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	<title>Daumenschraube.ch &#187; Aufgeschnappt</title>
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	<description>Ausschliesslich dem eigenen Standpunkt verpflichtet.</description>
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		<title>Remix ftw!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Iron Maiden ist eine Band, die ich als pubertierender Jugendlicher durchaus zu schätzen wusste. Mittlerweile kann ich das bei Nüchternheit natürlich nicht mehr ernst nehmen, aber heute lassen wir eine Fünf mal gerade sein.
Ich erinnere mich noch ganz schwach daran, wie ich mal mit dem Herrn Beinhart darüber sinnierte, dass man Wasted Years unbedingt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Iron Maiden ist eine Band, die ich als pubertierender Jugendlicher durchaus zu schätzen wusste. Mittlerweile kann ich das bei Nüchternheit natürlich nicht mehr ernst nehmen, aber heute lassen wir eine Fünf mal gerade sein.</p>
<p>Ich erinnere mich noch ganz schwach daran, wie ich mal mit dem Herrn Beinhart darüber sinnierte, dass man <em>Wasted Years</em> unbedingt in einer Bossa Nova Version reproduzieren müsste.</p>
<p>Ich wurde erhört, wenn auch nur zum Teil.</p>
<p>Denn <a href="http://www.youtube.com/user/AndyRehfeldt" target="_blank">Andy Rehfeldt</a> hat das produzieren von Remixes inklusive Videodub zum Hobby und gehört offenbar zu den besten seiner Zunft.</p>
<p>Zu meinem grossen Vergnügen hat er sich unter anderem Iron Maiden vorgeknöpft.</p>
<p>Das Resultat finde ich sensationell, daher Bühne frei für <em>Virgem De Ferro</em> mit <em>El Tropa</em>:</p>
<p><span class="youtube">
<object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/PJkYGNiBkso&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18">
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<param name="allowFullScreen" value="true" />
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span></p>
<p><a href="//www.youtube.com/watch?v=PJkYGNiBkso&amp;fmt=18" target="_blank">Direkter Link</a></p>
<p>Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das wird ja mal wieder was</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 10:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Apropos...]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
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		<description><![CDATA[Verleser der Woche:

&#8220;Lady Gaga most influential artist in the world&#8221;

Ach so, nein, ich dachte hier bloss, das wäre ein Verleser gewesen. Beziehungsweise: es war wohl mein Wunschdenken, das mir gesagt hat, dass dies bloss ein Verleser war. Und mit dem Wunschdenken, das weiss man ja, ist das immer so ein zweischneidiges Schwert.
Das wird auch Nadine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verleser der Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;Lady Gaga most influential artist in the world&#8221;</li>
</ul>
<p>Ach so, nein, ich <em>dachte</em> hier bloss, das wäre ein Verleser gewesen. Beziehungsweise: es war wohl mein Wunschdenken, das mir gesagt hat, dass dies bloss ein Verleser war. Und mit dem Wunschdenken, das weiss man ja, ist das immer so ein zweischneidiges Schwert.</p>
<p>Das wird auch Nadine Masshard noch merken, ihres Zeichens im Herbst Kandidierende für den Nationalrat. Frau Masshard hat einen Haufen Kollegen zusammengetrommelt und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ByHBDnt-E78&amp;feature=youtu.be" target="_blank">einen tollen Werbefilm ins Internetz gestellt</a>, bei dem man sich das Zürcher SP-Zebra wieder sehnlichst herbeiwünscht. Immerhin konnte das Zebra (wenn auch nur züri-)deutsch und immerhin wirkte das Zebra nicht ganz so hirn- und blutleer wie die DarstellerInnen des Masshard&#8217;schen Werbefilmchens.</p>
<p>Fragen, die sich beim Betrachten des Films spontan stellen:</p>
<ul>
<li>Warum einen englischen Werbefilm für eine deutschschweizer Kandidatur?</li>
<li>Wenn schon Englisch &#8211; warum ein derart beschissenes?</li>
<li>Wie schafft es der asexuelle Symbolmann, dass er seinen Espresso vom körperlosen Barista zugeworfen bekommt, kaum hat er die Bar betreten?</li>
<li>Ist Nadine Masshard der Schweizer George Clooney?</li>
<li>Wenn ja &#8211; wo ist das Schweizer Gegenstück zu Elisabetta Canalis?</li>
<li>Wo ist John Malkovich?</li>
</ul>
<p>Aber wir wollen den Film jetzt nicht weiter rezensieren, es gilt ja schliesslich nach Fukushima: Hauptsache &#8220;äckolotschikäl&#8221;.</p>
<p>Letzthin erzählte mir jemand von jemandem, dem vom Chefredakteur  eines der einflussreichsten Print-Magazine der Schweiz &#8220;lebenslanges  Schreibverbot in dieser Publikation&#8221; ausgesprochen wurde. Jetzt mal  ernsthaft: wie verdammt <em>endgeil</em> ist das? Wenn ich wählen könnte,  ob ich zB lieber in der &#8220;New York Times&#8221; publizieren oder von selbiger ein  lebenslanges Publikationsverbot ausgesprochen bekommen wolle, ich würde keine  Sekunde zögern, mir das Verbot schriftlich bestätigen lassen, es rahmen,  mit mir herumtragen und es hegen und pflegen und stolz jedem zeigen,  der mir auf der Strasse begegnet, unabhängig von dessen Wille oder Kooperation.</p>
<p>Stellt euch doch mal nur folgende Visitenkarte vor:</p>
<blockquote><p>Dschango Beinhart<br />
Autor</p>
<p>(Hat lebenslanges  Schreibverbot in der &#8220;Weltwoche&#8221;.)</p></blockquote>
<p>Oder, noch besser:</p>
<blockquote><p>Dschango Beinhart<br />
Autor</p>
<p>&#8220;Welches VERDAMMTE ARSCHLOCH hat dem ÜBERHAUPT  eine Kolumne gegeben?!?&#8221;<br />
(R. Köppel)</p></blockquote>
<p>Sorry Leute, gebt mir Whirlpools voll Koks, schnelle Autos, vierzig Jungfrauen, ein Pferdegestüt und dazu noch Roger Federer als persönlichen Balljungen &#8211; ich würde alles zurückweisen, dürfte ich mich stattdessen mit so einer Visitenkarte schmücken.</p>
<p>Was damit nur sehr weit aussen am Rande etwas zu tun hat, ist, dass ich und mein Schurni-Kumpel neulich merkten, dass wir beide eine gleiche Beobachtung gemacht haben. Und zwar insofern, als dass immer mehr Leute, wenn sie doch eigentlich von sich selbst erzählen, in der dritten Person berichten: <em>man </em>ist frustriert, <em>man </em>war extrem schockiert, <em>man </em>musste sich am Riemen reissen, wenn es doch eigentlich das <em>Ich </em>ist, das da seine Seele ausbreitet.</p>
<p>Des Schurnis These war, dass das unpersönliche &#8220;man&#8221; als  emotionale Notbremse dient, um eine gewisse Distanz zwischen dem Erzählten und dem Erzähler zu bringen. Dies vor allem bei Geschichten, die für den Erzähler schwierig zu akzeptieren sind, tief in seinem Innersten wühlen und leichter aus der Distanz des Beobachters wiederzugeben sind. Gleichzeitig, so merkte er an, gleichzeitig dient das &#8220;man&#8221; auch als Berufung auf eine Authorität: wenn <em>ich </em>beim Fischen Regenwürmer gegenüber Mehlwürmern bevorzuge, ist das eine Meinung. Wenn <em>man </em>Regenwürmer nimmt, ist es allgemein anerkannter Fakt. Er ergänzte seine Beobachtung mit der Bemerkung, dass er dieses Verhalten vor allem von mittelständischen Agglomerations- und Talschaftsbewohnern her kennt.</p>
<p>Die Beobachtung des Phänomens an sich konnte ich bestätigen, jedoch fällt mir diese Tatsache vor allem im Umfeld von Doku-Soap-Prolo- und sonstigem Infotainment-TV-Müll auf. wo man halbstundenweise mit indirekter Rede belästigt wird, dabei geht es doch eigentlich um den Erzähler, vom Erzähler selbst erzählt. Subjekt ist das Stichwort hier, direkte Rede. Meine These war also, dass dies eine Art sprachliches Mem darstellt, das, einmal spontan aufgetreten, sich nun über die TV-Netze verbreitet und damit traurigerweise Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch findet.</p>
<p>Gut, ich verbringe jetzt, sagen wir mal, deutlich weniger Zeit in bäuerisch geprägten Agglomerationsgemeinden als mein Schurni-Kumpel. Konkret verbringt er ungefähr gleichviel Zeit in Hägerfultiwolfenosterkringen wie ich im Prolo-TV. Genauer: bei der Betrachtung desselben. Und nur so kann ich mir erklären, dass ich meinem Schurni natürlich Recht geben muss (so ein Studium lohnt sich hin und wieder eben schon!), weil mir der klassische Fehler unterlaufen ist, dass ich Ursache (wut ze Schurni sed) mit Wirkung (Prolo-TV) verwechselt habe.</p>
<p>Eieieieieiei. Da hat mir wohl der Kulturzyniker in mir einen Streich gespielt.</p>
<p>Dasselbe ist wohl auch der Knalltüte passiert, die &#8211; wie so viele Knalltüten vor und wohl noch unzählige nach ihr &#8211; den Weltuntergang vorhergesagt und ihn anschliessend wieder verschoben hat.</p>
<p>Wirkung: Weltuntergang.<br />
Postulierte Ursache: Gott.<br />
Tatsächliche Ursache: Wunschdenken.</p>
<p>Autsch, und schon steckt man in der argumentatorischen Zwickmühle. Besagte Knalltüte hat jetzt nochmal nachgerechnet und den Weltuntergang auf Oktober verschoben; letztes Wochenende hat einfach mal das Jüngste Gericht begonnen, wo Jesus die Schafe von den Böcken trennt. Und wenn man sich mal anschaut, wie lange so Prozessvorbereitungen schon nur auf Erden dauern können, wo es im Vergleich zum Richten über die gesamte Menschheit nur um Pipifax geht, kann man sich vorstellen, dass das schon ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann, bis die da soweit sind und mal die paar ersten verdammen können. Also: Geduld ist angesagt.</p>
<p>Meine Theorie ist ja, das der Apokalypt einfach auf Zeit spielt. Getreu dem Motto: die Welt, das bist <em>du</em>. Und die Welt geht dann unter, wenn <em>du</em> untergehst. Hach, jetzt werden wir aber arg philosophisch hier, das hält auf Dauer ja keine Sau aus. Welche uns über Umwegen zu unseren vierbeinigen Freunden bringt.</p>
<p>Diese Annonce, gefunden in der Länggasse, bekommt den soeben geschaffenen  &#8220;Dschango lacht sich an der Busstation den Ranzen kaputt und kriegt sich  nicht mehr ein&#8221;-Award, mit Zusatzpunkten in den Sparten Kreativität und  Lolwut:</p>
<p style="text-align: left">
<div id="attachment_9176" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0202.jpg"><img class="size-medium wp-image-9176 " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0202-533x800.jpg" alt="Das kommt eben davon, wenn man die Schöpfungslehre zum Pflichtfach macht..." width="320" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Sieht asiatisch aus, ja, aber Vorsicht!</p></div>
<p style="text-align: left">Würde dort tatsächlich eine Telefonnummer stehen, ich täte ja sowas von anrufen und wenn schon nicht die &#8220;Katze&#8221; abholen, so doch einen Kasten Bier spendieren.</p>
<p style="text-align: left">Und wenn wir schon in der Tierwelt angelangt sind: letzthin musste ich mich über meinen Hasen ja sowas von ärgern. Beim Gang aufs WC stiess ich mir nämlich den Fuss am Altpapierständer, weil sich dieser auf der Wegstrecke zum WC befindet und meine Wenigkeit mit viel Elan und wenig Aufmerksamkeit um die Ecke geschossen kam. Keine Sorge, bis hierhin ist Hase noch komplett unschuldig und mein Ärger bezog sich da noch auf die Massenträgheit von Altpapierständern und fehlende Knautschzonen an Füssen. Beim Reiben meiner Extremitäten, hilflos am Boden liegend, fiel mein Auge aber auf den Altpapierständer, und was musste ich da, lieblos weggeworfen, entdecken? Den Jahresbericht 2010 der Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern!</p>
<p style="text-align: left">Manchen wird nun immer noch nicht klar sein, warum ich Hase in der Folge zürnte, deshalb helfe ich euch auf die Sprünge. In besagtem Jahresbericht nämlich, da steht einiges an Interessantem und Wissenswertem. Beispielsweise steht da, dass im 2010 an der Klinik für Zahnärtzliche Prothetik eine Dissertation abgeschlossen wurde, die den folgenden schönen Titel trägt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">Untersuchung zur Zementierung von Einzelzahnimplantatkronen unter Berücksichtigung des Abutmentdesigns: Haftkräfte von zehn Zementen bei Implantatrekonstruktionen nach 48-stündiger Lagerung in 0.9%iger NaCl-Lösung bei 37°C: eine In-vitro-Studie.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Hallo? Wie geil ist das denn? Davon muss die Welt doch wissen! Es kann doch nicht angehen, dass solche Informationen einfach mir nix, dir nix, im Altpapier verschwinden! Alleine das Wort &#8220;Abutmentdesign&#8221;: gäbe es das Wort nicht bereits, man müsste es dringend erfinden!</p>
<p style="text-align: left">Nun steht aber das Wochenende vor der Tür (bzw, es ist bereits in der Wohnung und fläzt auf dem Sofa) und ich möchte, um oben beschriebenen Ärger zum Vorteil aller Betroffenen etwas zu mildern, noch ein pikantes Detail aus des Dschangos amourösem Nachrichtenverkehr erzählen. Neulich smste (so sagen die Jungen heute doch, oder?) ich Hase nämlich den folgenden Text:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">bi hüt im studio, ha do so ne hookline, womer nüm usem gring goht&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Antwort von Hase:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">was o immer e hookline isch, houptsach si het keni brüscht, de hesch mi säge&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Fragt sich noch <em>irgendjemand</em>, warum ich diese Frau liebe?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nageln am Hasentag</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/04/25/nageln-am-hasentag/</link>
		<comments>http://www.daumenschraube.ch/2011/04/25/nageln-am-hasentag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 14:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Top-Verleser diese Woche:

&#8220;biblezone&#8221; statt &#8220;mobilezone&#8221;

Es muss daran liegen, dass die Christen mal wieder ihren Gott an die Latten genagelt haben, was am Freitag ja bekanntlich geschehen ist:

Da geht es mir schon bedeutend besser, weil mein Gott kam am Freitag persönlich nach Bern in den Dachstock und rockte das verdammte Haus. Jawoll, Beardyman war bei uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Top-Verleser diese Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;biblezone&#8221; statt &#8220;mobilezone&#8221;</li>
</ul>
<p>Es muss daran liegen, dass die Christen mal wieder ihren Gott an die Latten genagelt haben, was am Freitag ja bekanntlich geschehen ist:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class=" " src="http://i115.photobucket.com/albums/n320/b_stran/demotivjesus.jpg" alt="" width="450" height="360" /><p class="wp-caption-text">Und jetzt alle!</p></div>
<p style="text-align: center">
<p>Da geht es mir schon bedeutend besser, weil <em>mein</em> Gott kam am Freitag persönlich nach Bern in den Dachstock und rockte das verdammte Haus. Jawoll, <a href="http://beardyman.co.uk" target="_blank">Beardyman</a> war bei uns und ich hatte die Kaoss-Pads Gottes ungefähr 50 Zentimeter vor meiner Nase. Es war die Sensation, auch wenn man den Eindruck hatte, dass Beardy nicht wirklich topfit war &#8211; die Interaktion war auf ein Minimum beschränkt (&#8220;put your hands up in the air&#8221; und &#8220;make some noise&#8221; in der Endlossschleife), was daran gelegen haben mochte, dass das bescheuerte Berner Publikum auch nach der zweiten Erklärrunde nicht in der Lage war, des Künstlers Namen ordentlich zu schreien. Für alle deshalb nochmal zum Mitschreiben: er heisst weder &#8220;Birdyman&#8221; (*tschilp*) noch &#8220;Beerdyman&#8221; (*glugg*) &#8211; got it?</p>
<p>Aber mit diesen ausländischen Sprachen ist es halt ein weites Minenfeld. Das musste auch der Bund-Schurni erkennen, der auf die Veranstaltung hinzuweisen sich bemühte. Ist ein Ane Hebeisen, seines Zeichens immerhin ehemaliger Gesangsbrüller der damals noch kongenialen <em>Swamp Terrorists</em> und Pionier in Sachen Sampling, zu uninformiert, zu gestresst oder einfach zu blöd, um 2 Sekunden Recherche zu betreiben und herauszufinden, <a href="http://www.derbund.ch/agenda/musik//Tanzbare-Koerpergeraeusche/story/10625648" target="_blank">dass des bärtigen Mannes Instrumente eben nicht Chaos-Pats (Chaos-Tätschler? WTF?), sondern Kaoss-Pads heissen</a>? Was zugegebenermassen der Welt scheissegal ist und höchstens die Korg-Marketingabteilung und Nerds wie mich zu mehr als 2 Sekunden Nachdenken bringt.</p>
<p>Apropos Nerd: so einer war ja auch die Vorgruppe namens NEMOY. Ein verfetteter auch noch, der wahrscheinlich im Keller vom Mami haust und dort den lieben langen Tag Instrumente quält. Und das tut er gut! Der Mann schaffte es, in einem Set, das die hundertachzig Tage von Sodom in gefühlter Echtzeit abbildete, ganzganz viele Instrumente ganzganzganz schlecht zu spielen, und damit extrem langweilige Songs zu produzieren. Überraschende Momente gab es immer dann, wenn wieder mal ein Timing danebenlag (öfter) oder ein Sample ins Kraut schoss (ständig). Fehlendes Können wurde virtuos mit übersteuerten Bässen kompensiert, es war also ein eher zweischneidiges Vergnügen. Konsequent erhielt der Künstler auch immer am Ende eines Songs wahnsinnig viel Applaus, das lag aber daran, dass die Leute jedesmal meinten, die Qual hätte nun ein Ende. Der fette Nerd (übrigens sexy im Synthetik-Rollkrägeler &#8211; wirklich ein Outfit, das optimal zu jedem Körper und jedem Mass an individueller Schweissabscheidung passt) hatte aber mehr Ausdauer, als alle meinten. Kurz, bevor er von der Bühne geholt wurde, hörte er dann aber doch noch auf, was reihum als provisorischer Höhepunkt des Abends interpretiert wurde.</p>
<p>Übrigens kam der obligate Dachstock-Besucher, der mir jedesmal ein Bier übers T-Shirt leert, am Freitag nicht. Wahrscheinlich hatte er etwas besseres zu tun, Götter nageln oder so. Ist ja jedem unbenommen. Aber zum Glück hatte er eine Urlaubsvertretung geschickt, nämlich den obligaten Dachstock-Besucher mit üblen Blähungen, der das ganze Konzert vor mir steht. Konstante Begasung, gepaart mit opto-akkustischer Folter durch NEMOY &#8211; ich sage euch, sowas halte ich nur und ausschliesslich nur für Beardyman durch.</p>
<p>Oder für Hasengötter, selbstredend. Dass das Frühlingsfest der Ostera von fundamentalistischen Christen zu einem alternierenden Jammer- und Jubelfest umfunktioniert wurde, darüber kann man als aufgeklärter Zeitgenosse ja noch schmunzelnd hinwegsehen. Es ist aber definitiv genug der eitlen Possen, <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=877797" target="_blank">wenn Kleriker dem Hasen-Evangelium die Gültigkeit versagen</a>:</p>
<blockquote><p>Wer Ostern auf den Hasen reduziert, verliert diese Hoffnung auf ein Leben, das auch im Tod Bestand hat.</p></blockquote>
<p>Der hat ja keine Ahnung &#8211; wie sollte er auch? Als ordentlicher Katholen-Kasperl wird er ja wohl keinen Hasen haben, bzw nur einen unsichtbaren, oder einen, von dem niemand wissen darf, schon gar nicht dann, wenn der Hase männlich und/oder minderjährig sein sollte. Also, Herr Stadtdechant, bei dessen Titel ich mehr an &#8220;dekantieren&#8221; denn an predigen denken muss, was aber wohl im Sinne des Worterfinders sein möge, das nächste Mal muss das Motto lauten, sich erstmal gründlich über Hasen zu infomieren, bevor man gross die Klappe aufreisst und der Welt zeigt, dass man genau überhaupt nichts verstanden hat. Man könnte auch mal vorgängig jemanden fragen, <a href="mailto:dschango@daumenschraube.ch">der was davon versteht</a>. Soweit klar? Gut!</p>
<p>(Nebenbei: versteht jemand das obige Zitat? Ein Leben, das im Tod Bestand hat? Are you fucking shitting me?)</p>
<p>Aber zurück zu Göttern, die an Kreuze genagelt werden. Hase hat mich vorhin gefragt, warum man denn am Karfreitag eigentlich Fisch essen müsse und ich wusste da keine vernünftige Antwort drauf. Klar, Freitag ist sowieso Fischtag, weil Fasten und Leiden und Ohjeohje und so, aber warum ausgerechnet Fische? Macht irgendwie keinen Sinn.</p>
<p>Ich musste also Hase recht geben: am Karfreitag wäre das rituelle Verspeisen von Holzwürmern wirklich angemessener.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Pop und Pantomimen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 06:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jean-Bertrand Punaise</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
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		<category><![CDATA[david armand]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch ein guter Verleser: Popelfee statt Popelfe. Gelesen im Zusammenhang mit Annet Louisan.
Und maintenant un petit amuse-geule für einen gelungenen Wochenstart:
David Armand ist ein englischer Schauspieler/Autor/Komiker, der vor allem durch seine pantomimischen Interpretationen von Pop-Songs bekannt wurde.
Zu recht, wie wir finden.
Auf youtube gibt es eine tolle Auswahl an Clips, die ihn in Aktion zeigen, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ein guter Verleser: <em>Popelfee</em> statt <em>Popelfe</em>. Gelesen im Zusammenhang mit Annet Louisan.</p>
<p>Und maintenant un petit amuse-geule für einen gelungenen Wochenstart:</p>
<p>David Armand ist ein englischer Schauspieler/Autor/Komiker, der vor allem durch seine pantomimischen Interpretationen von Pop-Songs bekannt wurde.</p>
<p>Zu recht, wie wir finden.</p>
<p>Auf youtube gibt es eine tolle Auswahl an Clips, die ihn in Aktion zeigen, <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=david+armand&amp;aq=f" target="_blank">da geht&#8217;s lang</a>.</p>
<p>Einer meiner absoluten Favoriten ist dieser:</p>
<p><span class="youtube">
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<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jb8CH0rTcY4" target="_blank">Hier der direkte Link zum Video.</a></p>
<p>Ja ja, immer diese Engländer. Wir wünschen eine gute Woche.</p>
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		<title>Wundertüten, Knalltüten</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 13:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verleser diese Woche:

&#8220;Penisbruderschaft&#8221; statt &#8220;Piusbruderschaft&#8221;

Langsam bekommen diese Verleser bei mir einen hermeneutisch-prophetischen Anstrich, irgendwie.
Bester Spam diese Woche:
Sie kennen bereits XYZ oder haben erste Erfahrungen bereits mit uns gesammelt? Auf Ihre Resonanz bin ich gespannt.
Jau, auf meine Resonanz bin ich selbst gespannt wie die E-Saite eines hochgestimmten Basses. Man nennt mich schliesslich nicht umsonst den wandelnden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verleser diese Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;Penisbruderschaft&#8221; statt &#8220;Piusbruderschaft&#8221;</li>
</ul>
<p>Langsam bekommen diese Verleser bei mir einen hermeneutisch-prophetischen Anstrich, irgendwie.</p>
<p>Bester Spam diese Woche:</p>
<blockquote><p>Sie kennen bereits XYZ oder haben erste Erfahrungen bereits mit uns gesammelt? Auf Ihre Resonanz bin ich gespannt.</p></blockquote>
<p>Jau, auf meine Resonanz bin ich selbst gespannt wie die E-Saite eines hochgestimmten Basses. Man nennt mich schliesslich nicht umsonst den wandelnden Resonanzkörper.</p>
<p>Darf ich übrigens mal auf einen Missstand aufmerksam machen, der mir die letzten Monate, wenn nicht Jahre, immer wieder über den Weg läuft und der sich partout nicht verscheuchen lässt? Es geht da um die üble Unsitte, hochdeutsche Ausdrücke und Phrasen auf Biegen und Brechen zu mundartisieren, ohne Rücksicht auf Verluste, was zu üblen Ergebnissen führen kann, vor allem dann, wenn man den ursprünglichen Ausdruck überhaupt nicht kapiert hat. Exemplarisch dafür:</p>
<blockquote><p>De zieh ni de angeri Siite uuf!</p></blockquote>
<p>Oder, gerück-hochdeutscht: &#8220;Dann ziehe ich andere Seiten auf!&#8221;, was nicht nur falsch, sondern komplett sinnentleert ist.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: das Wort &#8220;Schmutz&#8221; kannte ich im idiomatischen Gebrauch bis vor Kurzem entweder als Kuss oder als eingesottenes Schweinefett. Ich habe keine Ahnung, warum ein- und dasselbe Wort für zwei derart unterschiedliche Dinge stehen können; vielleicht müsste man dazu mal einen Linguisten befragen. Aber auch dem Linguisten wird aufgefallen sein, dass seit einiger Zeit die Bedeutung &#8220;Dreck&#8221; über die Grenze einwandert, für genau dasselbe Wort. Warum nun in der Werbung &#8220;Schmutz&#8221; verwendet wird, wenn es offensichtlich darum geht, den Dreck aus der Wohnung zu bringen, das muss uns schleierhaft bleiben. Vielleicht kann die gute Hausfrau gerade noch ertragen, dass ihr Heim <em>schmutzig</em> ist; wenn es aber <em>dreckig</em> wäre (*kreisch!*), würde der Himmel über ihr einstürzen, weshalb man sich in deutschen Marketingzentralen wohl gesagt hat, nun gut, die Schweizer Hausfrauen, die sind bekanntlich von recht fragiler Struktur, dann gönnen wir denen halt mal was Beruhigendes. Schön für die Hausfrauen! Dass dann aber auf der anderen Seite ein Dschango steht, der kaum mehr zwischen Dreck, Kuss und Schweinefett unterscheiden kann und die konkrete Bedeutung jeweils mühsam aus dem Kontext herausdestillieren muss, das ist diesen deutschen Werbefuzzis natürlich scheissegal.</p>
<p>Apropos scheissegal: weiss überhaupt noch jemand, was &#8220;Fukushima&#8221; schon wieder war? Ich liess ja letzthin den Optimisten raushängen und meinte, dass dies bis zu den nächsten Wahlen bereits Schnee von gestern sein werde. Schön wärs, weil in der Realität hat es dann keine zwei Wochen gedauert. Dazu passt, dass gestern Morgen die Kantonspolizei mit mindestens 2&#215;2 Schnäutzen bei uns im Quartier herumschlich und buchstäblich dabei zuschaute, wie ein überschneller Porsche Cayenne um ein Haar ein Grosi auf dem Fussgängerstreifen über den Haufen gefahren hätte, während die Staatsgewalt damit beschäftigt war, Velos auf Reifendruck und korrekte Beleuchtung zu kontrollieren.</p>
<p>Man wird bei der SVP gelernt haben, <a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-SVP-klinkt-sich-in-die-Atomdebatte-ein/story/22016088" target="_blank">dass man sich einfach einen neuen, weniger wehrhaften Gegner suchen muss</a>, wenn man den ursprünglichen Kampf verloren hat. Und wäre die FDP etwas intelligenter, würde auch sie die Konsequenzen ziehen und mit einer Studie beweisen, dass sich sowohl der Klimawandel als auch Fukushima in Nichts auflösen, wenn man bloss den am besten verdienenden 1% der Bevölkerung genügend grosse Steuergeschenke macht. Wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass dies mehr oder weniger die Botschaft war, die der Bundesrat bezüglich &#8220;äs isch jetz doch chly angerscht aus mer gmeint hei&#8221;-Unternehmenssteuerreform II letzthin dem Volk verkündet hat, und im Bundesrat ist die FDP ja glaub immer noch dabei.</p>
<p>Ich finde es übrigens recht funny, wie jetzt alle rumnölen, die FDP solle doch mit den Grünliberalen fusionieren. Ist ja etwa so, als ob der Papst beim russischen Patriarchen anklopfen und meinen würde, sorry Dude, da Konzil von Nizäa, vergiss es, wir waren ja<em> so total von der Rolle da</em> &#8211; können wir sonst für ein Weilchen bei euch unterkommen?, also das sähe ich jetzt gar nicht, und nicht nur, weil weder Ratzinger noch Pelli ein anständiges Russchisch sprechen. Und ob es jetzt um pro/contra Gotteskörper Jesu&#8217; geht oder um antietatistische Haltung im Prinzip, aber Nanny-Staat in einem einzigen, ganz konkreten Fall, das ist doch jetzt wirklich Jacke wie Hose, so unterschiedlich sind die einzelnen Religionen nun auch wieder nicht.</p>
<p>Aber nun zu etwas ganz anderem. Dass ich ein Faible für seltsame Namen habe, ist der werten LeserInnenschaft wohl hinlänglich (wenn nicht gar schädlich) bekannt. Gestern früh kam es im Tram zu einem unkontrollierten Lachanfall meinerseits, weil <a href="http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/31658394" target="_blank">im 20Min ein Artikel über einen Glarner Radiopiraten</a> drinstand, der, im Haupterwerb als Agronom tätig, eine thailändische Freundin hat. Soweit, so belanglos, könnte man meinen. Lustig beginnt es dann zu werden, wenn man weiss, wie der Glarner Bauer heisst: <strong>Balz Wichser</strong>. Zum Brüller wird die Geschichte, wenn man weiss, wie die thailändische Freundin mit Vornamen heisst: <strong>Supaporn</strong>. Und das Zwerchfell explodiert spätestens dann, wenn man eins und eins zusammenzählt und sich überlegt, wie die arme Frau heissen wird, wenn sie erstmal ihren Glarner Bauern nach Schweizer Recht geheiratet hat.</p>
<p>Und wenn wir schon bei der Balz sind: in der allseits beliebten Blabend-Rubrik &#8220;Single des Tages&#8221; (wieviel Sinn macht eigentlich eine Rubrik &#8220;&#8230; <strong>des Tages</strong>&#8221; in einer Zeitung &#8220;&#8230; <strong>am Abend</strong>&#8220;? Egal.) vom Montag liess sich Tobias aus Bülach ZH mit den Worten zitieren:</p>
<blockquote><p>Eine Frau muss mir ins Auge stechen.</p></blockquote>
<p>Soll doch jeder seinem Fetisch frönen, wie es ihm gerade plaisiert, und beinhalte dieser auch das Penetrieren von Sehorganen mit spitzen Gegenständen.</p>
<p>Man möge mich jetzt eine Memme schimpfen, aber &#8211; ich für meinen Teil würde dann doch Wichsen mit Supaporn bevorzugen.</p>
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		<title>Wo, bitteschön, geht es hier zum Hirn?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 17:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich, da waren Hase und ich in einer Gaststätte in der Altstadt, sie hiess &#8220;Ali Baba&#8221;. Und wie es sich für so einen Namen gehört, waren da nur total trendy Leute drin. Und wir Hasen, natürlich. Die Gaststube ist derart trendy, dass auch die Bedienung grossen Wert darauf legt, möglichst immer ihre Schokoseite zur Fensterfront [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, da waren Hase und ich in einer Gaststätte in der Altstadt, sie hiess &#8220;Ali Baba&#8221;. Und wie es sich für so einen Namen gehört, waren da nur total trendy Leute drin. Und wir Hasen, natürlich. Die Gaststube ist derart trendy, dass auch die Bedienung grossen Wert darauf legt, möglichst immer ihre Schokoseite zur Fensterfront gut sichtbar erstrahlen zu lassen; der Akt des Bedienens an sich wird da schnell mal zur Nebensache.</p>
<p>Das ist soweit ja auch ihr gutes Recht. Wenn sie gewusst hätte, dass es schon gopfertami viel braucht, damit mir Blondinen den Kopf verdrehen, dann hätte sie auch vielleicht von Anfang an gedacht, dass es nicht viel bringt, mich zu begrinsen. Trinkgeld gibts beim Dschango für gute Dienstleistung, nicht für jämmerliche Flirt-Versuche von Beinahe-Minderjährigen.</p>
<p>Vielleicht bin ich da ja altmodisch, aber es gehört von mir aus gesehen zur Basis-Kompetenz einer Bedienung in der Gastro-Branche, dass a) die Bestellung beim Kunden in einer für alle Beteiligten befriedigenden Weise aufgenommen wird sowie dem Kunden b) diese Bestellung in ihrer Vollständigkeit überbracht wird. Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt wird, ja dann ist das vergleichbar mit einem Metzger, der die Sau zur Wurst verarbeitet, ohne sie vorher zu töten. Klar ist es nicht weltbewegend, wenn der Metzger das so handhabt, blöd ist es aber alleweil, und sei es nur für die Sau.</p>
<p>Der erste Fail kam schon bei der Bestellung. Und zwar gelüstete mich nach einer Apfelschorle. Da ich dies nicht auf der Karte fand und einen grossen Durst zu verspüren meinte, bestellte ich, wörtlich zitiert, einen halben Liter halb-Apfelsaft-halb-Mineralwasser. Und stürzte damit die Bedienung in heillose Verwirrung. Nicht, dass sie hier nicht versucht hätte, Lösungen zu finden: sie schlug mir &#8220;einen Liter Schorle&#8221;, &#8220;je einen Liter Mineralwasser und Apfelsaft&#8221;, &#8220;zwei Gläser, jeweils halbvoll Mineralwasser, und noch ein Glas, bis oben hin gefüllt mit frischen Äpfeln&#8221;, sowie noch weitere spassige Variationen vor, die sie zu bringen bereit gewesen wäre. Wir kamen dann schliesslich überein, dass sie mir &#8220;0,25 Deziliter Mineralwasser und 0,25 Deziliter Apfelsaft in einem Halbliterglas&#8221; bringen würde &#8211; dieser Vorschlag kam von ihr und hätte ich von Anfang an gewusst, dass ich so hätte bestellen müssen, ich hätte es getan. Ehrlich. Schon nur dem Frieden zuliebe.</p>
<p>Nun gut. Nach einer grosszügigen Wartezeit, in der ich meinen Halbliter bereits leergetrunken hatte und mich nicht getraute, Nachschlag zu bestellen, da es noch andere Gäste im Restaurant hatte und ich nicht wollte, dass die Gehirnkapazität der Bedienung ausschliesslich durch mich belegt wurde, kam dann mein (im Übrigen höchst leckeres) Hauptgericht, allerdings vermisste ich die ebenfalls bestellte Vorspeise. Ich fragte deshalb die potentielle Soziologie-Studentin, auf deren CV dann irgendwann mal der Einsatz im Ali Baba als &#8220;hat Einblick in die harte Arbeitswelt gewonnen&#8221; auftaucht, ob meine Vorspeise vergessen gegangen sei. Als Antwort erhielt ich eine längere Denkpause, gefolgt von einem klaren und endgültigen &#8220;Ja&#8221;. Kein &#8220;sorry&#8221;, kein &#8220;das tut mir leid&#8221;, kein gar nix. Einfach nur ein ultimatives &#8220;ja&#8221;. Das war genau der Moment, an dem ihr Trinkgeld, den letzten gräulichen Schneehäufchen draussen gleich, dahinschmolz und nichts als kalten, harten Asphalt zurückliess.</p>
<p>Jetzt erstaunt das bei einer Gaststätten-Bedienung nicht wahnsinnig, wenn die etwas Mühe hat, das Hirn zu bemühen, man möge mir diesen kleinen Elitismus verzeihen, auch und besonders in Hinblick auf das potentielle Soz-Studium. Anders sieht es bei Chefredaktoren von Zeitungen aus, die sich gerne mal in Leitartikeln äussern. Leitartikel, das muss man der jüngeren Generation vielleicht erklären, das sind sowas ähnliches wie Blogs aus der Steinzeit, mit dem Unterschied aber, dass man fürs Lesen von Leitartikeln bezahlen muss und fürs Schreiben derselben bezahlt wird. Und ich befürchte, dass Artur K. Vogel pro Zeilen bezahlt wird. Nur so oder indem ich mir einen hemmungslos bekifften Vogel vorstelle kann ich mir erklären, wie er zum Bund-Leitartikel vom 31.12.2010 gekommen ist.</p>
<p>Anfangen tut der Artikel ja gar nicht mal so schlecht. Vogel prangert Karrieresucht, Geldgier, grenzenlosen Steuerwettbewerb, Raffgier und kurzfristiges Renditestreben an und beschwört das Schweizerische Arbeitsethos, das durch die sich rasant öffnende Armutsschere (gut, Vogel spricht hier von einer &#8220;Reichtumsschere&#8221;, was ja auch irgendwie aussagekräftig ist) beschädigt wird. Dann muss aber der Moment eingetreten sein, wo ihm die klaren Gedanken ausgegangen sind, aber noch ein paar Zeilen fehlten, damit das Auskommen stimmt, weil dann kommt dieser Abschnitt:</p>
<blockquote><p>Zwar mag es zum Wesensmerkmal einer direkten Demokratie gehören, dass an der Urne gelegentlich seltsame Verdikte gesprochen werden. Wenn sich diese aber häufen, wie momentan mit Minaretten, Abschiebung und Verwahrung, wenn «das Volk», das meist als mässigender Faktor auf die Politik einwirkt, seinen Unmut gleich mehrmals äussert, müsste das ein Fingerzeig für die herrschende sozialdemokratischlinksliberalgrüne Konsens-Nomenklatura sein, über die Bücher zu gehen und sich ein paar Gedanken zu machen.</p></blockquote>
<p>Und diesen Abschnitt las ich gleich noch dreimal durch, weil ich sicher war, etwas übersehen zu haben. Es kommt dann auch kein Satz, wo der Abschnitt als Ironie entlarvt wird, nein, ich befürchte, Vogel meint das wirklich ernst. Man müsste ihm vielleicht erklären, dass die Schweiz seit Gründung des Bundesstaates bürgerlich regiert und parlamentiert wird. Nirgends sind auf Bundesebene &#8220;Sozialdemokratischlinksliberalgrüne&#8221; in der Mehrheit, Herr Vogel scheint da Verschwörungstheorien auf den Leim gegangen zu sein. Hoffen wir mal, dass er kein Sturmgewehr zuhause rumliegen hat.</p>
<p>Apropos Realitätsverlust, letzthin, da sprach mich eine mittelalte Frau auf der Strasse an, ob ich denn Jesus im Herzen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich noch öfters von mittelalten Frauen auf der Strasse bezüglich Jesus angesprochen werde, ich weiss auch nicht, warum das so ist. Jedenfalls verneinte ich diese Frage klar und meinte noch, dass, wenn ich Jesus im Herzen hätte, dies wohl ein Fall für den Kardiologen sei. Das fand die Frau nicht lustig.</p>
<p>Einer anderen mittelalten Frau, die mir mal auf der Strasse erklärte, Jesus sei ihre geistige Stütze,  versuchte ich mal diesen Gedankengang nahezulegen: Stützen sind doch  eigentlich nichts als Krücken. Krücken sind aber primär für Behinderte  gedacht. Sind dann alsp Leute, die geistige Krücken benötigen, nicht  logischerweise auch geistig Behinderte? Auch diese Frau hatte grosse  Mühe, meinen Gedankengängen zu folgen.</p>
<p>Ganz was anderes: Vor einer Weile flatterte unsere Stromrechnung ins Haus und wir waren not very amused. Aber was wosch. Grosse Freude kam dann hingegen auf, als wir letzthin wieder Post von den Bernischen Kraftwerken BKW bekamen: gross, bunt und mehrseitig wurde uns erklärt, warum wir Atomkraftwerke &#8211; pardon: Kernkraftwerke &#8211; gut finden sollen und warum das alles voll easy ist mit der Spalterei. Es wurde auch erwähnt, dass die Stadt Bern sich letzthin für KKWs ausgesprochen habe, da sie ja die Energiewende-Initiative abgelehnt habe. Natürlich war die Tatsache, dass stattdessen der Gegenvorschlag angenommen wurde, bei dem im Prinzip das spätere Datum der Einführung der einzige Unterschied darstellt, kein Wort wert. Und rückblickend finde ich es unglaublich befriedigend, eine Organisation unterstützen zu dürfen, die sich nicht nur nicht in politische Abstimmungen einmischt, sondern sich diese Nicht-Einmischung auch von sämtlichen Strombezügern des Kantons zu finanzieren weiss.</p>
<p>Und irgendwie schaffe ich es jetzt nicht, den lustigen Versprecher meiner Nichte übergangslos vom AKW herzuleiten, also wird das halt jetzt ein bisschen holprig, weil der Versprecher ist einfach zu gut, um ihn euch zu unterschlagen: meine dreijährige Nichte wollte letzthin ums Verrecken &#8220;telefonanieren&#8221;. Das passt aber wenigstens gut zum Versprecher, den Hase im Büro letzthin aufgeschnappt hatte, als jemand lauthals nach &#8220;Anus-Chräbeli&#8221; verlangte.</p>
<p>Ahso, stimmt ja: ein gutes neues Jahr wünsch ich euch allen &#8211; die Hoffnung stirbt schliesslich zuletzt.</p>
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		<title>Entscheidend ist, was hinten raus kommt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 16:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich, auf der mittäglichen Pilgerreise zum Migros. Arscheskälte, dieser zufolge vereiste Wege und Schneehaufen überall. Mitten in dem ganzen Elend ein uraltes Manndli, an der Leine sein Pudel. Der Köter leidet mutmasslich unter Verstopfung und quält sich unter grossen Anstrengungen ein offenbar steinhartes, horziontal aus seinem Anus herausragendes, längliches Kötelchen ab, das sich nicht abschütteln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, auf der mittäglichen Pilgerreise zum Migros. Arscheskälte, dieser zufolge vereiste Wege und Schneehaufen überall. Mitten in dem ganzen Elend ein uraltes Manndli, an der Leine sein Pudel. Der Köter leidet mutmasslich unter Verstopfung und quält sich unter grossen Anstrengungen ein offenbar steinhartes, horziontal aus seinem Anus herausragendes, längliches Kötelchen ab, das sich nicht abschütteln lässt. Der Hund, sich wohl nicht in ausreichendem Masse erleichtert gefühlt habend, schaut nach hinten, sieht da was in seinem Popo stecken &#8211; und dreht komplett ab. Erst rennt er seinem eigenen Hintern nach, wobei er sein Herrchen, selbiges auf eisigem Untergrund höchst instabil, mit der Leine umwickelt. Dann beginnt der Hund, den Kötel in seinem Arsch anzubellen. Anzuknurren. Läuft vor ihm weg. Winselt. Dreht sich wieder im Kreis. Und im Zentrum das alte, magere Manndli in seinem grauen Kamelhaarmäntelchen und der Fellmütze, das die ganze Zeit &#8220;jetz hör doch uuf, hör jetz uuf! Was bisch du für ne Tschumpu! Hör jetz ändlech uuf!&#8221; schreit, sich mit der Leine in der Hand um die eigene Achse dreht und dabei nur mühsam das Gleichgewicht halten kann. Was auf der anderen Seite den Köter auch wieder zu Höchstleistungen anspornt. Es war so ungefähr das Maximum, das ich an Weihnachtswunder dieses Jahr erwarten darf, und es zauberte mir tatsächlich noch Tage danach ein Lächeln aufs Gesicht.</p>
<p>Als ich den Hund, der Angst vor seinem eigenen Arsch entwickelte, so anschaute, musste ich an die Politik denken. Und tatsächlich sah ich heute Morgen im Bund den alljährlichen <a href="http://www.derbund.ch/bern/Auf-dass-der-Spendentopf-ueberquelle/story/12554172" target="_blank">Lobpreiset-die-Heilsarmee-denn-wir-wissen-ja-nicht-was-sie-tun-Artikel</a>. Wir durften dort lesen, dass die Edith Olibet, ihres Zeichens Gemeinderätin der Stadt Bern, einerseits die diesjährige Stopfkollekte eröffnet, bei der Gelegenheit eine &#8220;stark zusammengefaltete&#8221; (!) Hunderternote in den Topf steckt und nicht müde wird zu betonen, wieviel Gutes die liebe, liebe Heilsarmee so macht.</p>
<p>Nunja. Warum der Faltgrad der Hunderternote dem Bund-Schurni derart viel Eindruck machte, muss wohl Redaktionsgeheimnis bleiben &#8211; wahrscheinlich haben einfach noch 23 Zeichen im Artikel gefehlt. Was aber sowohl Bund als auch Frau Olibet zu erwähnen vergessen, ist die Tatsache, dass sich die Heilsarmee den weitaus grössten Teil ihrer tollen Arbeit für die Bedürftigen von Staat, Kanton und Gemeinde zu marktüblichen Tarifen entlöhnen lässt. Und ihrerseits dann die tatsächliche Arbeit zum grössten Teil durch Freiwilligenarbeit erledigen lässt. DAS nenne ich mal ein Geschäftsmodell! Und dass die Heilsarmee selbst nicht den Einsatz für die Bedürftigen, sondern ganz klar die Missionierung als erste und oberste Priorität sieht, muss man ja auch nicht in den Zeitungen lesen, dafür gibt es ja die Schraube.</p>
<p>Und wenn wir schon bei Belästigung durch religiöse Spinner sind, wir haben seit letztem Sonntag ja ein Tram, das nach Bümpliz fährt, und weiter westwärts, sogar. Aufgefallen ist mir einerseits das schönste öffentliche Klo, das ich je gesehen habe (Bümpliz Endstation, war derart überwältigt, dass ich vergessen habe zu fotografieren), andererseits die extreme Präsenz, welche die verschiedenen Jesus- und sonstwie UnsichtbarerFreund-Vereine an diesem Eröffnungsfest hatten. Der Stand des Hauses der Religionen war beispielsweise lustig, weil sie so bunte Fetzen aufgehängt haben, die alle Hirnkrankheiten symbolisieren sollten, welche dann in dem noch zu bauenden Haus einziehen sollen. Entlarvend war, dass es zwar eine reformierte, eine katholische und eine christkatholische Kirche gibt, hingegen nur je einen Islam, Hinduismus und Buddhismus. Wahrscheinlich hätte das bei der Christenfraktion die Vielfalt in der Einfalt symbolisieren sollen, schliesslich stehen die auf so Symbol-Scheiss.</p>
<p>Aber damit nicht genug: an praktisch jeder Haltestelle der neuen Tramlinie waren temporäre Plakatwände aufgestellt, die irgendwie einen Bezug zum Tram und/oder Quartier versprachen, primär aber den Zweck hatten, einen Bibelspruch prominent in der Mitte zu platzieren. Und tatsächlich wurde diese tolle Aktion von den Landeskirchen der Schweiz gesponsert.</p>
<p>Wir fassen zusammen: mittlerweile macht BernMobil ja keine religiöse Werbung mehr in Tram und Bussen &#8211; die Plakate der Heilsarmee zählen nicht dazu, nenein, genausowenig die Plakate für die &#8220;Nacht der Religionen&#8221; natürlich auch nicht, eh klar, wo soll hier auch der religiöse Bezug erkennbar sein? &#8211; dafür lassen sie sich das Tram-Eröffnungsfest von den Kirchen sponsern und pflastertn zum Dank sämtliche Haltestellen mit Verkündigung voll. Wieder: ein tolles Geschäftsmodell! Würde darauf wetten, dass Olibets gemeinderätlich-kollegiale Grinsmaschine Rytz dahintersteckt.</p>
<p>Ich habe mir vorgenommen, das nächste Mal, wenn ein neues Tram gebaut wird, dann werde ich auch was anbieten. Und ich werde mich ans Beispiel der Methodistischen Kirche halten, die als Attraktion (sic!) einen &#8220;Raum der Stille&#8221; anbot. Ich meine, wie schäbig geht&#8217;s eigentlich noch? Im Luftschutzkeller ein Kerzli anzünden, fertig ist der Raum der Stille. Die Methodistischen Kirche verdient den &#8220;Prix Économique&#8221; dafür, mit nicht nennenswertem Aufwand sowas ähnliches wie einen Event geschaffen zu haben.</p>
<p>Am Schluss zählt, eben, was hinten rauskommt. Das wissen Pudel genau so gut wie Gemeinderätinnen. Und die Heilsarmee sowieso.</p>
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		<title>Drogen für alle! (Schaden kann es eh nicht mehr)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.
In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.</p>
<p>In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/marke_madonna_bleibt_sittenwidrig_1.8236582.html#comment_article" target="_blank">NZZ</a> (!) spricht von einem Urteil, das &#8220;von Realitätssinn weitgehend unbelastet&#8221; sei. Schöner hätte es auch ein Dschango nicht schreiben können, deshalb schliessen wir nun dieses Kapitel.</p>
<p>Auch gut auf Drogen scheint letzhin <a href="Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller" target="_blank">Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller</a> gewesen zu sein (das ist die, die so eine lustige Chruselifrisur hat). Dienstag Abend, Tagesschau, es kam grad eine Einspielung zu den Bombenattentaten in Athen, da beginnt Frau Müller das Interview mit dem Korrespondenten Werner van Gent mit folgendem Halbsatz:</p>
<blockquote><p>Wir haben&#8217;s soeben gehört in den Bildern&#8230;</p></blockquote>
<p>Versprecher, klar. Kann passieren, auch Profis. Vollstes Verständnis. Dann kommt aber diese Frage:</p>
<blockquote><p>Auffallend an dieser neuen Anschlagserie ist ja jetzt, dass die Adressaten immer Botschaften sind &#8211; ist dies ääääh&#8230; wahrscheinlich Absicht?</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass die Frage schon nur wegen dem &#8220;wahrscheinlich Absicht&#8221; <em>sowas</em> von jenseits ist (dass Werner van Gent überhaupt eine Antwort geben konnte, spricht doch sehr für ihn), mal abgesehen davon also: Nein, liebe Frau Müller, das läuft heute ja ganz anders. Terroristen machen heutzutage mehr so eine Art Bomben-Bingo und schicken ihre Grüsse wahllos in der Welt herum. Dass es jetzt allesamt Botschaften traf, war reiner Zufall. Wahrscheinlich.</p>
<p>Aber Fernsehen ist ja eh so eine Sache. Da war letzthin auch ein &#8220;IT-Experte&#8221; in einer Sendung zu hören, der den interessierten ZuschauerInnen die Vorzüge eines Glasfaser-Internetanschlusses damit erklärt hat, dass man&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8230; sich damit gegenseitig Youtube-Videos zuschicken kann.</p></blockquote>
<p>So falsch, wie es richtig gemeint ist, leider. Passt auch zu der anderen &#8220;Expertin&#8221;, die in einer Wissenschaftssendung davon  gesprochen hat, dass sich mit Glasfaser &#8220;fast unendlich schnelle&#8221;  Datenverbindungen erzielen liessen. &#8220;Fast unendlich&#8221;, jaja.</p>
<p>In dem Zusammenhang fällt mir auch ein, dass nach dem Abstimmungsdebakel mit Ansage ja das Generalsekretariat der SVP (warum heisst das eigentlich nicht &#8220;Führerbunker&#8221;?) einem Anschlag zum Opfer gefallen ist &#8211; ohje, ohje, ohje. Um dies hier nochmal in aller Form klar zu machen: selbstverständlich bin ich gegen solche Aktionen. Sie sind kontraproduktiv, undemokratisch und pubertär. Ein bisschen wie bei den &#8220;Hacker&#8221;-Angriffen gegen Mastercard, Visa und Konsorten.Und genau wie bei diesen würde ich jeder und jedem, der der SVP mittels Einbruchswerkzeug und Farbe gezeigt hat, dass &#8220;das Volk&#8221; halt ein recht heterogenes Pflänzli ist, das zu allem Elend noch von Ort zu Ort anders wächst, diesen Leuten würde ich, das darf ich hier so sagen, jederzeit ein Bier offerieren. Ganz einfach deshalb, weil sie dadurch, dass sie anstelle von mir etwas Dummes und Unüberlegtes tun, mich von der Notwendigkeit entbinden, meinerseits mein Leben, meine Freiheit oder meinen Job aufs Spiel zu setzen. Ein Bier ist da meiner Meinung nach ein höchst günstiges Kompensat.</p>
<p>Mittlerweile hat die SVP anstelle von grossen Glasfenstern ja nun Holzplatten in den Fensterrahmen. Und somit nun definitiv und offiziell nicht nur eines, sondern gleich mehrere Bretter vor den Köpfen. An der Symbolik gibt es also nun nichts mehr auszusetzen.</p>
<p>Aber die Partei ist ja nicht nur bekannt für Bretter <em>vor</em> dem Kopf, sondern auch für Holzköpfe. Das hat jetzt rein gar nichts mit dem Konkurs der Grosssägerei in Blocherland zu tun, sondern für einmal mit der Politik in Thun. Man wundert sich: da lässt sich jemand ins Exekutivkommittee der drittgrössten Berner Stadt wählen, nur um dann kurz nach der Wahl herauszufinden, dass es sich eben nicht um einen 20%-Aushilfsjob wie im Migros an der Kasse handelt. Das hätte man dem armen Mann ja auch sagen können, Gopferdeckel! (Gut, hat man zwar, bereits vor Monaten. Aber man weiss ja, dass man bei der SVP laaaaaaaangsaaaaaam sprechen, Inhalte immer und immer wiederholen muss sowie ja kein Wort mit mehr als drei Silben benutzen darf. &#8220;Gemeinderatspensum&#8221; hat die Grenze wohl klar überschritten.) Aber ich bin sicher, es entspricht aus SVP-Optik dem Volkswillen, dass jetzt nicht der das Amt antritt, der gewählt wurde. Parallelen zu Haiti sind auch hier rein zufällig.</p>
<p>Und wenn wir schon am rumblochen sind: ich habe ja letzthin mit meinem Schurni-Freund rumgequatscht und dabei festgestellt, dass der auch eine Haustier-Verschwörungstheorie pflegt, nämlich dieselbe wie ich, und die geht so: die BaZ wurde nicht von Moritz Suter mit dessen Geld gekauft, nänääi-Sii! Stattdessen hat Blocher dem Suter das Geld vorgeschossen, damit dieser den Tettamanti auszahlen kann. Blocher steigt aus dem Beratungsmandat aus und benutzt die Marionette Suter dazu, die Redaktionsfäden im Hintergrund zu ziehen. Und die depperten Basler erneuern jetzt ihre Abos und wissen gar nicht, wem sie da das Geld in den dicken Hals werfen.</p>
<p>Zugegebenermassen: die Verschwörungstheorie hat noch ihre Ecken und Kanten. Aber meiner Meinung nach durchaus Zukunft; ich rege hiermit eine Community-Weiterentwicklung an.</p>
<p>Damit ich es nicht vergessen, muss ich hier auch noch mein Bonmot der Woche aufführen. Nein, nicht von Nasse (obwohl dessen Sablé-Bonmot einen knappen zweiten Platz belegt), sondern von einem Leidensgenossen in derselben Branche wie ich, der unliebsame Kunden:</p>
<blockquote><p>&#8230; mit penetrant freundlicher Hartnäckigkeit zu vergraulen sucht.</p></blockquote>
<p>Episch!</p>
<p>Was war sonst noch&#8230;? Eben, international haben wir Schweizer unseren Ruf als xenophob-ignorante Käsehirne erfolgreich verteidigt, auch den der Fussball-Nieten, die SP ist mal wieder daran schuld, dass die SVP Abstimmungen gewinnt, Frau Calmy-Rey ist knapp zur Bundespräsidentin der Herzen gekürt worden und die reine <em>Ankündigung</em>, dass Wikileaks <em>wahrscheinlich irgendwann mal</em> Dokumente <em>veröffentlichen wird,</em> die eine amerikanische Grossbank zu Fall <em>bringen</em> <em>könnten</em>, lässt den Aktienkurs der Bank of America in den Keller rasseln. Man rätselt darüber, ob es die TeleSAT-Knalltüte von der Costa Smeralda nun definitiv übertrieben hat (wahrscheinlich) und ob unsere Wirtschaftspolitiker etwas aus den letzten Finanz- und Wirtschaftskrisen gelernt haben (wahrscheinlich nicht). Und man nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass vor allem in Irland nun die zur Kasse gebeten werden, die schliesslich auch vom Schlaraffenland der befreiten Finanzströme am meisten profitiert haben: Sozialhilfeempfänger, alleinerziehende Eltern und Renter.</p>
<p>Achso, ja, stimmt ja, Cécile Bähler hat jetzt übrigens wieder einen Freund. Und wirkt bei der abendlichen Wetterpräsentation bereits ein wenig verschusselt.</p>
<p>Man mag es ihr gönnen.</p>
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		<title>Need to believe, dr Steve isch schtiif!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 11:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Und was beschäftigt die Massen momentan am meisten? Korrekt: die Penisgrösse von Mick Jagger.
Ich meine, wenn jetzt ein Keith Richards, seines Zeichens international zertifiziertes Arschloch und seit Äonen wohl kaum mehr in der Lage, ohne chemische Hilfsmittel was Hartes in seiner Hose zu haben, mich als Arschloch und Kleinschwanz bezeichnen würden, nunja, es täte mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und was beschäftigt die Massen momentan am meisten? Korrekt: die Penisgrösse von Mick Jagger.</p>
<p>Ich meine, wenn jetzt ein Keith Richards, seines Zeichens international zertifiziertes Arschloch und seit Äonen wohl kaum mehr in der Lage, ohne chemische Hilfsmittel was Hartes in seiner Hose zu haben, mich als Arschloch und Kleinschwanz bezeichnen würden, nunja, es täte mich jetzt nicht wahnsinnig echauffieren. Ich würde ihm ein beherztes &#8220;tu quoque!&#8221; an den faltigen Grind schmeissen, wissend, dass er es eh nicht verstehen würde. Und ich täte mich wohlig in meiner elitären Überlegenheit suhlen, wie Piggy, das fröhliche Hausschwein, in der auf Zimmertemperatur vorgewärmten Jauchegrube.</p>
<p>Apropos, der Peter Wasserfallen, der ist jetzt ja nicht mehr in der SVP. Das freut selbige sicher, weil sie so wenigstens in absoluten Zahlen nicht mehr die Stadtrats-Fraktion mit der höchsten Arbeitslosenquote ist. Wie in der SVP üblich, wird der Konflikt per <a href="http://www.kyte.tv/ch/telebaern/wasserfallen-tritt-aus-svp-aus/p=ls&amp;c=84713&amp;s=1053165&amp;l=2047" target="_blank">M<span style="text-decoration: line-through">assenm</span>edien </a>ausgetragen: Sturmbannführer Hess glänzt wie immer durch ausserordentliche Auffassungsgabe und rhetorische Brillianz, Wafa Junior wie bereits in den Stadtratsdebatten primär durch sein Polo-Shirt. Spontan, ich kann da wirklich nichts dafür!, kam mir die leicht modifizierte Textzeile von Mani Matter in den Sinn:</p>
<blockquote><p>Zwee Mongos im Ring<br />
gäh nang ufe Gring.</p></blockquote>
<p>Ahso, ausgetreten ist der Wafa-Peter übrigens, weil ihm die SVP zu stark auf Obstruktion und zuwenig auf Konstruktion setzt. Das hat er vorher in seiner dreijährigen Parteimitgliedschaft leider nicht herausfinden können. Stellt euch das Entsetzen vor, wenn ihr Mitglied einer auf Konzilianz und Lösungsorientiertheit setzenden Partei seid, für diese in den Stadtrat gewählt werdet und urplötzlich herausfindet, dass diese Partei  auf einmal &#8211; schwuppdiwupp! &#8211; die Totengräberin der Demokratie spielt&#8230; es ist ganz, ganz schlimm.</p>
<blockquote><p>Dr eint isch afang<br />
chly schlächt binenang.</p></blockquote>
<p>Ganz was anderes, vielleicht habt ihr es ja verpasst: der grösste Musiker, die goldenste Kehle auf zwei Beinen, die eine vor Grenzgenialität nur so schillernde Leaderfigur helvetischen Musikschaffens, hat ja neulich auf einer US-Autobahn gegen einen Truck nur den zweiten Platz gemacht. Der Steve ist nun also steif, wobei lieber steif als gott-hart, meiner bescheidenen Meinung nach.</p>
<p>Ehrlich gesagt: ich habe ganz fest gestaunt, als ich die Nachrufe auf den Herrn Lee las. Spontan hatte ich den Eindruck, dass da ein zweiter Mozart mit der Stimme einer männlichen Callas und dem Gemüt eines Ghandis von mir komplett unbemerkt dieselbe Luft geatmet hatte wie ich. Ignorant, wie ich nun mal bin, hatte ich Lee primär als Kreischeule einer drittklassigen Wohlfühl-Schrummel-Band in Erinnerung, die mit denselben Klischees Geld verdient, die ich so um 13 oder 14 herum langsam peinlich zu finden begann. Aber äbe, man lernt nie aus.</p>
<blockquote><p>Derfür sprützt efang<br />
chly Bluet umenang.</p></blockquote>
<p>Wenigstens kann Herrn Lees Witwe schön öffentlich trauern, inklusive Live-Übertragung der Abdankung vom Gotthard (dem Hospiz, jetzt) und hanebüchenem Eso-Gelalle, dankbar von der idée suisse aufgenommen und noch in die letzte Stube im hintersten Schattental ausgestrahlt. Lag da nicht ein gewisser Geist von Kennedy über dem Land? In solchen Fällen wünsche ich mir dann jeweils wieder eine starke Armee, die dann, wenn derart niederschmetternde Ereignisse programmiert sind, mit Salutschüssen und Fahnen-Einwickeln-und-der-Frau-in-Schwarz-übergeben, dem Ganzen einen gewissen Rahmen geben kann. Die zwei Patres in Sackleinen waren auf jeden Fall doof und rein optisch eine Katastrophe.</p>
<p>Ist es übrigens nicht eine schöne Symbolik, dass der Gotthart-Sänger just in der Woche verstrichen wird, in der am Gotthard (dem Berg, jetzt) durchgestochen wird? Oder muss man gar von einer Verschwörung reden? Wäre Schtiifs Ort in den USA nicht eigentlich derjenige von Noch-Bundesrat Leuenberger gewesen? Man weiss es einfach nicht.</p>
<blockquote><p>Da plötzlech machts Bong<br />
u das isch dr Gong</p></blockquote>
<p>Und in Triengen haben sie sich entschieden, statt einem Kruzifix ein Symbol aufzuhängen, <a href="http://www.frei-denken.ch/de/2010/10/triengen-hohlenbewohnersymbol-statt-kruzifix/" target="_blank">das offenbar schon die Steinzeitmenschen rege benutzt haben</a>. Womit man in Triengen auch von der Symbolik her wieder dort angelangt wäre, wo die gesellschaftliche und intellektuelle Entwicklung aufgehört hat. Offen bleibt, ob bei den Steinzeitmenschen Kreuze auch Schulzimmer verziert haben oder ob es mehr prähistorische Tags waren, so in der Art von &#8220;Uuuaaarggghl saugt an Gnaaaugraaahls Glonggg&#8221;. Wenn zweiteres, würde ich gerne wissen wollen, zu welcher Form des Saugens die Triengener ihre Kinder mit dem Höhlenmenschensymbol motivieren möchten.</p>
<p>Es passt übrigens wie der halbverhungerte Jammerlappen ans Holzkreuz, dass sich der Islamische Zentralrat <a href="http://www.frei-denken.ch/de/2010/10/walliser-staatsrat-stutzt-kundigung-gegen-lehrer/" target="_blank">hinter die Schulgemeinde Triengen stellt</a> &#8211; Scheich und Scheich gesellt sich eben gern. Und im Übrigen hat sich das Problem nun für Triengen auf äusserst elegante Art und Weise von selbst gelöst: der böse Vater, der sich erdreistet hatte, seine verfassungsmässigen Rechte und diejenigen seiner Kinder einzufordern (hallo, gehts eigentlich noch?) und der zu allem Übel auch noch ein Deutscher ist (oh Schreck, oh Graus!), hat nach massivsten Drohungen gegen sich und seine Familie beschlossen, <a href="http://www.frei-denken.ch/de/2010/10/familie-schlesinger-fluchtet-vor-den-luzerner-katholiban/" target="_blank">die Schweiz fluchtartig zu verlassen</a>.</p>
<blockquote><p>Cha nümm ufecho<br />
und jitz isch K.O.</p></blockquote>
<p>Ein klares 1:0 für die Katholiban, noch ist also nicht alles verloren in diesem Land.</p>
<p>Und wenn wir schon bei der grössten religiösen Minderheit in der Schweiz sind: wir sind jetzt dann ja bald zum vierten Mal Kardinal! Und damit nicht genug: endlich ist auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Engelwerk" target="_blank">Engelwerk</a>, das beispielsweise die Existenz von Dämonen in Menschengestalt (zB in Gestalt von Zigeunern (sic!)) oder in Form von gefleckten Katzen, sowie die Behütung vor denselben qua Anbetung von 400 Engeln propagiert, wieder erfolgreich im behütenden Schoss der <a href="http://www.tz-online.de/aktuelles/bayern/papst-holt-geheimbund-zurueck-in-kirche-tz-955972.html" target="_blank">heiligen katholischen Kirche</a> gelandet. Halleluja!</p>
<p>Man dürfte annehmen, dass das Engelwerk in den Gemeinden Triengen und Stalden einen Haufen tatsächlicher, zumindest aber ein beachtliches Reservoir an potentiellen Mitgliedern hat. Und dass das wahre Christentum nur vom Katholizismus repräsentiert wird, ist ja wohl allen klar. Schliesslich ist sogar <a href="http://www.kath.ch/index.php?na=11,10,0,0,d,56497" target="_blank">Homer Simpson</a> katholisch.</p>
<blockquote><p>Bravo!</p></blockquote>
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		<title>Der Wolf im Walliser Schafspelz</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Oct 2010 14:56:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus aktuellem Anlass, heute mal ein kleiner Exkurs in eine den meisten völlig unbekannte Welt. Eine Welt, in der der einzig wahre Sozialschmarotzer im Dorf als moralische Instanz gilt und die Gesetze vor allem dazu da sind, Gott vor allerlei Bösem zu beschützen. Zum Beispiel vor einem Lehrer, der es wagt, seine Grundrechte und diejenigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus aktuellem Anlass, heute mal ein kleiner Exkurs in eine den meisten völlig unbekannte Welt. Eine Welt, in der der einzig wahre Sozialschmarotzer im Dorf als moralische Instanz gilt und die Gesetze vor allem dazu da sind, Gott vor allerlei Bösem zu beschützen. Zum Beispiel vor einem Lehrer, der es wagt, seine Grundrechte und diejenigen der ihm anvertrauten Kinder einzufordern.</p>
<p>Was ist passiert? In Stalden im Kanton Wallis, sowieso ja nicht gerade als der Kanton  bekannt, der bezüglich Grundrechten eine Vorreiterrolle einnimmt, ist <a href="http://www.frei-denken.ch/de/2010/10/fristlose-kundigung-nach-streit-um-kruzifix/" target="_blank">ein Oberstufenlehrer am letzten Schultag vor den Ferien fristlos entlassen worden</a>. Und dies nicht etwa, weil er sich an seinen Schülern vergriffen hätte, sondern nur deshalb, weil er sich weigert, in seinem Schulzimmer ein Folterwerkzeug aufzuhängen.</p>
<p>Seitens Schulleitung beruft man sich aufs Walliser Schulgesetz, das die Schule dazu verpflichtet, den Schüler &#8220;auf seine Aufgabe als Mensch und Christ&#8221; vorbereiten. Klar widerspricht dies der Bundesverfassung krass, welche ihrerseits die Schulen dazu anweist, konfessionell neutral zu sein, aber das interessiert im Wallis natürlich keine Sau. Es spielt auch keine Rolle, ob es im Wallis Kinder mit muslimischem Glauben gibt. Da das Christentum Leitkultur ist, werden einfach alle zu Christen erzogen, egal ob Kathole, Musel oder Atheist. Gott wird die seinen dann am Schluss schon aussortieren.</p>
<p>(An dieser Stelle ein Aufruf: Wenn ihr noch immer einen Facebook-Account habt, tretet doch bitte der Gruppe &#8220;<a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=1374895600#%21/group.php?gid=168244069856636&amp;v=info" target="_blank">Solidarität mit Valentin Abgottspon</a>&#8221; bei &#8211; Merci!)</p>
<p>Und nun ist die Kacke am Dampfen. Die Presse berichtet beinahe täglich (sucht einfach nach &#8220;Valentin Abgottspon&#8221; und ihr werdet fündig) und auch <a href="http://videoportal.sf.tv/video?id=162c6659-bd6b-4eee-81ae-53e39e5e704e" target="_blank">Schweiz Aktuell</a> hat sich zu einem &#8211; ausnahmsweise sogar recht objektiven &#8211; Bericht hinreissen lassen. Plötzlich ist das schwarzkatholische Herz am Rand der Schweiz im Fokus, plötzlich merken wir, dass eine Stunde Zugfahrt weit weg eine kleine, aber umso aktivere Taliban-Gemeinde ihren persönlichen Scharia-Flavour etabliert. Dies, wohlverstanden, stillschweigend vom föderalistischen Prinzip gedeckt und hauptsächlich vom un- oder falschgläubigen Rest der Schweiz finanziert.</p>
<p>Man verstehe mich richtig: es geht hier nicht um evangelikale Endzeit-Spinner. Es geht nicht um Sektenanhänger im landläufigen Sinne, die eine etwas derbe Interpretation des im Grunde genommen Ach so toleranten Christentums praktizieren. Nein, wir sprechen hier von identitätsstiftenden, über alle moralische Zweifel erhabenen Landeskirche-Katholiken, die sich darauf berufen, dass das Wallis katholisch sei und bleibe, und wer anderer Meinung sei, dürfe das, solle aber gefälligst die Klappe halten oder sich zum Teufel scheren. Wer mal schauen will, wie diese Leute ticken, dem seien die <a href="http://www.frei-denken.ch/de/tag/kruzifix/" target="_blank">Kommentare auf der Freidenker-Seite</a> rund um dieses Thema empfohlen. Eine echte Lektion in erzkatholischem Rechts- und Toleranzverständnis.</p>
<p>Man fürchtet im Wallis also nicht nur den Wolf (was zu braven Schafen an sich ja gut gepasst hätte), sondern auch Laizität, freies Denken und generell ein modernes (sprich: post-1600) Staatsverständnis. Die Kirche bleibt im Wallis nicht nur mitten im Dorf, sondern sie bleibt auch zentrale Richtschnur bezüglich dem, was gedacht werden darf bzw was nicht.</p>
<p>Vielleicht wäre es mal Zeit, den Fehler von 1815 zu korrigieren und das Wallis dem Vatikan als Exklave zu spendieren. Als Italiener (bzw italienische Vatikaniten) wären die Walliser doch sowieso wöhler: bezüglich Vetternwirtschaft, Korruption und theokratisch geprägter Politik sprechen wir auf jeden Fall von verwandten Mentalitäten.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>UPDATE:</p>
<p>Uns wurde aus absolut vertrauenswürdiger Quelle berichtet, dass die identitätsstiftenden und integrativen Kräfte bereits dazu übergegangen sind, ihre moralische und argumentatorische Überlegenheit mit Sachbeschädigungen zu unterstreichen. Zwar (noch) nicht im Wallis, aber in einem anderen, ebenso schwarzen (und ebenso auf finanziellen Zuspruch aus der Restschweiz angewiesenen) Gebiet. Dies ist tatsächlich eine neue Qualität im Diskurs &#8211; Beschimpfungen, anonyme Anrufe/Briefe und ähnliches kennt man ja sogar hier, im säkulareren Teil der Schweiz, wenn man sich bezüglich Konfessionsfreiheit auch nur ein bisschen aus dem Fenster lehnt.</p>
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		<item>
		<title>Von Zügen und Jägern</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2010/09/20/von-zugen-und-jagern/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 12:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf Geschäftsreisen erlebt man viele lustige Sachen. Was sage ich da, es ist ein regelrechter Kosmos voller Absurditäten, gerade wenn man im Zug reist. Folgendes trug sich auf den Schienen zwischen Zürich und München zu:
Da wäre beispielsweise dieser anabolisch aufgeblasene Ostblöckler (hätte auf Rumäne oder Bulgare getippt), der morgens um sieben gefühlte 278 SMS schreibt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Geschäftsreisen erlebt man viele lustige Sachen. Was sage ich da, es ist ein regelrechter Kosmos voller Absurditäten, gerade wenn man im Zug reist. Folgendes trug sich auf den Schienen zwischen Zürich und München zu:</p>
<p>Da wäre beispielsweise dieser anabolisch aufgeblasene Ostblöckler (hätte auf Rumäne oder Bulgare getippt), der morgens um sieben gefühlte 278 SMS schreibt, und das mit eingeschalteten Tastentönen. Meine höfliche Intervention (&#8220;Würden sie bitte die Tastentöne ausschalten?&#8221;) wurde mit einem unfreundlichen &#8220;Nein, das kann isch ned&#8221; quittiert.</p>
<p>&#8220;Natürlich können sie das!&#8221; kam mir gerade noch über die Lippen, doch dann erkannte ich die Sinnlosigkeit meiner Bildungsoffensive. Der Herr meinte wohl, es sei technisch nicht möglich, ich hingegen bin der Meinung, dass die Anabolika dem Gehirn dieses Fleischberges nicht allzu gut getan haben. Sei&#8217;s drum.</p>
<p>Für echte Heiterkeit sorgte aber der Schwäbische Schaffner, der in schönstem Schwenglisch bei jedem Halt u.A. &#8220;Ssänk juh foa trävelling wis se Deutsche Bahn, guud bajj&#8221; über die Lautsprecher schmetterte. Die einzigartige Betonung des &#8220;i&#8221;-Lautes in <em>Good Bye</em>, kombiniert mit der etwas zu langgezogenen, verschwäbelten Aussprache, haben mich für alle Tastentöner und Kloraucher auf dieser Fahrt entschädigt.</p>
<p>Nicht vollständig entschädigt wird wohl der Kanton Bern für seinen teuren Einsatz gegen den renitenten Rentner Kneubühl. Was für eine absurde Geschichte. Da freut man sich als Steuerzahler, wenn für die ausgegebenen Millionen am Ende wenigstens ein bisschen Gerechtigkeit dabei herausschaut.</p>
<p>Zudem scheint die Meinungsfreiheit in unserer Demokratie noch intakt, wenn einem Polizisten das halbe Gesicht weg geschossen wird und trotzdem ein paar Hirnamputierte in Texas-Manier &#8220;Go, Kneubühl, go!&#8221; skandieren. Da fühlt man sich gut aufgehoben.</p>
<p>Doch die Kirsche auf dem Kuchen ist die Begegnung der fahndenden und leicht nervösen Schroterei mit dem gestandenen und total <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/polizei-bedroht-hobby-jaeger-156690" target="_blank">mutigen Taubenjäger</a> aus dem Jura, was für ein Mannsbild in dieser ach so wilden Schweiz hinter den sieben Bergen.</p>
<p>Wir finden es ja total verhältnismässig, für ein bisschen (gefühlte) Freiheit und Stolz in Kauf zu nehmen, mit staatlich finanziertem Blei aus Polizei-Schrotflinten vollgepumpt zu werden.</p>
<p>Eh ja, jedem seine Priorität.</p>
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		<title>Das Konsensationslager wählt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 09:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, am Mittwoch ist es endlich soweit: die Wägsten und Besten des Landes steigen in den Ring der vereinigten Bundesversammlung, damit aus ihren Reihen neue Landesväter und/oder -mütter gewählt werden. Im Vorfeld dieser schönen eidgenössischen Tradition hat man ja einiges von den Kandidierenden erfahren: dass Frau Sommaruga beispielsweise schon mal Hasch-Guetsli gebacken hat oder dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, am Mittwoch ist es endlich soweit: die Wägsten und Besten des Landes steigen in den Ring der vereinigten Bundesversammlung, damit aus ihren Reihen neue Landesväter und/oder -mütter gewählt werden. Im Vorfeld dieser schönen eidgenössischen Tradition hat man ja einiges von den Kandidierenden erfahren: dass Frau Sommaruga beispielsweise schon mal <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/brwahlzehn/story/25177928" target="_blank">Hasch-Guetsli gebacken hat</a> oder dass Johann Schneider-Ammann nie lügt. Beides rudimentäre Voraussetzungen, um dem bundesrätlichen Stellenprofil zu genügen.</p>
<p>Gesucht ist, wie übrigens meistens, die eierlegende Polit-Wollmilchsau: möglichst jung (muss aber trotzdem seriös wirken), möglichst eine Führungspersönlichkeit, möglichst viel Charisma (aber nicht zu viel!), möglichst dossierfest, möglichst konsensorientiert, trotzdem zielstrebig, konfliktfähig, ausgleichend, intelligent (aber nicht zu sehr!), volksnah, wenn Frau: nicht allzu hässlich (aber ja auch nicht zu hübsch!), mit mindestens einem BWL- und einem Jus-Abschluss, Erfahrung in der Privatwirtschaft wäre von Vorteil. Die Beherrschung aller vier Landessprachen wird vorausgesetzt, die Beherrschung von Englisch hingegen nicht. Und schön wärs, wenn der/die KandidatIn in ungefähr fünfzehn Kantonen gleichzeitig Wohnsitz hätte. Und als Frau zählt, aber Mann ist.</p>
<p>Bekommen werden wir, wie auch meistens, im besten Fall (und nur in diesem) viel guten Willen im Sinne von &#8220;gibt sich und hat Mühe&#8221;. Und vielleicht mal ein Hasch-Guetsli von der Frau Sommaruga, was ja immerhin schon mal was wäre. Würde die Bundesratssitzungen auf jeden Fall auflockern; ich weiss da, wovon ich rede.</p>
<p>Doch halt: ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, dass die Politik im Bundeshaus von unfähigen, blinden und tauben Einbeinigen gemacht wird! Zwar haben die Bundesparlamente wie erwartet sowohl beim <a href="http://www.20min.ch/finance/news/story/Keine--nderung-beim-Mietrecht-17719042" target="_blank">Mietrecht</a> wie auch bei der <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/session/story/Nein-zur-Waffen-Initiative-30343195" target="_blank">Wafffeninitiative</a> komplett versagt, aber immerhin gibt es noch Volksvertreterinnen, die Prioritäten zu setzen wissen und die wirklich brennenden Issues unserer Gesellschaft schonungslos aufs Tapet bringen. Ja, Frau Ada Marra hat per Motion durchgebracht, dass <a href="http://www.20min.ch/news/dossier/session/story/-Sozialisten-sind-auch-Patrioten--21315319" target="_blank">künftig zu Beginn der Bundesversammlung die Nationalhymne gesungen wird</a>. Endlich, sage ich da nur! Wenn sie schon sonst nichts Schlaues auf die Reihe bringen, sollen sie wenigstens Singen dürfen. Ist ja wie damals in der Schule, wo einem der Lehrer gesagt hat, dass zwar nichts aus einem werden würde im Leben, er aber froh wäre, wenn man im Schulchor mitsingen würde, weil man der einzige ist, der die Töne preicht. Aber einewä, das Beachtliche an dieser Motion ist, dass sie aus den Reihen der SP kommt. Und nein, ich habe jetzt kein &#8220;V&#8221; vergessen: es ist offenbar wirklich eine SP-Nationalrätin, die auf folgende Zeilen abgeht wie ein Zäpfchen:</p>
<blockquote><p>Betet, freie Schweizer, betet!<br />
Eure fromme Seele ahnt<br />
Gott im hehren Vaterland,<br />
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.</p></blockquote>
<p>Sozialdemokratie in Reimform, sozusagen. Seltsam? Nein, Politik.</p>
<p>Und wie wir ja eh schon bei dieser sind: Letzthin habe ich in der Stadt eine junge Frau gesehen, die hat ein T-Shirt getragen. Das ist bereits recht beachtlich, weil die Temperaturen waren in der Stadt mitunter in letzter Zeit keineswegs Tiischi-tauglich. Aber item. Ich habe das T-Shirt gesehen und mir gedacht, hm, wenn ich jetzt nur ein bisschen bessere Beziehungen zum französischen Präsidenten hätte, ich würde ihn grad sofort anrufen und sagen, ich hätte ihm dann übrigens noch was zum Anziehen, so zwecks Imagepolitur bei der EU. Und kleidsam wärs sowieso:</p>
<div id="attachment_7858" class="wp-caption aligncenter" style="width: 335px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/09/sarko-I-love-roma.png"><img class="size-full wp-image-7858" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/09/sarko-I-love-roma.png" alt="" width="325" height="535" /></a><p class="wp-caption-text">Sarkozy loves Roma!</p></div>
<p>Man nehme übrigens mal wieder die gnadenlos geilen Gimp-Skills vom Dschango zur Kenntnis.</p>
<p>Eigentlich wollte ich ja noch über einen anderen regelmässigen Daumenschraube-Gast schreiben, der diese Woche wieder mal was von sich hören hat lassen: René Kuhn, seines Zeichens gewesene SVP-Knallerbse und Pussy Magnet qua Selbstbild, ruft gemeinsam mit anderen Opfern weiblicher Gewaltherrschaft <a href="http://www.antifeminismus.ch/" target="_blank">zum ersten Antifeminismus-Treffen auf</a>. Kommt mir jetzt aber irgendwie vor, wie wenn ein Diabetiker zur Zuckerboykott-Demo aufrufen würde, also lassen wir es halt.</p>
<p>Letzthin beim Zappen im Prekariats-TV übrigens so eine Doku über irgendeine am Rande der Gesellschaft lebende Familie gesehen, die irgendwas auf die Reihe gebracht hat, was der TV-Station immerhin 49 Minuten Sendezeit wert war, interessant war es trotzdem nicht. Aber als dann im Verlaufe der Sendung der Name des jüngeren Sohnes fiel, habe ich gemeint, ich hör nicht recht. Tat ich dann aber doch, wie sich dank moderner MAZ-Technik bald zeigte:</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/09/django-schädlich.png"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7839" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/09/django-schädlich-800x446.png" alt="" width="480" height="268" /></a></p>
<p>Das T-Shirt, das der junge Mann trägt, beschreibt übrigens ziemlich genau meine Reaktion auf seinen Namen. Man verstehe mich jetzt ja wirklich nicht miss: ich bin sehr dafür, Kindern möglichst exotische, schräge oder sonstwie belastende Vornamen zu geben. Das macht sie hart fürs Leben, ganz nach dem Cash&#8217;schen Motto des &#8220;Boy named Sue&#8221;. Aber wenn man bereits einen Nachnamen einbringt, der eigentlich schon Hypothek genug ist, muss man doch nicht noch&#8230; oder?</p>
<p>Da fällt mir ein: ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, dass es den Begriff der &#8220;konsensorientierten Politik&#8221; ungefähr solange gibt, wie es konsensorientierte Politik als solche nicht mehr gibt? Finde ich noch interessant, irgendwie.</p>
<p>Aber noch etwas Erfreuliches zum Schluss. Habe soeben &#8220;<a href="http://pedrolenz.ch/index.php/publikation/detail/der_goalie_bin_ig/" target="_blank">Dr Goalie bin ig</a>&#8221; von Pedro Lenz fertiggelesen. Und bin schlicht und ergreifend begeistert. Nicht nur, weil Lenz in einem mir nahen Idiom schreibt (O-Ton Hase: &#8220;Hihi, dä schriibt fasch so komisch wie du redsch!&#8221;), und auch nicht nur, weil er in real ein bisschen so aussieht wie der Dschango auf seinem Daumenschraube-Föteli, sondern vor allem, weil er ein begnadeter Erzähler sowie ein grandioser Beobachter ist, der zusätzlich noch je einen grossen Haufen Humor und Menschenliebe im Rucksack dabei hat. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem jeder Satz, jedes Wort und jedes Satzzeichen dort steht, weil es dort stehen <em>muss</em>. Vor gefühlten hunderttausend Jahren hat sich der junge Dschango zum Ziel gesetzt, irgendwann mal die Schweizer Version von &#8220;Trainspotting&#8221; zu schreiben. Mit viel Neid, aber noch viel mehr Freude stellt der altersmilde Dschango heute fest, dass Lenz genau dies gelungen ist &#8211; besser und authentischer, als es der olle Zigeuner je hingebracht hätte.</p>
<p>Kaufen, lesen, lieben.</p>
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		<title>Hilfe, die Dogen bilden wieder Szenen!</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 13:05:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun ist es ja so, dass auch ich nicht alles weiss, was es auf dieser Welt zu wissen gäbe. Mir war noch knapp geläufig, was &#8220;Dogen&#8221; sind &#8211; Oberhäupter der italienischen Republiken Venedig und Genua im Mittelalter nämlich &#8211; es war mir aber nicht bewusst, dass es mit diesen Dogen Probleme in der Jetztzeit geben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><img class="  " src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/archive/0/00/20091215083313!Bellini.doge.600pix.jpg" alt="" width="216" height="296" /><p class="wp-caption-text">Auch davor schützt die Reithalle-Initiative!</p></div>
<p>Nun ist es ja so, dass auch ich nicht alles weiss, was es auf dieser Welt zu wissen gäbe. Mir war noch knapp geläufig, was &#8220;Dogen&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doge" target="_blank">sind</a> &#8211; Oberhäupter der italienischen Republiken Venedig und Genua im Mittelalter nämlich &#8211; es war mir aber nicht bewusst, dass es mit diesen Dogen Probleme in der Jetztzeit geben könnte. Geschweige denn, dass sie in der Stadt Bern durch eine besonders ausgeprägte Szenenbildung auffallen würden.</p>
<p>Zum Glück wurde ich diese Woche eines Besseren belehrt, durch jene Postille nämlich, die &#8211; zum Glück! &#8211; vom durch den &#8220;keine Werbung&#8221;-Kleber auf unserem Briefkasten nicht abgeschreckten Verträger in selbigen gesteckt wurde.</p>
<p>Es geht hier natürlich um den Hochglanzprospekt zur fünften oder sechsten oder wasweissichwievielten Reithalle-Initiative, die am 26. September in Bern zur Abstimmung kommt und übrigens ein grandioses Beispiel dafür ist, wie sehr gewissen Politikern der Volkswille am Herzen liegt, vor allem dann, wenn das strunzdumme Volk ums Verrecken nicht begreifen will, was sein Wille zu sein habe. Vielleicht etwas Positives vorweg: der ganze Prospekt kommt mit genau zwei (2!) Ausrufezeichen aus. Das sind, notabene, genau gleich viele, wie ich zum Schreiben dieses Artikels bisher benützt habe.</p>
<p>Ich weiss nicht, ob meine werte LeserInnenschaft jetzt die Sensation wirklich begreift (ihr braucht ja schon mindestens fünf Anläufe, bis ihr endlich kapiert, was ihr eigentlich abstimmen wolltet, gopf): da ist ein Prospekt, der unter anderem das Konterfei von Brokeback-Erich enthält, ich würde jetzt den Textanteil auf rund 2000 Zeichen schätzen, und nur zwei davon sind Ausrufezeichen. Wenn man die textarme Titelseite wegrechnet, sogar nur noch eines! Viermal weniger als ich, unter wohlverstanden hochverantwortlicher Dosierung, bis jetzt hier verschreibt habe! Wahrlich, ich sage euch: der Tag, an dem die Hölle zufriert, ist nahe.</p>
<p>Und wenn wir schon beim Prophetentum sind: Meinen Glückwunsch an die muslimischen MitbürgerInnen, ihr dürft ab morgen ja wieder im Sonnenlicht fressen, saufen, rauchen und ficken, weil das euer nachtblinder Gott dann wieder zulässt. Das finde ich schon mal gut. Vor allem den Punkt mit dem Rauchen, weil das bekanntlich saudumme Verletzungen gibt, wenn man im Dunkeln rauchen will und dann zB die Zigi oder die Shisha falsch herum anzündet.  Das Ende des Ramadans entlastet somit auch die Krankenkassen, und wer kann sich ernsthaft dagegen wehren? Eben.</p>
<p>Apropos Ramadan: im Gegensatz zum Rest der muslimischen Welt <a href="http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Die-Steinigung-zu-rechtfertigen-ist-nicht-akzeptabel/story/29633056" target="_blank">hat Genf ja das ganze Jahr über einen</a>, und dessen Ende ist nicht wirklich absehbar. Bei dem geht es auch keineswegs um Ficken, Fressen und andere das Leben beglückende Ereignisse, sondern um Steinigungen. Die jetzt vielleicht in einer Wüstenlandschaft noch Sinn machen, aber in einer agrarisch geprägten Landschaft wie der Schweiz eher schräg daherkommen. Ich meine, bevor man sich die Mühe macht, hier genügend Steine im aparten Format zu finden, könnte man sich allenfalls überlegen, die Sitte hierzulande mit Kuhfladen umzusetzen. &#8220;Kuhfladigung&#8221; wäre eh noch ein geiles Wort, irgendwie. Kuhfladigung in der Mubarak, hahaha. Ich werde das beim Herrn Ramadan vielleicht bei Gelegenheit mal anregen.</p>
<p>Noch jemand, der grossen Spass am Ende des Ramadans (nicht dem von Genf, jetzt!) hat, ist der Pastor Terry Jones, der sich vor Jahren mal in seiner damals noch in Deutschland angesiedelten Halluzinationsgruppe <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,716304,00.html" target="_blank">am Klingelbeutel gütlich getan hat</a>, danach zurück ins gelobte Land gegangen ist und sich nun dem Koran-BBQ widmet. Oder widmen will, man weiss das nicht so genau. Auf jeden Fall hat ihm die Gemeinde Gainesville seine Aktion verboten, <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article9470035/US-Regierung-verurteilt-geplante-Koran-Verbrennung.html" target="_blank">unter Hinweis auf feuerpolizeiliche Bestimmungen</a>, was ich persönlich recht schlappschwanzig finde. <a href="http://www.bernerzeitung.ch/ausland/amerika/Pastor-Koranverbrennung-lediglich-zeitweise-ausgesetzt/story/13639526" target="_blank">Momentan ist noch nicht klar</a>, ob morgen tatsächlich Koräne (-ane?) brennen werden oder nicht, mich persönlich regt aber schon nur die Idee an sich auf. Ich meine, in Zeiten von Rohstoffknappheit, welcher Idiot kommt auf die Idee, wertvolles Papier einfach zu verbrennen? Hat Pastor Jones nichts aus der &#8220;Deep Horizon&#8221;-Katastrophe gelernt? Man muss es fast annehmen, denn sonst würde er nicht nur den Koran, sondern sämtliche überflüssige Fantasy-Literatur (Koran, Bibel, Tora, egal) in grossen Containern sammeln und zu nützlichen Konsumgegenständen wie Bratwurst-Umwickelservietten oder Klopapier verarbeiten. Mister Jones, noch haben Sie Zeit,  zu bereuen und auf den rechten Pfad zurückzukehren!</p>
<p>Man könnte es zugegebenermassen falsch verstehen, dass ich von den Fundamentalisten direkt auf Roland Näf überleite, aber ich bin stolz darauf, meiner lieben LeserInnenschaft mitteilen zu dürfen, dass wir es jetzt amtlich haben: die Tatsache, dass ihr regelmässige Daumenschraube-LeserInnen seid, heisst nicht zwingend, dass deshalb nichts aus euch wird im Leben. Einer der <a href="http://www.daumenschraube.ch/2009/03/13/da-haben-sich-ja-zwei-gefunden/#comments" target="_blank">Daumenschraube-Fans der ersten Stunde</a> wurde nämlich letzthin zum Präsidenten der SP des Kantons Bern gewählt &#8211; wir gratulieren herzlich!</p>
<p>Nicht so viel Freude hatten wir, als wir hörten, dass der Grosse Rat des Kantons Bern einen Vorstoss Näfs, den Kindergärten mehr Stellenprozente zu gönnen, <a href="http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Grosser-Rat-will-nicht-mehr-Kindergaertnerinnen/story/17215790">abgelehnt hatte</a>. Da muss man sich schon an den Grind langen: hat der Näf doch endlich mal eine gute Idee und löst sich etwas von seiner Killerspiel-Fixierung, macht ihm der Grosse Rat diese Idee prompt kaputt. In dieses Bild passt übrigens, dass derselbe Grosse Rat auch <a href="http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/Erziehungsdirektor-zeigt-Bereitschaft-das-Kulturprogramm-anzupassen/story/12454115" target="_blank">das Kulturprogramm abgelehnt</a> hatte. Selbstverständlich will man Integration, selbstredend will man Förderung, und ohne Zweifel ist Bildung, als unsere wertvollste Resource, hochprioritär zu behandeln, nur kosten darf der Scheiss natürlich nichts.</p>
<p>Übrigens, da wir uns nun in die Niederungen des Bildungswesens begeben haben: ich glaube, dies hier mal erwähnt zu haben, euer Dschango ist ja jüngst unter die Lehrmeister gegangen und bildet nun Spätpubertierende zu waschechten Informatikern aus. Macht Spass, macht Freude, und die Kleinen lernen erst noch was dabei statt nur herumzulungern. Keine Freude macht hingegen, was der Dschango da dauernd an Papier von der <a href="http://gibb.ch/" target="_blank">GIBB</a> bzw von der <a href="http://www.oda-ict-bern.ch/" target="_blank">OdA ICT Bern</a> erhält. Nicht weil er grundsätzlich etwas gegen Papier hat &#8211; siehe meine Opposition gegenüber der Verbrennung desselben -  sondern weil diese der Erziehungsdirektion angehängten Läden offenbar des teutschen Sprake night so righik machtig sint. Anders kann ich mir nicht erklären, wie diese Institutionen Papier produzieren können, die vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so strotzen. Ich will hier ja nicht ins Detail gehen, aber als mein Stift letzthin mit einem Brief dazu aufgefordert wurde, zu einem Lehrgang &#8220;nicht leidende Kleidung&#8221; zu tragen, da war sowohl der Stift als auch ich etwas überfordert. Wollte man sicherstellen, dass nur Fair Trade-Baumwolle getragen wurde? Oder, dass dem Stift sein Gwändli nicht in einem Sweatshop produziert wurde? Oder meinte man eher &#8220;nicht-leitend&#8221; und hat einfach das Legasthenen-AddOn aus der Textverarbeitung auszuschalten vergessen? Fragen über Fragen.</p>
<p>Aber zurück zum Reithalle-Prospekt und somit zum Titel dieses Artikels. Nebst der beinahe schon angsteinflössend geringen Anzahl von Ausrufezeichen und dem Bildnis von Richi-Dschei frappiert dieser nämlich auch noch mit folgender schockierenden Feststellung:</p>
<blockquote><p>Es besteht eine Dogenszene, gegen welche die Polizei nicht durchgreifen kann.</p></blockquote>
<p>Zum Glück gibt es noch aufrechte Politiker, die sich dagegen wehren, wenn italienische Herrscher aus dem Mittelalter unkontrolliert nach Bern immigieren und hier ihren Zirkus aufführen, eine rat- und tatlose Polizei vor sich. Und zum Glück gibt es auch noch ein Volk, das diesen Politikern hoffentlich auch beim fünften Mal den wohlverdienten Finger zeigt.</p>
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		<title>Beinhart Dschängu wagt wieder den Hosenlupf</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2010/08/27/beinhart-dschangu-wagt-wieder-den-hosenlupf/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 12:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir waren da ja in Schweden, auf Urlaub. Hat ein bisschen länger gedauert, sorry.
Zurück in der Heimat merke ich, dass sich dieses eher träge, langweilige Land in der Zwischenzeit zu einer freudigen, dynamischen Irrenanstalt entwickelt hat. So musste ich feststellen, dass der Bundesrat, vor einem halben Jahr noch eine uneinige, streitlustige, inkompetente und handlungsunfähige Selbsthilfegruppe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren da ja in Schweden, auf Urlaub. Hat ein bisschen länger gedauert, sorry.</p>
<p>Zurück in der Heimat merke ich, dass sich dieses eher träge, langweilige Land in der Zwischenzeit zu einer freudigen, dynamischen Irrenanstalt entwickelt hat. So musste ich feststellen, dass der Bundesrat, vor einem halben Jahr noch eine uneinige, streitlustige, inkompetente und handlungsunfähige Selbsthilfegruppe, mittlerweile seine zwei grössten Probleme angepackt hat und auf dem Weg ist, in absehbarer Zeit eine Lösung zu finden. Das ist ja schonmal gut. Es foutiert mich auch nicht wirklich, wenn ich in Zukunft von einer Frauenmehrheit regiert werde. Konkret ist dies für mich seit bald zwei Jahrzehnten der Normalzustand und ich kann der Grinsekatz vom Leman hier versichern, dass dieser Zustand auch für Männer durchaus Vorteile hat. Was mich aber stutzig gemacht hat, ist die Aussage diverser Medien, einer Frau, die sich in den Bundesrat wählen lassen wolle, käme wohl &#8220;das Geschlecht in die Quere&#8221;. Hier muss ich doch die anatomischen Kenntnisse einzelner Schurnalisten in Frage stellen und auf eine entsprechende Weiterbildung pochen. Alternativ könnte man natürlich auch von intimem Insiderwissen einzelner Schurnis ausgehen und sich die Frage stellen, ob&#8230; nein, sorry, aber ich möchte heute noch etwas essen, herzlichen Dank.</p>
<p>Anderes Beispiel: Man hat es ja im ganzen In- und Ausland gelesen: die Schweiz führt die Todesstrafe ein! Nein, tut sie natürlich nicht. Für unsere ausländischen Freunde, hier als kleine Guideline, wie politische Meinungsäusserungen in der Schweiz zu gewichten sind:</p>
<ul>
<li>Wenn von knapp 8 Millionen Einwohnern eines Landes deren fünf an einem Küchentisch eine freaky Idee haben, ist dies kein Thema zur Besorgnis, sondern bloss das normale Surrogat von Irren, das man in jedem Land findet.</li>
<li>Wenn 100&#8242;000 Knallköpfe diese Idee supigeil finden und sich zu einer Freudenbekundung qua Unterschrift bewegen lassen, ist dies zwar besorgniserregend, aber noch kein Problem.</li>
<li>Wenn dann das Parlament dieses Landes die Idee auch noch so OK findet, ist dies langsam problematisch, aber noch keine Katastrophe.</li>
<li>Und wenn (und erst wenn!) dann die Mehrheit der Stimmenden an der Urne tatsächlich diese Idee annimmt &#8211; <strong>dann</strong> ist die Katastrophe eingetroffen.</li>
</ul>
<p>Die lustige Idee mit der Todesstrafe ist ja nun knapp über Stufe 1 zur Furzidee verkommen, von dem her kann man sich trefflich darüber bespassen. Aber wichtig ist die Aktion der Initianten schon, weil sie die Debatte neu lanciert hat. Nicht diejenige über die Todesstrafe (ey, hallo?!?), aber doch darüber, ob man das Initiativrecht an eine Zurechnungsfähigkeitsprüfung der Initianten koppeln solle. Die Debatte sei hiermit eröffnet!</p>
<p>Ihre Meinung bereits gut überlegt und kundgetan im 20Min vom 25.8. hat  Christine Burgassi-Spears (19) aus Hombrechtikon ZH:</p>
<blockquote><p>Ich finde sie [die Todesstrafe] gut. Heute kommen viele Mörder bloss ein paar Jahre ins Gefängnis und lernen daraus nichts.</p></blockquote>
<p>Nein, ich möchte nicht Christine sein. Aber noch viel weniger möchte ich ihr Freund sein, der dieses Statement morgens auf dem Weg zur Arbeit liest und spontan eine Kosten-Nutzen-Rechnung zwischen originellem Sex und &#8220;nicht wegen meiner Freundin ausgelacht werden&#8221; aufstellt. An seiner Stelle würde ich mal einen sexy Namen für meine rechte Hand brainstormen. Aber es ist ja seine Entscheidung.</p>
<p>Und apropos Statement: ich las diese Woche, dass Claudia Schiffer 40 geworden ist &#8211; ich gratuliere herzlich, du alte Sau! Ich darf der Claudia übrigens mit Fug und Recht &#8220;alte Sau&#8221; sagen, weil nächstes Jahr werde ich ja selbst eine. Aber eben, Statement: da wurde in irgend so einer Journaille (ich finde den Mist ums Verrecken nicht im Netz, sorry) gefragt, was sie, die Frau Schiffer, denn für die Umwelt <strong>tue</strong>. Und zur Antwort gab die Schifferin, dass sie gerne weniger Wäsche kochen <strong>würde</strong>. Frau Schiffer zeigt hier also, nebst einer schon beinahe übermenschlichen Sorge um unsere Umwelt, dass sie durchaus auch eine intellektuell-philosophische Seite hat, indem sie die Regel, aus dem Sein dürfe man kein Sollen ableiten, in eine neue Dimension erweitert. Chapeau!</p>
<p>Viele Entscheidungen standen auch bei der selbsternannten &#8220;Partei des Mittelstands&#8221; an. Die <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/31731014" target="_blank">Halleluja-Brüste</a> dürfen jetzt ja leider nicht Bundesratten werden, der kleine Fuchs <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/16902507" target="_blank">darf nicht mehr im Stadtrat sein</a> (das glauben wir hingegen erst dann, wenn wir es sehen) und im nachhinein hat man gemerkt, dass die Hauptzielgruppe des bunten Fragebogens von selbigem weit überfordert wurde. Echt jetzt, liebe SVP-Schefstrategen, meint ihr wirklich, eure Wähler könnten mehr als zehn Wörter pro Seite lesen?</p>
<p>Apropos kleiner Fuchs: der ist jetzt sogar Titelheld <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7Nw4EEnaHv8" target="_blank">eines schönen Liedes</a>. Und not very amused. Was wiederum erstaunt, da er doch sonst jede Gelegenheit, Medienthema zu werden, freudig nutzt, unter anderem eben auch das Patronat der einen Halleluja-Brust, ihrerseits der Spasspolitik in keinster Weise abgeneigt. Und wer jetzt &#8220;Fake!&#8221; und &#8220;inszeniert!&#8221; schreit, soll ruhig sein, weil als einem der kleine Fuchs vom grossen an Bauernzmorgen als Bettgenosse vorgestellt wurde, da war der kleine Fuchs ja bloss der kleine Hess, den man noch nirgends kannte. Und ipso ergo facto irrelevant.</p>
<p>Zum Erich Dschei und seinen aufrechten Patrioten passt ja auch noch eine Entdeckung, die Hase letzthin gemacht hat, und zwar auf der Schachtel ihrer Slipeinlagen. Da steht nämlich, dass diese ein Verfalldatum haben. Ich muss jetzt ein bisschen ausholen und anmerken, dass Hase das Erreichen des Verfalldatums eines Produkts nicht als &#8220;ablaufen&#8221; bezeichnet&#8221;, sondern als &#8220;nicht mehr gültig sein&#8221;: das Joghurt mit der lustigen grünen Pelzmütze ist also &#8220;nicht mehr gültig&#8221;, genauso wie das Libero-Abi vom fähndrigen Jahr. Aber item. Der Punkt ist, dass Hase entdeckt hat, dass auch ihre Slipeinlagen ein Ablaufdatum haben, also irgendwann den Zustand erreichen, wo sie &#8220;nicht mehr gültig&#8221; sind. Man stelle sich das mal vor. Was, so fragten wir uns, passiert, wenn man das weibliche Genital in Kontakt mit ungültigen Slipeinlagen bringt? Explodiert, wie von Hase (!) angeregt, gleich die ganze Frau oder bekommt man bloss unangenehmen Besuch von der Slipolizei? Man weiss es nicht.</p>
<p>Und wie wir schon beim weiblichen Genital sind: das Wort &#8220;Vuvuzela&#8221; <a href="http://www.insideworldsoccer.com/2010/08/vuvuzela-oxford-dictionary-of-english.html" target="_blank">hat es ja scheints in den Oxford Dictionary geschafft</a>, was saublöd ist, weil ich nach wie vor drauf bestehe, dass das Ding &#8220;Vuzulela&#8221; heisst, weil es so einfach phonetisch und vom Duktus her besser klingt. Das Wort meine ich jetzt; die Tröte klingt genau gleich, völlig gleichgültig, wie man sie nennt.</p>
<p>Ah, und übrigens: Müslüm, ich will ein Kind von dir!</p>
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		<title>Zur Mitte, zur Titte, zum Sack &#8211; zack, zack!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 08:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist, und da spricht jetzt der alte Sack mal wieder aus mir, schon nicht mehr so wie früher. Ich meine, wenn man ein derart hochintellektuelles Produkt wie die Daumenschraube betreut, das sich (vielleicht nicht nur, aber eben doch) der gepflegten Satire verschrieben hat, dann hat man es momentan nicht leicht.
Warum denn dies? Nun, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist, und da spricht jetzt der alte Sack mal wieder aus mir, schon nicht mehr so wie früher. Ich meine, wenn man ein derart hochintellektuelles Produkt wie die Daumenschraube betreut, das sich (vielleicht nicht nur, aber eben doch) der gepflegten Satire verschrieben hat, dann hat man es momentan nicht leicht.</p>
<p>Warum denn dies? Nun, das Stichwort ist &#8220;Realsatire&#8221;. Ich meine, ist es denn heute überhaupt noch möglich, reale Zustände überspitzt zu formulieren? Kann man überhaupt noch  Personen, Situationen oder Geschehnisse überzeichnen? Schlägt die Realität nicht schon lange jegliche Phantasie um Längen? Ich meine, ich weiss ja schon gar nicht, wo ich mit Beispielen anfangen soll. Also, vielleicht beim Herrn Doerig, der als Präsident der Credit Suisse fungiert. Weil, der Herr Doerig, der lässt sich im <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/geld/Sie-wissen-ja-nicht-was-ich-persoenlich-mit-dem-Geld-mache/story/10204667?track" target="_blank">TagiBund</a> mit den Worten zitieren: &#8220;Sie wissen ja nicht, was ich persönlich mit dem Geld mache&#8221;. Schon klar, man könnte Geld verheizen (wurde gerade in letzter Zeit öfters gemacht), man kann es (entgegen gewissen Indianerweisheiten) zu einer schmackhaften Mahlzeit verarbeiten, man kann es als Dämmmaterial verbauen oder man kann es, zu Blöcken geschichtet, als Ziegelsteinersatz verwenden. Von dem her bleibt ja schon eine gewisse Unklarheit in Bezug auf Doerigs Umgang mit Geld. Ich würde aber mal vermuten, dass er es, wie alle anderen Leute, früher oder später einfach ausgeben wird. Gut, im Fall von Herrn Doerig eher später (wenn überhaupt noch), aber egal.</p>
<p>Der Herr Doerig hat heute übrigens GV, was in seinem Alter meist nicht mehr Geschlechtsverkehr meint, sondern Generalversammlung. Das heisst, dass alle Leute, die Aktien von seiner sympathischen Familienklitsche gekauft haben, sich gemütlich im Hallenstadion besammeln und dann reihum den Helden auf der Bühne die Schultern klopfen. Also, eigentlich machen das die im Saal nicht, weil die sind im Grunde genommen in der Minderheit und in der Tendenz angepisst. Diejenigen, die mehrheitlich schulterklopfen, sind andererseits im Saal in der Minderheit (wenn überhaupt anwesend), real aber die absolute, unumstössliche Mehrheit. Da soll noch jemand durchblicken! Man kann zusammenfassen mit: ich möchte Herrn Doerigs Job nicht. Sex statt Millionensalär ist meine Devise, meinen Schef wirds freuen.</p>
<p>Auch so einen Job, den ich ums Verrecken nicht möchte, ist der vom Herrn Provopoulos, angestellt als Geissbock bei der Bank of Greece und bei der Europäischen Zentralbank. Bock zum Gärtner zum Bock, sag ich da nur, ohne das Populus jetzt allzu sehr provozieren zu wollen (<em>Tusch!</em>). Und wenn wir schon bei lustigen Namen bei der Zentralbank sind: wer zur Hölle, der noch alle Sinne beeinander hat, würde jemanden zum Präsidenten der Zetralbank machen, dessen Name <em>verdammt</em> nach &#8220;bschiisse&#8221; klingt? Die Europäer machen es uns mit Jean-Claude Trichet vor und uns erstaunt nichts mehr.</p>
<p>Ui, lustige Namen, letzthin habe ich in unserem Badezimmer übrigens ein Produkt entdeckt, das durch Hase seinen Weg zu uns gefunden hat. Es heisst &#8220;Frizz Ease&#8221; und ist gemäss der aufgedruckten Beschreibung dazu geeignet, aus Locken einen haarigen Wahnsinn zu machen. Es müssen tausende von Nobelpreisträgern bei der Entwicklung des Produkts beteiligt gewesen sein, wenigstens liest sich die Inhaltsangabe wie das Who Is Who des Chemiebaukastens. Und übrigens: man muss schon von Natur aus Locken mitbringen, Wellen reichen nicht aus für den Locken-Wahnsinn. Das hat auch Hase gesagt, nachdem ich mir eine halbe Flasche von dem Scheiss eingerieben habe, in der Erwartung, mir wachse jetzt dann gleich ein Afro. Und ja, sie hat dazu DAS GESICHT gemacht. Aber darum geht es gar nicht. Ich habe mir nämlich stattdessen überlegt, dass es noch recht heikel ist, ein Shampoo auf den Markt zu werfen, das mit der heute üblichen Lese- und Verständnisschwäche ganz gut als &#8220;Friss es!&#8221; gelesen werden könnte. Ich wette, es hat mal wieder niemand an die Kinder gedacht.</p>
<p>Ganz im Gegensatz übrigens zur katholischen Kirche, wo traditionell ganz, ganz viel an Kinder gedacht wird. Der Bischof Mixa beispielsweise, der hat früher mal wahnsinnig viel an Kinder gedacht, dann plötzlich hat er sie vergessen, und auf einmal sind ihm dann die Kinder wieder eingefallen. Beziehungsweise, der Mixa ist den Kindern eingefallen, die heute keine Kinder mehr sind. Und dann haben sie sich mal wieder getroffen, so auf ein Bier und eine Brezn, und hatten es ganz lustig miteinander. So lustig, dass der Mixa gefunden hat, es lange jetzt dann mal mit dem Bischofsein und er gebe jetzt den Hirtenstab mal wieder dem Ratzi, soll der doch einen noch Dümmeren finden.</p>
<p>Was macht eigentlich ein Bischof, wenn er in Rente geht? Ich meine, alte Buchhalter oder Cobol-Programmierer finden immer wieder eine Beschäftigung, auch greise Metzger und senile Ex-Bundesräte bringen wir unter, aber Ex-Bischöfe? Die sind ja schon zur aktiven Zeit zu kaum was nütze, ausser, dass sie dafür sorgen, dass die schönen Kleidchen regelmässig ausgelüftet werden. Und dass der stetige Strom von Austrittswilligen mittlerweile die Ausmasse einer Flutkatastrophe hat. Aber sonst? Kleriker wird man ja nicht, wie in anderen Berufen, weil man etwas besonders gut kann, sondern weil man eben genau gar nichts kann. Da sollte sich Frau Leuthard mal drum kümmern, nicht immer da um diese doofen Jugendlichen, die sowieso schon von der katholischen Kirche reichlich Zucker (o.ä.) in den Arsch geblasen kriegen.</p>
<p>Ja, die Frau Leuthard&#8230; die Arme stand ja recht belämmert da am Trottoir in Berlin, als das Merkel sie im (metaphorischen) Regen stehen liess. Auch so ein Job, den ich nicht wollte, Bundesrat. Erst lassen sie dich da stehen, dann schleckt dich die Merkel ab. Und dann muss man eine halbe Ewigkeit rumlaufen, während man vom Militär von einer Seite her mit unglaublich lauter Marschmusik beschallt wird. Und dann sagen die am Schluss auch noch, man sei ja voll die Freunde. Hallo?? Meine Freunde hole ich vom Zug ab, ich drücke ihnen nicht die Arme zusammen, während ich sie küsse und ich versuche auch, sie nicht mit akkustischer Kriegsführung mürbe zu kriegen. Nein, Bundesrat ist kein schöner Job. Oder so wie beim Merz: man wird einfach nicht verstanden. Die Welt ist einfach zu klein für einen Appenzeller Intellektuellen. Übrigens, wäre ich Appenzeller Tourismusdirektor, ich würde sofort den Slogan &#8220;Appenzell &#8211; intellektuell!&#8221; lancieren. Nicht, weil er zur Zielgruppe passen oder auch nur ansatzweise stimmen würde, aber ich finde, den Reim wäre es wert.</p>
<p>Aber wir waren ja beim Merz, weil die Welt ihn eben partout nicht verstehen will. So will es der Welt, dieser doofen Kuh, auch nicht in den sturen Grind, dass eine Biografie sich eben nicht zu stark auf die portraitierte Person fokussieren soll. Und, das muss ich sagen, hier verstehe ich den Hans-Rudolf mal. Es gibt schliesslich nicht Öderes, als wenn man, sagen wir mal, eine Biografie vom Napoleon liest, und auf vielleicht 1000 Seiten kommt dauernd nur Napoleon hier, Napoleon da, Napoleon blah-blah-blah. Vielleicht mal der erste, mal der zweite oder so, aber im Grossen und Ganzen voll der Gähn. Nach spätestens 20 Seiten denken doch eh alle, &#8220;uaaaaah, nicht schon wieder Napoleon, ich <em>kann es nicht mehr lesen</em>!&#8221; und legen frustriert das Buch zur Seite. Gut, eingefleischte Napoleon-Fans halten vielleicht bis Seite 100 oder so durch, aber da ist Herr Merz eben ganz Realist und kann es sich nicht vorstellen, dass es eingefleischte Merz-Fans gibt. Ich stimme ihm zu, dass es viel spannender ist, wenn jetzt, auch eher exemplarisch zu verstehen, in einer Ghandi-Biografie urplötzlich Richard Löwenherz auftritt. Oder Aliens! Eine Biografie ohne Aliens ist einfach kaum das Papier wert, auf das sie gedruckt wurde. Nackte Weiber müssen auch sein, und, um dem Ganzen noch so einen aufklärerisch-pädagogischen Touch zu geben, eine kurze Abhandlung über das bäuerische Bodenrecht in der Schweiz. Ein Sudoku wär auch fesch. <strong>Das</strong> wär mal eine Biografie, die sich gewaschen hat!</p>
<p>Achso, ja, stimmt ja, es waren ja auch noch Wahlen im Kanton Bern. Falls ihr da grad aufm Klo wart oder so, hier die Zusammenfassung. Postitives gab es wie folgt:</p>
<ul>
<li>Die Jesus-Freaks (EVP, EDU) wurden abgeklatscht. Bringt offenbar doch was, wenn man diese Leute an die Öffentlichkeit zerrt und sie dazu bringt, ihre &#8220;christlichen Werte&#8221;, die sie sanft-säuselnd und um verständnisvolles Kopfnicken heischend als ihre Basis deklarieren, mal konrekt auszuformulieren.</li>
<li>Auch die FDP, wie obige Parteien mehr als politischen Einfluss suchende Sekte denn als Partei zu verstehen, hat links und rechts paar ans Gesicht gekriegt.</li>
<li>Rötlich-grünlich hält sich in der Regierung stabil</li>
</ul>
<p>An Negativem gäbe es zu vermelden:</p>
<ul>
<li>alles andere.</li>
</ul>
<p>Ihr seht: nichts los in Satire-Land. Realität fressen Witz auf. Und dieser doofe Eierfallen-Vulkan hat zwar den weltweiten Flugverkehr lahmgelegen können, der Thiel, der nur wenige Kilometer weiter wohnt, lebt aber immer noch.</p>
<p>Was für ein Gott lässt sowas zu?!?</p>
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		<title>McJesus drive-through</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:53:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dumm gelaufen für den moralisierenden Christo-Fundi auf dem gelben Töffli.
Eigentlich wollten wir ja auf Daumenschrauben nach Art des Hauses für den jetzt (mindestens kurzfristig) arbeitslosen Deppen verzichten, aber wir können uns das nicht verkneifen. Et voilà.
Ja, es scheint, dass die halluzinierenden Mitmenschen aus der Jesus-Klapse gerade Ausgang haben, denn auch die Frau Hagen (die übrigens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="//www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Poestler-boykottierte-Sex-Flyer---gefeuert-19497165" target="_blank">Dumm gelaufen</a> für den moralisierenden Christo-Fundi auf dem gelben Töffli.</p>
<p>Eigentlich wollten wir ja auf Daumenschrauben nach Art des Hauses für den jetzt (mindestens kurzfristig) arbeitslosen Deppen verzichten, aber wir können uns das nicht verkneifen. Et voilà.</p>
<p>Ja, es scheint, dass die halluzinierenden Mitmenschen aus der Jesus-Klapse gerade Ausgang haben, denn auch die Frau Hagen (die übrigens mal total gut war) fühlt sich bemüssigt, die zeitgenössische Pop-Ikone Lady Gaga <a href="http://www.20min.ch/people/international/story/Lady-Gaga--die--Pop-Prostituierte--14997923" target="_blank">nach ihrer Art zu bewerten.</a></p>
<p>Man mag ja von Frau Germanotta halten, was man will, aber so schamlos und deppert von (viel) früheren Glanzleistungen zu zehren, steht nicht mal der Nina H. aus B. zu. Darum: Maul halten, Frau Hagen, wenn man gerade mal wieder im Delirium verweilt.</p>
<p>Merci, circulez, y&#8217;a rien à voir.</p>
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		<title>Die Zehn Gebote 2.0</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Mar 2010 11:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leute, ich fühle mich momentan ja sowas von entspannt, relaxt und  ausgeglichen. Ich gehe durchs Leben wie eine Hindu-Kuh auf Valium. Der  Grund dafür ist ein Winterwander-Kurzurlaub, der sich dann, infolge  katastrophalen Witterungsverhältnissen, in ein Wellness-Monsterprogramm  verwandelt hat. Euer alter Zigeuner ist nun gepeelt, gewalkt, gewaschen,  gesprudelt und bis in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leute, ich fühle mich momentan ja sowas von entspannt, relaxt und  ausgeglichen. Ich gehe durchs Leben wie eine Hindu-Kuh auf Valium. Der  Grund dafür ist ein Winterwander-Kurzurlaub, der sich dann, infolge  katastrophalen Witterungsverhältnissen, in ein Wellness-Monsterprogramm  verwandelt hat. Euer alter Zigeuner ist nun gepeelt, gewalkt, gewaschen,  gesprudelt und bis in die letzte Hautfalte rebalanct. Hammer.</p>
<p>Hase und ich haben uns bisher ja auf Vals eingeschossen, jetzt waren  wir das erste Mal in Leukerbad (witzigerweise just an dem Wochenende, an  dem Pleitier Otto G. Loretan aus dem Knast entlassen wurde). Und was  soll ich sagen: architektonisch überzeugt Vals nach wie vor um Welten,  dafür ist das Publikum in Leukerbad wesentlich angenehmer. Die wenigen  anwesenden Russen haben sich zivilisiert benommen, trendy Züri-Gigle  fehlen dank nicht vorhandenem Highlife vollkommen und generell ist der  Groove eher heimelig-familiär denn mondän-elitär. Me likes a lot.</p>
<p>Unsere Tipps:</p>
<ul>
<li>Übernachten im <a href="http://www.walliserhof.eu/" target="_blank">Wanderhotel  Walliserhof </a></li>
<li>Römisch-Irisch in <a href="http://www.lindner.de/de/LHAT/175alpinewellness/complexdoc_view" target="_blank">Lindners Alpenthermen</a></li>
<li>Walliser Spezialitäten im <a href="http://www.balmhorn.ch/Restaurant_Balmhorn_Leukerbad.html" target="_blank">Restaurant Balmhorn</a></li>
<li>Relax-Ganzkörpermassage bei Christina Schmid (Schmied?), ebenfalls  bei Lindner</li>
</ul>
<p>Vor allem erwähnenswert ist die Tatsache, dass ich mich in einem  Schweizer Kurort zum ersten Mal nicht als Fremdkörper mit Kreditkarte,  sondern als gern gesehener Gast fühlte: durchs Band weg freundlichstes,  nicht arschkriechendes Personal, das flexibel und kundenorientiert  Wünsche zu erfüllen sucht.</p>
<p>Liebe Leukerbaderinnen, liebe Leukerbader: jederzeit wieder!</p>
<h3>Fusskalender</h3>
<p>Letzthin, da haben Hase und ich übrigens noch was herausgefunden:  anhand meiner Füsse kann man nämlich sofort erkennen, welche Jahreszeit  ist! Und das geht so:</p>
<ul>
<li>Wenn sie himmelschreiend stinken, aber optisch blitzblank sauber  sind: <strong>Winter</strong></li>
<li>Wenn sie einigermassen sauber sind und nur wenig stinken: <strong>Frühling</strong></li>
<li>Wenn sie dauernd vor Dreck strotzen und nur leicht müffeln: <strong>Sommer</strong></li>
<li>Wenn sie total verdreckt sind und stinken wie Sau: <strong>Herbst</strong></li>
</ul>
<p>Ich kann gar nicht genug betonen, wie praktisch so ein Talent  ist.</p>
<h3>Sie wollen alle nur deine Deppenenergie!</h3>
<p>Letzthin, es war schon etwas spät, da lief auf dem Bildschirm neben mir der Film «Monsters Inc.». LeserInnen, die sich hin und wieder auch für Populärkultur interessieren und sich nicht ausschliesslich auf intellektuellen Profitcentern wie der Daumenschraube aufhalten, werden den Film kennen. Für alle anderen hier die Zusammenfassung:</p>
<blockquote><p>Monster bauen Atomkraftwerk, aber mit Kindern statt Brennstäben. Saugen die Energie ab, die von erschreckten Kindern ausströmt. Revolution, Umsturz, Randall ist eine schleimige Ratte! Sully und Mike finden heraus, dass Kinder noch viel mehr Energie produzieren, wenn sie lachen. Sully und Mike werden die Helden der Monsterwelt – the Happy End.</p></blockquote>
<p>Mal ganz abgesehen davon, dass der Film mit glühenden Nadeln in einem uralten Trauma von mir herumpult (ich bin immer noch beleidigt, weil ich als Kind niemals eine nächtliche Monster-Vorstellung in meinem Zimmer hatte, weder in der Schocker-, noch in der Lacher-Version, dabei wäre ich mit beiden total glücklich gewesen), hat er mich auch zum Nachdenken angeregt.</p>
<p>Und zwar, so dachte es mir, wenn es denn möglich wäre, dass man Lachen und Weinen zu Energie umwandeln kann, wäre es dann nicht auch möglich, Dummheit zu Energie umzuwandeln? Könnte man nicht einfach Leute unglaublich viel Dummbatz erzählen lassen, die Deppen-Energie, die dabei entsteht, abziehen und in Strom aus der Steckdose transformieren? Könnte man nicht Deppenkraftwerke (DKW) bauen?</p>
<p>Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr kam ich zur Überzeugung, dass das eigentlich gehen müsste. Flauschemonster lügen schliesslich nicht. Und auf einmal fiel es mir wie die verdammten Schneeflocken, die jetzt dann endlich für eine Weile aus meinem Gesichtsfeld verschwinden, aus dem Hirn: es ist noch viel, viel schlimmer.</p>
<p>Meine Erklärung: es sind die Ausserirdischen. Eine furchterregende Verschwörung</p>
<p>Ich meine, schaut euch doch nur mal an, wie Tempel, Minarette und Kirchtürme sowie andere Horte der Dummheit gebaut sind. Immer hoch zum Himmel ragend, immer hat es oben irgendwas, das an eine Antenne erinnert. Immer wird zum Bau von solchen Gebäuden Metall verwendet, gerne sogar Gold – bekanntlich ein ausgezeichneter Energieleiter! Und gerne verweisen die Erbauer solcher Dinger darauf, dass der Ort ihres Bauwerks ein bekannter «Kraftort» (sic!) sei. Durchschaubarer geht ja wohl kaum mehr!</p>
<p>Klar, vor allem die göttliche Fraktion will uns beruhigen, will uns einreden, ja, der Energiefluss, der finde tatsächlich statt (sie leugnen es ja nicht mal!), allerdings in umgekehrter Richtung: von Gott zu den Gläubigen. Aber sicher doch. Wenn dem so wäre, müsste man Kirchen ja nicht aufwändig mit höchst irdischer Energie beheizen und beleuchten. Verarschen kann ich mich selber.</p>
<p>Nein, wer offenen Auges durch die Welt geht erkennt: hier sind finstere Mächte am Werk. Die Deppenenergie von Tausenden von ahnungslosen Gottesdienstbesuchern wird jeden Sonntag schonungslos abgesaugt, katalysiert und zu den Sternen hochgeschickt. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass intergalaktische Energietransferabkommen bestehen, mit einem klingonischen Leuenberger in der Kommission, der auf Klingonisch &#8220;ääääääääääh&#8230;.!&#8221; sagt. (Momentan kommt aus den katholischen DKWs etwas weniger Stoff, das wird aber durch den komprimierten Dummbatz, der in der Zentrale in Rom produziert wird, locker wieder ausgeglichen.)</p>
<p>Man kann den Leuten nur empfehlen, sich vor jedem Kirchbesuch Alufolien-Hüte aufzusetzen. Oder einfach aus der Kirche auszutreten. Müssen ja nicht unbedingt jedesmal Kinder gequält werden, damit bei den Schäfchen Denkprozesse ausgelöst werden.</p>
<p>Finde ich jetzt persönlich.</p>
<h3>Ja, eben&#8230;</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p>Also, endlich zum Thema – die zehn Gebote. Warum, so fragt ihr euch jetzt sicher, warum braucht es diese? Sind die alten nicht schon völlig ausreichend? Sind wir nicht schon sowieso total überreguliert, zB bezüglich dem Pissen im Stehen, wie der Londoner Stapi meint?</p>
<p>Das mag schon so sein, erwidere ich solchen Fragern in der Regel. Aber man kann doch die zehn Gebote mehr oder weniger  zusammenfassen unter: die Verfasser haben sich wirklich Mühe gegeben und das Ergebnis sieht jetzt auf den ersten Blick so ganz OK aus, es ist aber einfach weder innovativ noch wirklich brauchbar. Da haben die judochristilimischen zehn Gebote also eine gewisse Ähnlichkeit mit dem iPad.</p>
<p>Und zur Überregulierung sage ich nur soviel: ich habe jahrelang unter einem Spanier gewohnt. Das taugt jetzt als Argument noch überhaupt nichts, auch nicht die Tatsache, dass ich ihn in fünf oder sechs Jahren genau einmal mit eigenen Augen gesehen habe. Aber dass er jeden Morgen, pünktlich um drei Uhr dreissig, geschätzte fünf Hektolikter Urin aus &#8211; ebenfalls geschätzten &#8211; zwanzig Metern Höhe in die Kloschüssel prasseln liess, das taugt insofern als Argument, als dass ich zu dieser Zeit, wegen diesem Spanier, mit fliegenden Fahnen für so ein Verbot, wie es der Londoner Stapi in der Schweiz zu geben meint, gekämpft hätte.</p>
<p>Obwohl ich ja sonst gegen Spanier als solche gar nichts habe.</p>
<p>Wir sehen an diesen beiden Punkten: was die Menschen wollen und dringlichst benötigen ist ein Regelwerk, das sie einfach durchs Leben geleitet. Das ihnen Anweisung und Leitplanke bietet, sie sicher durch die stürmischen Wogen des Alltags schifft und zielgenau in den Hafen der Glückseligkeit führt. Die Menschen brauchen etwas, an dem sie sich festhalten können &#8211; gerade in harten Zeiten wie diesen. Da wäre auch sicher der Spanier dankbar gewesen für. Oder der Popel in Rom.</p>
<p>So, genug der vielen Worte, hier sind sie also, exklusiv auf Daumenschraube.ch, für alle Spanier und Nicht-Spanier sowie Spanier im Herzen und Nachfolger der Spanischen Inquisition, die zehn Gebote des Dschango Beinhart!</p>
<blockquote>
<h3>Die Zehn Gebote des Dschango Beinhart</h3>
<ol>
<li>Versuche doch bitte, wenn immer 	möglich, dir und deiner Umgebung gegenüber kein allzu grosses Arschloch zu sein.</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
<li>Siehe 1</li>
</ol>
</blockquote>
<p>Ualah. Und nun gehet hin und seid gute Menschen.</p>
<p>Amen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie jetzt? Schon wieder Frühling?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 00:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzthin hat der Schweizer Souverän (sowie seine Souveräne) ja den Tierschutzanwalt wuchtig verworfen. Es ist halt so, dass des Eidgenossen liebstes Tier das Kotelett ist und selbiges am artgerechtesten in der Pfanne gehalten wird. Simple Fakten des Lebens. Letzthin im Büro hatte ich aber mit dem neuen Coder-Gspändli eine Diskussion über Guinness. Nämlich, dass dieses schöne Getränk, von dem sich in Irland ganze Familien schon seit Generationen mehrheitlich ernähren,  hierzulande gleich vierfach vergewaltigt wird:</p>
<ul>
<li>Es ist hier nur in der Memmen-Version &#8220;Draught&#8221; erhältlich</li>
<li>Es wird gerne in Büchsen kredenzt, mit so einer grausligen Gummikugel drin (soll wohl das Überschäumen verhindern)</li>
<li>Es wird hier ungern bei mehr als molligen 4° Celsius ausgeschenkt</li>
<li>Um das Büchsen-Feeling zu verschwammen, setzt man in hiesigen Gaststätten das aus der Hülse ins Glas gestürzte Bier auf einen Mini-Vibrator, welcher dann dem Guinness aus der Dose zur arttypischen, schaumigen Krone verhilft.</li>
</ul>
<p>Man kann das oben zusammenfassen mit: schmeckt voll Scheisse.</p>
<p>Und daraus entwickelte sich dann die Idee: wir lancieren einen <strong>Bier</strong>schutzanwalt! Der dann von Pub zu Pub geht, mit einem Thermometer in der Hand, und überprüft, ob alle Biere auch artgerecht gehalten werden. Dieser Anwalt müsste gleichzeitig natürlich auch Kläger, Richter und Henker sein können &#8211; wir dulden keine Toleranz gegenüber Bierquälern!</p>
<p>Das Traurige an der Sache ist: käme so ein Seich an die Urne, das Verhältnis Ja/Nein wäre wohl gerade umgekehrt wie beim Viecheranwalt.</p>
<h3>Die ollen Katholen</h3>
<p>Jaja, die Mutter aller Kirchen ist mal wieder am Pranger. War ja alles in den Medien, Kindsmissbrauch hier und da, grosses Drama, die Obrigkeit hält sich mit systeminterner Kritik nobel zurück, unterstützt die Täter und fordert von den Opfern Initiative, die verklemmte Haltung zur Sexualität ist sicher nicht der Grund, neineneineinen, also alles wie gehabt. Wäre da nicht ein gewisser Bischof Mixa, der meint, diese Vorfälle wären auch Ergebnis der &#8220;<a href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1385658/Bischof-Mixa-Kindesmissbrauch-auch-Folge-sexueller-Revolution.html" target="_blank">sogenannten sexuellen Revolution</a>&#8220;.</p>
<p>Seltsam, wie eine gesellschaftliche Entwicklung just in der Institution, die sich dieser Entwicklung seit jeher am vehementesten entgegenstemmt hat, ihre reichste Blütenpracht entfalten kann.</p>
<h3>Confessions of a Stupid Old Man</h3>
<p>Apropos traurig: da war ja neulich im TagiMagi ein Artikel über den Peter Bichsel, der nur noch als Karikatur seiner selbst auftritt (die Parodie von Mike Müller wirkt mittlerweile echter als das Original). Ganz besonders witzig ist der Bichselsche Gottesbeweis, den ich hier in verkürzter Form wiedergebe:</p>
<ul>
<li>Prämisse 1: In Solothurn lebt ein vom Leben und sich selbst enttäuschter alter Mann, der früher mal ganz OK geschreibt hat.</li>
<li>Prämisse 2: Dieser alte Mann bringt es nicht auf die Reihe, aus eigenem Antrieb Lebenssinn zu entwickeln, sondern meint, dass dieser Sinn ihn gefälligst in einer Beiz anspringen solle.</li>
<li>Prämisse 3: Der alte Mann weiss zwar nicht, ob er an Gott glaubt, braucht ihn aber, um Sinn zu schaffen und damit sich der Bichsel noch auf etwas freuen kann.</li>
<li>Logische Schlussfolgerung: Gott existiert!</li>
</ul>
<p>Lieber Peter, such dir doch ein Fumoir und bleib da drin, bis die Asche, die du produzierst, von dir selbst nicht mehr zu unterscheiden ist. Die Tour de France findet ihren Weg über den TV auch ins Flora &#8211; da musst du nicht unbedingt einen Dokumentarfilmer bis in ein Pariser Hotelzimmer mitschleppen.</p>
<h3>Evi löst das Problem der Jugendgewalt</h3>
<p>Mittlerweile weiss man ja, wo das Hauptproblem der Jugend zu verorten ist. Es ist nicht die Unwilligkeit der Politik, massiv in Bildung zu investieren. Es ist auch nicht die krude Auffassung von Integration, die hierzulande gepflegt wird (&#8220;lasst sie einfach alle kommen, es wird ihnen derart gefallen hier, dass sie sich von selbst integrieren&#8221;). Und natürlich ist auch nicht der Leistungsdruck schuld, nicht der alltägliche Medienwahn, nicht die fehlenden Zukunftsperspektiven. Es liegt nicht daran, dass wir als Gesamtgesellschaft kein Bild davon haben, wohin wir uns entwickeln sollen und auch nicht daran, dass die einzigen Führerfiguren, die wir haben, wirklich das sind: führende Figuren.</p>
<p>Nein, Schuld an allem sind Killerspiele.</p>
<p>Schon nur das Wort: ich kenne Kartenspiele, da spielt man mit Karten. Ich kenne Brettspiele, die spielt man mit Brettern. Gesellschaftsspiele werden in Gesellschaft gespielt, Geschicklichkeitsspiele benötigen Geschicklichkeit. Und Killerspiele? Benötigt man da Killer dazu? Spielt man diese mit anderen Killern? Oder dient der Killer gar als Spielfeld? Man weiss es nicht.</p>
<p>Obwohl also eine gewisse Unschärfe bezüglich dieses Begriffs besteht, ist man sich darüber einig, dass solches verboten gehört. Wegen den Kindern. Und ja, nicht nur für Kinder verboten, sondern für alle. Weil es ja bekanntlich allen Kindern schadet, wenn ein Erwachsener zum Zwecke des Zeitvertreibs auf animierte Pixel schiesst. Das Statement von Rolf Schweiger in 10vor10, das betreffe ja sowieso nur ein paar tausend Leute, die Einschränkung der Freiheit sei hier also zumutbar, finde ich schon noch bemerkenswert, vor allem von einem FDPler. Wieviele Millionäre gibt es in der Schweiz? Nur ein paar tausend? Warum beschlagnahmen wir denen nicht ihr Prvatvermögen und senken dafür die Steuern für alle anderen? Sind ja nur ein paar tausend, die Einschränkung deren persönlicher Freiheit ist hier also, da der Gesamtgesellschaft förderlich, durchaus zumutbar. Und denkt endlich mal jemand an die Kinder?!?</p>
<p>Dschango denkt natürlich an die Kinder. Und er weiss, dass heutige Kinder ihren Erziehungsberechtigen in technologischer Hinsicht weit voraus sind. Die Tatsache, dass sich ein in der Agglomeration amtierender und vom Zufall in die Politik gespülten Lehrer von einem Verkaufsverbot davon abhalten lässt, ein &#8220;Killerspiel&#8221; zu spielen, beweist nur, dass der Lehrer eine vorgestrige Nulpe ist. Es gibt kein Spiel, keinen Film und kein Buch, das heute nicht innert Minutenfrist auf die heimische Festplatte gesaugt werden kann. Minimales technisches Verständnis vorausgesetzt, das bei der Zielgruppe (Kinder) vorhanden ist, bei den Bedenkenträgern aber komplett fehlt.</p>
<p>Und da ja das Kinder-Argument immer verfängt: wieviele Kinder sterben jedes Jahr durch den Strassenverkehr? Wieviele Kinder und Jugendliche werden jedes Wochenende in den Entnüchterungszellen eingeliefert? Muss die Konsequenz nicht sein, dass man Autofahren und Alkohol verbietet, um die armen, armen Kinder zu schützen? Und wenn wir Gewaltverherrlichendes und Intolerantes konsequent verbieten wollen: wo ist der Bann für die Bibel? Für den Koran? Das SVP-Parteiprogramm?</p>
<p>Ja, noch wegen SVP&#8230; obwohl ich mir jetzt wohl einen Monat lang die Hände zwangswaschen muss: der Führerlehrling Erich J. Hess setzt sich in einem überparteilichen Kommitee dafür ein, dass dieses Verbot nicht durchkommt. Und vorgestern im 10vor10 hat er fast intelligent gewirkt, wie er da seinen auswendig gelernten Satz aufgesagt hat. Ist ein bisschen wie beim Matthias Stürmer, der einerseits als von mir hochgeschätzter Kämpfer für Open Source Software agitiert, andererseits aber auch ein Jesus-Fundi mit gesellschaftlichen Ansichten aus der Bronzezeit ist.</p>
<p>Hat eben alles zwei Seiten. Mindestens.</p>
<h3>Die grössten Kritiker der Elche&#8230;</h3>
<p>&#8230; waren früher selbst mal welche, so sagt bekanntlich der Volksmund, der ja immer recht hat. Sagt ihrerseits zumindest wieder die SVP, die aber im Moment ein grosses Problem hat: wie macht man dem unfehlbaren Volk klar, dass man zwar einen Haufen Abzocker in den eigenen Reihen hat, deshalb eigentlich gegen jegliche regulative Eingriffe in die Wirtschaft ist, sich aber gleichzeitig gegen die Linke positionieren muss, die blöderweise ein recht populäres Anliegen bereits seit gefühlten zwei Milliarden Jahren predigt, das von der SVP, andererseits, wiederum seit gefühlten vier Milliarden Jahren, verlacht und verhetzt wird, wie also macht man diesem Volk weis, dass man doch auch irgendwie gegen Abzockerei in der Wirtschaft ist? Ganz einfach: man nimmt denjenigen Herrn, der in den 90ern das Mantra des &#8220;mehr, mehr, mehr!&#8221; erfolgreich in der Schweiz eingeführt hat, schliesse diesen mit dem nicht wirklich mit Intelligenz und politischem Gespür gesegneten Initianten der Abzocker-Initiative eine Woche lang in einen fensterlosen Raum, und voilà, schon haben wir:</p>
<ul>
<li>eine eigentlich sinnvolle Initiative, die ständig davor bedroht ist, zurückgezogen zu werden</li>
<li>einen Gegenvorschlag, der in den Erweiterungen interessant, im Kern aber jämmerlich ist</li>
<li>einen gescheiterten Alt-Bundesrat, der endlich mal wieder Auftritte im TV bekommt und sich als (millionenschwerer, aber egal) Paulus und volksnahen Kümmerer aufspielen kann.</li>
</ul>
<p>Es kann einfach nur Gewinner geben. Genau wie bei der Sicherheits-Initiative, die von Philippe &#8220;was tut der eigentlich genau?&#8221; Müller erfolgreich aufgegleist wurde und an der Urne jämmerlich gescheitert ist. Am Montag nach der Abstimmung fühlte sich der Dschango dann im komplett falschen Film, weil sowohl Müller als auch die Medien die Ablehnung der Initiative als Sieg für Müller werteten.</p>
<p>Und in neun Tagen sind Grossratswahlen im Kanton Bern. Am liebsten würde ich mich schon heute ins Koma saufen.</p>
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		<title>Wir lieben Suchmaschinen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 12:55:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Suche nach Leuthard ohne L kann bei der Suche auf 20min.ch unerwartete Resultate hervorbringen:

Danke an 20min.ch für diese kleine Erheiterung&#8230;
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Suche nach <em>Leuthard</em> ohne <em>L </em>kann bei der Suche auf 20min.ch unerwartete Resultate hervorbringen:</p>
<p><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/03/leuthard_enthaart.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6914" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/03/leuthard_enthaart.jpg" alt="" width="356" height="233" /></a></p>
<p>Danke an 20min.ch für diese kleine Erheiterung&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gott und Teufel</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Teufel lebt scheints im Vatikan. Ich habe immer gemeint, der sei im Detail. Henusode&#8230;
Und Gott ist ein Chatter namens dustball. Oder auch nicht. Gefunden auf ibash.de:
&#60;dustball&#62; ich BIN gott.
&#60;dustball&#62; so und nu versuch ma meine macht zu wiederlegen
&#60;Toxic Soul&#62; widerlegen
&#60;dustball&#62; touché 
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Teufel lebt <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/-Der-Teufel-lebt-im-Vatikan--31826839" target="_blank">scheints</a> im Vatikan. Ich habe immer gemeint, der sei im Detail. Henusode&#8230;</p>
<p>Und Gott ist ein Chatter namens dustball. Oder auch nicht. Gefunden auf ibash.de:</p>
<p><code>&lt;dustball&gt; ich BIN gott.<br />
&lt;dustball&gt; so und nu versuch ma meine macht zu wiederlegen<br />
&lt;Toxic Soul&gt; widerlegen<br />
&lt;dustball&gt; touché </code></p>
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		<title>Der Mörder in uns</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 12:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist immer wieder mal interessant, sich mit dem Gewaltpotenzial im Menschen auseinanderzusetzen. Im Gegensatz zu einigen Leuten aus dem soziokreativen Gutmenschen-Bereich bin ich ja bedingungslos bereit, Gewalt als unumgänglichen Teil unseres Daseins zu begreifen.
Wenn wir jetzt noch ein wenig Medien und Konsum in diesen Cocktail mischen, landen wir bei der altbekannten Diskussion Medien und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer wieder mal interessant, sich mit dem Gewaltpotenzial im Menschen auseinanderzusetzen. Im Gegensatz zu einigen Leuten aus dem soziokreativen Gutmenschen-Bereich bin ich ja bedingungslos bereit, Gewalt als unumgänglichen Teil unseres Daseins zu begreifen.</p>
<p>Wenn wir jetzt noch ein wenig Medien und Konsum in diesen Cocktail mischen, landen wir bei der altbekannten Diskussion <em>Medien und Gewalt</em>. Wir hatten ja schon <a href="http://www.daumenschraube.ch/2009/03/13/da-haben-sich-ja-zwei-gefunden/" target="_blank">andernorts</a> das zweifelhafte Vergnügen, mit Exponenten der Stoppt!-Killerspiele!-Fraktion und ihrer Unfähigkeit, Ursache und Wirkung richtig einzuordnen, konfrontiert zu werden.</p>
<p>Nun bin ich jüngst über den <a href="http://www.gameswelt.ch/articles/specials/6247-Killergames_und_Socialchats_-_Event/index.html" target="_blank">einen</a> oder <a href="http://wisegamers.ch/artikel/70/gewalt_und_videogames/" target="_blank">anderen</a> guten Artikel gestolpert, der die oftmals erschreckend abwesende Medienkompetenz von gewissen Menschen, die teilweise in relevanten Positionen im Bildungsbereich usw sitzen, wieder mal geschmeidig illustriert.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich eine kleine Anekdote loswerden: Jüngst haben ein paar Videospiel-affine Freunde und meine Wenigkeit über die mögliche Wirkung von Videospielen mit Gewaltinhalten diskutiert, gerade im Bezug auf das Handling von Waffen und dergleichen. Es stellte sich heraus, dass ich durch Counterstrike &#8211; wen wunderts? &#8211; genau <em>nichts</em> über Waffen gelernt habe. Hingegen hat die Tatsache, dass ich dieses Spiel über Monate zusammen mit einem ausgebildeten Militär gespielt habe, wesentlich mehr zu meinem Wissen über Waffen und Strategie beigetragen.</p>
<p>Konkret hat mir also ein fachkundiger Panzerfahrer mein militärisch-strategisches Wissen beigebracht, nicht das Spielen selbst. Dass dies im Spiel durchaus eine positive Wirkung auf meine Leistung hatte, braucht nicht zu erstaunen. Genausowenig erstaunt es, dass ich ohne Weitergabe dieses Wissens im Prinzip genauso Ahnungslos geblieben wäre wie vor dem ersten Kontakt mit diesem Spiel.</p>
<p>Was also fehlt diesen Leuten, die immer wieder in die gleiche Falle tappen, wenn es zu dieser Diskussion kommt? Kontext, Baby. Und Medienkompetenz.</p>
<p>Was nützen  Altersempfehlungen auf den Spielepackungen, wenn sich die Oldies nicht für die Inhalte ihrer Brut interessieren? Was nützt Aufklärung, wenn sich die immergleichen, oftmals bildungsfernen Schichten getrost darum foutieren? Was nützt <em>Parental Control</em> auf den Spielekonsolen, wenn sie nicht konsequent aktiviert wird?</p>
<p>Wir leben in Zeiten, wo es einfach nicht mehr reicht, wenn die Pornos im elterlichen Schrank eingeschlossen werden. Die allzeitige Verfügbarkeit von gratis Inhalten in Kombination mit Breitband Internet verlangt nach anderen Strategien, als man der unaufgeklärten Öffentlichkeit weismachen will.</p>
<p>Wir müssen uns auch von der Vorstellung lösen, dass Eltern beispielsweise die teils sehr komplexen Geräte ihrer Kinder überwachen können, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.</p>
<p>Wir können aber kritische Fragen stellen. Brauchen Kinder bis 13 Jahre schon einen eigenen Computer oder gar eine eigene Spielkonsole? Muss es ein Schlag-mich-tot-Internet-fähiges Handy mit allen Schikanen und entsprechendem Abo sein? Brauchen wir nicht eine enttabuisierte, gnadenlose Aufklärung an Schulen, losgelöst vom kulturellen Hintergrund der Schüler? Brauchen wir nicht auch den Mut, von fehlgeleiteten Eltern und ihren Kindern die Bereitschaft einzufordern, sich ihren Taten zu stellen und korrigierende Massnahmen zu treffen und kontrollieren zu lassen?</p>
<p>Das, liebe Politiker und Sachverständige, sind allesamt Fragen, die es zu diskutieren gilt. Denn es führt kein Weg daran vorbei&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Die bunte Welt des Dschango B.</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 12:51:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt müsst ihr euch alle an den Stühlen festhalten, weil jetzt kommt der Hammer: der Dschango ist seit dieser Woche eidgenössisch attestierter Berufsbilder. Huiiiuiui, jetzt sehe ich förmlich eine &#8220;WTF?!?&#8221;-Welle hierher schwappen. Ihr fragt euch jetzt sicherlich, wie das denn passieren kann, und ob jetzt dann eigentlich jeder dahergelaufene Zigeuner Jugendliche ausbilden darf.
Im Grunde genommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt müsst ihr euch alle an den Stühlen festhalten, weil jetzt kommt der Hammer: der Dschango ist seit dieser Woche eidgenössisch attestierter Berufsbilder. Huiiiuiui, jetzt sehe ich förmlich eine &#8220;WTF?!?&#8221;-Welle hierher schwappen. Ihr fragt euch jetzt sicherlich, wie das denn passieren kann, und ob jetzt dann eigentlich jeder dahergelaufene Zigeuner Jugendliche ausbilden darf.</p>
<p>Im Grunde genommen kann man die letzte Frage mit einem klaren  &#8220;Ja!&#8221; beantworten. Viel mehr als die Fähigkeit, während 40 Lektionen nicht extrem negativ aufzufallen, braucht man nämlich nicht, um im Kanton Bern Berufsbilder zu werden. Das schweizerische Berufsbildungssystem ist in seiner Niederschwelligkeit bezüglich den Ausbildern so sympathisch wie irritierend und ich muss zugeben, ich hätte nie gedacht, dass das System tatsächlich so funktioniert. Aber es tut es offenbar seit ungefähr viertausend Jahren.</p>
<p>Überhaupt nicht funktionieren tut momentan aber irgendwas auf Haiti &#8211; keine Angst, wir rufen jetzt nicht auch noch zu Spenden auf, gebt das Geld besser für ein Blümli für den Hasen oder für irgendein Sexspielzeug aus. Da haben die Haitianer nämlich genausowenig von. Aber mir ist aufgefallen, dass <a href="http://newshopper.sulekha.com/hotteline-lozama_photo_1129277.htm" target="_blank">da eine Frau nach zig Tagen ausgegraben wurde</a>. Also nicht das ist mir aufgefallen, weil, das steht ja momentan fast jeden Tag in irgendeiner Zeitung, dass auf Haiti eine Frau ausgegraben wurde oder gerade ausgegraben wird, nein, aber der Name der Frau ist mir aufgefallen und ich habe mir geschworen: falls mir irgendwann eine Tochter geboren werden sollte, sie müsste den Namen &#8220;Hotteline&#8221; tragen, ob sie wollte oder nicht, ob mir das Jugendamt im Nacken hängen würde oder nicht, schniezpupsegal.</p>
<p>Ja, mir ist auch klar, dass man den Namen wahrscheinlich als  &#8220;Ottlin&#8221; aussprechen täte, so mit französisch-stummem Asch. Würde ich aber nicht. Ich würde jeden Mittag &#8220;HOTTELIIIIIIIIINEEEEEEE!!&#8221; quer durchs Quartier schreien, mit extra stark betontem H, und ich würde mir einen Schranz in den Ranzen lachen, weil alle Nachbarn den Hals verdrehen würden, um zu sehen, welches arme Kind denn einen derart abgefahrenen Namen hat. Und Hotteline Beinhart würde zur Berühmtheit werden, nicht bloss, weil sie mit einem Natel in der Hand in einem Erdhaufen gefunden wurde, nein, sondern weil es die mit dem komplett verblödeten Vater ist, der seine Kinder nach haitischen Erdbebenopfern benamst. Und der bildet auch noch Lehrlinge aus, im Fall!</p>
<p>Es gäbe immerhin mehr zu reden als wenn ein Bundesrat mal wieder Gesicht und Eier verliert und vor der versammelten Presse den Hampelmann gibt. Aber halt, von der Béglé-Affäre wollte ich hier eigentlich wirklich nichts schreiben, weil auch wir bei der Daumenschraube haben gewisse Grenzen, was wir an Anti-Ästhetik unseren LeserInnen zumuten wollen. Oder eben nicht.</p>
<p>Da mache ich doch viel lieber ein bisschen auf Diashow und zeige euch, was mir die letzten Wochen so an lustigen Biudaleh vor die Linse gehuscht ist. Als erstes präsentiere ich euch, was die Bernischen Kornhausbibliotheken so ausgetüftelt haben, das meines Wissens einmalig in der ganzen Welt ist: in der Kornhausbibliothek kann man nämlich <em>Bücher verlängern</em>!</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/bücher-verlänger.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6629" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/bücher-verlänger.jpg" alt="" width="436" height="290" /></a></p>
<p style="text-align: left">Das mag funktionale Analphabeten jetzt total kalt lassen, für mich aber ist es der Stein der Weisen. Stellt euch vor, ihr seid an einem guten Buch, die letzten zwei Seiten vor euch, und spontan denkt ihr, ha, eigentlich könnte die Story gerne noch für ein paar hundert Seiten so weitergehen. Und ihr schnappt euch den Fernsprecher oder eine Internet-Röhre und verlängert das Buch ganz einfach um ein Kapitel oder zwei, schnell und unkompliziert!</p>
<p style="text-align: left">Gut, man müsste jetzt auch noch Bücher <em>verkürzen </em>können, weil einige Bücher schlicht zu lang sind. Ich vermute nämlich, dass beispielsweise die Bibel von ein paar über-enthusiastischen Literaturfreaks einfach ein paarmal zu oft verlängert wurde. Die Verkürzungs- komplementär zur Verlängerungsmöglichkeit wäre also durchaus angebracht, ich hoffe, dass sich die Kornhausbibliotheken da etwas überlegen.</p>
<p style="text-align: left">Es wäre nämlich auch sonst noch praktisch, wenn man Bücher verkürzen könnte. So wäre beispielsweise das neueste Buch von Hans Küng in der verbesserten, weil verkürzten Version nur noch dies:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">Ich habe mein Leben mit dem Glauben an unsichtbare Freunde verschwendet und muss nun rechtfertigen, warum ich keinen nützlichen Beruf gelernt habe (zB beim Herrn Beinhart).</p>
<p style="text-align: left">Lobet den Herrn!</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Es wäre alles viel, viel einfacher, ehrlich.</p>
<p style="text-align: left">Ich kam in den letzten Wochen übrigens ab und zu in Spiez vorbei, das ist da diese flotte Party-Metropole am Thunersee. Es ist ein spassiges Käffchen, wirklich. Nicht nur, dass man dort den Jesus-Fisch sogar am Schaufenster des Frisörs findet (habe mich leider nicht getraut, den zu fötelen, weil die haben schon so apokalyptisch raus- und den Dschango angeschaut, gruslig) oder dass man auf der Website der Gemeinde Werbung für <a href="http://www.spiez.ch/fileadmin/images/2010/01jan/01pdf/kas.pdf" target="_blank">Fundi-Events</a> macht. Nein, man zeigt sich auch gerne kreativ, wenn es um die Benennung von Firmen geht:</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/pop-kaformatik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6630" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/pop-kaformatik.jpg" alt="" width="484" height="726" /></a></p>
<p style="text-align: left">
<p style="text-align: left">Gut, wenn man jetzt eine Swingerbörse aufmachen würde, da wäre &#8220;Popnet&#8221; sicher der perfekte Name für. Tun sie aber nicht, die Popnetten, die tun nämlich nur Computer vertschutten und so. Von allen guten Geistern verlassen muss aber sein, wer für seine softwareentwicklungstechnischen Bedürfnisse eine Firma engagiert, die sich &#8220;kaformatik&#8221; nennt, das &#8220;ka&#8221; auch noch fein grafisch hervorgehoben. Für Nicht-Nerds: &#8220;KA&#8221; steht für &#8220;keine Ahnung&#8221;. Also im IT-Slang, ob das bei der Firma auch extra so gewählt wurde, weiss ich natürlich nicht.</p>
<p style="text-align: left">Ja, und zum Schluss möchte ich euch noch etwas mit auf den Weg geben, sozusagen mein Lebensmotte für 2010, gefunden am Bahnhof Stöckacker:</p>
<p style="text-align: center"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/willst-du-ficken.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-6632" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2010/01/willst-du-ficken.jpg" alt="" width="523" height="348" /></a></p>
<p style="text-align: left">In diesem Sinne noch ein erfreuliches Wochenende &#8211; und immer schön nett bleiben, gell?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wise words from Schorsch</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 06:00:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<category><![CDATA[george carlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Zeit für ein bisschen Unterhaltung, denn wenn schon Religion, dann bitte so:







Schade, dass George Carlin diesen Planeten nicht mehr bewohnt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit für ein bisschen Unterhaltung, denn wenn schon Religion, dann bitte so:</p>
<p><span class="youtube">
<object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/RNy6ziOyxoA&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0">
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</span></p>
<p>Schade, dass George Carlin diesen Planeten nicht mehr bewohnt.</p>
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		<title>Ich widerrufe</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 17:58:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verdammt!
Verdammt, verdammt, verdammt!
Da habe ich mich jetzt aber sowas von zum Affen gemacht. Habe jahre-, jahrzehntelang dafür geweibelt, und jetzt das. Mein ganzes Weltbild ist am Arsch, wo bekomme ich jetzt ein neues?
Also, strikte Trennung von Staat und Kirche ist das Thema. Ja, ich weiss: ich habe euch auch hier auf diesem Blog mehrmals die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verdammt!</p>
<p>Verdammt, verdammt, verdammt!</p>
<p>Da habe ich mich jetzt aber sowas von zum Affen gemacht. Habe jahre-, jahrzehntelang dafür geweibelt, und jetzt das. Mein ganzes Weltbild ist am Arsch, wo bekomme ich jetzt ein neues?</p>
<p>Also, strikte Trennung von Staat und Kirche ist das Thema. Ja, ich weiss: ich habe euch auch hier auf diesem Blog mehrmals die Ohren vollgejammert, wie sehr das zwingend nötig ist. Wie unabdingbar dies für einen Staat sei, der sich als modern bezeichnen will. Und, vor allem, dass diese Trennung möglichst vollständig sein soll, möglichst alle Bereiche umfassend. Ich gebe zu: ich war ein Gläubiger, ein Anhänger des Säkularismus, ein Prophet des allein seligmachenden Laizismus-Mantras. Wenn es nach mir ginge, wäre nie ein Kruzifix an einer Schulzimmerwand gehangen, nie wäre eine verburkaterte Frau in einer Verwaltung bedient worden, nie, nie, nie!</p>
<p>Ich war sehr glücklich in meiner Ignoranz. Und dann passierte dies:</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-full wp-image-6377" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/12/story22dcd65de613f394edeb8e8a72a20794.jpg" alt="story22dcd65de613f394edeb8e8a72a20794" width="259" height="194" /></p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Jetzt ja nicht falsch verstehen, ich rufe hier keineswegs zu Gewalt gegen den italienischen Premier auf. Will ja nicht, dass der italienische Staatsschutz dieses Blog überwacht (<em>furchtbar </em>beängstigende Vorstellung, ehrlich). Und normalerweise, das möchte ich gesagt haben, normalerweise bin ich ein recht empathischer Mensch. Wenn jemand auf die Fresse bekommt, dann tut der mir in der Regel leid. Also eigentlich immer. Warum nur ist mir hier, als ich das Föteli in der Zeitung gesehen habe, nichts derartiges widerfahren?</p>
<p>Es muss daran liegen, dass ich von der Wahrheit des Moments erschlagen wurde und deshalb mein epathisches Zentrum kurzzeitig (ok, bezüglich obigem Bild nachhaltig) ausgeschaltet wurde. Weil plötzlich fiel es mir wie ein Haarimplantat vom Kopf: das ist jetzt wohl das erste Mal, wo es tatsächlich von Vorteil ist, dass sich Staat (in Form eines notgeilen Premiermafioso) und Kirche (vertreten durch ein Modell des Mailänder Domes) angenähert haben. Was sage ich da, angenähert, sie sind beinahe miteinander <em>verschmolzen</em>!</p>
<p>Endlich wurde eine wirklich sinnvolle Verwendungsmethode für Kirchen entdeckt: sie sind die perfekten Wurfgeschosse. Und zur politischen Meinungsäusserung mehr als geeignet. Ich bin sofort in die Stadt gefahren und habe mir eine ordentliche Charge an Münster-Modellen gekauft, von denen ich immer eines mit mir mittrage. Man weiss ja nie, wann man einem Knalltüten-Politiker begegnet &#8211; ich bin dann auf jeden Fall vorbereitet. Und &#8220;geistig verwirrt&#8221; bin ich ja eh: die Ermittlungsbehörden sollen sich sonst einfach mal meine Daumenschraube-Artikel der letzten 12 Monate reinziehen.</p>
<p>Nunja, mittlerweile ist der Herr B. ja bei uns im schönen Tessin, wo er sich die Fresse wieder richten lässt. Und bald dürfen wir uns auch wieder über den Berlusconi freuen, wie er die Welt mit seiner Awesomeness beglückt:</p>
<p style="text-align: center"><img class="aligncenter size-full wp-image-6382" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/12/berlusconi_naked.jpg" alt="berlusconi_naked" width="210" height="305" /></p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<p>Zähne hatte er da auf alle Fälle noch alle, dafür machte damals seine Frisur wohl gerade kurzzeitig Urlaub. Und der kleine Silvio auch. Ob der wohl auch grad im Tessin mitbehandelt wird? Man weiss es nicht, nötig hätte er es alleweil.</p>
<dl>
<dt></dt>
</dl>
<div id="attachment_6378" class="wp-caption alignright" style="width: 325px"><img class="size-full wp-image-6378" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/12/0019b91ec74f0c8fd57e02.jpg" alt="0019b91ec74f0c8fd57e02" width="315" height="237" /><p class="wp-caption-text">Santo subito!</p></div>
<p>Eines lässt mich aber einfach nicht los: die Medien haben ja unisono berichtet, dass der Attentäter ein geistig verwirrter Mann war. Das hat er ja mit dem Finn-Behinderten gemein, es gibt meines Wissens aber kein Computerspiel von Berlusconi. Also keines, wo man sich vor Berlusconi retten muss. Aber egal, &#8220;WTF?!?&#8221;, so habe ich die Zeitung angeabkürztschreit, da es mir partout nicht in den Grind wollte, warum jetzt der Domschmeisser geistig verwirrt sein soll. Weil, so muss ich sagen, von hier aus gesehen scheint mir, als ob der Attentäter der letzte Italiener ist, der sein Gehirn tatsächlich korrekt verdrahtet hat.</p>
<p>Aber wer fragt schon mich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurz notiert</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 06:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem heutigen Schraubenmenu nach Art des Hauses steht eine kleine Tour d&#8217;Horizon durch ausgewählte Themen.
Hier gibt Sascha Lobo eine Replik auf die kulturpessimistische Rede von Frank Schirrmacher.
Da gibts ein Interview zum Islam in Europa, das mir nicht in allen Punkten schmeckt, aber doch ein paar nette Anregungen drin hat.
Last but not least offenbart sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem heutigen Schraubenmenu nach Art des Hauses steht eine kleine Tour d&#8217;Horizon durch ausgewählte Themen.</p>
<p>Hier gibt Sascha Lobo eine <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,665806,00.html" target="_blank">Replik</a> auf die kulturpessimistische <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,661307,00.html" target="_blank">Rede</a> von Frank Schirrmacher.</p>
<p>Da gibts ein <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665841,00.html" target="_blank">Interview</a> zum Islam in Europa, das mir nicht in allen Punkten schmeckt, aber doch ein paar nette Anregungen drin hat.</p>
<p>Last but not least offenbart sich die ganze Abgründigkeit des neoliberalen Wirtschaftsmodells in Kombination mit dem WWW in <a href="http://german-bash.org/286662" target="_blank">wenigen Worten</a>.</p>
<p>Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Endlich! Wir sind wieder wer!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 15:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Titel bezieht sich auf das gewesene Abstimmungs-Wochenende. Dazu aber später. Viel später.
Auch komplett ausgehängt hat es ja bei der Daumenschraube. Wie ihr sicher alle gemerkt habt, war unsere kleine Bastion der Dummheit mit Niveau während einer Weile weg vom Fenster. Kommt halt davon, wenn man im Heimatland des kastrierten Datenschutzes hostet, so könnte man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel bezieht sich auf das gewesene Abstimmungs-Wochenende. Dazu aber später. Viel später.</p>
<p>Auch komplett ausgehängt hat es ja bei der Daumenschraube. Wie ihr sicher alle gemerkt habt, war unsere kleine Bastion der Dummheit mit Niveau während einer Weile weg vom Fenster. Kommt halt davon, wenn man im Heimatland des kastrierten Datenschutzes hostet, so könnte man meinen. Entsprechend waren auch die Mails und Telefone, die wir in der letzten Zeit erhalten haben: Verschwörungstheorien for teh win, ich sags euch. Finde ich ja grundsätzlich gut, diese Verschwörungstheorien, aber leider muss ich hier wie folgt rapportieren:</p>
<ul>
<li>Es waren keine christlichen oder sonstwie gearteten Fundies, die uns gehackt haben</li>
<li>Es war auch nicht die SVP oder ihr nahestehende Kreise</li>
<li>Es waren keine juristischen Schritte, die gegen uns eingeleitet wurden</li>
</ul>
<p>Irgendwie schade, ich weiss, hätte jetzt viel lieber eine &#8220;Alle sind gegen uns!&#8221;-Geschichte erzählt, aber der Hoster hat die Kiste bloss vom Netz genommen, weil diese scheints per phpMyAdmin-Exploit ein bisschen in der Gegend rumgescannt habe. Und das hat den Hoster gar nicht happy gemacht, sagt er. Und warum das so lange gedauert hat? Naja, Admin per Interpol zur Fahndung ausschreiben lassen, Admin von den Bahamas&#8230; ähm&#8230; &#8220;abholen&#8221; lassen, Admin im Serverraum einsperren, etc pp, das gibt halt schon zu tun. Aber jetzt sind wir ja beim besten Hoster der Welt und alles wird gut.</p>
<h3>Behinderter Bär</h3>
<p>Nunja. Auch ein Hack fand ja bekanntlich vorletztes Wochenende in Bern statt, wo sich ein (geistig behinderter) Mann als Rüebli sah und folglich in den Bären einbauen lassen wollte. Das hätte auch fast geklappt, wenn die unsensiblen Polizisten statt auf den Bären aufs menschliche Rüebli geschossen hätten. Man prüft jetzt, ob man das Sicherheits-Dispositiv im Bärenpark anpassen wolle/müsse/solle, damit es auch unbeaufsichtigten Marschflugkörpern mit Profilneurose und Hirnklemme genügt. Ziel muss sein, dass man sich das Gehirn bis auf den Hirnstamm rausoperieren und trotzdem noch sicher im Bärenpark aufhalten kann. Warum füllen wir den Bärenpark nicht einfach bis zum Rand mit Drücki-Plastikfolie und stopfen diese mühsamen Bären aus? So echt mit Weichgummizähnen und so, damit man auch endlich wieder gefahrlos mit seinem psychotischen Kampfhamster einen netten Sonntagsausflug in den Bärenpark machen kann.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Scheints haben sich ja deutsche Medien darüber echauffiert, dass man in der Schweiz mehr Mitleid mit einem angeschossenen Bären als mit einem angefressenen Behinderten habe. Ja, liebe Teutonen, das ist so in der Schweiz. Es lässt sich aber rein historisch begründen: im Gegensatz zu euch haben wir halt noch keine schlechte Erfahrungen mit kleinen Braunen aus dem Osten gemacht, die Cheiben haben deshalb bei uns denselben Sympathiebonus wie bei euch Anno 32 oder so. Ich weiss, wir lernen einfach nichts aus der deutschen Geschichte und an selbigem Wesen wollen wir ums Verrecken nicht genesen. Sorry.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Aber nicht nur ennet dem Rhein machen sie auf Berufs-Zeigefingerheber: Das Thema scheint ja auch gut genug zu sein, dass sich ein Blabend-Chefredaktor (eventuell ein eingewanderter Deutscher? Man weiss es nicht) dazu ersaublödet, den freischaffenden Bedenkenträger zu geben. Macht sicher Laune; ich wette, die lachen sich heute noch krumm auf der Blabend-Redaktion. Aber es ist halt auch ein Graus, weil zwar alle am Schicksal eines angeschossenen Bären Anteil nehmen, ein paar weniger an dem eines zerfetzten Behinderten, es würde jetzt aber sicher keine Sau interessieren, wenn ein Blabend-Chefredaktor in den Bärenpark springen würde. Auch die Polizei käme da wohl in arge Bedrängnis, weil: wen erschiessen? Den Bären oder den Aufbinder desselben? Man weiss es nicht.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Traurige Clowns</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Letzthin habe ich übrigens mal wieder TV gekuckt und dabei festgestellt, dass es der schweizerischen Kulturlandschaft offenbar dringend an Einkommen fehlt. Erst sah ich den Schlatter, wie er für die Schweinegrippe bzw deren Vermeidung Werbung macht. OK, dachte ich mir, den Schlatter sehe ich sowieso eher als sumpfiges Randbiotop helvetischer Kunst, da macht es irgendwie ja noch Sinn. Tut auch niemandem weh, mal wieder die Hände zu waschen. Und an Glaubwürdigkeit hatte der Schlatter ja eh nicht viel zu verlieren, da werden auch Werbespots für eine Grippe, die so nicht stattgefunden hat, nicht viel dran ändern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Anders sieht es bei Massimo Rocchi aus, der bei mir auf eine gewisse Glaubwürdigkeit zählen konnte. Ja, der Dschango hat per dato sogar noch ein Ticket für eine Rocchi&#8217;sche Vorstellung, das er im Verlaufe der nächsten Wochen einzulösen gedenkt. Und ich bin froh, sagen zu dürfen, dass dies dann wohl das letzte Mal war. Nicht, weil mir der Massimo als Künstler degoutieren täte, sondern einfach deshalb, weil ich aus der Hoffnung heraus denke, dass er beim erwiesenermassen unsensibelsten Unternehmen der Schweiz wesentlich mehr für seine Werbeauftritte bekommt, als er in Jahren mühseliger Bühnenarbeit zusammenkratzen könnte. Ich wünsche Herrn Rocchi hiermit bereits schon mal alles Gute für seine weitere Zukunft, war schön mit Ihnen, schade ist es schon zu Ende.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Übrigens: Die Gerüchteküche kocht ja über, warum sich gerade Rocchi für Cablecom-Werbung hingibt. Die momentan plausibelste Vermutung ist, dass ihn die Scheidung von seiner momentan letzten Ehefrau finanziell ruiniert habe. Was lernen wir daraus? Genau: wenn schon heiraten, dann bitte arm bleiben, sonst hampelt man am Schluss für Cablecom und alle Welt schüttelt mitleidig den Kopf über den Clown, statt über ihn zu lachen.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Ich will auch besseren Sex!</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Da gibt es bei uns in Bern übrigens eine Jungpolitikerin, die sich zwecks Verzierung ihres Revers eigene Buttons gebaut hat, auf denen „Feministinnen haben besseren Sex!“ steht. Die Politikerin heisst Tanja Walliser und ich möchte ihr immer Maria sagen, daran sieht man mal wieder, dass ich ein Kind des finsteren Mittelalters 2.0 (vulgo: 80er) bin. Ich weiss nicht, ob die Politikerin Skifahren kann oder ob Maria auch Buttons stanzt, ganz sicher ist aber, dass der Herr Kuhn, <a href="http://www.daumenschraube.ch/?tag=kuhn">der ja auch schon auf der Schraube zu Gast war</a>, an diesem Button gar keine Freude haben dürfte. Schon nur deshalb, weil ein Wort, das mit „innen“ endet und nicht mit  „Sexarbeiter“ beginnt, eher quer in seinem Wortschatz stehen dürfte. Ja item. Frau Walliser scheint einen Haufen Hass-Mails bekommen zu haben, worin sich die Stimme des Volkes höchst ungebührlich äussert. Gerüchte besagen ja, dass die meisten Mails aus der Parteizentrale (sagt man da eigentlich noch „Wolfsschanze“ oder ist das auch schon wieder veraltet?) der SVP kommen. Und dass 90% der Mails denselben Absender tragen und jedesmal mit „Anonym!“ unterschrieben sind. Aber einewä, mindestens ein ganz liebes Mail hat die Frau Walliser dann doch noch bekommen, vom Dschango nämlich, denn da schrieb er, die Frau Walliser möge doch bitte eine Dschango-Edition basteln, mit dem Text: „<strong>Feministen </strong>haben besseren Sex!“. Ich würde diesen Button im Fall subito an meine Textilien heften und ihn mit grossem Stolz tragen. Falls sich in dieser Geschichte etwas tut, werden wir euch rechtzeitig informieren.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Gnarzelgnom ist das neue Adonis</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ja und übrigens, der René Kuhn, seines Zeichens Ex-Politiker, Noch-Russinnenmöger und zukünftiger Shooting Star der Schweizer Jungautoren-Szene. Er hat jetzt eben ein Buch geschrieben, der Herr Kuhn. Nicht so ein dickes, aber immerhin. Und darin erklärt uns der Herr Kuhn die Welt, insbesondere bezüglich Frauen und warum selbige doch gefälligst wieder unten zu liegen haben. Oder zumindest die Position nur auf ausdrückliche Anweisung des Mannes wechseln. Um die universale Gültigkeit seiner Weltsicht zu unterstreichen, lässt sich Herr Kuhn mit den Worten zitieren, dass „<a href="http://www.20min.ch/news/luzern/story/11444964" target="_blank">sogar ein bekannter TV-Moderator</a>“ ihn, Herrn Kuhn, in seiner Meinung bestätigt habe. Wenn das nun mal nicht als Beweis für eine universale Wahrheit reicht, dann weiss ich echt auch nicht.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Ja, und eben: endlich!</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dann kommen wir mal zum Titelthema. Dazu nur dies: Danke, liebe Stimmberechtigte. Danke, danke, danke!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Vorbei ist es mit den Zeiten, wo man im Ausland belächelt wird. Schluss damit, dass uns alle immer bloss „niedlich“ finden und über unseren Dialekt lachen. Niemand wagt es jetzt noch, uns als &#8220;langsam&#8221; zu bezeichnen. Endlich sieht man in den Augen der ausländischen Gesprächspartner wieder das blanke Entsetzen, wenn man seinen rotweissen Pass zückt. Das gabs ja seit der Schlacht bei Sempach nicht mehr. Und endlich assoziiert niemand mehr nur Berge und Schoggi mit uns, sondern eben echt schweizerische Werte, die Grundfesten des helvetischen Selbstbewusstseins, die Eigenschaften, die uns schon seit unserer Staatsgründung zu wackeren Eidgenossen machen: blinde Wirtschaftsgläubigkeit, Xenophobie und Kriegsgewinnlerei.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Danke, danke, danke!</p>
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		<title>Rettet die braunen Arschlöcher!</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 13:59:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So, da bin ich wieder.
Das Gegrippe ist einigermassen gut überstanden, an dieser Stelle nochmals danke für die netten Genesungswünsche und selbige zurück. Mittlerweile krochelt der Hase rum, agiert schon recht genervt, weil sie im Haus bleiben muss, und hat eine Stimme wie Marlene Dietrich nach jahrzehntelangem Zwangsnikotin- und Whisky-Konsum. Finde ich ja noch so rRRRrRRRrrrrRRRRrrrr, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, da bin ich wieder.</p>
<p>Das Gegrippe ist einigermassen gut überstanden, an dieser Stelle nochmals danke für die <a href="http://www.dschwerzmann.ch/wordpress/index.php/2009/10/ich-habe-einen-virus/" target="_blank">netten Genesungswünsche</a> und selbige zurück. Mittlerweile krochelt der Hase rum, agiert schon recht genervt, weil sie im Haus bleiben muss, und hat eine Stimme wie Marlene Dietrich nach jahrzehntelangem Zwangsnikotin- und Whisky-Konsum. Finde ich ja noch so rRRRrRRRrrrrRRRRrrrr, findet Hase aber gar nicht gut, vor allem deshalb nicht, weil ich jedesmal lüstern grinse, wenn sie was krächzt. Und damit man versteht, wie ich jetzt von der sexy Stimme meiner Freundin zum übernächsten Absatz und dem eigentlichen Thema dieses Artikels komme, dafür lade ich die werte Leserschaft nun auf eine kleine Assoziationsreise in die Dschango-Welt ein.</p>
<p>Festhalten, meine Damen und Herren, der Assoziations-Express fährt los! Erste Station: tiefe Hasenstimme, Hauptbahnhof. Ohne weiteren Halt geht es da zur Marlene Dietrich, bzw wieder zurück zu dieser. Umsteigen. Nach der Marlene kommt ein Zwischenhalt im Zweiten Weltkrieg. Vom Zweiten Weltkrieg kommen wir nach Algerien. Von Algerien geht es nach Tunesien. Von da zum Thema &#8220;lustige Demokratien&#8221;, dort nehmen wir dann den Bummler nach Libyen, treffen unterwegs im reservierten Abteil (wo wir während der Fahrt primitive Karikaturen von Mohammed und Hannibal im Darkroom malen) unsere Geiseln/Geschäftsmänner/Gepäckverlierer/Terroristen/whatever  und steuern von da auf direktem Weg zum Bundesmerz im Appenzöllischen. Wenn wir im Appenzöll sind drängt sich der Zölibat und folglich der Katholizismus auf, also besuchen wir rasch den Papst, ziehen aber gleich weiter Richtung Emmental. Nach kurzweiliger Wanderung sehen wir die Freikirchen links und rechts des Wegs aufragen und den Minaretten die Sonne nehmen, folglich biegen wir dort scharf rechts ab und stehen schliesslich vor dem Haus vom Wabers Chrigu von der EDU. Womit wir am Ende unserer Reise wären und der Übergang zum nächsten Thema quasi kanten- und schmerzfrei ist.</p>
<p>Also, &#8216;Anal Bleaching&#8217; ist das Thema. Irgendwie ist mir dieser Begriff mal ins Hirn gefallen, ich habe ihn fein säuberlich unter &#8220;Diverse LOLies&#8221; eingeordnet und dann sein lassen. Das war eigentlich eine gute Entscheidung, weil er sich in meinem Alltag nur sehr sperrig auf regelmässiger Basis anwenden lässt. Vielleicht wäre das anders, wenn ich Porno-Darsteller wäre, aber so als IT-Knilch und Teilzeit-Zigeuner kommt man eher selten mit diesem Ausdruck in Kontakt.</p>
<p>Vielleicht etwas einleitende Information für alle diejenigen unter uns, die noch echte Probleme haben: Mit &#8216;Anal Bleaching&#8217; wird die Hautaufhellung im Bereich des Anus bezeichnet (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anal_bleaching" target="_blank">Wikipedia</a>). Ja, ich weiss, &#8220;rund um den Anus&#8221; hätte hier auch gut gepasst. Anal Bleaching wird übrigens gerne mit &#8216;Anal Bleeding&#8217; verwechselt, dabei ist das etwas komplett anderes.  Und es ist tatsächlich so, dass Leute hart in der Krise verdientes Geld dafür hinblättern, sich das eigene (!) Arschloch mit allerlei Chemie farblich pimpen zu lassen. Zwar primär dahingehend, den rektalen Farbton der Umgebung des Restarsches anzupassen, ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass man sich in Zukunft die Rosette passend zum Handtäschli tönen lassen kann. Und will.</p>
<p>Und damit das schon mal klar ist: solange es nicht Pflicht wird und keine Menschen gegen ihren Willen involviert sind, ist mir das sowas von schniezepurzepipifaxegal. Färbt euch doch eure Rekta in allen möglichen Regenbogenfarben, meinetwegen auch kariert, schraffiert und mit Bitmap-Grafik unterlegt. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich keineswegs jemals alles begreifen werde, was die menschliche Natur so umtreibt, wenn sie genug Geld und Freizeit zur Verfügung hat, von dem her habe ich ja gar nicht den Anspruch, verstehen zu wollen, warum Mensch so etwas freiwillig tut. Ausserdem: auch Kosmetikerinnen müssen von etwas leben! Ob jetzt von der Hand in den Mund oder von selbiger am Anus, scheissegal. Und wenn es nun Leute gibt, die es erfüllend finden, anderen Menschen im Broterwerb das Fäkalloch einzufärben, so sei ihnen das unbenommen, meinen Segen habt ihr, ziehet hin und färbet euch bunt und scheckig!</p>
<p>Es geht aber nicht anders als dass ich ganz schüchtern die Frage in den Raum werfe: Wer in aller Welt braucht sowas? Und wozu? Gut, das waren jetzt zwei Fragen, aber trotzdem. Ich mag ja ein bisschen von gestern sein und vielleicht ist das heute anders als bei uns damals, aber mal so ganz ontrenuu: wer um Himmels Willen steht nackig mit dem Rücken zum Spiegel, bückt sich dann derart runter, dass er/sie seine/ihre Fussspitzen berühren kann, linst zwischen den Knien hoch zum Spiegelbild und denkt sich: &#8220;hmmm, sonst ist ja alles OK bei mir, mein Körper ist ein Geschenk an die Welt, aber verdammt&#8230; meine Rosette ist so&#8230; so&#8230; <em>braun</em>!&#8221;? Wer von euch (Handzeichen bitte!) hat schon mal die Situation erlebt, dass der Sexualpartner den Farbton im Genitalraum bemängelt hätte? Und warum habt ihr dann selbigem Sexualpartner nicht einfach ein mittelgrosses Küchenutensil in den Arsch gerammt und diesen mitsamt dem daranhängenden Ex-ualpartner per Fusstritt aus der Wohnung befördert?</p>
<p>Mal ganz abgesehen davon, dass ich dort, wo täglich die eine oder andere Kackwurst rausgedrückt wird, spontan jetzt keine anderen Farben als &#8211; allenfalls herbstlich angereicherte &#8211; Brauntöne erwartet hätte: was <em>machen </em>diese Leute eigentlich den ganzen Tag? Hat man ihnen noch nicht erklärt, dass Analbeschnüfflung zwar im Tierreich oft und gerne praktiziert wird, beim Menschen aber eher unüblich ist? Oder unterliegen diese Leute einer unwahrscheinlichen Selbstüberschätzung, indem sie meinen, die ganze Welt sei am Closeup-Anblick ihrer Gagidüse interessiert? Müssten wir auf der Daumenschraube die Kategorie &#8220;Nabelschau&#8221; in &#8220;Analschau&#8221; umbenamsen, mal wieder stehenden Fusses dem Zeitgeist voraushinkend? Ich sehe schon, heute gibt es wieder weit mehr Fragen als Antworten.</p>
<p>Man munkelt ja in Expertenkreisen, Rom sei deshalb untergegangen, weil die Dekadenz umgekehrt proportional zur Kultur gewachsen ist und diese Dekadenz die arme Kultur schliesslich abgehängt hat. Das mag sein. Aber man nehme sich die Zeit und stelle sich jetzt bildhaft einen Römer im untergehenden Rom vor, meinetwegen einen Senator oder sonst einen Bonzen, der den ganzen Tag nur faul auf einem Steinbett liegt und sich von blutjungen Sklavinnen Weintrauben in den Hals stecken lässt, also quasi den Archetypen der Dekadenz, was der für Augen machen würde, wenn man ihm ein Anal Bleaching vorschlagen würde. Nebst der Tatsache, dass er mit diesem Begriff nichts, aber auch gar nichts anzufangen wüsste, weil der Lateiner englischen Begriffen generell wenig Verständnis entgegenbringt, er würde wohl nur traurig das archetypisch-dekadente Haupt schütteln, selbst wenn man ihm präzise erklären würde, was Anal Bleaching genau ist. Also sogar für den dekadenten Senator wäre dies ein deutliches Zuviel an Dekadenz, man stelle sich das jetzt mal plastisch und in 3D vor!</p>
<p>Und apropos Senator: man ist es sich ja von der Politik her schon gewohnt, dass die grössten Arschlöcher traditionell braun sind. Ich fände es deshalb schon nur aus soziopolitischen Gründen nicht akzeptabel, wenn diese schöne Tradition aufgeweicht würde. Deshalb: Freiheit für braune Arschlöcher! Gegen die Arisierung von braunen Fäkalrohren! Denn auch <em>deine </em>Rosette hat ein Recht auf ihren Schokohof.</p>
<p>Bin froh, dass wir das jetzt endlich einmal besprochen haben.</p>
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		<title>Anglizismen reloaded und Götter auf Brettern</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 06:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mein aktueller Favorit bei den üblen Anglizismen (sinngemäss, im Radio gehört im Zusammenhang mit Robbie Williams):
&#8220;Mis Mami findet dä hotter than July!&#8221;
Klar, und ich finde den Spruch colder than January. Was für ein Bullshit.
Und nun, meine sehr verehrten Damen und Herren, ein Glanzstück aus den Neunzigern, das mir auch heute noch genickschädigendes Headbangen entlockt. Bühne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein aktueller Favorit bei den üblen Anglizismen (sinngemäss, im Radio gehört im Zusammenhang mit Robbie Williams):</p>
<p><strong>&#8220;Mis Mami findet dä <em>hotter than July</em>!&#8221;</strong></p>
<p>Klar, und ich finde den Spruch <em>colder than January</em>. Was für ein Bullshit.</p>
<p>Und nun, meine sehr verehrten Damen und Herren, ein Glanzstück aus den Neunzigern, das mir auch heute noch genickschädigendes Headbangen entlockt. Bühne frei für die mittlerweile aufgelösten Guano Apes mit der rattenscharfen Sandra Nasic am Drücker:</p>
<p><span class="youtube">
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<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ETPo6hOo9E0&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
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</object>
</span></p>
<p>Meine Fresse ist der Song geil. Ich habe jetzt das Bedürfnis, sehr laut zu schreien.</p>
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		<title>Deppensteuer subito!</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 17:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon lustig, wie Freunde unsichtbarer Freunde reagieren, wenn Leute, die es wagen, die Existenz von Elfen und Feen nicht nur anzuzweifeln, sondern dies auch noch laut kund zu tun, gleiche Rechte wie die Anhänger von bronzezeitlichen Kulten sowie die Aufhebung derer ungerechtfertigten Privilegien fordern&#8230;
Wie wir auf 20min lesen, schlägt die Junge CVP die Einführung einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon lustig, wie Freunde unsichtbarer Freunde reagieren, wenn Leute, die es wagen, die Existenz von Elfen und Feen nicht nur anzuzweifeln, sondern dies auch noch laut kund zu tun, gleiche Rechte wie die Anhänger von bronzezeitlichen Kulten sowie <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/22617766" target="_blank">die Aufhebung derer ungerechtfertigten Privilegien</a> fordern&#8230;</p>
<p>Wie wir auf <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/26793965" target="_blank">20min</a> lesen, schlägt die Junge CVP die Einführung einer &#8220;Atheistensteuer&#8221; vor &#8211; wer aus der Landeskirche (die in der Lesart der CVP wohl sowas ähnliches wie die AHV darstellt) ausgetreten ist, soll künftig eine gemeinnützige Organisation oder Glaubensgemeinschaft (!) mit einem finanziellen Beitrag unterstützen müssen, der der gesparten Kirchensteuer entspricht. Die Junge CVP bekommt dabei Schützenhilfe vom Präsi der &#8216;grossen&#8217; CVP, Christophe Darbellay.</p>
<p>Ganz abgesehen davon, dass hier mal wieder die Begriffe &#8220;Steuer&#8221; und &#8220;vom Staat eingetriebener Mitgliederbeitrag im Auftrag retardierender Nabelschau-Klubs&#8221; verwechselt werden, keineswegs alle aus der Kirche ausgetretenen auch Atheisten sind, wohl kaum jemand (nur) aus Steueroptimierungsgründen aus der Kirche austritt (man tut das in erster Linie darum, weil man an diesen spezifischen Mist nicht mehr glaubt) und der J<strong>C</strong>VP-Präsi ein bisschen wie der verschollene Zwillingsbruder vom Berner J<strong>S</strong>VP-Präsi und Polit-Clown Erich J. Hess aussieht, finde ich den Vorschlag durchaus überlegenswert.</p>
<p>Man müsste ihn nur konsequent zu Ende denken (ich weiss, damit hapert es bei euch C-Knüllen bekanntlich, übernehme ich aber gerne für euch!) und generell sogenannte <em>Nicht-Steuern</em> einführen &#8211; Steuern auf Tätigkeiten, Vorgänge oder Leistungen, die <em>nicht</em> stattfinden oder in Anspruch genommen werden.</p>
<p>So müssten beispielsweise alle, die kein Auto haben, eine Autobahn-Nichtbenützungssteuer bezahlen. Das wäre nur solidarisch, weil die armen Autofahrer können ja nichts dafür, wenn diese langhaarigen Hippies kein Stutz fürs Benzin haben. Sowieso: auf unverbleites Benzin müsste man eigentlich auch eine Steuer bezahlen, eine Bleifreisteuer nämlich, weil wer Blei diskriminiert irgendwie kein guter Mensch sein kann. Dann noch eine Minderwertsteuer im Gegensatz zur Mehrwertsteuer, die dann fällig wird, wenn man etwas im Secondhand-Laden oder von M-Budget kauft. Auch eine Armutssteuer müsste man sich überlegen &#8211; schliesslich drückt, wer unter der Armutsgrenze lebt, das Bruttosozialprodukt, konsumiert zuwenig und macht uns so all den schönen Wohlstand kaputt. Und ganz wichtig: eine Deppensteuer! Ist es denn nicht so, dass uns all die Viertel-, Halb- und Vollidioten im Land unglaublich viel Geld kosten? Ist das nicht total unsolidarisch gegenüber den Klugen? Von einer &#8220;Alter, du siehst so komplett Scheisse aus, dass ich zum Augenarzt rennen muss, wenn ich dich länger als drei Sekunden anschaue&#8221;-Steuer ganz zu schweigen.</p>
<p>Dazu noch eine Unschwerverkehrsabgabe (bei Sexualakten zwischen Leuten unter einem Gesamtgewicht von zusammen 120 kg), eine Alkoholfreisteuer (wer sich nicht an die Regeln der Gesellschaft halten und vom Bier nicht besoffen werden will, soll gefälligst zahlen!) und eine Kein-Hundesteuer (oder scheisst <em>du</em> etwa das ganze Trottoir zu, wenn es keine Hunde mehr gibt? Eben!) &#8211; ein weites Feld an Mehreinnahmen für Gemeinden, Kantone und Bund, in Zeiten wie diesen durchaus willkommen.</p>
<p>Klar: es ist völlig offen, wer auf der von der JCVP halluzinierten Liste der zu begünstigenden Organisationen stehen soll. Können da alle drauf, die sich irgendwie noch so als nützlich für die Allgemeinheit sehen? Oder soll es davon abhängen, wieviel ihres Gesamtumsatzes eine Organisation für gemeinnützige Zwecke ausgibt? Greenpeace würde dann gut aussehen, der Beinhart-Haushalt ebenso, die Landeskirchen (gemäss meinen Recherchen maximal 15%. wenn sehr wohlwollend geschätzt) hätten dann aber wohl ein Problem.</p>
<p>Man könnte ja auch noch einen Schritt weitergehen. Würde es denn nicht Sinn machen, wenn man beim Bezahlen der Steuern aus einer Liste auswählen könnte, an welches Amt und/oder Departement der Obulus gehen soll? Oder noch viel besser: eine Liste derjenigen Länder, die man finanziell unterstützen möchte, weil, vielleicht gibt es ja auch Steuerzahler, die gar nicht praktizierende Schweizer sind! Man könnte dann zB sagen, ja ok, die nette Frau Leuthard mit dem Schockblick, die soll jetzt bitte 20% meiner Steuern bekommen, der niedliche Herr Merz nochmals 20% (Appenzeller! Minderheitenschutz!), den Rest bitte gleichmässig zwischen Terre des Hommes, Grönland und der Kebab-Bude ums Eck aufteilen. Transparenz pur und niemand hätte mehr was zu jammern.</p>
<p>Frei nach Darbellay: der Vorschlag respektiert die Denkbefreitheit hundertprozentig.</p>
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		<title>Aufgeschnappt I + II</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Oct 2009 08:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich im Hauptbahnhof Bern, zwei Hausfrauen, pardon, Familienfrauen mittleren Alters unterhalten sich offenbar über eine Kollegin. Sagt die eine zur anderen: &#8220;Weni sie wär gsy, de hätti ihm aber d&#8217;platte ygheizt!&#8221;.
Ausserdem in der Pariser Métro gefunden:
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich im Hauptbahnhof Bern, zwei Hausfrauen, pardon, Familienfrauen mittleren Alters unterhalten sich offenbar über eine Kollegin. Sagt die eine zur anderen: &#8220;Weni sie wär gsy, de hätti ihm aber d&#8217;platte ygheizt!&#8221;.</p>
<p>Ausserdem in der Pariser Métro gefunden:</p>
<div id="attachment_5748" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/10/origami_metro.jpg"><img class="size-medium wp-image-5748" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/10/origami_metro-800x640.jpg" alt="" width="480" height="384" /></a><p class="wp-caption-text">Gratis Origami for the Masses</p></div>
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