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Lebe und lerne

Es gibt Tage, an denen geht es Schlag auf Schlag. Eine Einsicht jagt die Andere, man kommt kaum nach mit begreifen, das Licht der Erkenntnis fackelt sich regelrecht einen ab.

Aber beginnen wir von vorne:

Ich besitze eine stattliche Sammlung von Internet Radio Mitschnitten, die ich ausgewählt auf meinem iPod im iPhone gespeichert habe. Jedes Lied eine separate Datei, das ist sehr praktisch. Ich genoss bisher fast ausschliesslich diese ein- bis zweitausend Songs, bunt gemischt im Shuffle-Modus.

Aber irgendwas stimmte nicht. Ich hatte das subtile Gefühl, dass mir der iPod etwas vorenthalten würde, manchmal fühlte ich mich sogar irgendwie bevormundet. Aber es war eben subtil, deshalb versandete es im Alltagsrauschen.

Dann, nach Monaten, in einem Anfall von Entschlossenheit, diesen Gefühlen endlich nachzugeben, kam die unausweichliche Handlung: Shuffle deaktiviert – und es tat sich eine neue Welt auf. Ich habe seither immer wieder so eine Art akustischen Vollrausch.

Ich zehre seit ein paar Tagen davon, gewisse Songs nach Monaten wieder mal zu hören, obwohl es von Anfang an bis jetzt das gleiche “Album” war. Der Shuffle hat mir Lieder regelrecht vorenthalten, die mit der alphabetischen Playlist nun endlich wieder in mein Ohr finden. Ich verschmelze mit dem Sound im Zug, am Bahnhof, in der Migros, bei Minusgraden im Schneegestöber, einfach grandios.

Manchmal braucht es wenig.




Music for the jilted people

Also doch: es gibt sie noch, die Gutmenschen unserer Zeit. Menschen, die sich ganz uneigennützig und selbstlos um jene kümmern, die auf der Schattenseite des Lebens stehen. Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass P. Diddy aka Puff Daddy aka….who cares…den Obdachlosen in New York zur Weihnachtszeit grosszügig iPods verteilte – nota bene ausschliesslich mit Songs von Mister Habdenbezugzurrealitätverloren.

Ja-ha, der Puffvater hat sich dabei schon was gedacht:

Wintermäntel? Viel zu konventionell, die trägt ja jeder entlang der 5th Avenue.

Essen? Keine gute Idee beim aktuellen Skinny Look. Da wäre ein Wohlstandsbäuchlein definitiv fehl am Platz.

Warme Schuhe? Nee, lass mal, die können eh nur eine Saison getragen werden.

Und da ja an jeder Strassenecke New Yorks Steckdosen zu finden sind, bei welchen die iPods auch wieder aufgeladen werden können, bietet sich dieses Geschenk natürlich absolut an.

Eine explosive Mischung aus unsagbarer Dummheit und miserablen PR-Beratern verbunden mit einer gehörigen Portion Realitätsverlust. Respekt…