Mit diesem Artikel möchten wir eine kleine Serie ins Leben rufen, die “Gottheit des Monats”. Worum geht es?
Oft kommt es vor, dass unsere Gebete nicht erhört werden. Oder dass sie falsch erhört werden – man erinnere sich zB an den Mist, den das Christkindli mit den von uns in mühevoller Kleinarbeit geschriebenen Wunschzetteln angerichtet hat. Oft ist es auch so, dass man auf einer Hostie herumkaut und irgendwie den ollen Jesus-Flavour nicht mehr so wirklich diggt. Eine neue Gottheit muss her, aber welche? Es gibt tausende von Gottheiten, die nur darauf warten, angebetet zu werden! Welche ist nun die richtige für mich?
Mit dieser Rubrik bieten wir unserer werten LeserInnenschaft die Möglichkeit, eine neue Gottheit zu erwählen, falls die alte nicht mehr funktioniert oder einfach nicht mehr so gut riecht. Wir verstehen diesen Service als echte Lebenshilfe und versuchen so, wieder vermehrt traditionelle Werte in den Mittelpunkt zu rücken.
Da in diesem Blog eine gewisse Affinität zur nordischen Kultur erkennbar, der Winter schon spürbar näher gerückt und sein Name so derart geil ist, wählen wir zur Gottheit des Monats Oktober:
Hod

Hodur (vorne), mit Loki als Blindenhund
Der nordische Gott der Dunkelheit und des Winters, auch als “Hodur” bekannt, freut sich immer über neue AnhängerInnen und Anhänger. Er hat zwar eine schlechte Reputation, da er seinen Zwillingsbruder Baldur umgebracht hat, konnte sich vor Gericht aber damit herausreden, dass er von Loki zu dieser Tat angestiftet wurde.
Hod sorgt während dreier Monate für das Gedeihen der Heizölbranche und ist zuständig für die weisse Kacke vom Himmel, die innert Sekunden zu braunem Matsch wird. Seit Brudermorde aus der Mode gekommen sind, vertieft sich Hod In seiner Freizeit gerne in Hörbücher. Hod mag Bernerplatte und Gurkensalat, sowie lange Strandspaziergänge. Die warme Jahreszeit verbringt er meist in einem kalifornischen Blindenheim.
Vorteile:
- Muss nur während drei Monaten pro Jahr angebetet werden.
- Ist blind; Aufbrezeln vor dem Gottesdienst entfällt also.
Nachteile:
- Sich selbst als “Hodist” zu bezeichnen löst in Gesellschaft zuverlässig Lachkrämpfe aus.
- Keine offiziellen Feiertage.