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	<title>Daumenschraube.ch &#187; peniskrebs</title>
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	<description>Ausschliesslich dem eigenen Standpunkt verpflichtet.</description>
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		<title>Grüne Eier, unschwule Filme, nuttige Models und ein drittplatzierter alter Sack</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 18:48:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Himmel, Arsch und Zwirn, wie ging es ab bei mir die letzten Wochen&#8230; meine Schräubchen-Aktivität hat darob arg gelitten, deshalb: mea culpa. Als klitzekleine Entschädigung wird dieser Artikel mal wieder epische Länge aufweisen. Genauso wie die Liste der Tags zu diesem Artikel. Soll ja niemand sagen, ich schaue nicht zu meinen LeserInnen.
Also: Jahreswechsel war bekanntlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Himmel, Arsch und Zwirn</em>, wie ging es ab bei mir die letzten Wochen&#8230; meine Schräubchen-Aktivität hat darob arg gelitten, deshalb: mea culpa. Als klitzekleine Entschädigung wird dieser Artikel mal wieder epische Länge aufweisen. Genauso wie die Liste der Tags zu diesem Artikel. Soll ja niemand sagen, ich schaue nicht zu meinen LeserInnen.</p>
<p>Also: Jahreswechsel war bekanntlich, bzw sogar Jahrzehntewechsel; hoffe, die werte Leserschaft ist gut geflutscht. Bei Beinharts gings wie immer im entspannten Rahmen über die Bühne, unaufgeregt und inmitten vieler lieber Leute. Und ich darf beruhigen: die neue Scheisse scheint zum Glück noch 1:1 der alten Scheisse  zu entsprechen, kein Grund also, sich auch nur annähernd neu zu orientieren. Der Bundesrat ist noch genauso ratlos wie letztes Jahr, Merz hat sein Gesicht noch immer nicht gefunden, Leuthard ihr rechtes Auge noch immer nicht schliessen können und generell darf gesagt werden, dass Denkbefreitheit nach wie vor Breitensport ist.</p>
<p>Soweit so gut.</p>
<h3>Eier trotz grün</h3>
<p>Aber trotzdem gibt es ein paar Dinge, die neu sind. Da war beispielsweise ein gewisser Diego Hättenschwiler (mir bis dato völlig unbekannt, aber offenbar Delegierter der Berner Grünen), der meiner bescheidenen Meinung nach der bisher erste Grüne ist, bei dem zwischen den Beinen etwas anderes als handgerollte Filzkügelchen aus Bio-Wolle baumelt. Und genau dorthin (zwischen die Beine, aber am anderen Ende als an dem, wo idR die Kronjuwelen hängen) zielt auch <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Gruene-stellen-die-maennliche-Beschneidung-zur-Debatte/story/15732458" target="_blank">die Diskussion, die Hättenschwiler anstossen will</a>: die Beschneidung von Knaben ohne entsprechende medizinische (!) Indikation, bei Mädchen ein Straftatsbestand, müsse endlich diskutiert und verboten bzw bestraft werden. Man kann sich vorstellen, dass unsere beschnittenen Mitbürger exotischer Religionszugehörigkeiten am Toben sind.</p>
<p>Dschango aber sagt: Recht so! Meinen Segen habt ihr, liebe Grüne! Endlich wird an einem Tabu gerührt, das mir schon seit Jahren auf den Sack geht und anderen an die infantile Vorhaut. Ich meine: es kann ja nicht sein, dass wenn ich volljährigen, mündigen Leuten auf ihren Wunsch hin ein Piercing verpassen möchte, von Gesundheitsamt und Gewerbepolizei kontrolliert werde, es aber kein Problem darstellt, wenn tatterige Hobby-Chirurgen mit unsichtbaren Freunden auf dem Copiloten-Sitz an Geschlechtsteilen von Säuglingen herumschnippeln. Es ist mir völlig schnuppe, wenn dies zwischen Erwachsenen im Konsens geschieht. Ihr könnt euch dann gegenseitig alle möglichen Körperteile absäbeln, ob von Gott angeordnet oder nicht, ob alte oder neue Tradition, es geht mir komplett am Arsch vorbei. Aber die Lizenz zur Misshandlung von Säuglingen, nur weil man einer bronzezeitlichen Endzeit-Sekte angehört? Hallo?!?</p>
<p>Spassig ist die Reaktion des Schweizerischen Israelischen Gemeindebundes: erstens sei die jüdische Beschneidung eine alte Tradition (das allein rechtfertigt ja schon sämtliche Verstümmelungen), zweitens sei die Beschneidung von Juden durch die Religionsfreiheit geschützt (logo, wir stellen in der Schweiz die Religionsfreiheit <strong>grundsätzlich</strong> über alle anderen Grundrechte, vor allem über diejenigen von Dritten, und ganz besonders dann, wenn die Dritten minderjährig sind) und schliesslich habe die Beschneidung von Knaben handfeste Vorteile, denn sie vermindere das Risiko von Harnwegsinfekten und Peniskrebs. Letzteres stimmt tatsächlich, theoretisch zumindest, man kann denselben Effekt aber auch erzielen, indem man seine Nille hin und wieder &#8220;guet mit Söifi und Wassr&#8221; wischt. Das BAG hat scheints schon einen entsprechenden TV-Werbespot mit Ali Kebap in der Hauptrolle geplant &#8211; man will ja auch die muslimischen MitbürgerInnen erreichen.</p>
<p>Und übrigens: wenn die Theorie des SIG tatsächlich hinhauen würde, wäre Pimmelkrebs in Israel, den USA und fast allen arabischen Ländern komplett ausgerottet. Ist er das? Eben.</p>
<p>Abschliessend kann ich Herrn Hättenschwiler zu seinen haarigen Klöten nur eine unglaublich dicke Haut wünschen. Er wird sie, im traditionell religiösen Absurditäten Sympathie entgegenbringenden Grünen-Umfeld, bitter benötigen.</p>
<h3>Ghey secks for teh win!</h3>
<p>So apropos &#8220;bestens unterhalten&#8221;: wir (Hase, Dschango, der Franzose) waren neulich mal wieder im 3D-Kino, &#8220;Avatar&#8221; ansehen. Wir waren begeistert! Selten, dass ich nach Filmende das dringende Bedürfnis hatte, den Film gleich nochmal zu schauen (machen wir dann auch noch, <em>Mitte-Mitte</em> ist das Stichwort). Die Story ist zwar in maximal drei Hauptsätzen erzählt (ganz witzig: in der Pause haben wir drei überlegt, wie der Film weitergeht, und wir haben im Detail jeden einzelnen Strang genau so fertiggesponnen, wie er dann auf der Leinwand tatsächlich kam), das hat uns aber nicht wirklich gestört &#8211; vor lauter Gucken kommt man eh kaum zum Denken.</p>
<p>Weniger Freude an dem Film hatten einzelne Transgender/Schwulen/Lesben/WTF-Verbände, die auch <a href="http://stopavatarmovie.blogspot.com/2009/12/december-18-2009-international-day-of.html" target="_blank">zum Boykott gegen den Film aufriefen</a>. Wieso das denn, könnte man sich fragen. Ganz einfach: im ganzen Film kommt kein einziger Schwuler vor, keine einzige Lesbe (OK, Frau Weaver spielt mit, immerhin), nicht ein Transgendator, keine Transen, null Sex (letzteres würde ich als valides Argument noch so halb unterstützen). Und das geht so natürlich nicht.</p>
<p>Ich träume schon von einer Welt, in der man keinen Film mehr machen darf, ohne nicht eine Liste von Quoten-Minderheiten rollentechnisch zu berücksichtigen. Das heisst, egal ob Krimi, Science Fiction, HdR, Kostümschinken oder Disney-Weihnachtsfilm, neu müssen folgende Sprechrollen zwingend enthalten sein (die Liste ist als &#8216;work in progress&#8217; zu verstehen und muss noch durch das BunDesamt zum Schutz von Minderheiten [BDSM] freigegeben werden):</p>
<ul>
<li>3 Juden (1 orthodox,  1 liberal, 1 de facto-Atheist)</li>
<li>1 Uigure (einfach bloss, um China anzupissen)</li>
<li>2 Muslime</li>
<li>5 Fetisch-Liebhaber, Ausrichtung je nach Wunsch und/oder Präferenz des Regisseurs besetzt</li>
<li>1 Zeuge Jehowas</li>
<li>1 Atheist</li>
<li>2 Personen mit Schuhgrösse &gt;= 45</li>
<li>1 Agnostiker</li>
<li>3 Schwule (davon mind. 1 Ledertrine, kann <strong>nicht</strong> anstelle eines Fetisch-Liebhabers [s.o.] besetzt werden!)</li>
<li>2 Lesben</li>
<li>8 Informatiker</li>
<li>1 abgehalfteter Ex-Bundesrat mit Profilneurose, Messias-Komplex und Verfolgungswahn (guckt nicht so: endlich ein Job, für den der Mann <em>wirklich</em> die beste Wahl ist!)</li>
<li>6 Hundehasser</li>
<li>1 Outdoor-Fanatiker</li>
<li>2 Bisexuelle</li>
<li>2 Vegetarier</li>
<li>24 Zigeuner (kann man <em>immer, in jedem Film </em>brauchen!)</li>
<li>1 Asexueller</li>
<li>3 Versicherungsvertreter</li>
<li>1 Kleinwüchsiger</li>
<li>3 Schwarze, die Afroamerikaner genannt werden möchten</li>
<li>2 Afroamerikaner, die Schwarze genannt werden möchten</li>
<li>2 Inder</li>
<li>8 Detailhandelsangestellte (paritätisch zwischen Coop und Migros aufgeteilt)</li>
<li>1 Analphabet</li>
<li>5 Fettleibige (BMI nicht unter 52 pP)</li>
<li>3 Magersüchtige (BMI nicht über 7 pP)</li>
<li>4 Allergiker</li>
</ul>
<p>Man müsste auch noch bestimmen, ob man als Regisseur kumulieren darf, also zB mit einer schwarzen, lesbischen, magersüchtigen, muslimischen Inderin gleich fünf Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte. Ich wüsste da ein paar Leute, die so den Sprung in die Selbständigkeit wagen und sich ein recht schickes, regelmässiges Einkommen sichern könnten.</p>
<p>Ach übrigens, mein altes Vorurteil, dass man einfach kein schlechter Mensch sein <em>kann</em>, wenn man einen derart appetitlichen Arsch wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michelle_Rodr%C3%ADguez" target="_blank">die Frau Rodriguez</a> hat, dieses Vorurteil hat sich dann im zweiten Teil des Films vollumfänglich bestätigt. Das Vorurteil wird folglich per sofort zum Dogma erhoben.</p>
<h3>Der Zahn der Zeit</h3>
<p>Bevor jetzt die Gerüchte wieder überkochen: Dschango ist trotz seines hohen Alters noch ein extrem Agiler, Wendiger, ja, gar ein sich stromlinienförmig durch die Welt Bewegender. Physisch wie geistig, wie ich anmerken darf. Trotzdem lässt sich nicht leugnen: wir bauen langsam aber sicher ab.</p>
<p>Da war beispielsweise der Vorfall bei einem Kunden. Es ging darum, ihm ein Outlook 2007 zu installieren (nicht hinterfragen, manchmal muss ein Mann einfach tun, was ein Mann tun muss). Alles lief recht smooth ab, ich startete dieses doofe Outlook, &#8220;wollen Sie Konto einrichten&#8221;, neeee, wie immer halt, mach einfach weiter du Depp&#8230; *tschägäng-tschabbawahnsinn*&#8230; Oh-lala, wie bunt sieht das denn aus? Gut. Ich versuche, ein eMail zu verfassen, um zu schauen, wie sich das Teil so anfühlt. Neue Nachricht, Adresse eingeben, Subject, Text. Und abschicken. Hmmm&#8230; wo zum Henker ist der &#8216;Send&#8217;-Button&#8230;?</p>
<p>Suchen, suchen, suchen&#8230; Zillionen von Optionen, Myriaden von Ribbons, Knöpfe agogo, aber keiner, der ein Mail zu versenden verspricht. Panik macht sich breit. Erstmal den Kollegen rufen (knapp 20 Jahre jünger), er soll den Send-Button finden. Grosses Gelächter, &#8220;na Dschango, jetzt gibst aber wirklich ab, ne?&#8221;, er setzt sich hin&#8230; und sucht&#8230; und sucht&#8230; und sucht&#8230; irgendwann dann &#8220;Gopfertami!&#8221;, aber immer noch kein Send-Button.</p>
<p>Also mal Google anwerfen, und siehe da: <a href="http://www.google.ch/search?q=outlook+2007+no+send+button&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=com.ubuntu:de-CH:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">ungefähr 600&#8242;000 Einträge</a>, alle mit demselben Problem. Und die Lösung? Outlook 2007 kann zwar Mails <em>schreiben</em>, wenn noch kein Konto definiert ist, logischerweise aber keine <em>verschicken</em>. Ein &#8216;dummer&#8217; Mailclient würde jetzt einfach eine Fehlermeldung ausgeben. Und Fehlermeldungen sind gut! Mit Fehlermeldungen kann ich umgehen! Fehlermeldungen verdanke ich seit 20 Jahren einen Grossteil meines Einkommens! Weil aber der Dreck aus Redmond gerne mal für den User denkt, zeigt er in der Folge ganz einfach keinen Send-Button an, so im Stil von: &#8220;Hach, du hast in dem Moment, als <em>ich</em> wollte, nicht das gemacht, was ich für dich vorgesehen habe. Weisste was? Du kannst dir deinen Send-Button sonstwohin stecken. Bevor du den zu sehen bekommst, darfst du mich jetzt erstmal eine halbe Stunde lang bewundern&#8230; bin ich nicht schön geworden? Hast du gesehen? Neuer Lidschatten! In Farben, von denen du gar nicht <em>wusstest</em>, dass sie existieren! Oder streichle mal meine Ribbons, wie sie hübsch aufribbeln&#8230;Wie&#8230;? Ah jetzt lass mal den blöden Send-Button, schau doch mal, <em>die Schuhe&#8230;!!</em>&#8221;</p>
<p>Es ist ein bisschen so, als ob man Paris Hilton  zu seinem Mailclient machen würde. Und das verstehe ich nicht, warum man das tun möchten sollte. Aber gut, das kann man noch damit erklären, dass ich einfach ungern Micromist benütze. Oder dass 600&#8242;000 Google-Hits tatsächlich von einem nicht durchdachten System zeugen. Aber letzthin stand der Dschango an der Tramhaltestelle und sah vis-à-vis ein Plakat hängen. Bisher ist das noch überhaupt nicht erwähnenswert, ihr könnt eure Münder also erstmal wieder zumachen. Aber was Dschango da las, war erstaunlich: &#8220;Peniskassen&#8221; stand da nämlich, in riesigen Lettern auf dreifaches Weltformat gedruckt, appliziert auf einer hundskommunen APG-Plakatwand. Nein, der Zusammenhang mit der BAG-Kampagne wider den Schwanzkrebs muss hier nicht hergestellt werden, weil der zweite (dritte?) Blick enthüllte, dass das Wort eigentlich &#8220;Pensionskassen&#8221; hiess.</p>
<p>Zehn Minuten später, Dschango wirft einen Blick auf den BlAbend, und was steht da: &#8220;Nuttig! Martina wird Model&#8221;, darunter ein Foto von einer etwas seltsam posierenden Frau Hingis. Dschango war erstaunt, weil, auch wenn er die Frau Hingis eine eher unattraktive findet und sich immer panisch die Ohren zuhält, wenn er sie sprechen hört: sie als &#8220;nuttig&#8221; zu bezeichnen erschien ihm dann doch etwas gar derb. Erfreut bemerkte er, nachdem er sein Haupt mehrmals irritiert geschüttelt hatte, dass das Wort eigentlich &#8220;mutig&#8221; hiess. Und Dschango überlegte, ob es nicht langsam doch Zeit für eine Brille wird.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist da noch ein anderes als das vorgängig erwähnte Büro-Gspandli, das, mit Blick auf den BlAbend auf meinem Pult, meinte:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Hey, weisch was hani zersch gläse?!&#8221; </em></p>
<p>&#8220;Nuttig?&#8221;</p>
<p><em>&#8220;Genau!!&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Und dieses Gspändli ist doch ein paar Jährchen jünger als ich. Und hat bereits eine Brille. Kann also noch nicht so schlimm sein mit dem alten Dschango.</p>
<h3>Und was war sonst noch?</h3>
<p>Bei unserem alljährlichen XMas/New Year-Pokerturnier (Schrauben-Red, Schrauben-Red-Hasen, Friends) wurde der Dschango dieses Jahr Dritter. Immerhin. Bisher war er noch immer im Heads Up, das wollte diesmal irgendwie nicht klappen. Im Gegensatz zu meinen werten Blog-KollegInnen (beide relativ sang- und klanglos ausgesemmelt, HA!!) bin ich aber sehr zufrieden, vor allem, weil meine beste Hand des ganzen Abends ein 10er-Trilling war, der von einem Full House verdient geschlagen wurde. Die Bilanz des Abends gestaltete sich trotzdem erfreulich: ausschliesslich mit Bluffs SFr. 11.- verdient und noch die nächsten zwei Tage an den (selbstinduzierten) Folgen des Poker-Events gelitten.</p>
<p>Sch&#8217;äbe geng das.</p>
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