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Ausgelutscht und abgehalftert?

Dann wird es Zeit, werter Christoph Blocher, dass Sie sich endlich mal etwas Gutes tun. Wellness zum Beispiel? Man bekommt ja gelegentlich den Eindruck, dass Sie etwas verspannt sind und sich mit der Gestaltung Ihres letzten Lebensabschnittes etwas schwer tun. Ich weiss, die Pension ist ein hartes Los für einen Ackergaul wie Sie es sind.

Dabei wäre gerade Sport für Senioren doch ein optimales Betätigungsfeld für Sie. Stellen Sie sich mal vor, wie viel Dampf Sie beispielsweise bei Soft-Tennis ablassen könnten. Hm? Mal so richtig auf den Softball eindreschen, das befreit. Oder lassen Sie sich mal von Silvia das Frühstück ans Bett bringen und anschliessend die zähen Gliedmassen so richtig durchkneten, mit scharfe Söss und alles. Da hätte die Silvia gleich noch ein Muskeltraining, das würde ihr gut anstehen. Die Gute ist ja schon ganz hager vom jahrelangen Schattenregieren…

Mir fällt da gerade auf, dass zwischen George Dabbeljuh Bush und Ihnen gewisse Parallelen existieren, wenn auch die Grössenverhältnisse nicht stimmen. Ich meine, Sie beide haben wertvolle Werte in Grund und Boden geritten und krasse Flurschäden hinterlassen. Bei Ihnen wie beim Schorsch war die Öffentlichkeit am Ende der Amtszeit ein bisschen müde und gesättigt (falls nicht mit der Behebung der vorher erwähnten Flurschäden beschäftigt). Und, zu guter letzt, haben grossflächig die Korken geknallt, als Sie und Schorschl abgetreten wurden.

Trotz des erwähnten Grössenunterschiedes: Sie und der Schorsch sind Brüder im Geiste. Denn was Sie beide eint, ist diese ganz besondere Merkbefreitheit, die jeglicher Beschreibung spottet. Ehrlich, Herr Blocher, für so etwas finde ich keine Worte. Und das kommt sehr, sehr selten vor…




Die Tücken des Schreibens

Nachfolgend ein deutlich gestraffter Auszug aus meinem Hirn-Log, das während dem Verfassen eines Artikels entstanden ist:

  • Login auf Wordpress.
  • Falsches Passwort? Caps Lock! Weg damit. Wer braucht eigentlich so eine Taste? War bestimmt ein Ami, der das erfunden hat.
  • So, jetzt gehts.
  • Aaaalso, mal den Titel einfügen. Hm, hab’ ich ja noch gar nicht überlegt. Scheisse aber auch.
  • Mal ‘ne Fluppe anzünden.
  • Am Titel rumstudieren.
  • Hmm, schöne Rauchkringel habe ich da gemacht. Erinnert mich an Gandalf, wie er mit seiner Zauberpfeife (nicht die in der Hose) schöne Schifflein qualmt. Ich drifte ab, zurück zum Text.
  • Gut, ich habs. Titel eingefügt.
  • Jetzt die Texterei.
  • Fluppe ausdrücken, ich brauche beide Hände zum Tippen.
  • Nee du, das kann ich so nicht bringen. Viel zu kompliziert. Vereinfachen, alter Nasse, keep it simple.
  • Habe ich eigentlich den Müll rausgebracht? Nein. Zwangspause vom Schreiben, sonst sitze ich wieder fünf Tage auf einem vollen Müllsack.
  • Zurück ans Laptop. Schreiben.
  • Schon wieder so ein Bandwurmsatz. Kür-zen.
  • Ein bisschen Layout wäre auch schön, Absätze gehören einfach dazu.
  • Mein wildes Schatzi ruft an. Jetzt muss ich mich vom Text lösen und kurz aufs Sahneschnittchen konzentrieren, sonst setzt es wieder eine Schelte, dass ich nicht bei der Sache sei.
  • Habe Durst nach dem Gequatsche. Warum brauchen gewisse Frauen so viele Worte für so wenig Information? Egal, habe keine Zeit für Grundsatzfragen zur geschlechterspezifischen Kommunikation. Muss schreiben.
  • Noch mehr Layout.
  • Noch mehr Schreiben.
  • So, der Text steht. Jetzt zu den Schreibfehlern.
  • Mittlerweile habe ich mehr Zeit auf die verfluchten Schreibfehler als auf den eigentlichen Text verwendet. Zum Glück gibts Google, wo schon hunderttausend Andere dieselben Textprobleme behandelt haben. Im Zweifelsfall nachschauen, heisst hier die Devise. Spart Zeit. Und Nerven.
  • So, jetzt siehts gut aus.
  • Text wird publiziert.
  • Fluppe danach anzünden.
  • Nochmals lesen. Keine Fehler mehr gefunden.
  • 2 Tage später: ZETERMORDIO! SCHREIBFEHLER ENTDECKT! Ein ganz dummer dazu. Jetzt ist der schon in hunderten von Feedreadern drin. Nein!Nein!Nein!Nein!Nein! Ich hasse es. Wirklich.
  • Artikel auf Website korrigieren.
  • Weitere 2 Tage darüber ärgern, dass ich diesen dummen und unästhetischen Fehler nicht entdeckt habe.

Aber sonst gehts, danke der Nachfrage.