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	<title>Daumenschraube.ch &#187; svp</title>
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		<title>Politik mit Bart: schlecht! Beatboxer mit selbigem: gut!</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 11:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hätte ja nie gedacht, dass ich sowas mal sage bzw schreibe, aber im Moment ist die SVP von allen bürgerlichen Parteien wohl die einzige, die zumindest eine in homöopathischen Spuren erkennbare Form von Eiern zeigt.
Es ist ja schön und gut, dass jetzt alle plötzlich die grüne Spitzwende machen. Aber nimmt das irgendjemand überhaupt noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte ja nie gedacht, dass ich sowas mal sage bzw schreibe, aber im Moment ist die SVP von allen bürgerlichen Parteien wohl die einzige, die zumindest eine in homöopathischen Spuren erkennbare Form von Eiern zeigt.</p>
<p>Es ist ja schön und gut, dass jetzt alle plötzlich die grüne Spitzwende machen. Aber nimmt das irgendjemand überhaupt noch ernst? Während sich AKW-Betreiber auf den Standpunkt stellen, jetzt bezüglich Atom-Ausstieg ja nicht voreilige Schlüsse zu ziehen, sind die Meinungen bezüglich Nicht-Ausstieg und Sicherheit <a href="http://www.derbund.ch/bern/Wir-spueren-die-grosse-Verantwortung/story/19324980" target="_blank">längst schon gemacht</a>. Bundesrätin Leuthard tanzt im Viereck und präsentiert uns beinahe täglich eine neue Vision der zukünftigen Energiepolitik, die sich nur in dem einen Punkt überschneiden, dass man ja keiner Lobby weh tun möchte.</p>
<p>Dann schon lieber wie die SVP: wenn man merkt, dass man Scheisse erzählt hat, ist die beste Strategie, erstmal die Fresse zu halten und den Sturm an sich vorüberziehen lassen. Anstatt sich mit Me-Too-Appeasement dem gedrehten Meinungswind anzupassen, bleibt sich die SVP treu und macht das, was sie am besten kann: <a href="http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Bundesrat-will-heikle-Initiativen-auf-den-Pruefstand-schicken/story/20817192" target="_blank">Angriffe auf die Demokratie</a>, unter dem Deckmantel der (natürlich exklusiven) Wahrung der Volksrechte.</p>
<p>Klar ist, dass der Fukushima-Effekt spätestens mit dem nächsten Hitzesommer, dem nächsten Fleischskandal, dem nächsten nahöstlichen Diktatorsturz oder der nächsten provinzpolitischen Posse hinweggespült werden wird. Spätestens im Herbst, wenn Parlamentswahlen anstehen, wird sich der realpolitische Amnesieschleier wieder erfolgreich über die Bedenken und Sorgen der Bürger legen und man wird wieder diejenigen Lobbyisten wählen, die einem das altbewährte Evangelium vom &#8220;auch du könntest morgen Milliardär sein&#8221; herunterbeten. Mühleberg wird noch ein paar Stahlklammern mehr bekommen, statt Gadaffi wird ein neuer Diktator mit Waffen und Know-How versorgt und den Rest der Bevölkerung wird primär interessieren, ob die leckeren Sushi von der Strahlenbelastung her jetzt eigentlich noch bedenkenlos geniessbar sind.</p>
<p>Da passen ja die nächsten zwei Punkte wie die Faust aufs Auge!</p>
<p>Der eine nämlich ist ein reiner Veranstaltungshinweis, nämlich auf den <a href="http://www.dachstock.ch/program/e/a/beardyman-sunday-best-recuk/beardyman.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=1e37e8a420" target="_blank">22. April 2011, wo Gott persönlich im Dachstock in Bern vorbeikommt</a>. Aufmerksame LeserInnen dieser kleinen Netzpublikation wissen bereits von Beardyman und welchen Status er bei der Daumenschraube-Redaktion geniesst. Wer dies verpasst, ist wirklich selbst schuld. Keine Ausrede, kein gar nix. Also: Ticket kaufen und schon mal paar Suggestions für Spontan-Songs brainstormen! Und übrigens: wer auf die Idee kommt, <a href="http://www.cede.ch/de/music-cd/frames/frameset.cfm?aobj=884170" target="_blank">Beardymans erstes Album &#8220;I done a album&#8221;</a> per Filesharing herunterzuladen (<em>baad!</em>) oder gar zum Download anzubieten (<em>baaaaaaaaaaad!</em>), dem wünsche ich hiermit mittels altem Zigeunerfluch einen Fuchs an die Eichel. Alternativ ins Wohnzimmer, je nachdem, was als schlimmer empfunden wird. Hier verstehe ich dann genau überhaupt keinen Spass, im Fall!</p>
<p>Der zweite und letzte Punkt ist ein hoffnungsfroher Versuch, im bzw mit dem Internet Geld zu verdienen. Deshalb möchte ich meine werte LeserInnenschaft auf den Umstand hinweisen, dass ImageLine ihr Produkt &#8220;FL Studio&#8221; seit kurzem in der Version <a href="http://www.image-line.com/documents/news.php?entry_id=1301017795" target="_blank">10 veröffentlicht hat (für die Angelsachsen, damit sie den Scheiss Link auch finden: FL Studio 10 has been launched)</a> und zu diesem Behufe einen Viral-Marketing-Wettbewerb ausgerufen hat, was ja schon an sich recht peinlich ist, fast so peinlich, wie der Versuch, auf diesen Zug aufzuspringen und die Knete abzugreifen. Klar ist, dass <a href="http://reaper.fm" target="_blank">REAPER</a> nach wie vor die bessere, günstigere und performantere DAW ist, aber wenn ich bedenke, dass ich für $1010 ca. 6 kommerzielle bzw 25 reduzierte REAPER-Lizenzen kaufen könnte, ist dies schon eine interessante Vorstellung.</p>
<p>Immerhin ist ja auch schon bald Herbst.</p>
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		<title>Thanks, but no thanks.</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 12:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben ja in der Schweiz auch unser Akte-X-Format, es nennt sich Abstimmungssontag. Und auch dort ist die Wahrheit irgendwo da draussen.
Anders kann man nicht erklären, warum Alf vorerst die meisten Stimmen geholt hat, der alten Klapperkiste Mühleberg und den unverbesserlichen Atomköpfen von der BKW (wenn auch umstritten) das Vertrauen ausgesprochen wird und man doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben ja in der Schweiz auch unser <em>Akte-X</em>-Format, es nennt sich <em>Abstimmungssontag</em>. Und auch dort ist die Wahrheit irgendwo da draussen.</p>
<p>Anders kann man nicht erklären, warum <a href="http://www.daumenschraube.ch/2011/01/21/wahlen/" target="_blank">Alf</a> vorerst die meisten Stimmen geholt hat, der alten Klapperkiste Mühleberg und den unverbesserlichen Atomköpfen von der BKW (wenn auch umstritten) das Vertrauen ausgesprochen wird und man doch lieber hundertausende Knarren in Haushalten hat als nicht.</p>
<p>Aber die Auswirkungen sind auch lokal nicht zu unterschätzen.</p>
<p>Somit dürfen wir uns im Kanton Bern für die nächsten zehn Jahre von jeglichem Fortschritt jedweder Couleur verabschieden. Mit Alf im Ständerat (muss zwar erst noch passieren, aber viel steht da nicht mehr im Weg) würden die feuchten Träume der Auf<em>rechten</em> ein kleines bisschen wahrer, und mit dem Volksvorschlag zur Fahrzeugbesteuerung gehen wir ökologisch zurück in die roaring eighties.</p>
<p>Zudem haben wir es jetzt amtlich: Es gibt Leute, die immer noch nicht begriffen haben, wie man abstimmt. Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann.</p>
<p>Apropos, grosses Kompliment an die Limmat zur Waffeninitiative. Liebe Stadtzürcher, ihr habt den ganzen Kanton gerettet. Wir fühlen mit euch, wir wissen was es heisst, in einem grossen Kanton von Hillbillies umzingelt zu sein. Nicht schön.</p>
<p>Aber darum geht es ja gar nicht, obwohl ich von dem ganzen Volkswillen(TM) vorerst mal die Schnauze gestrichen voll habe.<em><br />
</em></p>
<p>Meinereiner muss zurück in die kalte Heimat, es gibt dort akut Familienbusiness zu erledigen. Könnte ein wenig dauern, daher sage ich vorläufig mal leise Tschüss.</p>
<p>Ich habe aber für Stellvertretung gesorgt, unser neuer Kollege wird sich diese Tage vorstellen und meine Lücke ohne Probleme füllen.</p>
<p>Ich wünsche euch derweil viel Spass mit den Ewiggestrigen und ihren liebsten Spielzeugen namens Offroader, Brennstab und Sturmgewehr.</p>
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		<title>Wähl mich!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 14:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jaja, es ist mal wieder diese gewisse Zeit. Die Zeitungsblätter haben Freude, weil ihnen Inserate auf einmal die Contentlücken wieder lukrativ zu füllen vermögen und ringsum werden wir vierfarbig angelogen, dass es eine Gaudi ist. Welche Zeit, fragt ihr? Ganz einfach: es ist Wahl- und Abstimmungszeit!
Anfangen tut es ja schon beim AKW Mühleberg, über das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, es ist mal wieder diese gewisse Zeit. Die Zeitungsblätter haben Freude, weil ihnen Inserate auf einmal die Contentlücken wieder lukrativ zu füllen vermögen und ringsum werden wir vierfarbig angelogen, dass es eine Gaudi ist. Welche Zeit, fragt ihr? Ganz einfach: es ist Wahl- und Abstimmungszeit!</p>
<p>Anfangen tut es ja schon beim AKW Mühleberg, über das wir am 13. Februar, zwar nicht wirklich rechtskräftig, aber doch immerhin konsultativ abstimmen dürfen. Ich darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich in meinem nun schon mehrjahrzehntig wähnenden polititschen Leben vor einer Abstimmung noch selten derart brandschwarz angelogen wurde. Zumindest nicht mit Lügen, die ich selbst mitfinanziert habe.</p>
<p>So heisst es beispielsweise auf <a href="http://www.muehleberg-ja.ch/de/aktuelles/meldungen/medienkonferenz-2011-01-12.php" target="_blank">muehleberg-ja.ch</a> (sowie in grossflächigen Inseraten in der Tagespresse):</p>
<blockquote><p>Der Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg gewährleistet die  Versorgungssicherheit, ist klimafreundlich und basiert auf einheimischer  und preisgünstiger Produktion.</p></blockquote>
<p>Das finde ich ja mal sehr interessant. Nicht nur, weil sogar der &#8220;Bund&#8221; von heute meint, dass, wenn man tatsächlich einigermassen sichere (wie auch immer man diese Sicherheit in Bezug auf Rohstoffe und Abfälle definieren will) Atomkraftwerke bauen will, diese gut das Doppelte kosten würden wie bisher geschätzt, und sich somit das Argument der Preisgünstigkeit schon mal zerschlägt. Nein, ganz besonders spannend finde ich den Hinweis auf die &#8220;einheimische&#8221; Produktion. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das überparteiliche Komitee &#8220;Ja zu Mühleberg&#8221; von geheimen Uranminen im Jura oder im Wallis weiss, die es dann im Ernstfall anzuzapfen gedenkt. Ansonsten müsste man ja auch Ananas, die in der Schweiz eingedost werden, als &#8220;in der Schweiz produziert&#8221; angesehen werden, was irgendwie ja schon stimmt, aber eigentlich eben doch nicht. Oder ist das nun das Cassis-de-Dijon-Prinzip, auf Energieträger angewendet? Dieses Rätsel muss bis auf weiteres ungelöst bleiben.</p>
<p>Schon viel klarer wird es, wenn es um die Waffeninitiative geht. Ich meine, schauen wir uns die ganze Sache mal möglichst emotionsfrei an. Völlig unabhängig davon, was die BefürworterInnen sagen und was die Argumente für die Initiative sind: bisher hatte ich bei allen Leuten, egal ob Polit-Promi oder fernab dem Zirkus, egal ob Mann oder Frau, die mir erklären wollten, warum man <em>gegen</em> die Initiative sein muss, ein wahnsinnig schlechtes Gefühl. Bei allen fand ich irgendwie, dass die Initiative justament wegen diesen Leuten zustandekam und dass ich vielleicht ein bisschen besser schlafen könnte, wenn ich wüsste, dass wenigstens der oder die kein Sturmgewehr mehr neben dem Näscht stehen hat. Von dem her hätten die GegnerInnen der Initiative ihrem Anliegen den grössten Dienst darin erwiesen, indem sie das gemacht hätten, was öfters sinnvoll ist, heute aber zu einer selten vorhandenen Kompetenz geworden zu sein scheint, nämlich die, im richtigen Moment die Fresse zu halten.</p>
<div id="attachment_8592" class="wp-caption alignright" style="width: 264px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_markwalder_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8592  " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_markwalder_01.jpg" alt="" width="254" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">der Wolf...</p></div>
<p>Nun gut. Aber wir haben ja nicht nur über Sachthemen zu entscheiden, sondern wir dürfen auch mal wieder VolksvertreterInnen wählen, judihui. Ich bin es müssig, auf Inhalte (haha) einzugehen, komme also gleich zur fröhlichen Schelte. Beziehungsweise eben nicht, da ich mit Christa Markwalder anfange. Diese, beziehungsweise ihr Beratungsstab, hat ja wohl so gut wie alles richtig gemacht. Die sonst eher den Sexappeal von einem lauwarmen Glas Mineralwasser versprühende Frau Markwalder, mit der ich ausser der Freude an illegalen Drogen wenig gemeinsam habe, wirkt auf diesen Plakaten wahrlich rrrrhrhrhrhrrrr, wie sie da wölfisch ihre Zähne fletscht und ihr leicht asymmetrisches Auge wirkt wie ein keckes Zuzwinkern &#8211; me likes a lot!</p>
<p>Der Markwaldersche Stab war also auf der Höhe der Zeit. Was man von ihrer Partei nicht wirklich behaupten kann. Mit grossem Erstaunen nehmen wir beispielsweise zur Kenntnis, dass nicht, wie eigentlich zu erwarten wäre, auf der Homepage der FDP Kanton Bern ein grossformatiges Biudaleh vom FDP-Zugpferd der Stunde prangt &#8211; man muss beinahe auf den Gedanken kommen, dass <a href="http://www.news.ch/Thierry+Carrel+steigt+fuer+FDP+in+die+Politik+ein/473783/detail.htm" target="_blank">Herzjesu-Carrel</a> ihr den Zugpferd-Status abgenommen hat und ihre Partei sie bereits vor den Wahlen aufgegeben hat. Aber noch viel erstaunlicher ist, dass das &#8220;<a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011-homepage-ftp-kanton-bern-loremipsum.png" target="_blank">Kantonale Kernthema Nummer 1</a>&#8221; der FDP des Kantons Bern offenbar seit einiger Zeit schon Folgendes ist:</p>
<blockquote><p>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy  eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed  diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum.  Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor  sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed  diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam  erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et  ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem  ipsum dolor sit amet.</p></blockquote>
<p>Kommt euch bekannt vor? Geht mir ähnlich. Ich meine, ja gut, wenn die FDP schon auf ihrem Informationsmedium Nummer 1 zugibt, dass ihr die Themen ausgegangen sind, dann wäre doch eine Parteiauflösung langsam angesagt, oder nicht?</p>
<div id="attachment_8591" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_wyss_01.png"><img class="size-full wp-image-8591   " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_wyss_01-e1295611574478.png" alt="" width="224" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">... das Lamm...</p></div>
<p>Auf der anderen Seite kandidiert noch ein gut erhaltenes Grosi für einen Sitz ins Stöckli. Ah nein, sorry, ist ja Ursula Wyss. Wenn der Beratungsstab von Frau Markwalder alles richtig gemacht hat, würde ich demjenigen von Frau Wyss ein Komplettversagen attestieren. Oder der Frau Wyss eine Beratungsresistenz, die sich gewaschen hat; keine Ahnung, welche Variante jetzt der Realtität mehr entspricht.</p>
<p>Frau Wyss ist auf ihrem Wahlplakat mal wieder trefflich gelungen, genau das Image der SP zu visualisieren, mit dem die Partei seit Jahren verliert: bieder, bemüht, verklemmt, verkrampft, zahn- und harmlos. Die Frisur! Und ich sage nochmals: DIE FRISUR!!</p>
<p>Ursle macht wieder ihr über Jahre bewährtes Gesicht eines Schäfchens, das gerade unerwartet, wenn auch nicht unwillkommen, beglückt wird und hat fürs Foti die Kleiderkiste von Ruth Dreyfuss geplündert. Die Perlenkette hat sie von Barbara Hayoz ausgeliehen und man fragt sich, was sie mit ihren Händen da anstellt &#8211; betet sie? Knübelt sie an einem Ekzem rum? Oder versucht sie einfach, die Hände oben zu behalten, damit sie sich nicht dauernd am Arsch kratzt? Wieder ein ungelöstes Problem, das wohl auch nach dem 13. Februar einer Auflösung harrt.</p>
<div id="attachment_8590" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_joss_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8590" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_joss_01.jpg" alt="" width="200" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">... auf der grünen Wiese...</p></div>
<p>Nun gut.</p>
<p>Es gibt ja noch einen dritten Kandidaten, EVP-Mann Marc Jost, und ich muss neidlos zugeben: der Mann hat was. Ich spreche jetzt natürlich nicht von seiner Partei (dank &#8216;E&#8217; schon an sich so unwählbar wie die Opposition in Weissrussland) oder Politik (häh?), sondern von seinem geradezu unverschämt guten Aussehen. Zumindest fotogen ist der Mann, wenn es ihm auch gefällt, zu unsichtbaren Freunden zu sprechen. Aber geistige Gesundheit war ja noch nie Voraussetzung dafür, in der Politik Erfolg zu haben.</p>
<p>Ich mag Herrn Josts ernsten, doch irgendwie schon kühnen Blick in die Zukunft, mit dem er mir suggeriert: &#8220;Dschango, es wird erstmal schlimmer, bevor es besser wird. Es wird sogar viel, viel schlimmer. Aber gemeinsam kriegen wir das schon hin, keine Sorge.&#8221; Ich würde Herrn Jost gerne wählen, wirklich. Wenn ich weiblich, über fünfzig, geschieden und hirnamputiert wäre, beispielsweise.</p>
<p>Man muss abschliessend sagen, dass, wenn in der Politik nicht Inhalte, sondern nur Äusserlichkeiten zählen würden, dann hätte Marc Jost wirklich eine gute Chance, in den Ständerat gewählt zu werden.</p>
<p>(Und allen, die mir den Einstieg in den letzten Satz geglaubt haben, euch allen hätte ich sonst das Berner Münster zu verkaufen &#8211; einmalig günstige Gelegenheit!).</p>
<p>Schliesslich und endlich gibt es in diesem fröhlichen Ringelreihen der Meinungen und Positionen auch noch eine vierte Kandidatur um den Sitz im Stöckli: das wandelnde Güllefass aus dem Oberland (aussen hart, innen hohl und wenn die Klappe aufgeht, kommt nur Scheisse raus) will es auch noch wissen.</p>
<div id="attachment_8610" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_alfstutz_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8610" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_alfstutz_01.jpg" alt="" width="200" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">... HURZ!!</p></div>
<p>Ich habe ja wirklich keine Ahnung, warum das so ist, aber immer, wenn ich Amstutz sehe, kommt mir &#8220;Alf&#8221; in den Sinn. Alle anderen finden, er ähnle Richard Gere, aber ich finde, er sieht dem Katzenfresser aus dem Weltall deutlich ähnlicher.</p>
<p>Muss man zu Amstutz noch was sagen? Eigentlich nicht, da man ja alles Relevante bereits täglich in zig Inseraten in der Tagespresse nachlesen kann. Beeindruckend an Amstutz ist vor allem die einem Füllhorn ähnelnde Wahlkampfkasse der SVP (zu deren Positionen sich im Übrigen unter <a class="linkification-ext" title="Linkification: http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch" href="http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch">http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch</a> eine hervorragend recherchierte Website finden lässt). Weshalb wir Herrn Amstutz an dieser Stelle in ähnlicher Weise ignorieren, wie er das in Bezug auf Intelligenz, Respekt und sachliche Argumente zu handhaben pflegt.</p>
<p>Und um noch einen abschliessenden Gag in diesem Feuerwerk an Humor und Launigkeit zu zünden: möge das Wohl des Landes, möge das Wohl von uns allen, mögen also diejenigen am 13. Februar gewinnen, die ohne Eigeninteressen und nur aus dem Wissen um ihre Verantwortung der Gesellschaft gegenüber Politik betreiben.</p>
<p>(OK, der war jetzt vielleicht sogar für meine Verhältnisse etwas sehr zynisch.)</p>
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		<title>Immer schön der Nase lang</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/01/05/immer-schon-der-nase-lang/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 20:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frisch und erholt melden wir uns aus dem Winterurlaub zurück, mehr denn je bereit, den Finger in die Wunde zu drücken. Und nötigenfalls noch draufzulegen.
Doch der Reihe nach.
Für einen grossen Teil der Menschen in unseren Kreisen, uns selbst eingeschlossen, waren die letzten Jahre politisch gesehen schwierig bis beschissen, je nach gesellschaftlicher Positionierung und Wohnort. Natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch und erholt melden wir uns aus dem Winterurlaub zurück, mehr denn je bereit, den Finger in die Wunde zu drücken. Und nötigenfalls noch draufzulegen.</p>
<p>Doch der Reihe nach.</p>
<p>Für einen grossen Teil der Menschen in unseren Kreisen, uns selbst eingeschlossen, waren die letzten Jahre politisch gesehen schwierig bis beschissen, je nach gesellschaftlicher Positionierung und Wohnort. Natürlich nicht nur, aber die Tendenz ist klar erkennbar. Das Jahr 2010 hat da nicht unbedingt dazu beigetragen, die Stimmung zu heben.</p>
<p>Vieles ist wirklich schwierig zu verstehen. Es gibt aber Geschichten aus der Mitte unseres Lebens, die diese Stimmung sehr gut ﻿﻿﻿illustrieren.</p>
<p>Da wäre zum Beispiel dieser gut gebildete Sohn eines insgesamt eher linken Anwalts, der freimütig bekennt, dass er SVP wählen würde, wenn er denn schon dürfte. Wir reden hier von einem jungen Mann, der in knapp sechs Monaten seine Wahlzettel einwerfen gehen wird. Hört man sich die Begründungen an, die keineswegs dumm oder unüberlegt sind, kann man sich ein Bild machen, wohin die Karawane im Moment so etwa zieht. Rebellion sieht anders aus.</p>
<p>Dann wären da die entfernten Bekannten, die vor ein paar Jahren noch  liberal-sozial-bürgerlich eingestellt waren, alles im praktikablen und akzeptablen Bereich. Mittlerweile fahren sie ziemlich stramm auf Blocher-Linie und tun dies bei mehr oder weniger vollem Bewusstsein. Das ganze Programm, ultra-strenge Justiz, Kultur an der kurzen Leine, Behandlung von Ausländern jenseits der Genfer Konventionen, you name it. Alles dabei. Ist ja auch ein extremes Beispiel.</p>
<p>Es gibt noch ganz viel dazwischen, ein erstaunlich populärer Ansatz ist beispielsweise die Überwachung durch den Staat auf der ganzen Linie. Wenn man sich ein wenig mit politischen Systemen und Datenschutz beschäftigt, kann einem schon ein bisschen mulmig werden, um mal auf dem Teppich zu bleiben. Und wir sind noch nicht in der Nähe des Stammtisches, dies nur nebenbei.</p>
<p>Die rechte Brei ist bereits ein Weilchen trendy, und es reisst nicht ab. Ich bin ziemlich froh, dass wir keine ausgewachsene Wirtschaftskrise oder Rezession haben, jedenfalls nichts im Format vergangener Tage. Denn das ist eine Mischung, die wir nicht brauchen.</p>
<p>So ein Experiment ging in Europa, nicht weit von hier und nicht allzu lange her, schon mal gehörig in die Hose.</p>
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		<title>Drogen für alle! (Schaden kann es eh nicht mehr)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.
In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.</p>
<p>In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/marke_madonna_bleibt_sittenwidrig_1.8236582.html#comment_article" target="_blank">NZZ</a> (!) spricht von einem Urteil, das &#8220;von Realitätssinn weitgehend unbelastet&#8221; sei. Schöner hätte es auch ein Dschango nicht schreiben können, deshalb schliessen wir nun dieses Kapitel.</p>
<p>Auch gut auf Drogen scheint letzhin <a href="Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller" target="_blank">Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller</a> gewesen zu sein (das ist die, die so eine lustige Chruselifrisur hat). Dienstag Abend, Tagesschau, es kam grad eine Einspielung zu den Bombenattentaten in Athen, da beginnt Frau Müller das Interview mit dem Korrespondenten Werner van Gent mit folgendem Halbsatz:</p>
<blockquote><p>Wir haben&#8217;s soeben gehört in den Bildern&#8230;</p></blockquote>
<p>Versprecher, klar. Kann passieren, auch Profis. Vollstes Verständnis. Dann kommt aber diese Frage:</p>
<blockquote><p>Auffallend an dieser neuen Anschlagserie ist ja jetzt, dass die Adressaten immer Botschaften sind &#8211; ist dies ääääh&#8230; wahrscheinlich Absicht?</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass die Frage schon nur wegen dem &#8220;wahrscheinlich Absicht&#8221; <em>sowas</em> von jenseits ist (dass Werner van Gent überhaupt eine Antwort geben konnte, spricht doch sehr für ihn), mal abgesehen davon also: Nein, liebe Frau Müller, das läuft heute ja ganz anders. Terroristen machen heutzutage mehr so eine Art Bomben-Bingo und schicken ihre Grüsse wahllos in der Welt herum. Dass es jetzt allesamt Botschaften traf, war reiner Zufall. Wahrscheinlich.</p>
<p>Aber Fernsehen ist ja eh so eine Sache. Da war letzthin auch ein &#8220;IT-Experte&#8221; in einer Sendung zu hören, der den interessierten ZuschauerInnen die Vorzüge eines Glasfaser-Internetanschlusses damit erklärt hat, dass man&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8230; sich damit gegenseitig Youtube-Videos zuschicken kann.</p></blockquote>
<p>So falsch, wie es richtig gemeint ist, leider. Passt auch zu der anderen &#8220;Expertin&#8221;, die in einer Wissenschaftssendung davon  gesprochen hat, dass sich mit Glasfaser &#8220;fast unendlich schnelle&#8221;  Datenverbindungen erzielen liessen. &#8220;Fast unendlich&#8221;, jaja.</p>
<p>In dem Zusammenhang fällt mir auch ein, dass nach dem Abstimmungsdebakel mit Ansage ja das Generalsekretariat der SVP (warum heisst das eigentlich nicht &#8220;Führerbunker&#8221;?) einem Anschlag zum Opfer gefallen ist &#8211; ohje, ohje, ohje. Um dies hier nochmal in aller Form klar zu machen: selbstverständlich bin ich gegen solche Aktionen. Sie sind kontraproduktiv, undemokratisch und pubertär. Ein bisschen wie bei den &#8220;Hacker&#8221;-Angriffen gegen Mastercard, Visa und Konsorten.Und genau wie bei diesen würde ich jeder und jedem, der der SVP mittels Einbruchswerkzeug und Farbe gezeigt hat, dass &#8220;das Volk&#8221; halt ein recht heterogenes Pflänzli ist, das zu allem Elend noch von Ort zu Ort anders wächst, diesen Leuten würde ich, das darf ich hier so sagen, jederzeit ein Bier offerieren. Ganz einfach deshalb, weil sie dadurch, dass sie anstelle von mir etwas Dummes und Unüberlegtes tun, mich von der Notwendigkeit entbinden, meinerseits mein Leben, meine Freiheit oder meinen Job aufs Spiel zu setzen. Ein Bier ist da meiner Meinung nach ein höchst günstiges Kompensat.</p>
<p>Mittlerweile hat die SVP anstelle von grossen Glasfenstern ja nun Holzplatten in den Fensterrahmen. Und somit nun definitiv und offiziell nicht nur eines, sondern gleich mehrere Bretter vor den Köpfen. An der Symbolik gibt es also nun nichts mehr auszusetzen.</p>
<p>Aber die Partei ist ja nicht nur bekannt für Bretter <em>vor</em> dem Kopf, sondern auch für Holzköpfe. Das hat jetzt rein gar nichts mit dem Konkurs der Grosssägerei in Blocherland zu tun, sondern für einmal mit der Politik in Thun. Man wundert sich: da lässt sich jemand ins Exekutivkommittee der drittgrössten Berner Stadt wählen, nur um dann kurz nach der Wahl herauszufinden, dass es sich eben nicht um einen 20%-Aushilfsjob wie im Migros an der Kasse handelt. Das hätte man dem armen Mann ja auch sagen können, Gopferdeckel! (Gut, hat man zwar, bereits vor Monaten. Aber man weiss ja, dass man bei der SVP laaaaaaaangsaaaaaam sprechen, Inhalte immer und immer wiederholen muss sowie ja kein Wort mit mehr als drei Silben benutzen darf. &#8220;Gemeinderatspensum&#8221; hat die Grenze wohl klar überschritten.) Aber ich bin sicher, es entspricht aus SVP-Optik dem Volkswillen, dass jetzt nicht der das Amt antritt, der gewählt wurde. Parallelen zu Haiti sind auch hier rein zufällig.</p>
<p>Und wenn wir schon am rumblochen sind: ich habe ja letzthin mit meinem Schurni-Freund rumgequatscht und dabei festgestellt, dass der auch eine Haustier-Verschwörungstheorie pflegt, nämlich dieselbe wie ich, und die geht so: die BaZ wurde nicht von Moritz Suter mit dessen Geld gekauft, nänääi-Sii! Stattdessen hat Blocher dem Suter das Geld vorgeschossen, damit dieser den Tettamanti auszahlen kann. Blocher steigt aus dem Beratungsmandat aus und benutzt die Marionette Suter dazu, die Redaktionsfäden im Hintergrund zu ziehen. Und die depperten Basler erneuern jetzt ihre Abos und wissen gar nicht, wem sie da das Geld in den dicken Hals werfen.</p>
<p>Zugegebenermassen: die Verschwörungstheorie hat noch ihre Ecken und Kanten. Aber meiner Meinung nach durchaus Zukunft; ich rege hiermit eine Community-Weiterentwicklung an.</p>
<p>Damit ich es nicht vergessen, muss ich hier auch noch mein Bonmot der Woche aufführen. Nein, nicht von Nasse (obwohl dessen Sablé-Bonmot einen knappen zweiten Platz belegt), sondern von einem Leidensgenossen in derselben Branche wie ich, der unliebsame Kunden:</p>
<blockquote><p>&#8230; mit penetrant freundlicher Hartnäckigkeit zu vergraulen sucht.</p></blockquote>
<p>Episch!</p>
<p>Was war sonst noch&#8230;? Eben, international haben wir Schweizer unseren Ruf als xenophob-ignorante Käsehirne erfolgreich verteidigt, auch den der Fussball-Nieten, die SP ist mal wieder daran schuld, dass die SVP Abstimmungen gewinnt, Frau Calmy-Rey ist knapp zur Bundespräsidentin der Herzen gekürt worden und die reine <em>Ankündigung</em>, dass Wikileaks <em>wahrscheinlich irgendwann mal</em> Dokumente <em>veröffentlichen wird,</em> die eine amerikanische Grossbank zu Fall <em>bringen</em> <em>könnten</em>, lässt den Aktienkurs der Bank of America in den Keller rasseln. Man rätselt darüber, ob es die TeleSAT-Knalltüte von der Costa Smeralda nun definitiv übertrieben hat (wahrscheinlich) und ob unsere Wirtschaftspolitiker etwas aus den letzten Finanz- und Wirtschaftskrisen gelernt haben (wahrscheinlich nicht). Und man nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass vor allem in Irland nun die zur Kasse gebeten werden, die schliesslich auch vom Schlaraffenland der befreiten Finanzströme am meisten profitiert haben: Sozialhilfeempfänger, alleinerziehende Eltern und Renter.</p>
<p>Achso, ja, stimmt ja, Cécile Bähler hat jetzt übrigens wieder einen Freund. Und wirkt bei der abendlichen Wetterpräsentation bereits ein wenig verschusselt.</p>
<p>Man mag es ihr gönnen.</p>
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		<title>Beinhart Dschängu wagt wieder den Hosenlupf</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 12:28:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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Zurück in der Heimat merke ich, dass sich dieses eher träge, langweilige Land in der Zwischenzeit zu einer freudigen, dynamischen Irrenanstalt entwickelt hat. So musste ich feststellen, dass der Bundesrat, vor einem halben Jahr noch eine uneinige, streitlustige, inkompetente und handlungsunfähige Selbsthilfegruppe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir waren da ja in Schweden, auf Urlaub. Hat ein bisschen länger gedauert, sorry.</p>
<p>Zurück in der Heimat merke ich, dass sich dieses eher träge, langweilige Land in der Zwischenzeit zu einer freudigen, dynamischen Irrenanstalt entwickelt hat. So musste ich feststellen, dass der Bundesrat, vor einem halben Jahr noch eine uneinige, streitlustige, inkompetente und handlungsunfähige Selbsthilfegruppe, mittlerweile seine zwei grössten Probleme angepackt hat und auf dem Weg ist, in absehbarer Zeit eine Lösung zu finden. Das ist ja schonmal gut. Es foutiert mich auch nicht wirklich, wenn ich in Zukunft von einer Frauenmehrheit regiert werde. Konkret ist dies für mich seit bald zwei Jahrzehnten der Normalzustand und ich kann der Grinsekatz vom Leman hier versichern, dass dieser Zustand auch für Männer durchaus Vorteile hat. Was mich aber stutzig gemacht hat, ist die Aussage diverser Medien, einer Frau, die sich in den Bundesrat wählen lassen wolle, käme wohl &#8220;das Geschlecht in die Quere&#8221;. Hier muss ich doch die anatomischen Kenntnisse einzelner Schurnalisten in Frage stellen und auf eine entsprechende Weiterbildung pochen. Alternativ könnte man natürlich auch von intimem Insiderwissen einzelner Schurnis ausgehen und sich die Frage stellen, ob&#8230; nein, sorry, aber ich möchte heute noch etwas essen, herzlichen Dank.</p>
<p>Anderes Beispiel: Man hat es ja im ganzen In- und Ausland gelesen: die Schweiz führt die Todesstrafe ein! Nein, tut sie natürlich nicht. Für unsere ausländischen Freunde, hier als kleine Guideline, wie politische Meinungsäusserungen in der Schweiz zu gewichten sind:</p>
<ul>
<li>Wenn von knapp 8 Millionen Einwohnern eines Landes deren fünf an einem Küchentisch eine freaky Idee haben, ist dies kein Thema zur Besorgnis, sondern bloss das normale Surrogat von Irren, das man in jedem Land findet.</li>
<li>Wenn 100&#8242;000 Knallköpfe diese Idee supigeil finden und sich zu einer Freudenbekundung qua Unterschrift bewegen lassen, ist dies zwar besorgniserregend, aber noch kein Problem.</li>
<li>Wenn dann das Parlament dieses Landes die Idee auch noch so OK findet, ist dies langsam problematisch, aber noch keine Katastrophe.</li>
<li>Und wenn (und erst wenn!) dann die Mehrheit der Stimmenden an der Urne tatsächlich diese Idee annimmt &#8211; <strong>dann</strong> ist die Katastrophe eingetroffen.</li>
</ul>
<p>Die lustige Idee mit der Todesstrafe ist ja nun knapp über Stufe 1 zur Furzidee verkommen, von dem her kann man sich trefflich darüber bespassen. Aber wichtig ist die Aktion der Initianten schon, weil sie die Debatte neu lanciert hat. Nicht diejenige über die Todesstrafe (ey, hallo?!?), aber doch darüber, ob man das Initiativrecht an eine Zurechnungsfähigkeitsprüfung der Initianten koppeln solle. Die Debatte sei hiermit eröffnet!</p>
<p>Ihre Meinung bereits gut überlegt und kundgetan im 20Min vom 25.8. hat  Christine Burgassi-Spears (19) aus Hombrechtikon ZH:</p>
<blockquote><p>Ich finde sie [die Todesstrafe] gut. Heute kommen viele Mörder bloss ein paar Jahre ins Gefängnis und lernen daraus nichts.</p></blockquote>
<p>Nein, ich möchte nicht Christine sein. Aber noch viel weniger möchte ich ihr Freund sein, der dieses Statement morgens auf dem Weg zur Arbeit liest und spontan eine Kosten-Nutzen-Rechnung zwischen originellem Sex und &#8220;nicht wegen meiner Freundin ausgelacht werden&#8221; aufstellt. An seiner Stelle würde ich mal einen sexy Namen für meine rechte Hand brainstormen. Aber es ist ja seine Entscheidung.</p>
<p>Und apropos Statement: ich las diese Woche, dass Claudia Schiffer 40 geworden ist &#8211; ich gratuliere herzlich, du alte Sau! Ich darf der Claudia übrigens mit Fug und Recht &#8220;alte Sau&#8221; sagen, weil nächstes Jahr werde ich ja selbst eine. Aber eben, Statement: da wurde in irgend so einer Journaille (ich finde den Mist ums Verrecken nicht im Netz, sorry) gefragt, was sie, die Frau Schiffer, denn für die Umwelt <strong>tue</strong>. Und zur Antwort gab die Schifferin, dass sie gerne weniger Wäsche kochen <strong>würde</strong>. Frau Schiffer zeigt hier also, nebst einer schon beinahe übermenschlichen Sorge um unsere Umwelt, dass sie durchaus auch eine intellektuell-philosophische Seite hat, indem sie die Regel, aus dem Sein dürfe man kein Sollen ableiten, in eine neue Dimension erweitert. Chapeau!</p>
<p>Viele Entscheidungen standen auch bei der selbsternannten &#8220;Partei des Mittelstands&#8221; an. Die <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/31731014" target="_blank">Halleluja-Brüste</a> dürfen jetzt ja leider nicht Bundesratten werden, der kleine Fuchs <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/16902507" target="_blank">darf nicht mehr im Stadtrat sein</a> (das glauben wir hingegen erst dann, wenn wir es sehen) und im nachhinein hat man gemerkt, dass die Hauptzielgruppe des bunten Fragebogens von selbigem weit überfordert wurde. Echt jetzt, liebe SVP-Schefstrategen, meint ihr wirklich, eure Wähler könnten mehr als zehn Wörter pro Seite lesen?</p>
<p>Apropos kleiner Fuchs: der ist jetzt sogar Titelheld <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7Nw4EEnaHv8" target="_blank">eines schönen Liedes</a>. Und not very amused. Was wiederum erstaunt, da er doch sonst jede Gelegenheit, Medienthema zu werden, freudig nutzt, unter anderem eben auch das Patronat der einen Halleluja-Brust, ihrerseits der Spasspolitik in keinster Weise abgeneigt. Und wer jetzt &#8220;Fake!&#8221; und &#8220;inszeniert!&#8221; schreit, soll ruhig sein, weil als einem der kleine Fuchs vom grossen an Bauernzmorgen als Bettgenosse vorgestellt wurde, da war der kleine Fuchs ja bloss der kleine Hess, den man noch nirgends kannte. Und ipso ergo facto irrelevant.</p>
<p>Zum Erich Dschei und seinen aufrechten Patrioten passt ja auch noch eine Entdeckung, die Hase letzthin gemacht hat, und zwar auf der Schachtel ihrer Slipeinlagen. Da steht nämlich, dass diese ein Verfalldatum haben. Ich muss jetzt ein bisschen ausholen und anmerken, dass Hase das Erreichen des Verfalldatums eines Produkts nicht als &#8220;ablaufen&#8221; bezeichnet&#8221;, sondern als &#8220;nicht mehr gültig sein&#8221;: das Joghurt mit der lustigen grünen Pelzmütze ist also &#8220;nicht mehr gültig&#8221;, genauso wie das Libero-Abi vom fähndrigen Jahr. Aber item. Der Punkt ist, dass Hase entdeckt hat, dass auch ihre Slipeinlagen ein Ablaufdatum haben, also irgendwann den Zustand erreichen, wo sie &#8220;nicht mehr gültig&#8221; sind. Man stelle sich das mal vor. Was, so fragten wir uns, passiert, wenn man das weibliche Genital in Kontakt mit ungültigen Slipeinlagen bringt? Explodiert, wie von Hase (!) angeregt, gleich die ganze Frau oder bekommt man bloss unangenehmen Besuch von der Slipolizei? Man weiss es nicht.</p>
<p>Und wie wir schon beim weiblichen Genital sind: das Wort &#8220;Vuvuzela&#8221; <a href="http://www.insideworldsoccer.com/2010/08/vuvuzela-oxford-dictionary-of-english.html" target="_blank">hat es ja scheints in den Oxford Dictionary geschafft</a>, was saublöd ist, weil ich nach wie vor drauf bestehe, dass das Ding &#8220;Vuzulela&#8221; heisst, weil es so einfach phonetisch und vom Duktus her besser klingt. Das Wort meine ich jetzt; die Tröte klingt genau gleich, völlig gleichgültig, wie man sie nennt.</p>
<p>Ah, und übrigens: Müslüm, ich will ein Kind von dir!</p>
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		<title>Der Tag ist schön, die Sonne lacht.</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 18:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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Ein Walliser auf Achse
Beim Oskar. Freysinger. Der alte Knallkobb aus dem hüere schönen Wallis mit dem gewissen Flair für Mystik und lustiger Politik. Er ist stinkig auf seine glatten Zürcher Parteikollegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe unserer fiebrig-heissen Kolumnen, die aktuell überall kleben bleiben. Sommer, halt. Also, wo um Himmels Willen soll ich bloss anfangen?</p>
<h4>Ein Walliser auf Achse</h4>
<p>Beim Oskar. Freysinger. Der alte Knallkobb aus dem hüere schönen Wallis mit dem gewissen Flair für Mystik und lustiger Politik. Er ist stinkig auf seine glatten Zürcher Parteikollegen und will jetzt eine Art <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Freysinger-will-Splittergruppe-in-der-SVP-12628676" target="_blank">Fraktion innerhalb der SVP gründen</a>, die bei ihren einmal gefällten Entscheiden bleibt, so aus demokratischen Überlegungen heraus. Damit die Politik vor den einfachen Leuten glaubwürdig bleibt.</p>
<p>Ich verstehe zwar jetzt nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat, aber ich habe ja auch nicht mit dem Oski darüber gesprochen, was er sich da ausgedünkt hat. Zudem war ja er derjenige, der im Wallis so quasi die Zürcher Methoden eingeführt hat. Oder bin ich da wieder völlig falsch gewickelt? Die Wahrheit ist irgendwo da draussen.</p>
<h4>Peng, du bist tot.</h4>
<p>Die <a href="http://www.e3expo.com/" target="_blank">E3</a> ist wieder mal über die Bühne gegangen. Ein irres Spektakel, dessen Rahmenprogramm heuer offenbar besonders opulent ausgefallen ist. Nun ja, unsereins hat natürlich die Sache ein bisschen verfolgt und wir sind ein klitzekleines bisschen enttäuscht. Noch selten sind so viele <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/First_Person_Shooter" target="_blank">FPS</a> angekündigt worden, und man scheint sich gegenseitig mit Blut und Tränen überbieten zu wollen.</p>
<p>Nicht, dass ich plötzlich mit Pixelgewalt ein Problem hätte. Nicht, dass ich plötzlich einen Mechanismus entdeckt habe, der irgendwie neu oder bisher nicht wahrnehmbar gewesen ist.</p>
<p>Vielmehr ist mir aufgefallen, dass die kommenden Spiele, die sich <em>nicht</em> zu  gefühlten 95 Prozent mit gegenseitiger Meuchelei und dergleichen beschäftigen, heuer recht selten sind. Es gibt nur wenige Highlights abseits der doch schon recht ausgetretenen Ballerpfade.</p>
<p>Zudem sollen wir uns jetzt alle vor unseren Konsolen bewegen, mit Move und Kinetic. Sorry, liebe Sony und MS, aber Nintendo war zuerst, und das vor laaaanger Zeit. Und hat es bis jetzt am besten gemacht, denn ohne etwas in der Hand finde ich gamen saudoof (MS), und mit einem Objekt, das aussieht wie ein Mikro mit integrierter Fisting-Funktion (Sony), möchte ich nicht gesehen werden.</p>
<p>Nun denn, vielleicht werde ich nur alt und bin schon ein bisschen eingetrocknet, was bei dem Wetter auch kein Wunder ist.</p>
<p>So sei es. Gehet hin und habt warm.</p>
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		<title>Sie leben&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 11:23:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, wir leben noch. Auch wenn der Rhythmus unseres Geschreibsels zuletzt etwas zu wünschen übrig gelassen hat.
Egal, denn im Prioritäten setzen waren wir schon immer gut.
Apropos Prioritäten setzen, nachdem die in Schweizer Besitz befindliche Ölplattform Deepwater Horizon abgegluckert ist und den mexikanischen Golf inklusive Küsten schön einölt, könnte jetzt eine Schweizer Firma Abhilfe schaffen. Man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, wir leben noch. Auch wenn der Rhythmus unseres Geschreibsels zuletzt etwas zu wünschen übrig gelassen hat.</p>
<p>Egal, denn im Prioritäten setzen waren wir schon immer gut.</p>
<p>Apropos Prioritäten setzen, nachdem die in Schweizer Besitz befindliche Ölplattform <em>Deepwater Horizon</em> abgegluckert ist und den mexikanischen Golf inklusive Küsten schön einölt, könnte jetzt eine Schweizer Firma <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/hilfe_aus_zurzach_gegen_die_oelpest_1.5999882.html" target="_blank">Abhilfe schaffen</a>. Man ist da scheinbar zuversichtlich.</p>
<p>Komisch, irgendwie fühlen wir uns ein bisschen an die übliche CH-Kriegsgewinnlerei(TM) erinnert. Ein Schlingel, wer böses dabei denkt&#8230;</p>
<p>Denken ist ein gutes Stichwort. Wir sind immer wieder mal überrascht, wie die Jesus-betrunkenen Polit-Kreuzritter gelegentlich von den Kollegen der SVP in Sachen Hirnakrobatik rechts überholt werden.</p>
<p>Unsichtbare Freunde hin oder her, <a href="http://www.20min.ch/news/schweiz/story/SVP-will-Nachbargebiete-annektieren-11278946" target="_blank">das hier</a> stellt doch einiges in den Schatten, obwohl es in der Schweizer Politik an Dummheiten zuletzt kaum gefehlt hat. Respekt, solch gequirlte Scheisse muss man im Denkstübchen erst mal hinkriegen.</p>
<p>Diskussionen über Fussbälle oder Plastiktröten sparen wir uns an dieser Stelle, da faktisch kein Interesse vorhanden. Ich finde Vuvuzelas aus Metall eh besser, die kann man wenigstens als Rauchinstrument benutzen.</p>
<p>Olé.</p>
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		<title>Wie jetzt? Schon wieder Frühling?</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 00:09:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzthin hat der Schweizer Souverän (sowie seine Souveräne) ja den Tierschutzanwalt wuchtig verworfen. Es ist halt so, dass des Eidgenossen liebstes Tier das Kotelett ist und selbiges am artgerechtesten in der Pfanne gehalten wird. Simple Fakten des Lebens. Letzthin im Büro hatte ich aber mit dem neuen Coder-Gspändli eine Diskussion über Guinness. Nämlich, dass dieses schöne Getränk, von dem sich in Irland ganze Familien schon seit Generationen mehrheitlich ernähren,  hierzulande gleich vierfach vergewaltigt wird:</p>
<ul>
<li>Es ist hier nur in der Memmen-Version &#8220;Draught&#8221; erhältlich</li>
<li>Es wird gerne in Büchsen kredenzt, mit so einer grausligen Gummikugel drin (soll wohl das Überschäumen verhindern)</li>
<li>Es wird hier ungern bei mehr als molligen 4° Celsius ausgeschenkt</li>
<li>Um das Büchsen-Feeling zu verschwammen, setzt man in hiesigen Gaststätten das aus der Hülse ins Glas gestürzte Bier auf einen Mini-Vibrator, welcher dann dem Guinness aus der Dose zur arttypischen, schaumigen Krone verhilft.</li>
</ul>
<p>Man kann das oben zusammenfassen mit: schmeckt voll Scheisse.</p>
<p>Und daraus entwickelte sich dann die Idee: wir lancieren einen <strong>Bier</strong>schutzanwalt! Der dann von Pub zu Pub geht, mit einem Thermometer in der Hand, und überprüft, ob alle Biere auch artgerecht gehalten werden. Dieser Anwalt müsste gleichzeitig natürlich auch Kläger, Richter und Henker sein können &#8211; wir dulden keine Toleranz gegenüber Bierquälern!</p>
<p>Das Traurige an der Sache ist: käme so ein Seich an die Urne, das Verhältnis Ja/Nein wäre wohl gerade umgekehrt wie beim Viecheranwalt.</p>
<h3>Die ollen Katholen</h3>
<p>Jaja, die Mutter aller Kirchen ist mal wieder am Pranger. War ja alles in den Medien, Kindsmissbrauch hier und da, grosses Drama, die Obrigkeit hält sich mit systeminterner Kritik nobel zurück, unterstützt die Täter und fordert von den Opfern Initiative, die verklemmte Haltung zur Sexualität ist sicher nicht der Grund, neineneineinen, also alles wie gehabt. Wäre da nicht ein gewisser Bischof Mixa, der meint, diese Vorfälle wären auch Ergebnis der &#8220;<a href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1385658/Bischof-Mixa-Kindesmissbrauch-auch-Folge-sexueller-Revolution.html" target="_blank">sogenannten sexuellen Revolution</a>&#8220;.</p>
<p>Seltsam, wie eine gesellschaftliche Entwicklung just in der Institution, die sich dieser Entwicklung seit jeher am vehementesten entgegenstemmt hat, ihre reichste Blütenpracht entfalten kann.</p>
<h3>Confessions of a Stupid Old Man</h3>
<p>Apropos traurig: da war ja neulich im TagiMagi ein Artikel über den Peter Bichsel, der nur noch als Karikatur seiner selbst auftritt (die Parodie von Mike Müller wirkt mittlerweile echter als das Original). Ganz besonders witzig ist der Bichselsche Gottesbeweis, den ich hier in verkürzter Form wiedergebe:</p>
<ul>
<li>Prämisse 1: In Solothurn lebt ein vom Leben und sich selbst enttäuschter alter Mann, der früher mal ganz OK geschreibt hat.</li>
<li>Prämisse 2: Dieser alte Mann bringt es nicht auf die Reihe, aus eigenem Antrieb Lebenssinn zu entwickeln, sondern meint, dass dieser Sinn ihn gefälligst in einer Beiz anspringen solle.</li>
<li>Prämisse 3: Der alte Mann weiss zwar nicht, ob er an Gott glaubt, braucht ihn aber, um Sinn zu schaffen und damit sich der Bichsel noch auf etwas freuen kann.</li>
<li>Logische Schlussfolgerung: Gott existiert!</li>
</ul>
<p>Lieber Peter, such dir doch ein Fumoir und bleib da drin, bis die Asche, die du produzierst, von dir selbst nicht mehr zu unterscheiden ist. Die Tour de France findet ihren Weg über den TV auch ins Flora &#8211; da musst du nicht unbedingt einen Dokumentarfilmer bis in ein Pariser Hotelzimmer mitschleppen.</p>
<h3>Evi löst das Problem der Jugendgewalt</h3>
<p>Mittlerweile weiss man ja, wo das Hauptproblem der Jugend zu verorten ist. Es ist nicht die Unwilligkeit der Politik, massiv in Bildung zu investieren. Es ist auch nicht die krude Auffassung von Integration, die hierzulande gepflegt wird (&#8220;lasst sie einfach alle kommen, es wird ihnen derart gefallen hier, dass sie sich von selbst integrieren&#8221;). Und natürlich ist auch nicht der Leistungsdruck schuld, nicht der alltägliche Medienwahn, nicht die fehlenden Zukunftsperspektiven. Es liegt nicht daran, dass wir als Gesamtgesellschaft kein Bild davon haben, wohin wir uns entwickeln sollen und auch nicht daran, dass die einzigen Führerfiguren, die wir haben, wirklich das sind: führende Figuren.</p>
<p>Nein, Schuld an allem sind Killerspiele.</p>
<p>Schon nur das Wort: ich kenne Kartenspiele, da spielt man mit Karten. Ich kenne Brettspiele, die spielt man mit Brettern. Gesellschaftsspiele werden in Gesellschaft gespielt, Geschicklichkeitsspiele benötigen Geschicklichkeit. Und Killerspiele? Benötigt man da Killer dazu? Spielt man diese mit anderen Killern? Oder dient der Killer gar als Spielfeld? Man weiss es nicht.</p>
<p>Obwohl also eine gewisse Unschärfe bezüglich dieses Begriffs besteht, ist man sich darüber einig, dass solches verboten gehört. Wegen den Kindern. Und ja, nicht nur für Kinder verboten, sondern für alle. Weil es ja bekanntlich allen Kindern schadet, wenn ein Erwachsener zum Zwecke des Zeitvertreibs auf animierte Pixel schiesst. Das Statement von Rolf Schweiger in 10vor10, das betreffe ja sowieso nur ein paar tausend Leute, die Einschränkung der Freiheit sei hier also zumutbar, finde ich schon noch bemerkenswert, vor allem von einem FDPler. Wieviele Millionäre gibt es in der Schweiz? Nur ein paar tausend? Warum beschlagnahmen wir denen nicht ihr Prvatvermögen und senken dafür die Steuern für alle anderen? Sind ja nur ein paar tausend, die Einschränkung deren persönlicher Freiheit ist hier also, da der Gesamtgesellschaft förderlich, durchaus zumutbar. Und denkt endlich mal jemand an die Kinder?!?</p>
<p>Dschango denkt natürlich an die Kinder. Und er weiss, dass heutige Kinder ihren Erziehungsberechtigen in technologischer Hinsicht weit voraus sind. Die Tatsache, dass sich ein in der Agglomeration amtierender und vom Zufall in die Politik gespülten Lehrer von einem Verkaufsverbot davon abhalten lässt, ein &#8220;Killerspiel&#8221; zu spielen, beweist nur, dass der Lehrer eine vorgestrige Nulpe ist. Es gibt kein Spiel, keinen Film und kein Buch, das heute nicht innert Minutenfrist auf die heimische Festplatte gesaugt werden kann. Minimales technisches Verständnis vorausgesetzt, das bei der Zielgruppe (Kinder) vorhanden ist, bei den Bedenkenträgern aber komplett fehlt.</p>
<p>Und da ja das Kinder-Argument immer verfängt: wieviele Kinder sterben jedes Jahr durch den Strassenverkehr? Wieviele Kinder und Jugendliche werden jedes Wochenende in den Entnüchterungszellen eingeliefert? Muss die Konsequenz nicht sein, dass man Autofahren und Alkohol verbietet, um die armen, armen Kinder zu schützen? Und wenn wir Gewaltverherrlichendes und Intolerantes konsequent verbieten wollen: wo ist der Bann für die Bibel? Für den Koran? Das SVP-Parteiprogramm?</p>
<p>Ja, noch wegen SVP&#8230; obwohl ich mir jetzt wohl einen Monat lang die Hände zwangswaschen muss: der Führerlehrling Erich J. Hess setzt sich in einem überparteilichen Kommitee dafür ein, dass dieses Verbot nicht durchkommt. Und vorgestern im 10vor10 hat er fast intelligent gewirkt, wie er da seinen auswendig gelernten Satz aufgesagt hat. Ist ein bisschen wie beim Matthias Stürmer, der einerseits als von mir hochgeschätzter Kämpfer für Open Source Software agitiert, andererseits aber auch ein Jesus-Fundi mit gesellschaftlichen Ansichten aus der Bronzezeit ist.</p>
<p>Hat eben alles zwei Seiten. Mindestens.</p>
<h3>Die grössten Kritiker der Elche&#8230;</h3>
<p>&#8230; waren früher selbst mal welche, so sagt bekanntlich der Volksmund, der ja immer recht hat. Sagt ihrerseits zumindest wieder die SVP, die aber im Moment ein grosses Problem hat: wie macht man dem unfehlbaren Volk klar, dass man zwar einen Haufen Abzocker in den eigenen Reihen hat, deshalb eigentlich gegen jegliche regulative Eingriffe in die Wirtschaft ist, sich aber gleichzeitig gegen die Linke positionieren muss, die blöderweise ein recht populäres Anliegen bereits seit gefühlten zwei Milliarden Jahren predigt, das von der SVP, andererseits, wiederum seit gefühlten vier Milliarden Jahren, verlacht und verhetzt wird, wie also macht man diesem Volk weis, dass man doch auch irgendwie gegen Abzockerei in der Wirtschaft ist? Ganz einfach: man nimmt denjenigen Herrn, der in den 90ern das Mantra des &#8220;mehr, mehr, mehr!&#8221; erfolgreich in der Schweiz eingeführt hat, schliesse diesen mit dem nicht wirklich mit Intelligenz und politischem Gespür gesegneten Initianten der Abzocker-Initiative eine Woche lang in einen fensterlosen Raum, und voilà, schon haben wir:</p>
<ul>
<li>eine eigentlich sinnvolle Initiative, die ständig davor bedroht ist, zurückgezogen zu werden</li>
<li>einen Gegenvorschlag, der in den Erweiterungen interessant, im Kern aber jämmerlich ist</li>
<li>einen gescheiterten Alt-Bundesrat, der endlich mal wieder Auftritte im TV bekommt und sich als (millionenschwerer, aber egal) Paulus und volksnahen Kümmerer aufspielen kann.</li>
</ul>
<p>Es kann einfach nur Gewinner geben. Genau wie bei der Sicherheits-Initiative, die von Philippe &#8220;was tut der eigentlich genau?&#8221; Müller erfolgreich aufgegleist wurde und an der Urne jämmerlich gescheitert ist. Am Montag nach der Abstimmung fühlte sich der Dschango dann im komplett falschen Film, weil sowohl Müller als auch die Medien die Ablehnung der Initiative als Sieg für Müller werteten.</p>
<p>Und in neun Tagen sind Grossratswahlen im Kanton Bern. Am liebsten würde ich mich schon heute ins Koma saufen.</p>
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		<title>Endlich! Wir sind wieder wer!</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 15:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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Auch komplett ausgehängt hat es ja bei der Daumenschraube. Wie ihr sicher alle gemerkt habt, war unsere kleine Bastion der Dummheit mit Niveau während einer Weile weg vom Fenster. Kommt halt davon, wenn man im Heimatland des kastrierten Datenschutzes hostet, so könnte man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Titel bezieht sich auf das gewesene Abstimmungs-Wochenende. Dazu aber später. Viel später.</p>
<p>Auch komplett ausgehängt hat es ja bei der Daumenschraube. Wie ihr sicher alle gemerkt habt, war unsere kleine Bastion der Dummheit mit Niveau während einer Weile weg vom Fenster. Kommt halt davon, wenn man im Heimatland des kastrierten Datenschutzes hostet, so könnte man meinen. Entsprechend waren auch die Mails und Telefone, die wir in der letzten Zeit erhalten haben: Verschwörungstheorien for teh win, ich sags euch. Finde ich ja grundsätzlich gut, diese Verschwörungstheorien, aber leider muss ich hier wie folgt rapportieren:</p>
<ul>
<li>Es waren keine christlichen oder sonstwie gearteten Fundies, die uns gehackt haben</li>
<li>Es war auch nicht die SVP oder ihr nahestehende Kreise</li>
<li>Es waren keine juristischen Schritte, die gegen uns eingeleitet wurden</li>
</ul>
<p>Irgendwie schade, ich weiss, hätte jetzt viel lieber eine &#8220;Alle sind gegen uns!&#8221;-Geschichte erzählt, aber der Hoster hat die Kiste bloss vom Netz genommen, weil diese scheints per phpMyAdmin-Exploit ein bisschen in der Gegend rumgescannt habe. Und das hat den Hoster gar nicht happy gemacht, sagt er. Und warum das so lange gedauert hat? Naja, Admin per Interpol zur Fahndung ausschreiben lassen, Admin von den Bahamas&#8230; ähm&#8230; &#8220;abholen&#8221; lassen, Admin im Serverraum einsperren, etc pp, das gibt halt schon zu tun. Aber jetzt sind wir ja beim besten Hoster der Welt und alles wird gut.</p>
<h3>Behinderter Bär</h3>
<p>Nunja. Auch ein Hack fand ja bekanntlich vorletztes Wochenende in Bern statt, wo sich ein (geistig behinderter) Mann als Rüebli sah und folglich in den Bären einbauen lassen wollte. Das hätte auch fast geklappt, wenn die unsensiblen Polizisten statt auf den Bären aufs menschliche Rüebli geschossen hätten. Man prüft jetzt, ob man das Sicherheits-Dispositiv im Bärenpark anpassen wolle/müsse/solle, damit es auch unbeaufsichtigten Marschflugkörpern mit Profilneurose und Hirnklemme genügt. Ziel muss sein, dass man sich das Gehirn bis auf den Hirnstamm rausoperieren und trotzdem noch sicher im Bärenpark aufhalten kann. Warum füllen wir den Bärenpark nicht einfach bis zum Rand mit Drücki-Plastikfolie und stopfen diese mühsamen Bären aus? So echt mit Weichgummizähnen und so, damit man auch endlich wieder gefahrlos mit seinem psychotischen Kampfhamster einen netten Sonntagsausflug in den Bärenpark machen kann.</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Scheints haben sich ja deutsche Medien darüber echauffiert, dass man in der Schweiz mehr Mitleid mit einem angeschossenen Bären als mit einem angefressenen Behinderten habe. Ja, liebe Teutonen, das ist so in der Schweiz. Es lässt sich aber rein historisch begründen: im Gegensatz zu euch haben wir halt noch keine schlechte Erfahrungen mit kleinen Braunen aus dem Osten gemacht, die Cheiben haben deshalb bei uns denselben Sympathiebonus wie bei euch Anno 32 oder so. Ich weiss, wir lernen einfach nichts aus der deutschen Geschichte und an selbigem Wesen wollen wir ums Verrecken nicht genesen. Sorry.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Aber nicht nur ennet dem Rhein machen sie auf Berufs-Zeigefingerheber: Das Thema scheint ja auch gut genug zu sein, dass sich ein Blabend-Chefredaktor (eventuell ein eingewanderter Deutscher? Man weiss es nicht) dazu ersaublödet, den freischaffenden Bedenkenträger zu geben. Macht sicher Laune; ich wette, die lachen sich heute noch krumm auf der Blabend-Redaktion. Aber es ist halt auch ein Graus, weil zwar alle am Schicksal eines angeschossenen Bären Anteil nehmen, ein paar weniger an dem eines zerfetzten Behinderten, es würde jetzt aber sicher keine Sau interessieren, wenn ein Blabend-Chefredaktor in den Bärenpark springen würde. Auch die Polizei käme da wohl in arge Bedrängnis, weil: wen erschiessen? Den Bären oder den Aufbinder desselben? Man weiss es nicht.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Traurige Clowns</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Letzthin habe ich übrigens mal wieder TV gekuckt und dabei festgestellt, dass es der schweizerischen Kulturlandschaft offenbar dringend an Einkommen fehlt. Erst sah ich den Schlatter, wie er für die Schweinegrippe bzw deren Vermeidung Werbung macht. OK, dachte ich mir, den Schlatter sehe ich sowieso eher als sumpfiges Randbiotop helvetischer Kunst, da macht es irgendwie ja noch Sinn. Tut auch niemandem weh, mal wieder die Hände zu waschen. Und an Glaubwürdigkeit hatte der Schlatter ja eh nicht viel zu verlieren, da werden auch Werbespots für eine Grippe, die so nicht stattgefunden hat, nicht viel dran ändern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Anders sieht es bei Massimo Rocchi aus, der bei mir auf eine gewisse Glaubwürdigkeit zählen konnte. Ja, der Dschango hat per dato sogar noch ein Ticket für eine Rocchi&#8217;sche Vorstellung, das er im Verlaufe der nächsten Wochen einzulösen gedenkt. Und ich bin froh, sagen zu dürfen, dass dies dann wohl das letzte Mal war. Nicht, weil mir der Massimo als Künstler degoutieren täte, sondern einfach deshalb, weil ich aus der Hoffnung heraus denke, dass er beim erwiesenermassen unsensibelsten Unternehmen der Schweiz wesentlich mehr für seine Werbeauftritte bekommt, als er in Jahren mühseliger Bühnenarbeit zusammenkratzen könnte. Ich wünsche Herrn Rocchi hiermit bereits schon mal alles Gute für seine weitere Zukunft, war schön mit Ihnen, schade ist es schon zu Ende.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Übrigens: Die Gerüchteküche kocht ja über, warum sich gerade Rocchi für Cablecom-Werbung hingibt. Die momentan plausibelste Vermutung ist, dass ihn die Scheidung von seiner momentan letzten Ehefrau finanziell ruiniert habe. Was lernen wir daraus? Genau: wenn schon heiraten, dann bitte arm bleiben, sonst hampelt man am Schluss für Cablecom und alle Welt schüttelt mitleidig den Kopf über den Clown, statt über ihn zu lachen.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Ich will auch besseren Sex!</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Da gibt es bei uns in Bern übrigens eine Jungpolitikerin, die sich zwecks Verzierung ihres Revers eigene Buttons gebaut hat, auf denen „Feministinnen haben besseren Sex!“ steht. Die Politikerin heisst Tanja Walliser und ich möchte ihr immer Maria sagen, daran sieht man mal wieder, dass ich ein Kind des finsteren Mittelalters 2.0 (vulgo: 80er) bin. Ich weiss nicht, ob die Politikerin Skifahren kann oder ob Maria auch Buttons stanzt, ganz sicher ist aber, dass der Herr Kuhn, <a href="http://www.daumenschraube.ch/?tag=kuhn">der ja auch schon auf der Schraube zu Gast war</a>, an diesem Button gar keine Freude haben dürfte. Schon nur deshalb, weil ein Wort, das mit „innen“ endet und nicht mit  „Sexarbeiter“ beginnt, eher quer in seinem Wortschatz stehen dürfte. Ja item. Frau Walliser scheint einen Haufen Hass-Mails bekommen zu haben, worin sich die Stimme des Volkes höchst ungebührlich äussert. Gerüchte besagen ja, dass die meisten Mails aus der Parteizentrale (sagt man da eigentlich noch „Wolfsschanze“ oder ist das auch schon wieder veraltet?) der SVP kommen. Und dass 90% der Mails denselben Absender tragen und jedesmal mit „Anonym!“ unterschrieben sind. Aber einewä, mindestens ein ganz liebes Mail hat die Frau Walliser dann doch noch bekommen, vom Dschango nämlich, denn da schrieb er, die Frau Walliser möge doch bitte eine Dschango-Edition basteln, mit dem Text: „<strong>Feministen </strong>haben besseren Sex!“. Ich würde diesen Button im Fall subito an meine Textilien heften und ihn mit grossem Stolz tragen. Falls sich in dieser Geschichte etwas tut, werden wir euch rechtzeitig informieren.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Gnarzelgnom ist das neue Adonis</h3>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Ja und übrigens, der René Kuhn, seines Zeichens Ex-Politiker, Noch-Russinnenmöger und zukünftiger Shooting Star der Schweizer Jungautoren-Szene. Er hat jetzt eben ein Buch geschrieben, der Herr Kuhn. Nicht so ein dickes, aber immerhin. Und darin erklärt uns der Herr Kuhn die Welt, insbesondere bezüglich Frauen und warum selbige doch gefälligst wieder unten zu liegen haben. Oder zumindest die Position nur auf ausdrückliche Anweisung des Mannes wechseln. Um die universale Gültigkeit seiner Weltsicht zu unterstreichen, lässt sich Herr Kuhn mit den Worten zitieren, dass „<a href="http://www.20min.ch/news/luzern/story/11444964" target="_blank">sogar ein bekannter TV-Moderator</a>“ ihn, Herrn Kuhn, in seiner Meinung bestätigt habe. Wenn das nun mal nicht als Beweis für eine universale Wahrheit reicht, dann weiss ich echt auch nicht.</p>
<h3 style="margin-bottom: 0cm">Ja, und eben: endlich!</h3>
<p style="margin-bottom: 0cm">Dann kommen wir mal zum Titelthema. Dazu nur dies: Danke, liebe Stimmberechtigte. Danke, danke, danke!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Vorbei ist es mit den Zeiten, wo man im Ausland belächelt wird. Schluss damit, dass uns alle immer bloss „niedlich“ finden und über unseren Dialekt lachen. Niemand wagt es jetzt noch, uns als &#8220;langsam&#8221; zu bezeichnen. Endlich sieht man in den Augen der ausländischen Gesprächspartner wieder das blanke Entsetzen, wenn man seinen rotweissen Pass zückt. Das gabs ja seit der Schlacht bei Sempach nicht mehr. Und endlich assoziiert niemand mehr nur Berge und Schoggi mit uns, sondern eben echt schweizerische Werte, die Grundfesten des helvetischen Selbstbewusstseins, die Eigenschaften, die uns schon seit unserer Staatsgründung zu wackeren Eidgenossen machen: blinde Wirtschaftsgläubigkeit, Xenophobie und Kriegsgewinnlerei.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm">Danke, danke, danke!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Abgründig demokratisch</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Sep 2009 11:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angenommen, es wäre  Donnerstag Abend und ihr hättet zwar wahnsinnig Lust auf Unterhaltung, leider aber kein Geld zur Verfügung. Kann ja mal vorkommen. Normalerweise wärt ihr in dieser Situation voll angeschissen, weil bekanntlicherweise kostet hierzulande alles, ganz besonders Unterhaltung.
Normalerweise, ja, aber nicht, wenn ihr euch zufälligerweise in der Stadt Bern aufhaltet. Hier gibt es nämlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5607" class="wp-caption alignright" style="width: 148px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/09/2009-hesspress.png"><img class="size-full wp-image-5607" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2009/09/2009-hesspress.png" alt="Leider nicht das, wonach es aussieht" width="138" height="97" /></a><p class="wp-caption-text">Leider nicht das, was der Name suggeriert</p></div>
<p>Angenommen, es wäre  Donnerstag Abend und ihr hättet zwar wahnsinnig Lust auf Unterhaltung, leider aber kein Geld zur Verfügung. Kann ja mal vorkommen. Normalerweise wärt ihr in dieser Situation voll angeschissen, weil bekanntlicherweise kostet hierzulande alles, ganz besonders Unterhaltung.</p>
<p>Normalerweise, ja, aber nicht, wenn ihr euch zufälligerweise in der Stadt Bern aufhaltet. Hier gibt es nämlich seit viiielen hundert Jahren schon eine Anstalt, die sich zumindest seit einiger Zeit dafür einsetzt, einmal in der Woche auch dem kleinen Geldbeutel Zerstreuung zu bieten. 80 Freiwillige geben jede Woche ihr Bestes, um auf und hinter der Bühne ein Spektakel aufzuführen, hinter dem jede griechische Tragödie zur Soap verblasst. Es werden neu auch Elemente des Theatersports aufgenommen: oft ist unklar, ob die Protagonisten (man darf hier ruhig einmal ausschliesslich die männliche Form benutzen) nun Schauspieler oder Publikum sind.</p>
<p>Und wo findet man diese ehrenwerte Institution? An pittoresker Lage im Herzen der Berner Altstadt, am Rathausplatz, da in dem Gebäude mit den hohen Treppen links und rechts. Mag ja sein, dass dieser Ort ursprünglich nicht als Musentempel vorgesehen war, spätestens seit der gestrigen Budgetdebatte ist aber klar: will Bern als Kulturhauptstadt punkten, muss sie für den Stadtrat einen Posten im Kulturbudget reservieren!</p>
<p>Hauptakteurin war mal wieder die Fraktion &#8220;SVPplus&#8221;, die sowohl den tragischen wie auch den komischen Teil der Aufführung in Eigenregie inszenierte. Als Kullissenschieberin amtete, zumindest, bevor es sogar diesen Herrschaften zu blöd wurde (und das will etwas heissen), Juniorpartnerin FDP.</p>
<p>Ah, apropos FDP: ihr wisst ja alle (*hüstel*), dass der höchste Berner momentan der FüDläParteiler Ueli Haudenschild ist. Witzig übrigens, wenn nicht gar von prophetischer Qualität: ich habe zuerst &#8220;Huahaschild&#8221; geschrieben, und eigentlich müsste man ihn genau so umbenamsen. Falls man mich irgendwann mal anfragen wird, ob ich einen Lexikonartikel zu den Stichworten &#8220;Unfähigkeit&#8221;, &#8220;Führungsniete&#8221; und &#8220;Rückgratschwund&#8221; verfassen würde, mit dem Foto vom Herrn Huahaschild wüsste ich im Fall grad sofort eine diese Stichworte visualisierende Illustration. Aber mich fragt ja keiner. Deshalb wird auch mein Artikel zum Thema &#8220;schwanz- und eifrei (s.a.: &#8216;Huahaschild&#8217;)&#8221; bloss geistige Makulatur bleiben.</p>
<p>Schade eigentlich.</p>
<p>Wahrscheinlich muss ich an dieser Stelle dem Teil der Leserschaft, der sich nicht für Politik interessiert (ich verstehe euch jeden Tag ein bisschen besser), etwas Hintergrundinformationen liefern. Es wurde gestern nämlich in einem zweiten Anlauf das Budget der Stadt Bern fürs Jahr 2010 beraten. Dazu hat die Fraktion &#8216;SVPplus&#8217; (das sind im Wesentlichen die SVP, deren Blocherjugend, ein paar scheintote Schweizer Demokraturisten sowie &#8220;mini Harley het i mim Ranze Platz, mis Hirni näbem Boschettli&#8221; Jimy Hofer) ein Paket von 180 Änderungsanträgen eingereicht. Ziel dieses &#8216;Planes&#8217; war, dass die Debatte derart verzögert wird, dass das Budget nicht mehr vor den Herbstferien verabschiedet und somit auch im November nicht den StimmbürgerInnen zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Damit wollte man bei der SVP erreichen, dass &#8211; ja, was eigentlich? Dass die Stadt Bern möglichst bald vom Kanton zwangsverwaltet wird, in der Hoffnung, dass dann die vom Kanton vorgeschriebenen Auslagen, welche die SVP streichen wollte, direkt vom Kanton an den Kanton überwiesen werden? Man weiss es nicht. Falls ihr hierzu mehr Informationen haben wollt, fragt doch am besten direkt beim Herrn Wurmbandführer Hess nach. Wenn ihr viel, viel Geduld mitbringt und alle Fragen mit Worten formuliert, die aus nicht mehr als zwei Silben gebildet werden, besteht vielleicht eine gewisse Chance, dass er euch das erklären kann.</p>
<p>Wobei &#8211; man muss ja ganz klar sagen, dass die Qualität von Hess&#8217; Voten der Qualität seiner Anträge in nichts nachstand: auf jeder Ebene, egal ob formal, rechtlich, inhaltlich oder rhetorisch unter jeglicher jemals über den Hof galoppierten Sau. Und weil ihm die Argumente fehlten (logisch, bei unter 12 Gramm aktivierbarem Resthirn), musste er die Redezeit von fünf Minuten pro Antrag halt eben mit Extrem-Bärndütsching dehnen:</p>
<blockquote><p>Miiiiiiiiir stiimmmmmmmeeeeee iiiiitz üüüüübere Aaaaaaaaatraaaaaag füüüüfesäääächzg bis siiiiibeeeeeneeeesääääächzg aaaaab&#8230; daaaaaas siiiiii drüüüüüüüü Aaaaaaaträääääg zuuuu füüüüüf Minuuuute, das maacht ausoooo&#8230; ääääääääh&#8230; füfzäääääääh Minuuuuuteeeee, odeeeer, angerscht gseit, ä Vieeeeertuuuuuustuuuuuuuuuuund&#8230;</p></blockquote>
<p>Aber zum Glück sass ja noch Ziehvater und Puppenspieler Thomas Fuchs auf der Zuschauertribüne (keine Sorge, sie wurde extra zu diesem Zweck im Vorfeld mit zusätzlichen Stahlträgern verstärkt). Mit dem Natel in der Hand gab er seinem Führer-Stellvertreter unten im Saal Anweisungen, was zu tun sei &#8211; selbiger war dann auch noch dämlich genug, während diesen (keineswegs in konspirativer Lautstärke geführten) Gesprächen ständig zu seinem Idol hochzuschauen. Schon interessant, wie jemand von der Zuschauertribüne aus die Politik im Stadtrat steuern kann, ohne dass dies dem Stadtratspräsidenten negativ auffallen würde. Huahaschild halt, sag ich doch.</p>
<p>So war es auch an der Grenze zur Realsatire, als Jimy Hofer während einem Votum mitten im Satz abbrach und zurück an seinen Platz ging. Erstaunen im Rat, was war geschehen? Nun, wie man uns aus zuverlässiger Quelle mitteilte, knurrte er, wieder in den Sitz gezwängt:</p>
<blockquote><p>Ha ke Ahnig gha, um was es geit, aber dr Hess het gmeint, ig müess derzue ga rede.</p></blockquote>
<p>Heil, Führer befiehl, die Broncos folgen!</p>
<p>Spassig wurde die Sache natürlich erst so richtig, als gegen Mitternacht die elektronische Abstimmungsanlage ausfiel und der Stadtrat mit Einzelnamensaufruf (&#8220;Hanspeter Aeberhart?&#8221; &#8211; &#8220;Ja&#8221; &#8211; &#8220;Michael Aebersold?&#8221; &#8211; &#8220;Nein&#8221; &#8230;) über die letzten hundert Anträge abstimmen durfte. Morgens um 3 war dann der Spuk vorbei.</p>
<p>Und als Fazit? Fast zweihundert Änderungsanträge, die allermeisten davon rein rechtlich gar nicht umsetzbar, in der Folge genau keiner (0, null, zero, zilch) angenommen. Zig Chefbeamte und Gemeinderäte während fast 24 Stunden in Geiselhaft (wo ist der Bundesmerz, wenn man ihn braucht?!?) einer Partei, die sich einen schlanken, effizienten Staat und den Abbau von Bürokratie auf die braunrandige Fahne geschrieben hat. Eine Partei, die sich als singuläre Repräsentantin von Volk und Demokratie darstellt und die bei jeder ihrer Aktionen, welche nichts anderes tun, als die Grundfesten der Demokratie zu diskreditieren, klar und deutlich zeigt, wie sehr sie im Grunde genommen auf genau dieses Volk, auf genau diese Demokratie scheisst.</p>
<p>Dazu passt doch der Spruch von Hases Mami, zwar nicht in dem Zusammenhang geäussert, aber trotzdem wie der Nagel auf den Kopf:</p>
<blockquote><p>Ig ha gchotzet wie nä Gärbihung.</p></blockquote>
<p>In diesem Sinne: ich freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn wir uns wieder zum fröhlichen Theatersport im Berner Stadtrat treffen!</p>
<p>PS: Dschango fährt diesen Sonntag mal wieder auf Urlaub, zu Hasenverwandten nach Italien. Kann also gut sein, dass ihr nächste Woche auf mich verzichten müsst. Aber keine Sorge: euer Dschango kommt sicher zurück &#8211; und voraussichtlich bringe ich <a href="http://www.daumenschraube.ch/?p=4460">wieder amüsante Einsichten</a> mit aus dem Land, wo die Zitronen blühn.</p>
<p>Bis bald!</p>
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		<title>Denunziärän Sie jätzt!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 06:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach du meine Güte. Die Stadtberner SVP läuft wieder mal Amok.
Erich J. Hess aka. &#8220;Där Föhrär&#8221; hat sich mit seiner rechtswinkligen Spielgruppe wieder mal dem Dossier Sozialhilfe angenommen und eine Hotline für Verdachtsmeldungen zu Sozialhilfemissbrauch eingerichtet. So weit, so schlecht.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach du meine Güte. Die Stadtberner SVP läuft wieder mal Amok.</p>
<p>Erich J. Hess aka. &#8220;Där Föhrär&#8221; hat sich mit seiner rechtswinkligen Spielgruppe wieder mal dem Dossier Sozialhilfe angenommen und eine Hotline für Verdachtsmeldungen zu Sozialhilfemissbrauch eingerichtet. So weit, so schlecht.</p>
<p>Manchmal ist ja das Ansinnen von jemandem rechtens, auch wenn es bei der Umsetzung dann etwas holpert und klemmt. Aber bei Erich und seinen Rattenkindern kann ich nicht mal ansatzweise so etwas wie ein berechtigtes Ansinnen erkennen, aus dieser Ecke kommt einfach nur gequirlte Scheisse.</p>
<p>Ganz übel wird es, wenn man ein wenig historisches Gspüri walten lässt. Hotlines für Denunzierungen haben einen ganz üblen Nebengeschmack. Kommt noch dazu, dass nicht mal eine Lücke gefüllt wird. Der Stadtverwaltung kann man ja bereits Unstimmigkeiten melden, und das erst noch bei der zuständigen Behörde selbst, so quasi ohne Umweg über irgendwelche dubiosen Stellen ohne städtisches Qualitätsmanagement.</p>
<p>Manchen Politikern ist wirklich jeder Scheiss recht, um mal wieder in der Zeitung zu stehen. Echt jetzt.</p>
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