Die perfekte Woche
Ja, der Titel dieses Artikels… ich habe lange mit ihm gerungen, schliesslich hat er mir das Kreuz auf die Matte gedrückt und ich hab nur noch abklopfen können. Vielleicht ist es nicht die perfekte Woche gewesen, aber heieiei, verdammt nahe dran war sie auf jeden Fall.
So könnte ich diese Woche beispielsweise über die Katholen und deren obersten Schef schnöden. Ginge total easy, vor lauter Steilvorlagen weiss man ja nicht, wo man als erstes abdrücken soll. Aber erstens hat Kollege Magnussen bereits in äusserst befriedigener Weise abgedrückt und zweitens läuft es in der katholischen Kirche momentan absolut optimal, jedenfalls für meine persönliche Agenda diese Organisation betreffend. Also lassen wir das mal.
Ich könnte auch darüber schreiben, wie sich diesen Montag eine Theologieprofessorin ohne Plan und von der traurigen Gestalt selbst demontiert hat. Das war am Mäntigsapéro, das Ron Orp wohl im kompletten Drogenrausch recherchiert hat (merci, Berner Gazette!) und bei dem es eigentlich auch den Beda Stadler (da übrigens ungewohnt nett und die Theologin Schroer schon fast liebevoll provozierend) nicht wirklich gebraucht hätte. So viel Schwurbel hat selbst der Dschango noch selten gehört und am Schluss machte die gute Frau den Eindruck, als ob sie den Blödsinn, den sie da rausgelassen hat, selbst nicht mehr glauben könnte. Schade war nur, dass die eigentlich wichtigste Frage des Abends nicht gestellt werden konnte, nämlich wie viel Neues wir in den letzten 200 (oder 500, oder 1000, oder 2000) Jahren dank der Theologie über die “Natur Gottes” gelernt haben. War ja toll, wie Frau Schroer erzählt hat, was sie alles machen in ihrer Fakultät (Kurzfassung: nichts, was in anderen Fakultäten nicht mindestens so professionell, aber ohne Dogma als Ausgangspunkt aller Forschung gemacht würde). Andererseits hatte ich gegen Schluss den Eindruck, dass die Frau Professorin jetzt dann eh bald heulend zum Saal rausrennt und liess es mit der Fragerei bleiben.
Ja, und selbst wenn all dies nicht passiert wäre, könnte ich euch von einer Amazon-Suche erzählen, bei der ich zufällig auf das Buch “Gott: eine kleine Geschichte des Grössten” gestossen bin. Nicht, dass man das Buch jetzt lesen müsste (laut Amazon-Kritik macht der Autor so tolle, voll richtige und total noch nie gehörte Aussagen wie “wer Atheist ist, ist Nihilist, ist Massenmörder oder zumindest ein Unterstützer solcher”, hier der Lesbarkeit zuliebe gekürzt wiedergegeben). Aber man schaue sich mal dies an:
Ein Schelm, aber sowas von ein Schelm, wer da Böses denkt, vor allem, wenn er kurz vorher die doch leicht sinnfeindlich und lusttötend dreinblickende Frau Schroer live gesehen hat.
Und zum Schluss melden die mir doch noch, dass schwanz-und-hirnlos-Rapper Bushido zur dreizehnthässlichsten Frau Deutschlands gekürt wurde. Noch vor Angie Merkel (Platz 14) und Bill Kaulitz (Platz 30).
Sorry, aber… kann eine Woche überhaupt noch besser laufen?


