? Muss ich getauft sein, um unter Carrels Zaubermesser liegen zu dürfen? Funktioniert seine chirurgische Notbremse auch bei Muslimen? Atheisten? Anti-Theisten? Fragen über Fragen, die uns alle interessiert hätten, Schweiz Aktuell aber nicht zu beantworten wagte.

Man muss das aber auch positiv sehen, irgendwie. Dank Herrn Carrel haben wir nun einen Grund mehr, zu unseren Pumpen Sorge zu tragen, weil – wer will schon darauf vertrauen, dass Russels Teapot einschreiten, wenn der Chirurg grad dem Musculus Gluteus Maximus der Anästhesistin nachschaut?

OK, brave Christen machen sowas ja eh nicht.

Wuaaaa-hahahaaa…!!