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Lebe und lerne

Es gibt Tage, an denen geht es Schlag auf Schlag. Eine Einsicht jagt die Andere, man kommt kaum nach mit begreifen, das Licht der Erkenntnis fackelt sich regelrecht einen ab.

Aber beginnen wir von vorne:

Ich besitze eine stattliche Sammlung von Internet Radio Mitschnitten, die ich ausgewählt auf meinem iPod im iPhone gespeichert habe. Jedes Lied eine separate Datei, das ist sehr praktisch. Ich genoss bisher fast ausschliesslich diese ein- bis zweitausend Songs, bunt gemischt im Shuffle-Modus.

Aber irgendwas stimmte nicht. Ich hatte das subtile Gefühl, dass mir der iPod etwas vorenthalten würde, manchmal fühlte ich mich sogar irgendwie bevormundet. Aber es war eben subtil, deshalb versandete es im Alltagsrauschen.

Dann, nach Monaten, in einem Anfall von Entschlossenheit, diesen Gefühlen endlich nachzugeben, kam die unausweichliche Handlung: Shuffle deaktiviert – und es tat sich eine neue Welt auf. Ich habe seither immer wieder so eine Art akustischen Vollrausch.

Ich zehre seit ein paar Tagen davon, gewisse Songs nach Monaten wieder mal zu hören, obwohl es von Anfang an bis jetzt das gleiche “Album” war. Der Shuffle hat mir Lieder regelrecht vorenthalten, die mit der alphabetischen Playlist nun endlich wieder in mein Ohr finden. Ich verschmelze mit dem Sound im Zug, am Bahnhof, in der Migros, bei Minusgraden im Schneegestöber, einfach grandios.

Manchmal braucht es wenig.




United State of Pop 2009

Bereits zum dritten mal veröffentlicht DJ Earworm, der Mashup-Schlingel,  sein Best of Pop des vergehenden Jahres. Ich stehe zwar selbst nur bedingt auf den Einheitsbrei aus den Charts, aber es hat ja immer mal wieder eine Perle darunter, und im Mashup machts gleich nochmal mehr Spass:

Mehr von dem Stoff gibts auf youtube.




Musik mit Sand und Bäumen

Irgendwie eine coole Idee:

Klingender Sand

Klingender Baum




A little death around the eyes

Es gibt diese Momente im Leben, die dich kurz alles vergessen lassen. Ein Satz in einem Buch, der es wert ist, dick unterstrichen und unzählige Male hintereinander gelesen zu werden. Oder eine Zeile aus einem Song, die dich mitten ins Herz trifft und dich glauben lässt, sie sei alleine für dich geschrieben worden.

Heute hatte ich diese unerwartete aber nicht minder schöne Begegnung mit Peter Doherty.

Zugegebenermassen habe ich mich bis anhin nicht sonderlich mit diesem Junkie, Wrack, begnadeten Songschreiber befasst. Ich war mir nicht einmal sicher, ob der skandalgebeutelte Babyshambles Sänger in der Zwischenzeit irgendwo hinter schwedischen Gardinen weilt oder der stetige Heroinkonsum ihn bereits dazu brachte, die Rüeblis von unten anzusehen. Wie auch immer.

Jedenfalls stiess ich heute beim sonntäglichen surfen zwischen Information und Nonsense auf das erste Solo Album von Peter Doherty, Grace/Wastelands. Und was soll ich sagen? Es ist wunderbar, es ist poetisch, es berührt und immer noch berauscht vom gehörten würde ich mich wohl in meiner Euphorie auch noch zu Meisterwerk hinreissen lassen.

Wenn Drogen bei diesem Herrn solche kreativen Schübe hervorrufen, dann immer schön rein mit dem Heroin, Mr. Doherty.

Aga meint: Respect! ★★★★★




Mix it, Baby!

Web Zwonull ist manchmal recht mühsam, und manchmal ist es einfach nur genial:

Youtube Mash Up für Fortgeschrittene.

Mahlzeit!




Von Ownage und anderen Sauereien

Ein Teil unserer werten Leserschaft weiss, was Ownage bedeutet. Der andere Teil schaut bitte kurz hier rein. Herzlichen Dank.

Ich bin auf ein Stück Ownage gestossen, das bei mir ultimativ eingeschlagen hat. Ich habe Tränen gelacht, den Kopf geschüttelt und mich geistig verneigt. Die Rede ist vom Beatboxer/Musiker/Sänger/Multitalent Beardyman, der ein regelrechtes Husarenstück vollbracht hat.

Wie man vielleicht weiss, sind Oasis manchmal voll bedepperte und kaum auszuhaltende Proll-Spasten ein bisschen prätentiös, obschon sie mitunter tolle Musik machen.

Auf jeden Fall bekam der feine Herr Beardyman keine Erlaubnis, einen Remix vom diesem Lied zu veröffentlichen. Ein klarer Fall für eine Vorgehensweise nach Art von Web Zwonull…

Mit Hilfe eines Computers und ausschliesslich seiner eigenen Stimme (!!!) hat der Bartmensch aus dem wilden Süden von England eine vor Ironie und Lebensfreude nur so strotzende Interpretation dieses Songs auf Youtube abgeliefert. Schwer zu beschreiben, mit wie viel Liebe und Hingabe dieser afrikanische Musikstil adaptiert wurde, ich bin schwer beeindruckt. Zückt die Kleenex und lacht euch einen Schranz, hier kommt Beardyman sein Cousin aus Burkina Faso:




Jukebox Part 3

Bei dem allgegenwärtigen Krisengelaber brauchts jetzt echt mal eine Ohrenspühlung. Wer elektronische Musik aus Deutschland mag, kommt diesmal voll auf seine Kosten.

Empfehlung des Tages: Anthony Rother. Es gibt bei seeqpod eine kleine Playlist und als kleines Schmankerl obendrauf noch ein video:

Nasse wünscht einen hervorzüglichen Medienschmaus.




Hey Joe & Co.

Ja, der Seppli Ackermann muss jetzt zurückrudern. Vielleicht muss seine Bank sogar die ihn beschämende Staatshilfe in Anspruch nehmen. Gleichzeitig fordert der Schweizer Arbeitgeberverband, dass Arbeitslosen der Druck erhöht respektive die Zahlungen gekürzt werden sollen, wenn sie nach einer gewissen Zeit immer noch keine Arbeit haben. Und dies notabene, nachdem Milliarden an Staatshilfen gefordert und auch bezahlt wurden. Die Reichen fördern, von den Armen fordern. Inkonsistenz bis zu Inkontinenz? Offenbar…

Oder dies: in meinem liebsten Gratis-Käseblatt äussert sich der Herr Brögger von der IFPI zu seinen Vorstellungen zur Umsetzung des Urheberrechts in der Schweiz, vor allem im Bezug auf Filesharing und “illegale” Inhalte. Wie ich den Scheiss nimmer hören kann. Die Plattenindustrie hat seit Jahren sinkende Zahlen? Kleiner Tipp: ökonomisch denken. Wie wärs damit, neue Produkte auf den Markt zu werfen, Preise zu senken, das Angebot qualitativ aufwerten? Wenn man als gesamte Branche vor Zehn(!) Jahren die wichtigste technologische Neuerung überhaupt verpennt hat, geht’s halt eine Weile, bis man das wieder aufgeholt hat. Aber eben, liebe Plattenbranche, wenn ihr euer letztes Büro räumt und die letzten Mitarbeiter entlässt, da werdet ihr vielleicht merken, dass es wohl der falsche Weg war.

Ja, das neue Jahr ist voll im Gang. Ich habe so das Gefühl, dass 2009 enorm spannend werden könnte…




Musigstubete à la Jul

Zum meinerseits geliebten Julfest (ja, Weihnachten wurde von den Christen annektiert, die Wintersonnenwende feiern wir glücklicherweise schon ein Weilchen länger…) offeriere ich unserer vollgefressenen und hoffentlich reich beschenkten Leserschaft noch ein wenig Musik zum Kerzenschein. Unser heutiger Unterhalter sieht aus wie ein Taliban, jedenfalls vom Hals an aufwärts. Egal, das bärtige Kerlchen kann Gitarre spielen wie der Teufel:

Hier noch der Link direkt auf Youtube, da gibts auf der rechten Seite noch mehr Stoff von dem Herrn zu sehen und vor allem zu hören. Viel Vergnügen und eine warme Stube allerseits!




Jukebox Part 2

Die Achtzigerjahre waren modisch und ästhetisch eine mitunter recht fragwürdige Zeit. Musikalisch war es ein sehr gutes Jahrzent, denn sogar der seichte Mainstream-Pop war vollgepackt mit wunderbaren Kompositionen. Hiervon zeugt die neuste Jukebox:

Mucke marsch!

Nasse wünscht ein hervorzügliches Hörerlebnis.




Jukebox Part 1

Musik ist etwas ganz, ganz geiles. Das WWW auch. Zusammen ergibt das SeeqPod. Tönt jetzt total nach Obst, ist es aber nicht. Seeqpod ist ein bisschen wie Musik-Google für Arme: Musik im Web suchen, abspielen und in Playlists abspeichern. Diese Playlists können dann mit der Welt geteilt werden. Da ich sehr gerne Teile, kommen wir nun zu des Pudels Kern:

Willkommen zu Nasse Magnussens Jukebox!

Hie und da gibts was auf die Ohren von mir, exklusiv bei den Daumenschrauben und mit Liebe zusammengestellt. In der heutigen Ausgabe präsentieren wir ein Potpourri von elektronischen Klängen, bestehend aus süssem Trance, scharfem Acid, feinem Elektro-Step-Dings, Elektropop Remixes und einer Brise Ibiza-Chillout.

Genug gequatscht, allez hopp auf den Link geklickt und Mucke marsch. Nasse wünscht einen hervorzüglichen Ohrenschmaus.