Artikel, die mit ‘l.a.’ getaggt wurden

Kölschwasser, Schweiss und Tränen.

Nach meinem Trip an die E3 in L.A. hegte ich die stille Hoffnung, dass die gamescom in Köln etwas übersichtlicher wird. Weit gefehlt, es war mit solidem Abstand die grösste Videospiele-Expo auf dieser leicht deformierten Kugel, die Gehdistanzen brachten meine businesstauglich verpackten Füsse zum glühen.

Zum Glück konnte ich allabendlich die ausgeschwitzen Hektoliter mit Kölschen Blonden kompensieren, ohne dass mir dieses Gebräu zu fest in den Kopf gestiegen wäre. Gleiche Mengen von Schweizer Bier hätten mich gnadenlos niedergestreckt und in ein lallendes und womöglich kotzendes Monster verwandelt. Schwede hin oder her, ich war nie besonders resistent gegen die Wirkung von Alkohol.

Köln an sich ist sehr relaxed, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass hier eine Million bunt gemischter Menschen auf ziemlich engem Raum zusammenlebt. Ich habe in sechs Tagen Köln weniger Polizei gesehen als an einem Nachmittag in Bern. Ein Taxifahrer erklärte mir auf entsprechende Anfrage, dass man in Köln normalerweise keine der sonst so grossstadttypischen Probleme bekommt, ausser man sei ein Fan von Bayer Leverkusen. Tja, die Leute haben halt ihre Prioritäten, nicht wahr.

Und ganz wichtig: von unserem Hotel aus gesehen musste man vor dem Besuch einer Bar entscheiden ob man es lieber schwul oder normal möchte (Zitat der Ostblock-charmanten Dame an der Hotelrezeption), denn schwul ist links und normal ist rechts.

Kölle alaaf!




Home Sweet Home

Meine Fresse, was habe ich einen Jetlag. Meine Schlafsysteme spielen verrückt und ich wache zu den irrsten Tageszeiten auf. Kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal am Sonntag um fünf in der Früh aufgestanden bin und gegen sechs gefrühstückt habe. Jetlag machts möglich…

L.A. ist zu vielschichtig, um mal eben kurz gebloggt zu werden. Es bietet sich eher an, die Top und Flop 10 aufzulisten, alles wie immer subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Top 10:

Flop 10:

  • Der Verkehr im Grossraum Los Angeles.
  • Der omnipräsente Chlorgeschmack im Wasser.
  • Der Chlorgeschmack im Eis, das in praktisch jedem Getränk im Offenausschank drin ist.
  • Die Versorgungslage bei kompatiblen Netzteilen für eeePCs im Grossraum Los Angeles.
  • Die Prozedur bei der Rückerstattung von Swiss Traveller Cheques in Geschäften von Radio Shack.
  • Die Empfindlichkeit der Karten für das Türsystem im Hotel Grafton On Sunset.
  • Die omnipräsenten und äusserst fragwürdigen Heizpilze auf Terrassen von Restaurants und Clubs.
  • Die Gastronomie und ihre bescheuert hohen Preise im Los Angeles Convention Center.
  • Das eine Parfum, das gefühlte 90 Prozent der Frauen in L.A. benutzen.
  • Die jeweils aufgetragene Menge von dem einen Parfum, das gefühlte 90% der Frauen in L.A. benutzen.

Wie man sieht gabs keine grösseren Probleme. Wenn man sich an die gröbsten Regeln hält kommt man ziemlich beschwerdefrei durch diese relativ hässliche Grossstadt.

Aber wirklich gefallen hat mir L.A. nicht, dafür bin ich wohl zu gemütlich und provinziell eingestellt.




Lichtblick and Loathing in Los Angeles

Das konnte ja so nicht weitergehen. Mein gestriger Beitrag entstand zwar aus einer recht unterirdischen Stimmung heraus, aber ich nehme keine Silbe zurueck. Scheisse bleibt Scheisse, auch wenn man sich an den Geruch gewoehnt.

Ich moechte es aber nicht unterlassen, eine tolle Begegnung mit einem Taxifahrer zu erwaehnen. Der Cabbie war ganz offensichtlich nicht nur vordergruendig freundlich und an mir interessiert. Wir haben 25 Minuten lang ein sehr angeregtes Gespraech gefuehrt, das mich sehr zufrieden und erhellt zurueckgelassen hat. Es sind solche Momente, die den fiesen kleinen Menschenfeind in mir gelegentlich ruhig stellen.

Mir kommt es so vor als muesste man in L.A. in einem Riesenhaufen Mist rumwuehlen, um einen Diamanten zu finden. Nichts gegen den Diamanten, aber der Aufwand ist mir insgesamt doch ein wenig zu gross. Na, mal sehen was der morgige Tag so mit sich bringt.