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Kölschwasser, Schweiss und Tränen.

Nach meinem Trip an die E3 in L.A. hegte ich die stille Hoffnung, dass die gamescom in Köln etwas übersichtlicher wird. Weit gefehlt, es war mit solidem Abstand die grösste Videospiele-Expo auf dieser leicht deformierten Kugel, die Gehdistanzen brachten meine businesstauglich verpackten Füsse zum glühen.

Zum Glück konnte ich allabendlich die ausgeschwitzen Hektoliter mit Kölschen Blonden kompensieren, ohne dass mir dieses Gebräu zu fest in den Kopf gestiegen wäre. Gleiche Mengen von Schweizer Bier hätten mich gnadenlos niedergestreckt und in ein lallendes und womöglich kotzendes Monster verwandelt. Schwede hin oder her, ich war nie besonders resistent gegen die Wirkung von Alkohol.

Köln an sich ist sehr relaxed, vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass hier eine Million bunt gemischter Menschen auf ziemlich engem Raum zusammenlebt. Ich habe in sechs Tagen Köln weniger Polizei gesehen als an einem Nachmittag in Bern. Ein Taxifahrer erklärte mir auf entsprechende Anfrage, dass man in Köln normalerweise keine der sonst so grossstadttypischen Probleme bekommt, ausser man sei ein Fan von Bayer Leverkusen. Tja, die Leute haben halt ihre Prioritäten, nicht wahr.

Und ganz wichtig: von unserem Hotel aus gesehen musste man vor dem Besuch einer Bar entscheiden ob man es lieber schwul oder normal möchte (Zitat der Ostblock-charmanten Dame an der Hotelrezeption), denn schwul ist links und normal ist rechts.

Kölle alaaf!




Köln, isch komme.

Ja ja, das Vertreterleben. Nun zieht es mich an die Gamescom in Köln, damit ich dort meinen Brötchengeber gebührend vertreten kann. Ich freue mich auf viele neue Eindrücke von der digitalen Spielefront und natürlich hie und da ein kühles Kölsch am Abend. Es soll diese Woche ziemlich heiss werden, da tut das sicherlich not.

Die werte Leserschaft hört dann spätestens nächste Woche wieder von mir.

Macht es jut, haut rein und bleibt tight.