Artikel, die mit ‘stadt bern’ getaggt wurden

Unsere neuen Freunde

Die Welt gratuliert der Schweiz. Das ist ja an sich ganz schön, nur gibt es da ein kleines Problem: Die Gratulanten heissen Geert Wilders, Front National, Lega Nord und so weiter, und sie gratulieren zur angenommenen Minarett-Initiative. Das ist weniger schön. Solche Fans will man nicht, falls man denn noch einen Restposten Grips im Gebälk hat.

Ausserdem haben wir es jetzt offiziell: Es gibt neuerdings eine Xenophobie-Karte der Schweiz. Die sieht so aus:

Xenosuisse

(c) 2009 Xenosuisse

Supergreen! Man muss es positiv sehen: Als Zuwanderer aus dem arabischen Kulturraum kann man die grüne Zone getrost ignorieren, die roten Flecken sind the place to be. Das macht die Informationslage doch recht übersichtlich.

Nicht zuletzt möchten wir hier offiziell die Gründung eines Bernischen Stadtkantons anregen bzw. fördern. Die geneigte Leserschaft fragt sich bestimmt warum. Keine Sorge, Aufklärung naht: die Stimmbürger der Stadt Bern haben als einzige Gemeinde im Kanton Bern gegen die Minarett-Initiative gestimmt. Wir meinen: Irgendwann reichts, soll doch der restliche Kanton selber schauen, wo er bleibt.

So, und hier haben wir noch die musikalische Berieselung zu Kollege Beinharts beinharter Analyse zur politischen Stimmungslage der Nation:




Denunziärän Sie jätzt!

Ach du meine Güte. Die Stadtberner SVP läuft wieder mal Amok.

Erich J. Hess aka. “Där Föhrär” hat sich mit seiner rechtswinkligen Spielgruppe wieder mal dem Dossier Sozialhilfe angenommen und eine Hotline für Verdachtsmeldungen zu Sozialhilfemissbrauch eingerichtet. So weit, so schlecht.

Manchmal ist ja das Ansinnen von jemandem rechtens, auch wenn es bei der Umsetzung dann etwas holpert und klemmt. Aber bei Erich und seinen Rattenkindern kann ich nicht mal ansatzweise so etwas wie ein berechtigtes Ansinnen erkennen, aus dieser Ecke kommt einfach nur gequirlte Scheisse.

Ganz übel wird es, wenn man ein wenig historisches Gspüri walten lässt. Hotlines für Denunzierungen haben einen ganz üblen Nebengeschmack. Kommt noch dazu, dass nicht mal eine Lücke gefüllt wird. Der Stadtverwaltung kann man ja bereits Unstimmigkeiten melden, und das erst noch bei der zuständigen Behörde selbst, so quasi ohne Umweg über irgendwelche dubiosen Stellen ohne städtisches Qualitätsmanagement.

Manchen Politikern ist wirklich jeder Scheiss recht, um mal wieder in der Zeitung zu stehen. Echt jetzt.