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		<title>Päng</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 19:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alter Schwede.
Das muss ich mir mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen.
Der hiesige Herbst wird jedenfalls spannend.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786376,00.html" target="_blank">Alter Schwede.</a></p>
<p>Das muss ich mir mal in Ruhe auf der Zunge zergehen lassen.</p>
<p>Der hiesige Herbst wird jedenfalls spannend.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Finanzwirtschaft und Alkohol</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:58:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einfach der Brenner:







Direkter Link.
Mahlzeit.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach der Brenner:</p>
<p><span class="youtube">
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</span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=4MrPzAhzuPU" target="_blank">Direkter Link.</a></p>
<p>Mahlzeit.</p>
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		<title>Viel passiert und doch nix dazu gelernt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 14:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[War ja klar, dass sich ein verklemmt-konservativer Schreiberling nicht entblöden würde, zu den aktuellen Glaubenskrisen von gestandenen Verfechtern konservativen Gedankenguts (hier und hier) seinen Mist dazu zu karren.
Well, allow me to retort.
Wir haben das Argument &#8220;Die verstehen nichts von Wirtschaftspolitik&#8221; schon in anderem Zusammenhang geniessen dürfen (wenn der bei den anstehenden Wahlen mal nicht in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>War ja klar, dass sich ein verklemmt-konservativer Schreiberling nicht entblöden würde, zu den aktuellen Glaubenskrisen von gestandenen Verfechtern konservativen Gedankenguts (<a href="http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602" target="_blank">hier</a> und <a href="http://www.faz.net/artikel/C30351/buergerliche-werte-ich-beginne-zu-glauben-dass-die-linke-recht-hat-30484461.html" target="_blank">hier</a>) seinen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,781545,00.html" target="_blank">Mist</a> dazu zu karren.</p>
<p>Well, allow me to retort.</p>
<p>Wir haben das Argument &#8220;Die verstehen nichts von Wirtschaftspolitik&#8221; schon in anderem <a href="http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/18659648">Zusammenhang</a> geniessen dürfen (wenn der bei den anstehenden Wahlen mal nicht in deinem Füdli explodiert, Blochers Chrigel&#8230;), doch leider zündet dieses Argument ungefähr so gut wie ein frisch gebadeter Frauenfurz.</p>
<p>Muss ich den Unterschied zwischen Put und Call denn kennen, um dieses System der Wetten in der Hochfinanz völlig hirnbefreit zu finden? Muss ich im Detail wissen, wie die grossen Buben um Rohstoffpreise zocken, um das komplett bireweich zu finden?</p>
<p>Also bitte.</p>
<p>Es würde wohl keinem halbwegs gescheiten Linken einfallen, den Sinn von Handel, Kapital und Co. ernsthaft zu bezweifeln, und der real praktizierte Kommunismus ist auch schon ein Weilchen tot. Das hat sich in sozialdemokratischen Kreisen im Fall schon rumgesprochen.</p>
<p>Von konservativer Seite hingegen sind immer noch Lobeshymnen auf Frau Thatcher zu hören, die zwar die gröbsten Probleme in UK damals behoben hat, aber auch die Türen für hardcore-Kapitalismus der niederen Art geöffnet hat. Die Tories unter John Major haben dann den Rest erledigt.</p>
<p>Back to zero, rinse and repeat.</p>
<p>Oder vielleicht doch lieber ein Zitat aus weiter oben erwähntem Artikel gefällig?</p>
<p><em>&#8220;Genau besehen ist die Geschichte des Kapitalismus eine einzige Abfolge von Boom und Crash&#8221;</em></p>
<p>Toll, und das macht jetzt jede Kapitalismuskritik überfällig, oder wie? Ist das der Grund, warum man vielleicht nicht ein klitzekleines bisschen an dem System schrauben sollte, damit nicht jeder Depp seine Pensionskasse an der Börse verjubeln kann?</p>
<p>Ich erinnere hier nur am Rande an Andreas Thiel, der sich ebenfalls nicht entblödete, sein pseudoliberales Gedankengut rauszuposaunen, währenddessen Pensionskassen-Guthaben im Tempo von Taschentüchern abbrannten. Keine Spur von Selbstkritik, während des eigenen Geistes Kinde in der Wirtschaft amok läuft.</p>
<p>Bleibt noch das Argument &#8220;selbst Schuld, wenn man sein PK-Guthaben ins Wirtschaftscasino trägt&#8221;.</p>
<p>Wer hat den Leuten denn diese Empfehlungen gegeben? Wer zum Teufel will denn <em>keinen</em> Reibach machen?</p>
<p>Ich gehe schliesslich auch zum Arzt, wenn Hausmittel nicht mehr helfen. Mein Hausarzt hat mir jedenfalls bis dato noch kein lebensbedrohliches Gift verschrieben.</p>
<p>Nein, was mich unglaublich fest im Arsch schmerzt, sind diese völlig übertriebenen und komplett sinnbefreiten Systeme, wo man auf den Preis von lebensnotwendigen Rohstoffen wettet, wo Leute dazu verführt werden, mit ihrer Rente Roulette zu spielen, wo man auch als halbintelligenter Mitbürger einfach keinen Plan mehr hat, was wo durchläuft und wer wieviel kassiert.</p>
<p>So was geht einfach gar nicht.</p>
<p>Wir brauchen ein Wirtschaftssystem, dass alle zockwilligen und deregulierungsgeilen Hardliner in einen (örtlich wie von der Restwirtschaft) isolierten Ort abschiebt, wo sie tun und lassen können, was sie wollen. So eine Art Casino für Kapitalismus-Irre, am besten mit integrierter Self-Service-Euthanasie-Station für die ganz gross Gescheiterten.</p>
<p>Aber bitte, for fuckin&#8217; fucks sake, lasst die Restwelt mit dem Scheiss in Ruhe.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lasst den Gregor ran</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 20:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bin bekennendermassen kein Fan der Linken, obwohl ich denen eindeutig mehr zustimme als dem rechten Rand im grossen Drama der Politik. Und Aufzeichnungen von Reden im Deutschen Bundestag schauen ist auch kein Hobby von mir, da fällt mir nur schon beim Gedanken daran das Gesicht ab.
Aber es gibt sie, diese Momente, wo die real herrschenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bin bekennendermassen kein Fan der Linken, obwohl ich denen eindeutig mehr zustimme als dem rechten Rand im grossen Drama der Politik. Und Aufzeichnungen von Reden im Deutschen Bundestag schauen ist auch kein Hobby von mir, da fällt mir nur schon beim Gedanken daran das Gesicht ab.</p>
<p>Aber es gibt sie, diese Momente, wo die real herrschenden Verhältnisse für einen Deppen wie mich absolut verständlich und nachvollziehbar erklärt werden.</p>
<p>Einen solchen Scoop hat der werte Gregor Gysi gelandet, auf Umwegen bin ich auf eine Rede von ihm gestossen. Irgendwie kann ich das nicht für mich behalten, also bitteschön:</p>
<p><span class="youtube">
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</span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=7H8qr7D3-Bs" target="_blank">Direkter Link</a></p>
<p>Mahlzeit.</p>
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		<title>Remix ftw!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 19:56:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Iron Maiden ist eine Band, die ich als pubertierender Jugendlicher durchaus zu schätzen wusste. Mittlerweile kann ich das bei Nüchternheit natürlich nicht mehr ernst nehmen, aber heute lassen wir eine Fünf mal gerade sein.
Ich erinnere mich noch ganz schwach daran, wie ich mal mit dem Herrn Beinhart darüber sinnierte, dass man Wasted Years unbedingt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Iron Maiden ist eine Band, die ich als pubertierender Jugendlicher durchaus zu schätzen wusste. Mittlerweile kann ich das bei Nüchternheit natürlich nicht mehr ernst nehmen, aber heute lassen wir eine Fünf mal gerade sein.</p>
<p>Ich erinnere mich noch ganz schwach daran, wie ich mal mit dem Herrn Beinhart darüber sinnierte, dass man <em>Wasted Years</em> unbedingt in einer Bossa Nova Version reproduzieren müsste.</p>
<p>Ich wurde erhört, wenn auch nur zum Teil.</p>
<p>Denn <a href="http://www.youtube.com/user/AndyRehfeldt" target="_blank">Andy Rehfeldt</a> hat das produzieren von Remixes inklusive Videodub zum Hobby und gehört offenbar zu den besten seiner Zunft.</p>
<p>Zu meinem grossen Vergnügen hat er sich unter anderem Iron Maiden vorgeknöpft.</p>
<p>Das Resultat finde ich sensationell, daher Bühne frei für <em>Virgem De Ferro</em> mit <em>El Tropa</em>:</p>
<p><span class="youtube">
<object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/PJkYGNiBkso&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18">
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<param name="allowFullScreen" value="true" />
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span></p>
<p><a href="//www.youtube.com/watch?v=PJkYGNiBkso&amp;fmt=18" target="_blank">Direkter Link</a></p>
<p>Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Voll däne</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/06/28/voll-dane/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 14:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kulturpessimismus ist eigentlich nicht so meins.
Doch jüngst hatte ich wohl so etwas wie eine kleine Krise in meinem Optimismus-System. Jedenfalls war mein Flow irgendwie komisch an dem Tag.
Erst war der Blätterwald voll mit Sperminators freakiger (ex-)Haushälterin, irgendwo posierten Floncine Jordast total verliebt bis verblödet, der Toni Rominger schaute eine Spalte daneben ohne Hund traurig ins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kulturpessimismus ist eigentlich nicht so meins.</p>
<p>Doch jüngst hatte ich wohl so etwas wie eine kleine Krise in meinem Optimismus-System. Jedenfalls war mein Flow irgendwie komisch an dem Tag.</p>
<p>Erst war der Blätterwald voll mit Sperminators freakiger (ex-)Haushälterin, irgendwo posierten Floncine Jordast total verliebt bis verblödet, der Toni Rominger schaute eine Spalte daneben ohne Hund traurig ins Nirgendwo und mitteilungsbedürftige Nobodies gaben ihren Senf ab zur Frage, bis zu welchem Oberschenkeldurchmesser man Leggings tragen darf.</p>
<p>Schlagartig wurde mir klar: Fukushima ist auf einem anderen Planeten, der Klimawandel ist ein Lüge und Rihanna ist die Göttin des zeitgenössischen Entertainments.</p>
<p>Gut, vielleicht sollte ich meinen Prinzipien besser treu bleiben und es sein lassen, den <em>Blick </em>zu lesen. Was ich eigentlich fast immer tue. Oder eben sein lasse, je nach Blickwinkel.</p>
<p>Item, auf jeden Fall fand ich es in besagter Situation eine gute Idee, doch lieber zu <a href="http://www.spiegel.de" target="_blank">SPON</a> zu wechseln und mir den Feuilleton zu gönnen. Ein bisschen Kultur und so.</p>
<p>Mein Flow baute sich wieder auf zu seiner üblichen Geschmeidigkeit, dann stolperte ich über Frau Berg, genauer über eine ihrer  Kolumnen. Nämlich <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,769538,00.html" target="_blank">diese da</a>.</p>
<p>Danach war er wieder kaputt, mein schöner Flow.</p>
<p>Also tat ich, was ich in solchen Situationen immer tue. Ich wandte mich den bildenden Künsten zu.</p>
<p>Mein jüngster Erwerb in Form einer Silikatscheibe mit organisierten Klängen darauf nennt sich <a href="http://www.cede.ch/en/music-cd/frames/frameset.cfm?aobj=761943" target="_blank">Insides</a> und stammt aus der Feder von <a href="http://www.jonhopkins.co.uk/" target="_blank">Jon Hopkins</a>.</p>
<p>Was für ein grandioses Album. Die sorgfältig arrangierten und gefrickelten Sounds kitzeln das Ohr, streicheln den Bauch und lassen die Seele durch subtile, klickende und vor Strom bruzzelnde Landschaften schweben.</p>
<p>Etwas vom Besten, was ich seit langem gehört habe. Unbedingte Kaufempfehlung.</p>
<p>Wenn sich also der Weltuntergang ankündigt und alle hysterisch um ihr Leben rennen, werde ich mein mobiles Musikabspielgerät einschalten, die Kopfhörer überstülpen und mit einem epischen Soundtrack im Ohr still und andächtig verdampfen.</p>
<p>Soll mal einer sagen, ich wäre nicht vorbereitet.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Musigstubete #376</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 10:27:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viel zu viel zu tun. Daher nur ein kurzes Intermezzo aus der Abteilung &#8220;breath to music&#8221;:







Direkter Link.
Mahlzeit!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel zu viel zu tun. Daher nur ein kurzes Intermezzo aus der Abteilung &#8220;breath to music&#8221;:</p>
<p><span class="youtube">
<object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/hyEr1oZovUE&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/hyEr1oZovUE&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0&amp;fmt=18" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span></p>
<p><a title="Musig" href="http://www.youtube.com/watch?v=hyEr1oZovUE&amp;fmt=18" target="_blank">Direkter Link.</a></p>
<p>Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das wird ja mal wieder was</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2011 10:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verleser der Woche:

&#8220;Lady Gaga most influential artist in the world&#8221;

Ach so, nein, ich dachte hier bloss, das wäre ein Verleser gewesen. Beziehungsweise: es war wohl mein Wunschdenken, das mir gesagt hat, dass dies bloss ein Verleser war. Und mit dem Wunschdenken, das weiss man ja, ist das immer so ein zweischneidiges Schwert.
Das wird auch Nadine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verleser der Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;Lady Gaga most influential artist in the world&#8221;</li>
</ul>
<p>Ach so, nein, ich <em>dachte</em> hier bloss, das wäre ein Verleser gewesen. Beziehungsweise: es war wohl mein Wunschdenken, das mir gesagt hat, dass dies bloss ein Verleser war. Und mit dem Wunschdenken, das weiss man ja, ist das immer so ein zweischneidiges Schwert.</p>
<p>Das wird auch Nadine Masshard noch merken, ihres Zeichens im Herbst Kandidierende für den Nationalrat. Frau Masshard hat einen Haufen Kollegen zusammengetrommelt und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ByHBDnt-E78&amp;feature=youtu.be" target="_blank">einen tollen Werbefilm ins Internetz gestellt</a>, bei dem man sich das Zürcher SP-Zebra wieder sehnlichst herbeiwünscht. Immerhin konnte das Zebra (wenn auch nur züri-)deutsch und immerhin wirkte das Zebra nicht ganz so hirn- und blutleer wie die DarstellerInnen des Masshard&#8217;schen Werbefilmchens.</p>
<p>Fragen, die sich beim Betrachten des Films spontan stellen:</p>
<ul>
<li>Warum einen englischen Werbefilm für eine deutschschweizer Kandidatur?</li>
<li>Wenn schon Englisch &#8211; warum ein derart beschissenes?</li>
<li>Wie schafft es der asexuelle Symbolmann, dass er seinen Espresso vom körperlosen Barista zugeworfen bekommt, kaum hat er die Bar betreten?</li>
<li>Ist Nadine Masshard der Schweizer George Clooney?</li>
<li>Wenn ja &#8211; wo ist das Schweizer Gegenstück zu Elisabetta Canalis?</li>
<li>Wo ist John Malkovich?</li>
</ul>
<p>Aber wir wollen den Film jetzt nicht weiter rezensieren, es gilt ja schliesslich nach Fukushima: Hauptsache &#8220;äckolotschikäl&#8221;.</p>
<p>Letzthin erzählte mir jemand von jemandem, dem vom Chefredakteur  eines der einflussreichsten Print-Magazine der Schweiz &#8220;lebenslanges  Schreibverbot in dieser Publikation&#8221; ausgesprochen wurde. Jetzt mal  ernsthaft: wie verdammt <em>endgeil</em> ist das? Wenn ich wählen könnte,  ob ich zB lieber in der &#8220;New York Times&#8221; publizieren oder von selbiger ein  lebenslanges Publikationsverbot ausgesprochen bekommen wolle, ich würde keine  Sekunde zögern, mir das Verbot schriftlich bestätigen lassen, es rahmen,  mit mir herumtragen und es hegen und pflegen und stolz jedem zeigen,  der mir auf der Strasse begegnet, unabhängig von dessen Wille oder Kooperation.</p>
<p>Stellt euch doch mal nur folgende Visitenkarte vor:</p>
<blockquote><p>Dschango Beinhart<br />
Autor</p>
<p>(Hat lebenslanges  Schreibverbot in der &#8220;Weltwoche&#8221;.)</p></blockquote>
<p>Oder, noch besser:</p>
<blockquote><p>Dschango Beinhart<br />
Autor</p>
<p>&#8220;Welches VERDAMMTE ARSCHLOCH hat dem ÜBERHAUPT  eine Kolumne gegeben?!?&#8221;<br />
(R. Köppel)</p></blockquote>
<p>Sorry Leute, gebt mir Whirlpools voll Koks, schnelle Autos, vierzig Jungfrauen, ein Pferdegestüt und dazu noch Roger Federer als persönlichen Balljungen &#8211; ich würde alles zurückweisen, dürfte ich mich stattdessen mit so einer Visitenkarte schmücken.</p>
<p>Was damit nur sehr weit aussen am Rande etwas zu tun hat, ist, dass ich und mein Schurni-Kumpel neulich merkten, dass wir beide eine gleiche Beobachtung gemacht haben. Und zwar insofern, als dass immer mehr Leute, wenn sie doch eigentlich von sich selbst erzählen, in der dritten Person berichten: <em>man </em>ist frustriert, <em>man </em>war extrem schockiert, <em>man </em>musste sich am Riemen reissen, wenn es doch eigentlich das <em>Ich </em>ist, das da seine Seele ausbreitet.</p>
<p>Des Schurnis These war, dass das unpersönliche &#8220;man&#8221; als  emotionale Notbremse dient, um eine gewisse Distanz zwischen dem Erzählten und dem Erzähler zu bringen. Dies vor allem bei Geschichten, die für den Erzähler schwierig zu akzeptieren sind, tief in seinem Innersten wühlen und leichter aus der Distanz des Beobachters wiederzugeben sind. Gleichzeitig, so merkte er an, gleichzeitig dient das &#8220;man&#8221; auch als Berufung auf eine Authorität: wenn <em>ich </em>beim Fischen Regenwürmer gegenüber Mehlwürmern bevorzuge, ist das eine Meinung. Wenn <em>man </em>Regenwürmer nimmt, ist es allgemein anerkannter Fakt. Er ergänzte seine Beobachtung mit der Bemerkung, dass er dieses Verhalten vor allem von mittelständischen Agglomerations- und Talschaftsbewohnern her kennt.</p>
<p>Die Beobachtung des Phänomens an sich konnte ich bestätigen, jedoch fällt mir diese Tatsache vor allem im Umfeld von Doku-Soap-Prolo- und sonstigem Infotainment-TV-Müll auf. wo man halbstundenweise mit indirekter Rede belästigt wird, dabei geht es doch eigentlich um den Erzähler, vom Erzähler selbst erzählt. Subjekt ist das Stichwort hier, direkte Rede. Meine These war also, dass dies eine Art sprachliches Mem darstellt, das, einmal spontan aufgetreten, sich nun über die TV-Netze verbreitet und damit traurigerweise Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch findet.</p>
<p>Gut, ich verbringe jetzt, sagen wir mal, deutlich weniger Zeit in bäuerisch geprägten Agglomerationsgemeinden als mein Schurni-Kumpel. Konkret verbringt er ungefähr gleichviel Zeit in Hägerfultiwolfenosterkringen wie ich im Prolo-TV. Genauer: bei der Betrachtung desselben. Und nur so kann ich mir erklären, dass ich meinem Schurni natürlich Recht geben muss (so ein Studium lohnt sich hin und wieder eben schon!), weil mir der klassische Fehler unterlaufen ist, dass ich Ursache (wut ze Schurni sed) mit Wirkung (Prolo-TV) verwechselt habe.</p>
<p>Eieieieieiei. Da hat mir wohl der Kulturzyniker in mir einen Streich gespielt.</p>
<p>Dasselbe ist wohl auch der Knalltüte passiert, die &#8211; wie so viele Knalltüten vor und wohl noch unzählige nach ihr &#8211; den Weltuntergang vorhergesagt und ihn anschliessend wieder verschoben hat.</p>
<p>Wirkung: Weltuntergang.<br />
Postulierte Ursache: Gott.<br />
Tatsächliche Ursache: Wunschdenken.</p>
<p>Autsch, und schon steckt man in der argumentatorischen Zwickmühle. Besagte Knalltüte hat jetzt nochmal nachgerechnet und den Weltuntergang auf Oktober verschoben; letztes Wochenende hat einfach mal das Jüngste Gericht begonnen, wo Jesus die Schafe von den Böcken trennt. Und wenn man sich mal anschaut, wie lange so Prozessvorbereitungen schon nur auf Erden dauern können, wo es im Vergleich zum Richten über die gesamte Menschheit nur um Pipifax geht, kann man sich vorstellen, dass das schon ein paar Wochen in Anspruch nehmen kann, bis die da soweit sind und mal die paar ersten verdammen können. Also: Geduld ist angesagt.</p>
<p>Meine Theorie ist ja, das der Apokalypt einfach auf Zeit spielt. Getreu dem Motto: die Welt, das bist <em>du</em>. Und die Welt geht dann unter, wenn <em>du</em> untergehst. Hach, jetzt werden wir aber arg philosophisch hier, das hält auf Dauer ja keine Sau aus. Welche uns über Umwegen zu unseren vierbeinigen Freunden bringt.</p>
<p>Diese Annonce, gefunden in der Länggasse, bekommt den soeben geschaffenen  &#8220;Dschango lacht sich an der Busstation den Ranzen kaputt und kriegt sich  nicht mehr ein&#8221;-Award, mit Zusatzpunkten in den Sparten Kreativität und  Lolwut:</p>
<p style="text-align: left">
<div id="attachment_9176" class="wp-caption aligncenter" style="width: 330px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0202.jpg"><img class="size-medium wp-image-9176 " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/IMAG0202-533x800.jpg" alt="Das kommt eben davon, wenn man die Schöpfungslehre zum Pflichtfach macht..." width="320" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Sieht asiatisch aus, ja, aber Vorsicht!</p></div>
<p style="text-align: left">Würde dort tatsächlich eine Telefonnummer stehen, ich täte ja sowas von anrufen und wenn schon nicht die &#8220;Katze&#8221; abholen, so doch einen Kasten Bier spendieren.</p>
<p style="text-align: left">Und wenn wir schon in der Tierwelt angelangt sind: letzthin musste ich mich über meinen Hasen ja sowas von ärgern. Beim Gang aufs WC stiess ich mir nämlich den Fuss am Altpapierständer, weil sich dieser auf der Wegstrecke zum WC befindet und meine Wenigkeit mit viel Elan und wenig Aufmerksamkeit um die Ecke geschossen kam. Keine Sorge, bis hierhin ist Hase noch komplett unschuldig und mein Ärger bezog sich da noch auf die Massenträgheit von Altpapierständern und fehlende Knautschzonen an Füssen. Beim Reiben meiner Extremitäten, hilflos am Boden liegend, fiel mein Auge aber auf den Altpapierständer, und was musste ich da, lieblos weggeworfen, entdecken? Den Jahresbericht 2010 der Zahnmedizinischen Kliniken der Universität Bern!</p>
<p style="text-align: left">Manchen wird nun immer noch nicht klar sein, warum ich Hase in der Folge zürnte, deshalb helfe ich euch auf die Sprünge. In besagtem Jahresbericht nämlich, da steht einiges an Interessantem und Wissenswertem. Beispielsweise steht da, dass im 2010 an der Klinik für Zahnärtzliche Prothetik eine Dissertation abgeschlossen wurde, die den folgenden schönen Titel trägt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">Untersuchung zur Zementierung von Einzelzahnimplantatkronen unter Berücksichtigung des Abutmentdesigns: Haftkräfte von zehn Zementen bei Implantatrekonstruktionen nach 48-stündiger Lagerung in 0.9%iger NaCl-Lösung bei 37°C: eine In-vitro-Studie.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Hallo? Wie geil ist das denn? Davon muss die Welt doch wissen! Es kann doch nicht angehen, dass solche Informationen einfach mir nix, dir nix, im Altpapier verschwinden! Alleine das Wort &#8220;Abutmentdesign&#8221;: gäbe es das Wort nicht bereits, man müsste es dringend erfinden!</p>
<p style="text-align: left">Nun steht aber das Wochenende vor der Tür (bzw, es ist bereits in der Wohnung und fläzt auf dem Sofa) und ich möchte, um oben beschriebenen Ärger zum Vorteil aller Betroffenen etwas zu mildern, noch ein pikantes Detail aus des Dschangos amourösem Nachrichtenverkehr erzählen. Neulich smste (so sagen die Jungen heute doch, oder?) ich Hase nämlich den folgenden Text:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">bi hüt im studio, ha do so ne hookline, womer nüm usem gring goht&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Antwort von Hase:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left">was o immer e hookline isch, houptsach si het keni brüscht, de hesch mi säge&#8230;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: left">Fragt sich noch <em>irgendjemand</em>, warum ich diese Frau liebe?</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>It&#8217;s a man&#8217;s world</title>
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		<pubDate>Fri, 27 May 2011 18:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aga T. Korhonen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Klapsmühle]]></category>
		<category><![CDATA[Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[arnie]]></category>
		<category><![CDATA[camping]]></category>
		<category><![CDATA[dsk]]></category>
		<category><![CDATA[stay tuned]]></category>
		<category><![CDATA[testosteron]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem der Weltuntergang jetzt doch noch um fünf Monate verschoben wurde, können wir ja getrost weiterbloggen. Schwein gehabt, das war ja haarscharf! Ärgerlich nur, dass nicht ich auf die geniale Idee gekommen bin, dem Beruf des Predigers nachzugehen und mittels lustigen Prognosen die Gläubigen um die Ersparnisse zu bringen. Scheint mir ziemlich lukrativ, zumal der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/15679625" target="_blank">Weltuntergang </a>jetzt doch noch um fünf Monate verschoben wurde, können wir ja getrost weiterbloggen. Schwein gehabt, das war ja haarscharf! Ärgerlich nur, dass nicht ich auf die geniale Idee gekommen bin, dem Beruf des Predigers nachzugehen und mittels lustigen Prognosen die Gläubigen um die Ersparnisse zu bringen. Scheint mir ziemlich lukrativ, zumal der Spruch &#8220;das letzte Hemd hat keine Taschen&#8221; bei dieser Spezie offensichtlich immer zieht. In diesem Sinne: Respect, Mr. Camping!</p>
<p>Nun denn, erstaunt hat diese Tage wahrlich etwas anderes: Die maskuline, testosterongesteuerte Medienpräsenz war zuweilen kaum erträglich. Kurz: Der Arnie hat mit der &#8220;Miss Cleaning Lady 1995&#8243; einen kleinen Terminator gezeugt, welcher sich bei diesen Genen wohl auch ein Leben lang wünschen wird, seine Mutter hätte stattdessen bei Charlie Sheen geputzt. Ziemlich witzig finde ich ja auch die Begrüssung auf Arnies <a href="http://www.schwarzenegger.com/" target="_blank">Website</a>, welche denn lautet: &#8220;Stay tuned for my next move&#8221;. So harren  wir gespannt der Dinge, die da noch kommen mögen&#8230;</p>
<div id="attachment_9216" class="wp-caption alignright" style="width: 118px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/arnold-schwarzenegger-funny-doll1.jpg"><img class="size-full wp-image-9216 " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/05/arnold-schwarzenegger-funny-doll1.jpg" alt="" width="108" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Her mit den Puppen</p></div>
<p>Dominique Strauss-Kahn hingegen wollte die Putzfrau nicht schwängern sondern nur vergewaltigen. Hier spielte eine verherrende Mischung aus Macht, Selbstgefälligkeit und -überschätzung zusammen, welche in den meisten Fällen bekanntlich einen tiefen Fall generiert, gellen Sie Monsieur DSK! Vraiment dégoûtant, würde da selbst der werte <a href="http://www.daumenschraube.ch/author/paris/" target="_blank">Monsieur Punaise</a> sagen.</p>
<p>Und wäre das alles nicht genug, lese ich doch tatsächlich heute im journalistisch wertvollen Blick am Abend die Headline &#8220;Was Rocker in der Hose haben&#8221;. Untertitel: &#8220;Steven Tyler hat die Latte hoch gelegt&#8221;. Bitte? Nein, ich will nicht wissen, wieviele Frauenhände es benötigt, um Steven Tylers bestes Stück komplett zu bedecken und schon gar nicht, wessen &#8220;Bandnudel auf Tauchstation geht&#8221;.</p>
<p>Too much information!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das habt ihr euch so gedacht</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 06:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Investigativ]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschau]]></category>
		<category><![CDATA[Nerdland]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[assholed]]></category>
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		<category><![CDATA[merci punaise]]></category>
		<category><![CDATA[nasse is back]]></category>
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		<description><![CDATA[Ha!
Ging also doch schneller als erwartet, die Sache mit dem Familienbusiness, da oben in Schweden. Kalt war&#8217;s auch, nur so nebenbei.
Dank dem lieben Punaise, der seinem Ruf als verpeilter Kulturfuzzi wieder mal völlig gerecht wurde und jede Deadline erfolgreich zu überschreiten wusste, war die Dreifaltigkeit auf dem Schräubchen gewährt.
Merci anyway, mon cher, wenn du schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ha!</p>
<p>Ging also doch schneller als erwartet, die Sache mit dem Familienbusiness, da oben in Schweden. Kalt war&#8217;s auch, nur so nebenbei.</p>
<p>Dank dem lieben <a href="http://www.daumenschraube.ch/author/paris/" target="_blank">Punaise</a>, der seinem Ruf als verpeilter Kulturfuzzi wieder mal völlig gerecht wurde und jede Deadline erfolgreich zu überschreiten wusste, war die Dreifaltigkeit auf dem Schräubchen gewährt.</p>
<p>Merci anyway, mon cher, wenn du schon mal einen Account hast, dann kannse auch gleich hier bleiben, ne!? Dann wird die Dreifaltigkeit halt eben zu einer Quadrille. Ihr hört also noch von JB, aber fragt bloss nicht wann.</p>
<p>Ja, und wenn man sich mal hier umsieht&#8230;</p>
<p>Die lieben Gründer-Kollegen von der Redaktion scheinen ja alle beide momentan einen regelrechten Höhenflug zu geniessen, da komme ich gerade recht, um das allgemeine Niveau wieder ein bisschen an die Realität anzunähern. Kann ja nicht ewig so weitergehen, wer braucht schon einen Pulitzer-Preis?</p>
<p>Eben.</p>
<p>Genau das oder ähnlich habe ich gedacht, als ich <a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/04/playstation_mail.png" target="_blank">diesen Quatsch</a> bekommen habe. Mannmannmann.</p>
<p>Wenn man lieber Schulbuben verklagt als anständige Sicherheitssysteme zu bauen, dann passiert so ein Mist eben. Auch toll, dass man erst nach langem Zaudern und Zögern an die Kunden herangegangen ist, danke bestens.</p>
<p>Mein Pech, dass ich jetzt Freunde dazu auffordern durfte, ihre Kreditkartenabrechnungen die nächsten Monate bitte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.</p>
<p>Nicht gerade heimelig.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,759463,00.html" target="_blank">Da</a> habe ich übrigens gestaunt. Meine lieben Nachbarn, die Dänen, drehen schon fast ein bisschen durch, jedenfalls Teile von denen. Anders kann man sich solche Sachen nicht erklären.</p>
<p>Oh mein Gott, die Finnen waren ja <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,757699,00.html" target="_blank">auch noch</a>. Man fragt sich auch hier: War es zu viel Lapin Kulta oder sind da ein paar Leute zu lange in der Sauna geblieben?</p>
<p>Echt abgefahren, was da politisch in Europa im Moment vorgelegt wird, man weiss gar nicht, wo man hinschauen soll.</p>
<p>Auch wenn die hysterische Fliege Longchamp im Bezug auf die herbstlichen Wahlen hierzulande bereits ihre Runden dreht, so sind die Helvetischen Hunde grösstenteils doch noch am schlafen, zumindest an der Leine.</p>
<p>Mal sehen, wie es tönt, wenn die Scharfmacher warm gelaufen sind.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Nageln am Hasentag</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/04/25/nageln-am-hasentag/</link>
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		<pubDate>Mon, 25 Apr 2011 14:29:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Apropos...]]></category>
		<category><![CDATA[Aufgeschnappt]]></category>
		<category><![CDATA[Elfen&Co.]]></category>
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		<category><![CDATA[Scheisskultur]]></category>
		<category><![CDATA[gehört]]></category>
		<category><![CDATA[geklatscht]]></category>
		<category><![CDATA[beardyman]]></category>
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		<category><![CDATA[nageln]]></category>

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		<description><![CDATA[Top-Verleser diese Woche:

&#8220;biblezone&#8221; statt &#8220;mobilezone&#8221;

Es muss daran liegen, dass die Christen mal wieder ihren Gott an die Latten genagelt haben, was am Freitag ja bekanntlich geschehen ist:

Da geht es mir schon bedeutend besser, weil mein Gott kam am Freitag persönlich nach Bern in den Dachstock und rockte das verdammte Haus. Jawoll, Beardyman war bei uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Top-Verleser diese Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;biblezone&#8221; statt &#8220;mobilezone&#8221;</li>
</ul>
<p>Es muss daran liegen, dass die Christen mal wieder ihren Gott an die Latten genagelt haben, was am Freitag ja bekanntlich geschehen ist:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class=" " src="http://i115.photobucket.com/albums/n320/b_stran/demotivjesus.jpg" alt="" width="450" height="360" /><p class="wp-caption-text">Und jetzt alle!</p></div>
<p style="text-align: center">
<p>Da geht es mir schon bedeutend besser, weil <em>mein</em> Gott kam am Freitag persönlich nach Bern in den Dachstock und rockte das verdammte Haus. Jawoll, <a href="http://beardyman.co.uk" target="_blank">Beardyman</a> war bei uns und ich hatte die Kaoss-Pads Gottes ungefähr 50 Zentimeter vor meiner Nase. Es war die Sensation, auch wenn man den Eindruck hatte, dass Beardy nicht wirklich topfit war &#8211; die Interaktion war auf ein Minimum beschränkt (&#8220;put your hands up in the air&#8221; und &#8220;make some noise&#8221; in der Endlossschleife), was daran gelegen haben mochte, dass das bescheuerte Berner Publikum auch nach der zweiten Erklärrunde nicht in der Lage war, des Künstlers Namen ordentlich zu schreien. Für alle deshalb nochmal zum Mitschreiben: er heisst weder &#8220;Birdyman&#8221; (*tschilp*) noch &#8220;Beerdyman&#8221; (*glugg*) &#8211; got it?</p>
<p>Aber mit diesen ausländischen Sprachen ist es halt ein weites Minenfeld. Das musste auch der Bund-Schurni erkennen, der auf die Veranstaltung hinzuweisen sich bemühte. Ist ein Ane Hebeisen, seines Zeichens immerhin ehemaliger Gesangsbrüller der damals noch kongenialen <em>Swamp Terrorists</em> und Pionier in Sachen Sampling, zu uninformiert, zu gestresst oder einfach zu blöd, um 2 Sekunden Recherche zu betreiben und herauszufinden, <a href="http://www.derbund.ch/agenda/musik//Tanzbare-Koerpergeraeusche/story/10625648" target="_blank">dass des bärtigen Mannes Instrumente eben nicht Chaos-Pats (Chaos-Tätschler? WTF?), sondern Kaoss-Pads heissen</a>? Was zugegebenermassen der Welt scheissegal ist und höchstens die Korg-Marketingabteilung und Nerds wie mich zu mehr als 2 Sekunden Nachdenken bringt.</p>
<p>Apropos Nerd: so einer war ja auch die Vorgruppe namens NEMOY. Ein verfetteter auch noch, der wahrscheinlich im Keller vom Mami haust und dort den lieben langen Tag Instrumente quält. Und das tut er gut! Der Mann schaffte es, in einem Set, das die hundertachzig Tage von Sodom in gefühlter Echtzeit abbildete, ganzganz viele Instrumente ganzganzganz schlecht zu spielen, und damit extrem langweilige Songs zu produzieren. Überraschende Momente gab es immer dann, wenn wieder mal ein Timing danebenlag (öfter) oder ein Sample ins Kraut schoss (ständig). Fehlendes Können wurde virtuos mit übersteuerten Bässen kompensiert, es war also ein eher zweischneidiges Vergnügen. Konsequent erhielt der Künstler auch immer am Ende eines Songs wahnsinnig viel Applaus, das lag aber daran, dass die Leute jedesmal meinten, die Qual hätte nun ein Ende. Der fette Nerd (übrigens sexy im Synthetik-Rollkrägeler &#8211; wirklich ein Outfit, das optimal zu jedem Körper und jedem Mass an individueller Schweissabscheidung passt) hatte aber mehr Ausdauer, als alle meinten. Kurz, bevor er von der Bühne geholt wurde, hörte er dann aber doch noch auf, was reihum als provisorischer Höhepunkt des Abends interpretiert wurde.</p>
<p>Übrigens kam der obligate Dachstock-Besucher, der mir jedesmal ein Bier übers T-Shirt leert, am Freitag nicht. Wahrscheinlich hatte er etwas besseres zu tun, Götter nageln oder so. Ist ja jedem unbenommen. Aber zum Glück hatte er eine Urlaubsvertretung geschickt, nämlich den obligaten Dachstock-Besucher mit üblen Blähungen, der das ganze Konzert vor mir steht. Konstante Begasung, gepaart mit opto-akkustischer Folter durch NEMOY &#8211; ich sage euch, sowas halte ich nur und ausschliesslich nur für Beardyman durch.</p>
<p>Oder für Hasengötter, selbstredend. Dass das Frühlingsfest der Ostera von fundamentalistischen Christen zu einem alternierenden Jammer- und Jubelfest umfunktioniert wurde, darüber kann man als aufgeklärter Zeitgenosse ja noch schmunzelnd hinwegsehen. Es ist aber definitiv genug der eitlen Possen, <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=877797" target="_blank">wenn Kleriker dem Hasen-Evangelium die Gültigkeit versagen</a>:</p>
<blockquote><p>Wer Ostern auf den Hasen reduziert, verliert diese Hoffnung auf ein Leben, das auch im Tod Bestand hat.</p></blockquote>
<p>Der hat ja keine Ahnung &#8211; wie sollte er auch? Als ordentlicher Katholen-Kasperl wird er ja wohl keinen Hasen haben, bzw nur einen unsichtbaren, oder einen, von dem niemand wissen darf, schon gar nicht dann, wenn der Hase männlich und/oder minderjährig sein sollte. Also, Herr Stadtdechant, bei dessen Titel ich mehr an &#8220;dekantieren&#8221; denn an predigen denken muss, was aber wohl im Sinne des Worterfinders sein möge, das nächste Mal muss das Motto lauten, sich erstmal gründlich über Hasen zu infomieren, bevor man gross die Klappe aufreisst und der Welt zeigt, dass man genau überhaupt nichts verstanden hat. Man könnte auch mal vorgängig jemanden fragen, <a href="mailto:dschango@daumenschraube.ch">der was davon versteht</a>. Soweit klar? Gut!</p>
<p>(Nebenbei: versteht jemand das obige Zitat? Ein Leben, das im Tod Bestand hat? Are you fucking shitting me?)</p>
<p>Aber zurück zu Göttern, die an Kreuze genagelt werden. Hase hat mich vorhin gefragt, warum man denn am Karfreitag eigentlich Fisch essen müsse und ich wusste da keine vernünftige Antwort drauf. Klar, Freitag ist sowieso Fischtag, weil Fasten und Leiden und Ohjeohje und so, aber warum ausgerechnet Fische? Macht irgendwie keinen Sinn.</p>
<p>Ich musste also Hase recht geben: am Karfreitag wäre das rituelle Verspeisen von Holzwürmern wirklich angemessener.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jubel, Jubel!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 08:59:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aga T. Korhonen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessant ist es, morgens aufzuwachen, und den Wettermann aus dem Radio sagen zu hören: &#8220;&#8230;es muss stellenweise mit Hodenfrost gerechnet werden&#8220;. In meiner Schlaftrunkenheit sinnierte ich über die Bedeutung des soeben Gehörten nach und kam zum Schluss, dass dies wohl ziemlich ungemütlich sein muss. Glücklicherweise ja nicht für mich, Schwein gha!
Da der angekündigte Hodenfrost erfreulicherweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant ist es, morgens aufzuwachen, und den Wettermann aus dem Radio sagen zu hören: &#8220;&#8230;<em>es muss stellenweise mit Hodenfrost gerechnet werden</em>&#8220;. In meiner Schlaftrunkenheit sinnierte ich über die Bedeutung des soeben Gehörten nach und kam zum Schluss, dass dies wohl ziemlich ungemütlich sein muss. Glücklicherweise ja nicht für mich, Schwein gha!</p>
<p>Da der angekündigte Hodenfrost erfreulicherweise auch für meinen Liebsten keine grossen Auswirkungen hatte, konnten wir getrost das geplante Konzert in Angriff nehmen. Dazu ist zu sagen, dass ich aus einer sehr musikalischen Familie komme. Um etwas präziser zu sein: Eigentlich hat die Muse so ziemlich alle geküsst ausser mich. Ich kann es verkraften. Die Band meines Bruders hatte also einen Auftritt an einer Mittelalterparty. Es war mir bis zu diesem Zeitpunkt weder bewusst, dass es tatsächlich eine aktive Mittelalterszene in der Schweiz gibt, noch hätte ich je Protagonisten derselbigen getroffen. An der Kasse konnte ich mir ein  &#8220;Gewähret mir Einlass&#8221; nicht verkneifen und bei der Frage nach den Namen auf der Gästeliste, verkündete ich theatralisch: &#8220;Kunigunde!&#8221; Irgendwie waren jedoch die dort anwesenden edlen Recken ziemlich ernste Gemüter, welche nur ein genervtes Augenrollen für mich übrig hatten.</p>
<p>Es ist ja jetzt nicht so, dass ich noch nichts gesehen hätte. Aus alten Technozeiten sind mir Jungs mit Staubsaugern und ähnlichen abartigen elektronischen Geräten auf dem Rücken durchaus bekannt. Was ich aber an diesem Fest an Verkleidung zu sehen bekam, war der absolute Oberkracher: Die männliche Spezies wartete heroisch mit Pfeilbogen, Schwerter und Lanzen, Helmen und Schnabelschuhen auf, die holde Weiblichkeit kokettierte mit Häubchen und langen Gewändern. Es passiert mir nicht oft, aber ich muss zugeben, irgendwie war ich wohl mit Jeans und T-Shirt ein klitzekleines Bisschen underdressed. Tussi meets Burgfräulein, oder so.</p>
<p>So standen wir also mit unseren gefüllten Trinkhörnern etwas abseits und beobachteten fasziniert das Geschehen. Unsereiner steht ja üblicherweise kopfnickend an einem Konzert, wippt ein bisschen im Takt der Musik, nicht zu dolle, um das Bier im Plastikbecher nicht zu verschütten und singt bei Textsicherheit lautstark mit. Aber nicht bei einer Mittelalterparty, nein! Da wird getanzt und gestampft, bis der Arzt kommt. Die folgenden Tanzstile fand ich dabei besonders inspirierend:</p>
<p><strong>Riverdance meets Dudelsack</strong></p>
<p>Man fixiere die Arme senkrecht am Körper, hebe den Kopf gen Himmel und bewege von Scheitel bis Hüfte keinen Zentimeter. Sodann wird gehüpft, was das Zeug hält und macht lustige Bewegungen mit seinen Füssen.</p>
<p><strong>Ritterpogo</strong></p>
<p>Die ganze Tanzfläche wird genutzt um in einem Affentempo hin und her zu springen. Hier muss lediglich aufgepasst werden, dass die mitgebrachte Lanze nicht versehentlich ein Massaker anrichtet.</p>
<p><strong>Improvisationstanz</strong></p>
<p>Klar, früher kannte man D! ja noch nicht, folglich gab es auch keine Choreographien. Dementsprechend fühlte man die Bewegungen (oder bewegte die Gefühle). Dabei ist es wichtig, die Arme ganz weit vom Körper zu heben, als würde man fliegen, die Augen werden verträumt geschlossen und der Gesichtsausdruck bleibt sanft und entspannt.</p>
<p>Ihr ahnt es, wir konnten keinen der oben beschriebenen Tänze überzeugend darbieten, so wippten und nickten wir gewohnt vor uns hin. Wir versäumten es denn auch nicht, das obligate Fettnäpfchen auszulassen: Nach dem ersten Lied klatschten und pfiffen wir, was das Zeug hielt. Etwas peinlich, wenn die ganze Meute nur mit erhobener Faust &#8220;Jubel, Jubel!&#8221; schreit. Ja so warn&#8217;s die alten Rittersleut&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pop und Pantomimen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 06:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jean-Bertrand Punaise</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch ein guter Verleser: Popelfee statt Popelfe. Gelesen im Zusammenhang mit Annet Louisan.
Und maintenant un petit amuse-geule für einen gelungenen Wochenstart:
David Armand ist ein englischer Schauspieler/Autor/Komiker, der vor allem durch seine pantomimischen Interpretationen von Pop-Songs bekannt wurde.
Zu recht, wie wir finden.
Auf youtube gibt es eine tolle Auswahl an Clips, die ihn in Aktion zeigen, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ein guter Verleser: <em>Popelfee</em> statt <em>Popelfe</em>. Gelesen im Zusammenhang mit Annet Louisan.</p>
<p>Und maintenant un petit amuse-geule für einen gelungenen Wochenstart:</p>
<p>David Armand ist ein englischer Schauspieler/Autor/Komiker, der vor allem durch seine pantomimischen Interpretationen von Pop-Songs bekannt wurde.</p>
<p>Zu recht, wie wir finden.</p>
<p>Auf youtube gibt es eine tolle Auswahl an Clips, die ihn in Aktion zeigen, <a href="http://www.youtube.com/results?search_query=david+armand&amp;aq=f" target="_blank">da geht&#8217;s lang</a>.</p>
<p>Einer meiner absoluten Favoriten ist dieser:</p>
<p><span class="youtube">
<object type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" data="http://www.youtube.com/v/Jb8CH0rTcY4&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0">
<param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Jb8CH0rTcY4&amp;color1=3a3a3a&amp;color2=999999&amp;border=0&amp;fs=1&amp;hl=en&amp;autoplay=0&amp;showinfo=0&amp;iv_load_policy=3&amp;showsearch=0?rel=0" />
<param name="allowFullScreen" value="true" />
<param name="wmode" value="transparent" />
</object>
</span></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Jb8CH0rTcY4" target="_blank">Hier der direkte Link zum Video.</a></p>
<p>Ja ja, immer diese Engländer. Wir wünschen eine gute Woche.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wundertüten, Knalltüten</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 13:29:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[death metal]]></category>
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		<description><![CDATA[Verleser diese Woche:

&#8220;Penisbruderschaft&#8221; statt &#8220;Piusbruderschaft&#8221;

Langsam bekommen diese Verleser bei mir einen hermeneutisch-prophetischen Anstrich, irgendwie.
Bester Spam diese Woche:
Sie kennen bereits XYZ oder haben erste Erfahrungen bereits mit uns gesammelt? Auf Ihre Resonanz bin ich gespannt.
Jau, auf meine Resonanz bin ich selbst gespannt wie die E-Saite eines hochgestimmten Basses. Man nennt mich schliesslich nicht umsonst den wandelnden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verleser diese Woche:</p>
<ul>
<li>&#8220;Penisbruderschaft&#8221; statt &#8220;Piusbruderschaft&#8221;</li>
</ul>
<p>Langsam bekommen diese Verleser bei mir einen hermeneutisch-prophetischen Anstrich, irgendwie.</p>
<p>Bester Spam diese Woche:</p>
<blockquote><p>Sie kennen bereits XYZ oder haben erste Erfahrungen bereits mit uns gesammelt? Auf Ihre Resonanz bin ich gespannt.</p></blockquote>
<p>Jau, auf meine Resonanz bin ich selbst gespannt wie die E-Saite eines hochgestimmten Basses. Man nennt mich schliesslich nicht umsonst den wandelnden Resonanzkörper.</p>
<p>Darf ich übrigens mal auf einen Missstand aufmerksam machen, der mir die letzten Monate, wenn nicht Jahre, immer wieder über den Weg läuft und der sich partout nicht verscheuchen lässt? Es geht da um die üble Unsitte, hochdeutsche Ausdrücke und Phrasen auf Biegen und Brechen zu mundartisieren, ohne Rücksicht auf Verluste, was zu üblen Ergebnissen führen kann, vor allem dann, wenn man den ursprünglichen Ausdruck überhaupt nicht kapiert hat. Exemplarisch dafür:</p>
<blockquote><p>De zieh ni de angeri Siite uuf!</p></blockquote>
<p>Oder, gerück-hochdeutscht: &#8220;Dann ziehe ich andere Seiten auf!&#8221;, was nicht nur falsch, sondern komplett sinnentleert ist.</p>
<p>Ein anderes Beispiel: das Wort &#8220;Schmutz&#8221; kannte ich im idiomatischen Gebrauch bis vor Kurzem entweder als Kuss oder als eingesottenes Schweinefett. Ich habe keine Ahnung, warum ein- und dasselbe Wort für zwei derart unterschiedliche Dinge stehen können; vielleicht müsste man dazu mal einen Linguisten befragen. Aber auch dem Linguisten wird aufgefallen sein, dass seit einiger Zeit die Bedeutung &#8220;Dreck&#8221; über die Grenze einwandert, für genau dasselbe Wort. Warum nun in der Werbung &#8220;Schmutz&#8221; verwendet wird, wenn es offensichtlich darum geht, den Dreck aus der Wohnung zu bringen, das muss uns schleierhaft bleiben. Vielleicht kann die gute Hausfrau gerade noch ertragen, dass ihr Heim <em>schmutzig</em> ist; wenn es aber <em>dreckig</em> wäre (*kreisch!*), würde der Himmel über ihr einstürzen, weshalb man sich in deutschen Marketingzentralen wohl gesagt hat, nun gut, die Schweizer Hausfrauen, die sind bekanntlich von recht fragiler Struktur, dann gönnen wir denen halt mal was Beruhigendes. Schön für die Hausfrauen! Dass dann aber auf der anderen Seite ein Dschango steht, der kaum mehr zwischen Dreck, Kuss und Schweinefett unterscheiden kann und die konkrete Bedeutung jeweils mühsam aus dem Kontext herausdestillieren muss, das ist diesen deutschen Werbefuzzis natürlich scheissegal.</p>
<p>Apropos scheissegal: weiss überhaupt noch jemand, was &#8220;Fukushima&#8221; schon wieder war? Ich liess ja letzthin den Optimisten raushängen und meinte, dass dies bis zu den nächsten Wahlen bereits Schnee von gestern sein werde. Schön wärs, weil in der Realität hat es dann keine zwei Wochen gedauert. Dazu passt, dass gestern Morgen die Kantonspolizei mit mindestens 2&#215;2 Schnäutzen bei uns im Quartier herumschlich und buchstäblich dabei zuschaute, wie ein überschneller Porsche Cayenne um ein Haar ein Grosi auf dem Fussgängerstreifen über den Haufen gefahren hätte, während die Staatsgewalt damit beschäftigt war, Velos auf Reifendruck und korrekte Beleuchtung zu kontrollieren.</p>
<p>Man wird bei der SVP gelernt haben, <a href="http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-SVP-klinkt-sich-in-die-Atomdebatte-ein/story/22016088" target="_blank">dass man sich einfach einen neuen, weniger wehrhaften Gegner suchen muss</a>, wenn man den ursprünglichen Kampf verloren hat. Und wäre die FDP etwas intelligenter, würde auch sie die Konsequenzen ziehen und mit einer Studie beweisen, dass sich sowohl der Klimawandel als auch Fukushima in Nichts auflösen, wenn man bloss den am besten verdienenden 1% der Bevölkerung genügend grosse Steuergeschenke macht. Wobei man ehrlicherweise zugeben muss, dass dies mehr oder weniger die Botschaft war, die der Bundesrat bezüglich &#8220;äs isch jetz doch chly angerscht aus mer gmeint hei&#8221;-Unternehmenssteuerreform II letzthin dem Volk verkündet hat, und im Bundesrat ist die FDP ja glaub immer noch dabei.</p>
<p>Ich finde es übrigens recht funny, wie jetzt alle rumnölen, die FDP solle doch mit den Grünliberalen fusionieren. Ist ja etwa so, als ob der Papst beim russischen Patriarchen anklopfen und meinen würde, sorry Dude, da Konzil von Nizäa, vergiss es, wir waren ja<em> so total von der Rolle da</em> &#8211; können wir sonst für ein Weilchen bei euch unterkommen?, also das sähe ich jetzt gar nicht, und nicht nur, weil weder Ratzinger noch Pelli ein anständiges Russchisch sprechen. Und ob es jetzt um pro/contra Gotteskörper Jesu&#8217; geht oder um antietatistische Haltung im Prinzip, aber Nanny-Staat in einem einzigen, ganz konkreten Fall, das ist doch jetzt wirklich Jacke wie Hose, so unterschiedlich sind die einzelnen Religionen nun auch wieder nicht.</p>
<p>Aber nun zu etwas ganz anderem. Dass ich ein Faible für seltsame Namen habe, ist der werten LeserInnenschaft wohl hinlänglich (wenn nicht gar schädlich) bekannt. Gestern früh kam es im Tram zu einem unkontrollierten Lachanfall meinerseits, weil <a href="http://www.20min.ch/news/zentralschweiz/story/31658394" target="_blank">im 20Min ein Artikel über einen Glarner Radiopiraten</a> drinstand, der, im Haupterwerb als Agronom tätig, eine thailändische Freundin hat. Soweit, so belanglos, könnte man meinen. Lustig beginnt es dann zu werden, wenn man weiss, wie der Glarner Bauer heisst: <strong>Balz Wichser</strong>. Zum Brüller wird die Geschichte, wenn man weiss, wie die thailändische Freundin mit Vornamen heisst: <strong>Supaporn</strong>. Und das Zwerchfell explodiert spätestens dann, wenn man eins und eins zusammenzählt und sich überlegt, wie die arme Frau heissen wird, wenn sie erstmal ihren Glarner Bauern nach Schweizer Recht geheiratet hat.</p>
<p>Und wenn wir schon bei der Balz sind: in der allseits beliebten Blabend-Rubrik &#8220;Single des Tages&#8221; (wieviel Sinn macht eigentlich eine Rubrik &#8220;&#8230; <strong>des Tages</strong>&#8221; in einer Zeitung &#8220;&#8230; <strong>am Abend</strong>&#8220;? Egal.) vom Montag liess sich Tobias aus Bülach ZH mit den Worten zitieren:</p>
<blockquote><p>Eine Frau muss mir ins Auge stechen.</p></blockquote>
<p>Soll doch jeder seinem Fetisch frönen, wie es ihm gerade plaisiert, und beinhalte dieser auch das Penetrieren von Sehorganen mit spitzen Gegenständen.</p>
<p>Man möge mich jetzt eine Memme schimpfen, aber &#8211; ich für meinen Teil würde dann doch Wichsen mit Supaporn bevorzugen.</p>
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		<title>Politik mit Bart: schlecht! Beatboxer mit selbigem: gut!</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 11:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hätte ja nie gedacht, dass ich sowas mal sage bzw schreibe, aber im Moment ist die SVP von allen bürgerlichen Parteien wohl die einzige, die zumindest eine in homöopathischen Spuren erkennbare Form von Eiern zeigt.
Es ist ja schön und gut, dass jetzt alle plötzlich die grüne Spitzwende machen. Aber nimmt das irgendjemand überhaupt noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte ja nie gedacht, dass ich sowas mal sage bzw schreibe, aber im Moment ist die SVP von allen bürgerlichen Parteien wohl die einzige, die zumindest eine in homöopathischen Spuren erkennbare Form von Eiern zeigt.</p>
<p>Es ist ja schön und gut, dass jetzt alle plötzlich die grüne Spitzwende machen. Aber nimmt das irgendjemand überhaupt noch ernst? Während sich AKW-Betreiber auf den Standpunkt stellen, jetzt bezüglich Atom-Ausstieg ja nicht voreilige Schlüsse zu ziehen, sind die Meinungen bezüglich Nicht-Ausstieg und Sicherheit <a href="http://www.derbund.ch/bern/Wir-spueren-die-grosse-Verantwortung/story/19324980" target="_blank">längst schon gemacht</a>. Bundesrätin Leuthard tanzt im Viereck und präsentiert uns beinahe täglich eine neue Vision der zukünftigen Energiepolitik, die sich nur in dem einen Punkt überschneiden, dass man ja keiner Lobby weh tun möchte.</p>
<p>Dann schon lieber wie die SVP: wenn man merkt, dass man Scheisse erzählt hat, ist die beste Strategie, erstmal die Fresse zu halten und den Sturm an sich vorüberziehen lassen. Anstatt sich mit Me-Too-Appeasement dem gedrehten Meinungswind anzupassen, bleibt sich die SVP treu und macht das, was sie am besten kann: <a href="http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Bundesrat-will-heikle-Initiativen-auf-den-Pruefstand-schicken/story/20817192" target="_blank">Angriffe auf die Demokratie</a>, unter dem Deckmantel der (natürlich exklusiven) Wahrung der Volksrechte.</p>
<p>Klar ist, dass der Fukushima-Effekt spätestens mit dem nächsten Hitzesommer, dem nächsten Fleischskandal, dem nächsten nahöstlichen Diktatorsturz oder der nächsten provinzpolitischen Posse hinweggespült werden wird. Spätestens im Herbst, wenn Parlamentswahlen anstehen, wird sich der realpolitische Amnesieschleier wieder erfolgreich über die Bedenken und Sorgen der Bürger legen und man wird wieder diejenigen Lobbyisten wählen, die einem das altbewährte Evangelium vom &#8220;auch du könntest morgen Milliardär sein&#8221; herunterbeten. Mühleberg wird noch ein paar Stahlklammern mehr bekommen, statt Gadaffi wird ein neuer Diktator mit Waffen und Know-How versorgt und den Rest der Bevölkerung wird primär interessieren, ob die leckeren Sushi von der Strahlenbelastung her jetzt eigentlich noch bedenkenlos geniessbar sind.</p>
<p>Da passen ja die nächsten zwei Punkte wie die Faust aufs Auge!</p>
<p>Der eine nämlich ist ein reiner Veranstaltungshinweis, nämlich auf den <a href="http://www.dachstock.ch/program/e/a/beardyman-sunday-best-recuk/beardyman.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=1e37e8a420" target="_blank">22. April 2011, wo Gott persönlich im Dachstock in Bern vorbeikommt</a>. Aufmerksame LeserInnen dieser kleinen Netzpublikation wissen bereits von Beardyman und welchen Status er bei der Daumenschraube-Redaktion geniesst. Wer dies verpasst, ist wirklich selbst schuld. Keine Ausrede, kein gar nix. Also: Ticket kaufen und schon mal paar Suggestions für Spontan-Songs brainstormen! Und übrigens: wer auf die Idee kommt, <a href="http://www.cede.ch/de/music-cd/frames/frameset.cfm?aobj=884170" target="_blank">Beardymans erstes Album &#8220;I done a album&#8221;</a> per Filesharing herunterzuladen (<em>baad!</em>) oder gar zum Download anzubieten (<em>baaaaaaaaaaad!</em>), dem wünsche ich hiermit mittels altem Zigeunerfluch einen Fuchs an die Eichel. Alternativ ins Wohnzimmer, je nachdem, was als schlimmer empfunden wird. Hier verstehe ich dann genau überhaupt keinen Spass, im Fall!</p>
<p>Der zweite und letzte Punkt ist ein hoffnungsfroher Versuch, im bzw mit dem Internet Geld zu verdienen. Deshalb möchte ich meine werte LeserInnenschaft auf den Umstand hinweisen, dass ImageLine ihr Produkt &#8220;FL Studio&#8221; seit kurzem in der Version <a href="http://www.image-line.com/documents/news.php?entry_id=1301017795" target="_blank">10 veröffentlicht hat (für die Angelsachsen, damit sie den Scheiss Link auch finden: FL Studio 10 has been launched)</a> und zu diesem Behufe einen Viral-Marketing-Wettbewerb ausgerufen hat, was ja schon an sich recht peinlich ist, fast so peinlich, wie der Versuch, auf diesen Zug aufzuspringen und die Knete abzugreifen. Klar ist, dass <a href="http://reaper.fm" target="_blank">REAPER</a> nach wie vor die bessere, günstigere und performantere DAW ist, aber wenn ich bedenke, dass ich für $1010 ca. 6 kommerzielle bzw 25 reduzierte REAPER-Lizenzen kaufen könnte, ist dies schon eine interessante Vorstellung.</p>
<p>Immerhin ist ja auch schon bald Herbst.</p>
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		<title>Au plaisir</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 20:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jean-Bertrand Punaise</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chères et chers, me voilà. Bitte um Verzeihung, es hat ein wenig länger gedauert als geplant.
Es war nicht etwa eine falsche Einschätzung meines werten Kollegen Magnussen, der sich ja jetzt in Schweden einen abfriert, nein, ich wurde schlicht und einfach von meinem noch nicht ganz ausgereiften Zeitmanagement und ein paar kleinen Sachzwängen abgelenkt.
Und was ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Chères et chers, me voilà. Bitte um Verzeihung, es hat ein wenig länger gedauert als geplant.</p>
<p>Es war nicht etwa eine falsche Einschätzung meines werten Kollegen Magnussen, der sich ja jetzt in Schweden einen abfriert, nein, ich wurde schlicht und einfach von meinem noch nicht ganz ausgereiften Zeitmanagement und ein paar kleinen Sachzwängen abgelenkt.</p>
<p>Und was ganz blöd ist: Meine Themen, die ich abzuhandeln plante, sind zum einen leider in nuklearem Rauch aufgegangen und werden zum anderen in diesem Augenblick von der zerstrittenen Nato abgeklatscht.</p>
<p>Realität essen Text auf.</p>
<p>Ich wage es aber nicht, hier einfach so mit leeren Händen aufzukreuzen.</p>
<p>Darum werfen wir einen Blick auf ein Thema, das eigentlich auf immer und ewig brandaktuell ist, aber momentan im allgemeinen Bomben- und Nuklearhagel leicht untergeht.</p>
<p>Donc: In Deutschen Landen, wo ich übrigens die eine Hälfte meiner doppelt gemoppelten Staatsangehörigkeit her habe, wurde in Sachsen-Anhalt die Landtagswahl abgehalten.</p>
<p>Eigentlich ist es ja beruhigend zu <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,752131,00.html" target="_blank">berichten</a>, dass es die NPD nicht in den Sächsischen Landtag geschafft hat. 4,6 Prozent Wählerstimmen reichen nun mal nicht. Mais attention, mesdames et messieurs, denn Sachsen-Anhalt hat knapp 2,4 Millionen Einwohner. Das heisst also, dass mindestens zig-tausende Wähler diesen Connards und ihren verblödeten Kameradschaften ihre Stimme gegeben haben.</p>
<p>Das ist nach wie vor beachtlich und für mich weiterhin ein solider Grund, eine persönliche Sperrzone um den Deutschen Osten, zumindest Teile davon,  zu legen.</p>
<p>Schauen wir nun ein paar Steinwürfe westwärts, in meine zweite Heimat Fronkräisch.</p>
<p>Etwas gar gemischte Gefühle habe ich bei Marine Le Pen, Anwältin, stramme Französin und Tochter des alten Fröntler-Haudegens Jean-Marie Le Pen, die anfangs Jahr zur Chefin des Front National gewählt wurde.</p>
<p>Im Vergleich zum polternden Papa ist die Dame geradezu dezent und aerodynamisch, man könnte schon fast sagen angenehm. Jedenfalls scheinbar, denn der Inhalt ist natürlich immer noch übelst rechtsnationalistisch und rassistisch, die Verpackung aber ist einiges dezenter.</p>
<p>Ein Drachen im Schafspelz, sozusagen.</p>
<p>Während Jean-Marie Le Pen, der ja eigentlich unwählbar ist, es sogar bis in die Stichwahl gegen Chirac schaffte, kann man sich sein Töchterchen auch ohne viel Fantasie problemlos als Präsidentin vorstellen, spätestens seit speedy Sarkozy sind die Türen weit offen für solche Szenarien.</p>
<p>Im heutigen politischen Klima ist so eine Person für viele Leute wählbar, gerade weil sie sich von dem ganzen Fröntler-Kram distanziert und Fragen stellt wie &#8220;ist es denn falsch, für die Interessen Frankreichs und seine Identität einzustehen?&#8221;.</p>
<p>So etwas sagen in Frankreich auch Sozialisten.</p>
<p>Gerade dieser Ton, diese Musik, gibt freiheitsliebenden Demokratie-Fans wie mir unheimlich zu denken.</p>
<p>Es wäre nicht das erste mal, dass der Front National nach einer freundlichen Einleitung das Schafskostüm ablegt und sein wahres Naturell zeigt.</p>
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		<title>Auf, auf in eine strahlende Zukunft!</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 14:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Frage spaltet die Nation: darf Satire in Zeiten explodierender Atommeiler überhaupt noch aus dem Haus oder hat sie sich gefälligst im Hinterzimmer zu verstecken, bis der Normalzustand wieder hergestellt ist? Meinereiner hat da ja eine dezidierte Meinung, und dies nicht nur deshalb, weil ich sowieso bei der Mühleberg-Abstimmung ein &#8220;Nein&#8221; eingelegt und somit ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frage spaltet die Nation: darf Satire in Zeiten explodierender Atommeiler überhaupt noch aus dem Haus oder hat sie sich gefälligst im Hinterzimmer zu verstecken, bis der Normalzustand wieder hergestellt ist? Meinereiner hat da ja eine dezidierte Meinung, und dies nicht nur deshalb, weil ich sowieso bei der Mühleberg-Abstimmung ein &#8220;Nein&#8221; eingelegt und somit ein irgendwie reineres Gewissen als die Mehrheit des Kantons habe.</p>
<p>Klingt vielleicht doof, aber wenn jetzt die grosse (also die wirklich ganz, ganz grosse) Katastrophe kommen würde, dann könnte ich zumindest zum Atompilz hochschauen, der sich über dem AKW Mühleberg bildet, und während meine Augen aus den Höhlen verdampfen und während sich mein Schatten in die Wand hinter mir einbrennt, währenddem könnte ich also die noch verbliebene Augenbraue hochziehen und sagen: &#8220;Äbe.&#8221;</p>
<p>Aber auch, wenn ich jetzt zu der kurzsichtigeren Hälfte der Berner Bevölkerung gehören würde, müsste ich hier klar sagen: Satire darf alles. Und vor allem: immer.</p>
<p>Ist ja jedem seine eigene Entscheidung, klar. Ich verstehe die beiden Subventionskomiker G&amp;M schon auch, dass sie nicht die &#8220;glatten Sieche&#8221; spielen wollen, wenn vor und nach ihnen Bilder von havarierten Reaktoren zu sehen sind. Ich frage mich aber: wo ist die Grenze? Wäre eine Satiresendung noch dringelegen, wenn ein Kleinflugzeug abgestürzt wäre? Ein Jumbo, aber ein unbemannter? Ein unbemannter Jumbo, abgestürzt über einem vollen Kindergarten? Einer AIDS-Klinik? Oder kurz: wieviele Tote muss man kurz vor- oder nachher gesehen haben, damit eine Satire-Sendung &#8220;nicht mehr verantwortbar&#8221; ist? Ein Minenfeld tut sich auf und Dschango empfiehlt allen Berufs-Clowns, statt zu Jammern einfach ihren verdammten Job zu machen.</p>
<p>Ferner wäre noch zu klären, was denn eine adäquate Trauerzeit in Zeiten von Natur- und Menschenkatastrophen wäre. Ist relevant, ab wann in einem Katastrophengebiet keine Menschen mehr sterben oder machen wir dies vom aktuellen Medieninteresse abhängig? Weil, dann wäre beispielsweise klar: über Japan darf man momentan keine Witze reissen. Über Libyen darf man wieder.</p>
<p>Übrigens ist jetzt ja Hochsaison für mein Lieblingswort &#8220;betroffen&#8221; in all seinen Varietäten. Letzthin habe ich ja schon das Phänomen der Drittbetroffenheit demonstriert, diese Woche habe ich dank der Tagesschau auch noch herausgefunden, dass es da ganz verschiedene Formen von Betroffenheit gibt, sogar eine Steigerung zu &#8220;sehr betroffen&#8221; ist möglich. Doris Leuthart hat sich ob des Tsunamis immerhin als &#8220;sehr betroffen&#8221; eingeschätzt &#8211; irritierend, wenn man weiss, dass es hier gar keine Tsunamis gibt.</p>
<p>Gibt es eigentlich so wie bei der Richter-Skala eine Betroffenheits-Skala? Ich meine, wo 2 &#8220;ich bin schon auch irgendwie betroffen, aber irgendwie geht es mir auch am Arsch vorbei&#8221; bedeuten würde, aber eine 10 wäre dann &#8220;ich bin so derart betroffen, meine Betroffenheit entwickelt gerade eine eigene Betroffenheit meiner betroffenen Betroffenheit gegenüber&#8221;? Man könnte sich dann extrem viele Floskeln sparen und sachlich mitteilen: &#8220;meine Betroffenheit ereichte gestern Nacht noch keine 4.2 auf der nach oben offenen Betroffenheitsskala, heute Morgen sah ich dann, dass der kritische Betroffenheitswert von über 7 erreicht wurde&#8221; und allen wäre klar, was gemeint ist.</p>
<p>Bei der ganzen Atomdiskussion ist es ja immer wieder dieselbe Leier: was macht man mit dem nuklearen Abfall? Wie entsorgt man potentiell gefährliche, tumbe Bolzen, die völlig nutzlos sind, aber immer noch blödsinnig vor sich hinstrahlen? Im Fall Erich J. Hess wurde diese Woche ein Pilotprojekt gestartet, das aufhorchen lässt: offenbar übernimmt der ORF dankend solche Elemente und integriert sie auch noch in ihre Sendegefässe. Ich wittere hier ein Zukunftsmodell &#8211; falls die Österreicher den Fuchs, den Blocher und den Mörgeli auch noch wollen, einfach Bescheid geben, sind alle gratis abzugeben (müssen aber an der Grenze abgeholt werden).</p>
<p>Ich finde es übrigens funny, wieviele Grünparteien wir auf einmal in der Schweiz haben. Plötzlich nimmt sogar &#8220;sowohle-alse-auche&#8221;-Pelli das Wort &#8220;Aussstieg&#8221; in den Mund, ohne dass gleich das Wort &#8220;Versorgungslücke&#8221; hinten nachgeschoben wird. Und vom glühenden, um nicht zu sagen strahlenden Kernkraft-Evangelisten Christian Wasserfallen hört man momentan auch verdächtig wenig.</p>
<p>Sowieso, das arme Wort &#8220;Versorgungslücke&#8221;&#8230; war es vor einem Monat noch der Star unter den Wörtern, blickt es heute schon neidisch zu seinem alten Kumpel &#8220;Kernschmelze&#8221; hoch, der sich da oben im Scheinwerferlicht feiern lässt. Plötzlich sieht man in allen TV-Kanälen, wie unbeherrschbar Atomenergie ist. Wie wenig wir über die Pulverfässer wissen, die wir zwischen unseren Ärschen und gigantischen Vulkanen installieren. Und wurde anlässlich der Bekanntmachung von Dagobert &#8220;Bäre-Babsi&#8221; Hayoz&#8217; Rücktritt im &#8220;Bund&#8221; noch mit apokalyptischen Worten davor gewarnt, dass der Stadt Bern die Katastrophe einer übermächtigen Rot-Grün-Regierung drohe, ist heute allen Kommentatoren klar, dass der Atomausstieg nichts als logisch und eine Frage der Vernunft sei und sie das alles ja schon immer gesagt hätten.</p>
<p>Man muss annehmen, dass gewisse Journalisten und Politiker bereits die Nase zu tief in die Fukushima-Reaktoren gesteckt und sich dabei seltsame DNS-Mutationen eingefangen haben. Weil, Gummihälse, die sind in der Natur sonst eigentlich nicht lebensfähig.</p>
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		<title>Status quo</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 20:10:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aga T. Korhonen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschheit]]></category>
		<category><![CDATA[Nabelschau]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Welt ist anders geworden. Irgendwie. Oder vielleicht ich älter. Früher traf man sich auf der Strasse und der Dialog, welcher folgte, lautete in etwa so:
- Geits?
- Iiu, es muess u dir?
- Tiptop.
Oder alternativ:
- Wie tuets dir?
- Cha nid chlage u säuber?
- Me schlaht sech düre, gäu.
Die Befindlichkeiten waren besprochen und alles war gut. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist anders geworden. Irgendwie. Oder vielleicht ich älter. Früher traf man sich auf der Strasse und der Dialog, welcher folgte, lautete in etwa so:</p>
<p>- Geits?<br />
- Iiu, es muess u dir?<br />
- Tiptop.</p>
<p>Oder alternativ:</p>
<p>- Wie tuets dir?<br />
- Cha nid chlage u säuber?<br />
- Me schlaht sech düre, gäu.</p>
<p>Die Befindlichkeiten waren besprochen und alles war gut. Wenn man an weitere Informationen gelangen wollte, fragte man nach. Wenn das Interesse eher bescheiden war, kam der Satz &#8220;auso i muess&#8221; und gut war.</p>
<p>Heute gibt es Facebook. Und damit verbunden Informationen, oder anders gesagt Statusmeldungen, die die Welt nicht braucht. Früher hiess es &#8220;fishing for compliments&#8221;, heute wohl eher &#8220;fishing for comments&#8221;. Das Prinzip funktioniert so: Man postet eine Statusmeldung über den momentanen Zustand und wartet auf möglichst breiten Zuspruch in Form eines Kommentars. Meine diesbezüglichen Favoriten:</p>
<ol>
<li><em>X ist gerade traurig</em><br />
Who cares, erzähl das deinen Freunden im wirklichen Leben, die können dich im Ernstfall aufpäppeln.</li>
<li><em>X @ home</em><br />
Auch das interessiert &#8211; ausser den potentiellen Stalker  &#8211; wohl eher niemanden.</li>
<li><em>X hat den Glauben verloren</em><br />
Das habe ich schon lange, muss dies jedoch nicht der virtuellen Welt mitteilen.</li>
<li><em>X was geht?</em><br />
Abgesehen davon, dass der Satz grammatikalisch nicht geht, geht es grundsätzlich überhaupt nicht.</li>
</ol>
<p>Zugegebenermassen, aus voyeuristischer Sicht ist Facebook super. Aber die Zeit ist gekommen, sich von den trashigen Mitteilungen der virtuellen Freunde zu verabschieden. In diesem Sinne: Aga ist dann mal weg!</p>
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		<title>Führer ist nicht gleich Führer!</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/02/25/fuhrer-ist-nicht-gleich-fuhrer/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 13:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Da gibt es ja diesen SVP-Politiker, der sich in seiner Freizeit als serbischer Nationaldichter betätigt. Blöderweise hat er noch eine Frisur, die der meinen auf den ersten Blick sehr ähnlich ist, wobei man klar unterscheiden muss: Freysinger trägt die Nazi-Variante zu langhaarig (Seiten kurzrasiert) und nur weil er auch ein paar Strähnen hinten zusammenbindet, verbrüdert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da gibt es ja diesen SVP-Politiker, der sich in seiner Freizeit als serbischer Nationaldichter betätigt. Blöderweise hat er noch eine Frisur, die der meinen auf den ersten Blick sehr ähnlich ist, wobei man klar unterscheiden muss: Freysinger trägt die Nazi-Variante zu langhaarig (Seiten kurzrasiert) und nur weil er auch ein paar Strähnen hinten zusammenbindet, verbrüdert uns das noch lange nicht. Musste einfach mal gesagt werden.</p>
<p>Also dieser serbische Dichterfürst, der war kürzlich ganz fest traurig, <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/ble-Nachrede-gegen-Oskar-Freysinger/story/30392476" target="_blank">weil er in einer Zeitung sein Bild neben dem des Führers abgebildet sah</a>. Damit hat der Oschki normalerweise zwar überhaupt kein Problem, geärgert hat ihn bloss, dass es der <em>falsche</em> Führer ist. Nicht der in Herrliberg lebende Wirschaftsflüchtling aus Deutschland, neben dem er sich oft und gerne abbilden lässt, sondern der olle Adolf, wie Freysinger selbst ein aus seinem Heimatland ausgewanderter Österreicher und erfolgloser Künstler, der sich dann aus Frust der Politik zugewandt hat.</p>
<p>Man muss sich die Frage stellen: was hat Freysinger eigentlich gegen Österreicher? Ist das so eine Art übermotivierter Integrationswillen? Die Daumenschraube empfiehlt auch hier, Gelassenheit walten zu lassen. Man <em>kann</em> Österreicher erfolgreich integrieren, dazu braucht es nicht mal Minarette. Freysinger muss hier, ähnlich wie Lumengo, als statistischer Ausreisser verbucht werden, quasi als die Ausnahme, ohne die die Regel nur eine vage Abmachung ist.</p>
<p>Davon völlig abgesehen war letzthin in der SF-Tagesschau ein Wirtschaftsexperte am salbadern, und er sprach von &#8220;&#8230; Deutschland, China und anderen Schwellenländern&#8221;. Fand ich noch so beachtlich. Ein anderer Experte, er sprach davon, wie sich die Lage in Ägypten weiterentwickeln werde, meinte fachmännisch, dass &#8220;die Situation besser werden könnte, sie könnte aber auch genausogut schlechter werden&#8221;. Wie viele Jahre muss man wohl studieren, um derart tief Sinn schürfen zu können?</p>
<p>Im Übrigen nehme ich mit grossem Erstaunen zur Kenntnis, was momentan im Nahen Osten abgeht. Finde ich ja gut, dass die jetzt alle Demokratie wollen, auch wenn die keinen blassen Dunst haben, worauf sie sich einlassen. Bei einer Diktatur ist man als Volk immerhin nicht verantwortlich für die Vollidioten, von denen man regiert wird. Aber das müssen die ja selbst wissen, da im Nahen Osten unten, ich kann mich nun wirklich nicht um alles kümmern.</p>
<p>Aber Demokratie hin oder her, wirklich bedenklich stimmt mich die Tatsache, dass es jetzt Millionen von guten Witzen gibt, die sich während dreissig Jahren erfolgreich an der Spitze meiner persönlichen Witz-Hitparade halten konnten und denen nun bald der Schnauf ausgeht. Beispiel gefällig? Wuala:</p>
<blockquote><p>Q: Was heisst &#8220;Kuhstall&#8221; auf Arabisch?</p>
<p>A: Muh-Barack!</p></blockquote>
<p>Man stelle sich vor: während dreissig Jahren konnte man an jede Party all around se globe gehen und diesen Witz zum Besten geben. Es haben nicht immer alle gelacht, aber immerhin haben ihn alle, die mehr als einmal pro Jahr Zeitung lesen, verstanden. Und nun hockt die Witzfigur im Taucherparadies und popelt sich in der Nase, bis sowohl sein Name als auch der Witz aus der kollektiven Erinnerung der Menschheit gelöscht sind. Es wird bald die Zeit kommen, wo man diesen Witz erzählt und das Gegenüber schaut einen nur blöd und verständnislos an. So wie mein Stift, als ich ihm sagte, dass er mit seiner Zigi im Mundwinkel ein bisschen aussehe wie James Dean und der Stift mich fragte, wer denn James Dean sei. Das sind eben die Opfer, die auf dem Schlachtfeld der Geschichte liegen bleiben und verantwortungsvolle Bürger wie mich machen solche Dinge tief betroffen.</p>
<p>Oh, von wegen Betroffenheit: während wir uns auf der Bettmeralp die Sonne auf den Pelz scheinen liessen, war ja da der grosse Heim-Skandal mit dem pädophilen Pfleger. Ganz, ganz üble Sache dies, da fallen nicht mal mir mehr blöde Sprüche ein dazu. Jedenfalls keine, die ich nüchtern auch noch lustig finden würde. Also, wie es sich gehört, wurde flugs ein Ziischtigs-Club (ja, ich weiss, dass der schon seit ca. 1821 nicht mehr Ziischtigs-Club sondern nur noch &#8220;der Club&#8221; heisst, aber das geht mir jetzt wirklich am Arsch vorbei) organisiert und das Thema mit tieftraurigen Mienen dem Volk lang und breit dargeboten. Ich mag jetzt nicht mehr die ganze Sendung schauen, aber irgendwann sagte jemand mehr oder weniger wörtlich:</p>
<blockquote><p>Ich bin zwar nicht direkt selbst betroffen, spüre aber eine tiefe Betroffenheit mit den Betroffenen und möchte ihnen an dieser Stelle meine Betroffenheit aussprechen.</p></blockquote>
<p>Es muss wohl ein Experte gewesen sein.</p>
<p>Ich schwöre übrigens, dass der Gaddafi, je älter und wirrer er wird, mehr und mehr meiner verstorbenen Om ähnelt (das hab ich schon mal gesagt hier, oder? Egal, was wahr ist, darf auch wiederholt werden). Der Gesichtsausdruck, die Kleidung, der Bart &#8211; alles stimmt. Vor allem, wenn er rumkeift und mit seinen Gesichtszuckungen anfängt, würde ich am liebsten an den TV gehen und ihm sagen, so Oma, ist gut jetzt, hier ist dein Rollator, jetzt geh wieder an dein Strickzeug oder verprass deine AHV am Kirchgemeinde-Lotto. Und das ist vor allem auch deswegen erwähnenswert, weil es zu der Zeit, als meine Oma den Schirm zutat, noch gar keine Rollatoren gab. Vielleicht hat man den Rollatoren damals auch ganz anders gesagt und ich weiss das bloss nicht, es werden ja ständig neue Wörter erfunden. Aber von den Rollatoren mal abgesehen: Manchmal habe ich sogar das Gefühl, ich höre in Gadaffis Reden einen Glarner Dialekt raus. Und das ist dann echt gruselig.</p>
<p>Wie ist das eigentlich, wenn der Gadaffi abdankt &#8211; kriegt dann der Merz sein Gesicht zurück?</p>
<p>Und wenn wir schon beim Thema &#8220;Realitätsverweigerung&#8221; sind, zieht euch doch bei Gelegenheit mal <a href="http://www.youtube.com/watch?v=OZJwSjor4hM&amp;feature=player_embedded" target="_blank">dieses Video</a> rein. Der Star der Sendung ist Shirley Phelps-Roper, ihrerseits eifrige Missionarin der Westboro Baptist Church und Tochter des Gründers derselben. Shirley bekommt vor laufender Kamera sowas ähnliches wie eine schallende Internet-Watsche und dieses Video wird ein Klassiker werden, der den Mubarak-Witz um mindestens hundert Jahre überleben wird, davon bin ich fest überzeugt.</p>
<p>Oh, und noch wegen dem serbischen Nationalpoeten: der hat doch mal ein Gedicht über den Bortoluzzi geschrieben. Aus aktuellem Anlass hätte ich ihm sonst noch einen Reim auf &#8220;Amstutz&#8221;, der in die gleiche Kategorie passen würde.</p>
<p>Einfach melden, ich helfe ja gern.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Thanks, but no thanks.</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 12:36:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir haben ja in der Schweiz auch unser Akte-X-Format, es nennt sich Abstimmungssontag. Und auch dort ist die Wahrheit irgendwo da draussen.
Anders kann man nicht erklären, warum Alf vorerst die meisten Stimmen geholt hat, der alten Klapperkiste Mühleberg und den unverbesserlichen Atomköpfen von der BKW (wenn auch umstritten) das Vertrauen ausgesprochen wird und man doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben ja in der Schweiz auch unser <em>Akte-X</em>-Format, es nennt sich <em>Abstimmungssontag</em>. Und auch dort ist die Wahrheit irgendwo da draussen.</p>
<p>Anders kann man nicht erklären, warum <a href="http://www.daumenschraube.ch/2011/01/21/wahlen/" target="_blank">Alf</a> vorerst die meisten Stimmen geholt hat, der alten Klapperkiste Mühleberg und den unverbesserlichen Atomköpfen von der BKW (wenn auch umstritten) das Vertrauen ausgesprochen wird und man doch lieber hundertausende Knarren in Haushalten hat als nicht.</p>
<p>Aber die Auswirkungen sind auch lokal nicht zu unterschätzen.</p>
<p>Somit dürfen wir uns im Kanton Bern für die nächsten zehn Jahre von jeglichem Fortschritt jedweder Couleur verabschieden. Mit Alf im Ständerat (muss zwar erst noch passieren, aber viel steht da nicht mehr im Weg) würden die feuchten Träume der Auf<em>rechten</em> ein kleines bisschen wahrer, und mit dem Volksvorschlag zur Fahrzeugbesteuerung gehen wir ökologisch zurück in die roaring eighties.</p>
<p>Zudem haben wir es jetzt amtlich: Es gibt Leute, die immer noch nicht begriffen haben, wie man abstimmt. Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann.</p>
<p>Apropos, grosses Kompliment an die Limmat zur Waffeninitiative. Liebe Stadtzürcher, ihr habt den ganzen Kanton gerettet. Wir fühlen mit euch, wir wissen was es heisst, in einem grossen Kanton von Hillbillies umzingelt zu sein. Nicht schön.</p>
<p>Aber darum geht es ja gar nicht, obwohl ich von dem ganzen Volkswillen(TM) vorerst mal die Schnauze gestrichen voll habe.<em><br />
</em></p>
<p>Meinereiner muss zurück in die kalte Heimat, es gibt dort akut Familienbusiness zu erledigen. Könnte ein wenig dauern, daher sage ich vorläufig mal leise Tschüss.</p>
<p>Ich habe aber für Stellvertretung gesorgt, unser neuer Kollege wird sich diese Tage vorstellen und meine Lücke ohne Probleme füllen.</p>
<p>Ich wünsche euch derweil viel Spass mit den Ewiggestrigen und ihren liebsten Spielzeugen namens Offroader, Brennstab und Sturmgewehr.</p>
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		</item>
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		<title>Afghani oder afghani nid?</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/02/11/afghani-oder-afghani-nid/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 13:48:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss sich manchmal auch was gönnen.
Hase und ich haben deshalb unsere Ängste und Sorgen überwunden und uns in ein noch wenig erforschtes Gebiet aufgemacht, um dort die lokalen Besonderheiten und Gebräuche zu studieren. Und so nebenbei bissi im Schnee rumzutoben. Gerne, als Kontrastprogramm zu unserem normalen Leben, in ein Gebiet, das von religiösen Fundamentalisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man muss sich manchmal auch was gönnen.</p>
<p>Hase und ich haben deshalb unsere Ängste und Sorgen überwunden und uns in ein noch wenig erforschtes Gebiet aufgemacht, um dort die lokalen Besonderheiten und Gebräuche zu studieren. Und so nebenbei bissi im Schnee rumzutoben. Gerne, als Kontrastprogramm zu unserem normalen Leben, in ein Gebiet, das von religiösen Fundamentalisten und/oder politischen Autokraten beherrscht wird. Im Grunde genommen hatten wir also nur Weissrussland, die Kandahar-Region oder das Wallis zur Auswahl &#8211; wir entschieden uns dann, weil niedrigster CO2-Footprint, für letzteres und sind auf die Bettmeralp gefahren.</p>
<div id="attachment_8786" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/der-zigan-kocht.png"><img class="size-full wp-image-8786 " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/der-zigan-kocht.png" alt="" width="245" height="245" /></a><p class="wp-caption-text">Gypsy Kitchen!</p></div>
<p>Gut, wir haben auch festgestellt, dass das Wallis jedes Jahr ungefähr gleichviel Entwicklungshilfe und Wirtschaftsförderung wie Afghanistan und Weissrussland zusammen erhält, von dem her wollten wir doch auch mal sehen, was die mit unserem Geld so machen den ganzen Tag. Hase hatte im Internet eine Ferienwohnung gesucht und auch gefunden &#8211; sie war zwar schweineteuer, aber immerhin ausgezeichnet ausgestattet. Meine Wenigkeit war ja primär an der Küche interessiert und dementsprechend hocherfreut, als ich feststellen durfte, dass es die mit Abstand besteingerichtete Ferienwohnung war, die ich je zu mieten das Vergnügen hatte. Ich sag jetzt natürlich nicht, wo die Wohung genau war, weil ich vermeiden will, dass schon wieder eine Dschango Beinhart-Gedenkstätte eingerichtet wird, aber nur soviel: man hatte seitens Besitzerfamilie sogar daran gedacht, itauiänische Espresso-Maschinen in dreifacher Ausführung (klein, mittel, gross) anzuschaffen. Und da der Dschango auch ein nettes Sortiment an Pfannen und Töpfen sowie ein ordentlich geschliffenes, grosses Messer vorfand, konnte dem erholsamen Aufenthalt eigentlich gar nichts mehr im Weg stehen.</p>
<p>Man kann vorausschickend sagen, dass man im Wallis, den durchaus berechtigten Vorurteilen zum Trotz, einen ganz hübschen Urlaub verleben kann. Auch sind die Walliser gar nicht so schlimm, wie sie in den Medien dargestellt werden. Man muss im Umgang mit ihnen einfach folgende Themen meiden:</p>
<ul>
<li>die Jagd im Allgemeinen, Wölfe im Speziellen</li>
<li>Zahlungsausgleich</li>
<li>Subventionen</li>
<li>Umweltschutz</li>
<li>Religion, v.a. die Abwesenheit derselben</li>
<li>Politik</li>
<li>Militär / Schusswaffenbesitz</li>
<li>Heli-Skiing</li>
<li>Klimawandel</li>
<li>Frauenrechte</li>
<li>Minderheitenrechte</li>
<li>Europa</li>
<li>EU und UNO (wenn nicht in der Rolle als Geldgeberinnen)</li>
</ul>
<p>Als Faustregel darf gelten: was an einem normalen Familientreffen nicht zur Katastrophe führt, wird auch im Gespräch mit Wallisern in der Regel friedlich enden (your family may vary). Und wie an einem Familientreffen machen grosse Mengen an Alkohol die Sache weit erträglicher.</p>
<p>Übrigens durfte ich feststellen, dass die Bettmeralp und benachbarte Gebiete (ich nehme an, das gilt auch für den Rest des Wallis) ein Paradies ist. Jetzt nicht primär ein Paradies für Wandervögel oder Wintersportbegeisterte, sondern auch und vor allem ein Paradies für den Deppenapostroph. Dieser war derart inflationär in Gebrauch, dass ich mir überlege, ihn zukünftig nur noch &#8220;Bettmerapostroph&#8221; zu nennen. Die nachfolgende Lichtbildreihe, die keineswegs Anspruch auf auch nur annähernde Vollständigkeit erhebt, mag dies belegen.</p>
<div id="attachment_8789" class="wp-caption aligncenter" style="width: 342px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph03.png"><img class="size-full wp-image-8789    " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph03.png" alt="Bettmerapostroph 1" width="332" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Bettmerapostroph 1 - der zeitlose Klassiker</p></div>
<p style="text-align: center">
<div id="attachment_8788" class="wp-caption aligncenter" style="width: 356px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph02.png"><img class="size-full wp-image-8788  " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph02.png" alt="" width="346" height="461" /></a><p class="wp-caption-text">Bettmerapostroph 2 - originell!</p></div>
<p style="text-align: center">
<div id="attachment_8787" class="wp-caption aligncenter" style="width: 356px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph01.png"><img class="size-full wp-image-8787  " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-bettmerapostroph01.png" alt="" width="346" height="461" /></a><p class="wp-caption-text">Bettmerapostroph 3 - die absolute Härte</p></div>
<p style="text-align: center">
<p>Auffallend ist, dass die Walliser für viele Dinge eine ganz eigene Bezeichnung haben. Dies hat nichts mit dem Walliser Dialekt zu tun, sondern nur mit der Tatsache, dass einige Dinge jenseits des Tunnels einfach ganz anders laufen. Ein Beispiel wäre hier der Begriff &#8220;autofrei&#8221;. Die Bettmeralp wirbt ja damit, autofrei zu sein. Nun stellt sich der strunznormale Tourist unter &#8220;autofrei&#8221; vor, dass er während seines Aufenthalts davon entbunden ist, Abgase aus Motorfahrzeugen einzuatmen. Auf der Bettmeralp bedeutet &#8220;autofrei&#8221; aber nur, dass keine vierrädrigen Personenwagen auf den Strassen fahren, was aufgrund der Topographie sowieso unmöglich wäre. Stattdessen hat man dort auf das CO2-freundliche und völlig lärmneutrale Fahrzeug &#8220;Motorschlitten&#8221; gesetzt und mutmasslich jedem Einwohner von Betten mit einem IQ von über 30 so ein Teil geschenkt, was dazu führt, dass man vor der Seilbahnstation innert fünf Minuten ungefähr dieselbe Menge an Feinstaub und Zweitakter-Abgasen einatmet, wie wenn man sich während einer Stunde in Zürich ans Central gestellt hätte. Aber Autos im Sinne von vierrädrigen PKWs, das muss man sagen, haben wir die ganze Woche über tatsächlich keine gesehen.</p>
<p>Interessant ist auch, wie sich die Touristen in einem &#8220;autofreien&#8221; Gebiet verhalten. Ungedenk der Tatsache, dass ständig Monstertrucks auf Raupen in einem Arschtempo durchs Dorf heizen, lassen Unterschweizer mit einem seligen Grinsen im Gesicht ihre Brut völlig sorglos umhertoben, beziehungsweise sich auf der Strasse hin- und herwälzen. Das Kind an sich verhält sich bei akuter Gefahr ja ähnlich wie das gemeine Reh, nämlich entweder mit Flucht oder mit Schockstarre. Der Fluchtreflex wird aber offenbar durch Winterkleidung und Schnudernase massgeblich behindert, so dass nur die Starre als adäquate Reaktion bleibt. Herzerfrischend, mitanzusehen, wie so einem Laurin oder einer Leonie vor einem 1.5 Tonnen schweren Dröhnmaschin der Kiefer runterklappt, weil der dumme Bratz gerade gemerkt hat, dass nur die just vollstreckte Vollbremsung des umsichtigen Chauffeurs sein Ende als Fettfleck auf Schnee verhindert hat. Gut, bei einigen Kindern hatten wir den Eindruck, als ob die Eltern das absichtlich machen würden (&#8220;Herr Richter, wir können doch nichts dafür, da stand ja extra noch <em>autofrei</em>!&#8221;). Aber das ist eine ganz andere Geschichte.</p>
<p>Und nochwas zum Thema Motorschlitten: für eine Fahrt von der Seilbahnstation zu unserer Wohnung (Fahrtzeit: grob geschätzte 12 Sekunden) durften wir SFr. 30.- (in Worten: dreissig) abdrücken. Zum Vergleich: mit dreissig Franken fahre ich hier mit dem Taxi einmal quer durch Bern und wieder retour. Dass uns der grenzdebile Freizeit-Schlittler auch noch am völlig falschen Ort rausgeschmissen hat und ich anschliessend auf Abwege geriet, deshalb auf die Schnautze knallte und dabei mein eh schon lädiertes Knie in schmerzhafter Weise in den Boden rammte, war in den dreissig Eiern glücklicherweise bereits inbegriffen.</p>
<p>Zum Schnee nur soviel: es hatte Unmengen von dem Zeug. Überall. Hase kam gar nicht mehr aus dem Vergischplen raus und mir, das muss ich zugeben, hing das Material nach vier Tagen doch schon ganz ordentlich aus dem Hals. Auch zeigte man sich auf der Bettmeralp mir gegenüber extrem unkooperativ, indem man jede Nacht den plattgedrückten und runtergeskifahrten Schnee wieder durch Neumaterial aus Schneekanonen und -lanzen ersetzte, wodurch es am nächsten Morgen dann wieder genauso aussah wie am Tag davor. Jede Nacht konnte man buchstäblich mit ansehen, wie sich an den Hängen unsere Steuern in weisses Rutschmaterial verwandelten. Es wäre ein wunderschöner Anblick gewesen, hätte es nicht so einen Höllenlärm veranstaltet.</p>
<div id="attachment_8785" class="wp-caption alignright" style="width: 489px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-panorama.png"><img class="size-full wp-image-8785  " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/02/bettmeralp-panorama.png" alt="" width="479" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Oben blau und unten weiss. Viel mehr gab es da eigentlich nicht zu sehen.</p></div>
<p>Oh, und apropos Schnee: wir waren ja auch noch Schneeschuhlaufen. Das war ein grosser Spass! Weil wir Memmen und blutige Anfänger sind, dachten wir uns, wir schliessen uns vielleicht besser einer geführten Schneeschuhwanderung an und entschieden uns dann für eine Tour mit <a href="http://wandersport.ch/" target="_blank">Ed Kummer</a>, einem alten Hasen im Geschäft. Ed heisst mit vollständigem Namen übrigens weder Edgar, noch Eduard, noch Theodor, sondern <strong>Edelbert</strong>, I shit you not. Nun ja, der Marsch war lange und grandios, dem Aletsch-Gletscher entlang und durch den Aletsch-Wald, ein Traum. Im Übrigen ist Schneeschuhlaufen relativ einfach und gar nicht so anstrengend, wie ich meinte. Hase hat dann auch noch stellvertretend für die Gruppe und zur Erheiterung derselben herausgefunden, dass man in Schneeschuhen nicht rückwärts gehen kann. Hei, was haben wir gelacht.</p>
<p>Nach etwa vier Stunden im Schnee waren wir dann auch relativ gebacken und wollten unbedingt etwas futtern. Das stellte uns aber vor einige logistische Probleme. Wir befanden uns nämlich auf der Riederfurka und wir wollten auf der Bettmeralp einkehren, was erstmal eine gute Stunde Marsch bedeutet. Gut, soweit kein Problem. Wenn man aber einen langen, unanstrengenden Weg geht, kommt man ins Plaudern. Und wenn man gehend und plaudernd Hunger hat, spricht man darüber, was man bald essen möchte. Und irgendwie hatten wir uns die fixe Idee &#8220;Raclette&#8221; eingebrockt. Auf der Bettmeralp angekommen, hatten wir uns die ganze Zeit schon auf Raclette gefreut und waren entsprechend giggerig auf das Zeug. Womit wir aber nicht gerechnet haben: nirgends ist es schwieriger, an ein Walliser Raclette zu gelangen, als im Wallis.</p>
<p>Ja, gut, in der einen oder anderen Beiz hätten wir wohl ein Raclette kredenzt bekommen können. Aber, und dieses aber muss ich gleich fett wiederholen, <strong>aber</strong> also ist es rein vom ökonomischen Standpunkt her extrem uninteressant, mit mir portionenweise Raclette verspeisen zu wollen. So ein Kilo Raclettekäse verdrücke ich nämlich schon locker, wenn ich gar nicht ausgesprochen hungrig bin und da auf der Bettmeralp, ich kann euch sagen, mein Magen lief ständig so zwei, drei Meter hinter mir her und sah schon aus wie ein täupelender Sepp Blatter. Es war kein schöner Anblick.</p>
<p>Wir latschten dann also das elende Dorf auf und ab, um eine Gaststätte zu finden, die uns Raclette à discretion kredenzen würde &#8211; völlig aussichtslos. Schon portionenweise war das nur in einer Beiz möglich (acht Stutz für die Portion &#8211; ja danke, für geschätzt 150 Hämmer kann ich mir den Ranzen auch mit subventionsfreien Sushi vollschlagen). Es war schon lange dunkel und in den Strassen liessen sich mittelalte Touristinnen von mittelschönen Skilehrern das Vorspiel bestehend aus Schüümli Pflüümli und Wodka Redbull angedeihen, als sich Dschango und sein Hase entschlossen, das Raclette-Thema zu vertagen und uns stattdessen eine Pizza zu gönnen. Die zwar wahnsinnig lecker war (gut, man hätte mir an jenem Abend auch eine überfahrene Leonie in der Mikrowelle aufwärmen können und ich hätte sie <em>wahnsinnig lecker</em> gefunden), mir aber die nächsten Tage den Dünnschiss bescherte. Man kann halt einfach nicht immer gewinnen und wer weiss, was mir mit einem Discount-Raclette oder einer Leonie im Bauch widerfahren wäre.</p>
<p>Raclette hatten wir dann übrigens am Tag der Abreise, indem wir uns im Bettmeralper Coop (das originellerweise &#8220;Walliser Wochen&#8221; hatte &#8211; wirklich exotisch so mitten im Wallis) eine Ladung des leckeren Walker-Käses gekauft haben und diesen dann am Abend zuhause in der Hasenhöhle zum Schmelzen brachten.Was zudem ohne einen Wirt zu bewerkstelligen war, der dauernd nervös um mich herumtanzt (&#8220;sitter <em>ganz </em>sicher, dass der no möget&#8230;?!?&#8221;).</p>
<p>Man kann abschliessend also feststellen: ja, es ist möglich, im Wallis Ferien zu machen und dies auch noch zu überleben. Andere Entwicklungsländer sind sicher günstiger, haben auf der anderen Seite aber meist auch weniger Schnee, von Motorschlitten ganz zu schweigen. Oh, da fällt mir noch ein, dass <a href="http://www.n-tv.de/panorama/Malawi-prueft-Furz-Verbot-article2532101.html" target="_blank">Malawi ein Furz-Verbot kennt und dieses in Zukunft auch durchsetzen will</a>. Also noch eine Gegend, die aus finanziellen Gründen als Feriendestination für den Dschango eher als kostspielig einzuschätzen ist.</p>
<p>Nächstes Jahr also doch Afghanistan.</p>
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		<title>Die Leiden des jungen Toni</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 13:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aga T. Korhonen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welt ist schampar ungerecht, hat doch die SRG jüngst dem linken Rebellen und &#8220;s&#8217;isch mini Idee gsi&#8221;-Erfinder Roscheee Vieräzwänzg Schawinski eine Plattform in Form einer Talkshow zur Verbreitung seiner Anti-SVP Parolen geboten. Das passt dem Brunner Toni selbstredend überhaupt nicht und er und seine Politsekte verlangen flugs einen Gebührenboykott gegen die SRG .
Ist ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt ist schampar ungerecht, hat doch die SRG jüngst dem linken Rebellen und &#8220;s&#8217;isch mini Idee gsi&#8221;-Erfinder Roscheee <span style="text-decoration: line-through">Vieräzwänzg</span> Schawinski eine Plattform in Form einer Talkshow zur Verbreitung seiner Anti-SVP Parolen geboten. Das passt dem Brunner Toni selbstredend <a href="http://www.sonntagszeitung.ch/nachrichten/artikel-detailseiten/?newsid=165862" target="_blank">überhaupt nicht</a> und er und seine Politsekte verlangen flugs einen Gebührenboykott gegen die SRG .</p>
<p>Ist ja auch ein ziemlich diffuser Plan der SRG die &#8220;<em>SVP im Wahljahr ausschalten</em>&#8221; zu wollen. Da kann sich Brunners Toni ein Angstbisi kaum verklemmen und hat einen super Slogan (um nicht zu sagen Hilferuf) kreiert: &#8220;<em>Schweizer wählen SVP und wollen eine ausgewogene SRG</em>&#8220;. Bravo, sag ich da nur, nehmt Nadine Borter den Titel Werberin des Jahres wieder weg und übergebt diese Trophäe umgehend und subito an den blonden Lausebengel aus Ebnat-Kappel!</p>
<p>Ist ja nicht zu übersehen, dass dieser linke Pöbel bei der SRG nur ein Ziel verfolgt, nämlich die SVP und ihre Anhänger aus dem Programm zu verbannen. Dies ist mehr als offensichtlich mit Sendungen wie beispielsweise &#8220;Hopp de Bäse&#8221;, &#8220;Samschtig-Jass&#8221; und &#8220;Ab auf die Alp&#8221;, welche vorzugsweise von linken Chaoten konsumiert werden.</p>
<p>Ja ja, der Brunner Toni hat es nicht leicht: Seine Ideenflüsterer Blochers Stöffeli, Grinsekatze Mörgeli und nicht zuletzt <a href="http://www.daumenschraube.ch/2011/01/21/wahlen/" target="_blank">Alf</a> verwirren den Stallburschen dermassen, das kann schon mal eine Angstattacke provozieren. Aber Roscheee zum Wahlkampfthema zu machen ist in etwa so hanebüchen wie die restlichen Themen dieser Spasspartei. Ist halt einfacher, grinsend und händeringend Angst zu schüren als mühsam mit fundierten Argumenten zu politisieren. Voilà.</p>
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		<title>So oder anders</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 22:03:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hurra, der erste August ist gerettet!
Danke, danke, danke, liebe Frau Kohli, dass sie dafür gesorgt haben, dass mein linksnationalistisches Herz am 1. August 2011 doch noch weiss, wo es hingehören darf. Stark, wie sie das Geld von privaten Sponsoren aufgetrieben haben &#8211; immerhin war dies das erste Mal, wo man sie als politisch aktive Figur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hurra, der erste August ist gerettet!</p>
<p>Danke, danke, danke, liebe Frau Kohli, <a href="http://www.20min.ch/news/bern/story/14217029" target="_blank">dass sie dafür gesorgt haben</a>, dass mein linksnationalistisches Herz am 1. August 2011 doch noch weiss, wo es hingehören darf. Stark, wie sie das Geld von privaten Sponsoren aufgetrieben haben &#8211; immerhin war dies das erste Mal, wo man sie als politisch aktive Figur wahrnehmen konnte, von dem her: Hut ab!</p>
<p>Aber einewä, <a href="http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/13452027" target="_blank">irgendwann diese Woche</a> war ja folgende 20Min-Bildunterschrift zu lesen:</p>
<blockquote><p>Die SVP will die Bundesfeier mit Volksmusik statt Rapper-«Gfotz».</p></blockquote>
<p>Ruhig, Brauner, ich nöle jetzt überhaupt nicht wegen dem Satz an sich, auch nicht wegen der SVP. Es geht vielmehr darum, dass ich den Satz erstmal falsch gelesen habe, nämlich so:</p>
<blockquote><p>Die SVP will die Bundesfeier mit Volksmusik statt Rapper «Gfotz».</p></blockquote>
<p>Was in mir die folgenden Gedanken auslöste:</p>
<ul>
<li>Wer ist dieser Rapper &#8220;Gfotz&#8221;?</li>
<li>Irgendwie noch ein cooler Name für einen Rapper.</li>
<li>Bin ich noch Trend, wenn ich noch nie vom weltberühmten Rapper &#8220;Gfotz&#8221; gehört habe, obwohl der immerhin der SVP tierisch auf den Sack zu gehen vermag?</li>
<li>War ich <em>jemals</em> Trend?!</li>
<li>Sinnkrise!!</li>
</ul>
<p>Ja, OK, es war dann nicht ganz so schlimm, weil ich habe die Unterschrift dann nochmal gelesen und war fürs erste beruhigt. Aber man muss mir zustimmen: ein <em>verdammt</em> cooler Name für einen Rapper wärs alleweil.</p>
<p>Tödlich für eine Karriere als Rapper wäre hingegen der Name &#8220;Balsiger&#8221;. Hat einfach keinen <em>Swag</em>, der Name, da stimmen mir wahrscheinlich 98% der West- und mindestens 87% der Eastcoast zu. Wahrscheinlich deshalb hat sich Marc Balsiger darauf beschränkt, zu bloggen statt zu rhymen. Man weiss ja, dass meinereiner mit Herrn Balsiger das Heu selten auf derselben Bühne hat, umso erstaunter war ich dann, als ich <a href="http://www.wahlkampfblog.ch/?p=4064" target="_blank">seine Meditationen bezüglich des Fehr-Slappings vor dem Albisgüetli</a> gelesen habe. Erst habe ich mich versichert, dass ich tatsächlich auf der richtigen Seite gelandet bin &#8211; er schrieb mir direkt aus der Seele.</p>
<p>Muss ich jetzt den &#8220;Gewalt ist undemokratisch und pfui&#8221;-Disclaimer hier auch noch runterbeten? Ich glaube nicht, und falls sich jemand für präventive moralische Notbremsen interessiert, kann er sich diese auch grad so gut <a href="http://www.daumenschraube.ch/2010/12/10/drogen-fur-alle-schaden-kann-es-eh-nicht-mehr/" target="_blank">hier</a> nachlesen und bei Bedarf geistig und sinngemäss hier reincopypasten. Aber einewä. Wie Balsiger bin auch ich der Meinung: wer den Kopf bei Regen aus dem Fenster hält, muss sich nicht wundern, wenn er nass wird. Und wer seine gesamte politische Karriere auf Verhetzung, Polemik und verbaler Gewalt aufbaut, muss sich halt auch nicht wundern, wenn jemand von der Gegenseite diese Kriegsrhetorik tatsächlich ernst nimmt. Natürlich hätte ich nicht auf Fehr eingeprügelt, wenn er vor mir gestanden (bzw gelegen, lol) wäre. Das heisst noch lange nicht, dass ich es nicht <em>gerne getan hätte</em>, wenn mich nicht diverse Faktoren davon abhalten würden (das Strafgesetz ist hier übrigens noch das schwächste Bremsmittel). Von dem her gilt, wie auch im vorher verlinkten Artikel bereits geschrieben: verwerflich, ja, in der Tat, trotzdem qualifiziert es für ein Gratisbier vom Dschango.</p>
<p>Es gibt auf der ganzen Welt keinen Ort, wo Extremisten <em>nicht</em> unter Personenschutz in die Öffentlichkeit treten müssen. Keinen Ort ausser der Schweiz. Und das ändert sich nun keineswegs deswegen, weil sich die Szene &#8220;radikalisiert&#8221; hat, wie uns das die Medien erklären wollen oder weil Blogs &#8220;Hassattacken begünstigen&#8221; würden, wie uns das <a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/01/22/Schweiz/Bedrohte-Politiker-Hasstiraden-Sprengsaetze-Attacken" target="_blank">Karin Keller-Sutter</a> weismachen will. Politisch motivierte Gewalttaten gab es schon immer, auch in der Schweiz. Selten ist nur, dass es mal einen trifft, der es auch verdient hat.</p>
<p>Dass sich die vier grössten Parteien im Anschluss an den Albisgüetli-Vorfall nicht schnell genug zu einer gemeinsamen Erklärung gegen Gewalt in der Politik hinreissen lassen konnten, war klar. Sinnvoller wäre aber vielleicht gewesen, wenn sich stattdessen die gemeinsam immer noch drei grössten Parteien <em>vor dem Vorfall</em> in einer Erklärung gegen Polemik und Verhetzung in der Politik durchgerungen und diese auch eingehalten hätten.</p>
<p>Ah, wo wir schon bei &#8220;kein Rückgrat&#8221; sind: Beeindruckt hat mich diese Woche auch noch <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2c36931e-695b-4c6d-85ee-a1145ab89ec9;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht" target="_blank">Christian Wasserfallen mit seinem Auftritt bei der Rundschau</a>. Wirkt schon etwas unausgeglichen, der junge Mann. Aber immerhin lieferte er mit seinem Auftritt ein schönes Beispiel dafür ab, was das Wort &#8220;Lobbyist&#8221; genau bedeutet. Aber davon mal abgesehen: ist euch aufgefallen, dass er zu zwinkern vergisst, wenn er spricht? Ich würde Wafa Jr. zu allem zustimmen, wenn er nur aufhören würde, mich so psycho anzuglotzen&#8230;</p>
<p>Und grad lese ich im heutigen Blabend von Steven (22) aus Andelfingen ZH, der &#8220;trug als Teenager extrem breite Jeans, heute haben sie keinen Platz mehr in meinem Kleiderschrank.&#8221;</p>
<p>Da fragt sich jetzt doch primär, ob der Schrank an Breite verloren hat oder die Hosen an Breite gewonnen.</p>
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		<title>Wähl mich!</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 14:17:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jaja, es ist mal wieder diese gewisse Zeit. Die Zeitungsblätter haben Freude, weil ihnen Inserate auf einmal die Contentlücken wieder lukrativ zu füllen vermögen und ringsum werden wir vierfarbig angelogen, dass es eine Gaudi ist. Welche Zeit, fragt ihr? Ganz einfach: es ist Wahl- und Abstimmungszeit!
Anfangen tut es ja schon beim AKW Mühleberg, über das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, es ist mal wieder diese gewisse Zeit. Die Zeitungsblätter haben Freude, weil ihnen Inserate auf einmal die Contentlücken wieder lukrativ zu füllen vermögen und ringsum werden wir vierfarbig angelogen, dass es eine Gaudi ist. Welche Zeit, fragt ihr? Ganz einfach: es ist Wahl- und Abstimmungszeit!</p>
<p>Anfangen tut es ja schon beim AKW Mühleberg, über das wir am 13. Februar, zwar nicht wirklich rechtskräftig, aber doch immerhin konsultativ abstimmen dürfen. Ich darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass ich in meinem nun schon mehrjahrzehntig wähnenden polititschen Leben vor einer Abstimmung noch selten derart brandschwarz angelogen wurde. Zumindest nicht mit Lügen, die ich selbst mitfinanziert habe.</p>
<p>So heisst es beispielsweise auf <a href="http://www.muehleberg-ja.ch/de/aktuelles/meldungen/medienkonferenz-2011-01-12.php" target="_blank">muehleberg-ja.ch</a> (sowie in grossflächigen Inseraten in der Tagespresse):</p>
<blockquote><p>Der Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg gewährleistet die  Versorgungssicherheit, ist klimafreundlich und basiert auf einheimischer  und preisgünstiger Produktion.</p></blockquote>
<p>Das finde ich ja mal sehr interessant. Nicht nur, weil sogar der &#8220;Bund&#8221; von heute meint, dass, wenn man tatsächlich einigermassen sichere (wie auch immer man diese Sicherheit in Bezug auf Rohstoffe und Abfälle definieren will) Atomkraftwerke bauen will, diese gut das Doppelte kosten würden wie bisher geschätzt, und sich somit das Argument der Preisgünstigkeit schon mal zerschlägt. Nein, ganz besonders spannend finde ich den Hinweis auf die &#8220;einheimische&#8221; Produktion. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass das überparteiliche Komitee &#8220;Ja zu Mühleberg&#8221; von geheimen Uranminen im Jura oder im Wallis weiss, die es dann im Ernstfall anzuzapfen gedenkt. Ansonsten müsste man ja auch Ananas, die in der Schweiz eingedost werden, als &#8220;in der Schweiz produziert&#8221; angesehen werden, was irgendwie ja schon stimmt, aber eigentlich eben doch nicht. Oder ist das nun das Cassis-de-Dijon-Prinzip, auf Energieträger angewendet? Dieses Rätsel muss bis auf weiteres ungelöst bleiben.</p>
<p>Schon viel klarer wird es, wenn es um die Waffeninitiative geht. Ich meine, schauen wir uns die ganze Sache mal möglichst emotionsfrei an. Völlig unabhängig davon, was die BefürworterInnen sagen und was die Argumente für die Initiative sind: bisher hatte ich bei allen Leuten, egal ob Polit-Promi oder fernab dem Zirkus, egal ob Mann oder Frau, die mir erklären wollten, warum man <em>gegen</em> die Initiative sein muss, ein wahnsinnig schlechtes Gefühl. Bei allen fand ich irgendwie, dass die Initiative justament wegen diesen Leuten zustandekam und dass ich vielleicht ein bisschen besser schlafen könnte, wenn ich wüsste, dass wenigstens der oder die kein Sturmgewehr mehr neben dem Näscht stehen hat. Von dem her hätten die GegnerInnen der Initiative ihrem Anliegen den grössten Dienst darin erwiesen, indem sie das gemacht hätten, was öfters sinnvoll ist, heute aber zu einer selten vorhandenen Kompetenz geworden zu sein scheint, nämlich die, im richtigen Moment die Fresse zu halten.</p>
<div id="attachment_8592" class="wp-caption alignright" style="width: 264px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_markwalder_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8592  " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_markwalder_01.jpg" alt="" width="254" height="169" /></a><p class="wp-caption-text">der Wolf...</p></div>
<p>Nun gut. Aber wir haben ja nicht nur über Sachthemen zu entscheiden, sondern wir dürfen auch mal wieder VolksvertreterInnen wählen, judihui. Ich bin es müssig, auf Inhalte (haha) einzugehen, komme also gleich zur fröhlichen Schelte. Beziehungsweise eben nicht, da ich mit Christa Markwalder anfange. Diese, beziehungsweise ihr Beratungsstab, hat ja wohl so gut wie alles richtig gemacht. Die sonst eher den Sexappeal von einem lauwarmen Glas Mineralwasser versprühende Frau Markwalder, mit der ich ausser der Freude an illegalen Drogen wenig gemeinsam habe, wirkt auf diesen Plakaten wahrlich rrrrhrhrhrhrrrr, wie sie da wölfisch ihre Zähne fletscht und ihr leicht asymmetrisches Auge wirkt wie ein keckes Zuzwinkern &#8211; me likes a lot!</p>
<p>Der Markwaldersche Stab war also auf der Höhe der Zeit. Was man von ihrer Partei nicht wirklich behaupten kann. Mit grossem Erstaunen nehmen wir beispielsweise zur Kenntnis, dass nicht, wie eigentlich zu erwarten wäre, auf der Homepage der FDP Kanton Bern ein grossformatiges Biudaleh vom FDP-Zugpferd der Stunde prangt &#8211; man muss beinahe auf den Gedanken kommen, dass <a href="http://www.news.ch/Thierry+Carrel+steigt+fuer+FDP+in+die+Politik+ein/473783/detail.htm" target="_blank">Herzjesu-Carrel</a> ihr den Zugpferd-Status abgenommen hat und ihre Partei sie bereits vor den Wahlen aufgegeben hat. Aber noch viel erstaunlicher ist, dass das &#8220;<a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011-homepage-ftp-kanton-bern-loremipsum.png" target="_blank">Kantonale Kernthema Nummer 1</a>&#8221; der FDP des Kantons Bern offenbar seit einiger Zeit schon Folgendes ist:</p>
<blockquote><p>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy  eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed  diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum.  Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor  sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed  diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam  erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et  ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem  ipsum dolor sit amet.</p></blockquote>
<p>Kommt euch bekannt vor? Geht mir ähnlich. Ich meine, ja gut, wenn die FDP schon auf ihrem Informationsmedium Nummer 1 zugibt, dass ihr die Themen ausgegangen sind, dann wäre doch eine Parteiauflösung langsam angesagt, oder nicht?</p>
<div id="attachment_8591" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_wyss_01.png"><img class="size-full wp-image-8591   " src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_wyss_01-e1295611574478.png" alt="" width="224" height="322" /></a><p class="wp-caption-text">... das Lamm...</p></div>
<p>Auf der anderen Seite kandidiert noch ein gut erhaltenes Grosi für einen Sitz ins Stöckli. Ah nein, sorry, ist ja Ursula Wyss. Wenn der Beratungsstab von Frau Markwalder alles richtig gemacht hat, würde ich demjenigen von Frau Wyss ein Komplettversagen attestieren. Oder der Frau Wyss eine Beratungsresistenz, die sich gewaschen hat; keine Ahnung, welche Variante jetzt der Realtität mehr entspricht.</p>
<p>Frau Wyss ist auf ihrem Wahlplakat mal wieder trefflich gelungen, genau das Image der SP zu visualisieren, mit dem die Partei seit Jahren verliert: bieder, bemüht, verklemmt, verkrampft, zahn- und harmlos. Die Frisur! Und ich sage nochmals: DIE FRISUR!!</p>
<p>Ursle macht wieder ihr über Jahre bewährtes Gesicht eines Schäfchens, das gerade unerwartet, wenn auch nicht unwillkommen, beglückt wird und hat fürs Foti die Kleiderkiste von Ruth Dreyfuss geplündert. Die Perlenkette hat sie von Barbara Hayoz ausgeliehen und man fragt sich, was sie mit ihren Händen da anstellt &#8211; betet sie? Knübelt sie an einem Ekzem rum? Oder versucht sie einfach, die Hände oben zu behalten, damit sie sich nicht dauernd am Arsch kratzt? Wieder ein ungelöstes Problem, das wohl auch nach dem 13. Februar einer Auflösung harrt.</p>
<div id="attachment_8590" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_joss_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8590" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_joss_01.jpg" alt="" width="200" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">... auf der grünen Wiese...</p></div>
<p>Nun gut.</p>
<p>Es gibt ja noch einen dritten Kandidaten, EVP-Mann Marc Jost, und ich muss neidlos zugeben: der Mann hat was. Ich spreche jetzt natürlich nicht von seiner Partei (dank &#8216;E&#8217; schon an sich so unwählbar wie die Opposition in Weissrussland) oder Politik (häh?), sondern von seinem geradezu unverschämt guten Aussehen. Zumindest fotogen ist der Mann, wenn es ihm auch gefällt, zu unsichtbaren Freunden zu sprechen. Aber geistige Gesundheit war ja noch nie Voraussetzung dafür, in der Politik Erfolg zu haben.</p>
<p>Ich mag Herrn Josts ernsten, doch irgendwie schon kühnen Blick in die Zukunft, mit dem er mir suggeriert: &#8220;Dschango, es wird erstmal schlimmer, bevor es besser wird. Es wird sogar viel, viel schlimmer. Aber gemeinsam kriegen wir das schon hin, keine Sorge.&#8221; Ich würde Herrn Jost gerne wählen, wirklich. Wenn ich weiblich, über fünfzig, geschieden und hirnamputiert wäre, beispielsweise.</p>
<p>Man muss abschliessend sagen, dass, wenn in der Politik nicht Inhalte, sondern nur Äusserlichkeiten zählen würden, dann hätte Marc Jost wirklich eine gute Chance, in den Ständerat gewählt zu werden.</p>
<p>(Und allen, die mir den Einstieg in den letzten Satz geglaubt haben, euch allen hätte ich sonst das Berner Münster zu verkaufen &#8211; einmalig günstige Gelegenheit!).</p>
<p>Schliesslich und endlich gibt es in diesem fröhlichen Ringelreihen der Meinungen und Positionen auch noch eine vierte Kandidatur um den Sitz im Stöckli: das wandelnde Güllefass aus dem Oberland (aussen hart, innen hohl und wenn die Klappe aufgeht, kommt nur Scheisse raus) will es auch noch wissen.</p>
<div id="attachment_8610" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_alfstutz_01.jpg"><img class="size-full wp-image-8610" src="http://www.daumenschraube.ch/wp-content/uploads/2011/01/2011_alfstutz_01.jpg" alt="" width="200" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">... HURZ!!</p></div>
<p>Ich habe ja wirklich keine Ahnung, warum das so ist, aber immer, wenn ich Amstutz sehe, kommt mir &#8220;Alf&#8221; in den Sinn. Alle anderen finden, er ähnle Richard Gere, aber ich finde, er sieht dem Katzenfresser aus dem Weltall deutlich ähnlicher.</p>
<p>Muss man zu Amstutz noch was sagen? Eigentlich nicht, da man ja alles Relevante bereits täglich in zig Inseraten in der Tagespresse nachlesen kann. Beeindruckend an Amstutz ist vor allem die einem Füllhorn ähnelnde Wahlkampfkasse der SVP (zu deren Positionen sich im Übrigen unter <a class="linkification-ext" title="Linkification: http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch" href="http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch">http://www.wasdiesvpverheimlicht.ch</a> eine hervorragend recherchierte Website finden lässt). Weshalb wir Herrn Amstutz an dieser Stelle in ähnlicher Weise ignorieren, wie er das in Bezug auf Intelligenz, Respekt und sachliche Argumente zu handhaben pflegt.</p>
<p>Und um noch einen abschliessenden Gag in diesem Feuerwerk an Humor und Launigkeit zu zünden: möge das Wohl des Landes, möge das Wohl von uns allen, mögen also diejenigen am 13. Februar gewinnen, die ohne Eigeninteressen und nur aus dem Wissen um ihre Verantwortung der Gesellschaft gegenüber Politik betreiben.</p>
<p>(OK, der war jetzt vielleicht sogar für meine Verhältnisse etwas sehr zynisch.)</p>
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		<title>Wo, bitteschön, geht es hier zum Hirn?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 17:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich, da waren Hase und ich in einer Gaststätte in der Altstadt, sie hiess &#8220;Ali Baba&#8221;. Und wie es sich für so einen Namen gehört, waren da nur total trendy Leute drin. Und wir Hasen, natürlich. Die Gaststube ist derart trendy, dass auch die Bedienung grossen Wert darauf legt, möglichst immer ihre Schokoseite zur Fensterfront [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, da waren Hase und ich in einer Gaststätte in der Altstadt, sie hiess &#8220;Ali Baba&#8221;. Und wie es sich für so einen Namen gehört, waren da nur total trendy Leute drin. Und wir Hasen, natürlich. Die Gaststube ist derart trendy, dass auch die Bedienung grossen Wert darauf legt, möglichst immer ihre Schokoseite zur Fensterfront gut sichtbar erstrahlen zu lassen; der Akt des Bedienens an sich wird da schnell mal zur Nebensache.</p>
<p>Das ist soweit ja auch ihr gutes Recht. Wenn sie gewusst hätte, dass es schon gopfertami viel braucht, damit mir Blondinen den Kopf verdrehen, dann hätte sie auch vielleicht von Anfang an gedacht, dass es nicht viel bringt, mich zu begrinsen. Trinkgeld gibts beim Dschango für gute Dienstleistung, nicht für jämmerliche Flirt-Versuche von Beinahe-Minderjährigen.</p>
<p>Vielleicht bin ich da ja altmodisch, aber es gehört von mir aus gesehen zur Basis-Kompetenz einer Bedienung in der Gastro-Branche, dass a) die Bestellung beim Kunden in einer für alle Beteiligten befriedigenden Weise aufgenommen wird sowie dem Kunden b) diese Bestellung in ihrer Vollständigkeit überbracht wird. Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt wird, ja dann ist das vergleichbar mit einem Metzger, der die Sau zur Wurst verarbeitet, ohne sie vorher zu töten. Klar ist es nicht weltbewegend, wenn der Metzger das so handhabt, blöd ist es aber alleweil, und sei es nur für die Sau.</p>
<p>Der erste Fail kam schon bei der Bestellung. Und zwar gelüstete mich nach einer Apfelschorle. Da ich dies nicht auf der Karte fand und einen grossen Durst zu verspüren meinte, bestellte ich, wörtlich zitiert, einen halben Liter halb-Apfelsaft-halb-Mineralwasser. Und stürzte damit die Bedienung in heillose Verwirrung. Nicht, dass sie hier nicht versucht hätte, Lösungen zu finden: sie schlug mir &#8220;einen Liter Schorle&#8221;, &#8220;je einen Liter Mineralwasser und Apfelsaft&#8221;, &#8220;zwei Gläser, jeweils halbvoll Mineralwasser, und noch ein Glas, bis oben hin gefüllt mit frischen Äpfeln&#8221;, sowie noch weitere spassige Variationen vor, die sie zu bringen bereit gewesen wäre. Wir kamen dann schliesslich überein, dass sie mir &#8220;0,25 Deziliter Mineralwasser und 0,25 Deziliter Apfelsaft in einem Halbliterglas&#8221; bringen würde &#8211; dieser Vorschlag kam von ihr und hätte ich von Anfang an gewusst, dass ich so hätte bestellen müssen, ich hätte es getan. Ehrlich. Schon nur dem Frieden zuliebe.</p>
<p>Nun gut. Nach einer grosszügigen Wartezeit, in der ich meinen Halbliter bereits leergetrunken hatte und mich nicht getraute, Nachschlag zu bestellen, da es noch andere Gäste im Restaurant hatte und ich nicht wollte, dass die Gehirnkapazität der Bedienung ausschliesslich durch mich belegt wurde, kam dann mein (im Übrigen höchst leckeres) Hauptgericht, allerdings vermisste ich die ebenfalls bestellte Vorspeise. Ich fragte deshalb die potentielle Soziologie-Studentin, auf deren CV dann irgendwann mal der Einsatz im Ali Baba als &#8220;hat Einblick in die harte Arbeitswelt gewonnen&#8221; auftaucht, ob meine Vorspeise vergessen gegangen sei. Als Antwort erhielt ich eine längere Denkpause, gefolgt von einem klaren und endgültigen &#8220;Ja&#8221;. Kein &#8220;sorry&#8221;, kein &#8220;das tut mir leid&#8221;, kein gar nix. Einfach nur ein ultimatives &#8220;ja&#8221;. Das war genau der Moment, an dem ihr Trinkgeld, den letzten gräulichen Schneehäufchen draussen gleich, dahinschmolz und nichts als kalten, harten Asphalt zurückliess.</p>
<p>Jetzt erstaunt das bei einer Gaststätten-Bedienung nicht wahnsinnig, wenn die etwas Mühe hat, das Hirn zu bemühen, man möge mir diesen kleinen Elitismus verzeihen, auch und besonders in Hinblick auf das potentielle Soz-Studium. Anders sieht es bei Chefredaktoren von Zeitungen aus, die sich gerne mal in Leitartikeln äussern. Leitartikel, das muss man der jüngeren Generation vielleicht erklären, das sind sowas ähnliches wie Blogs aus der Steinzeit, mit dem Unterschied aber, dass man fürs Lesen von Leitartikeln bezahlen muss und fürs Schreiben derselben bezahlt wird. Und ich befürchte, dass Artur K. Vogel pro Zeilen bezahlt wird. Nur so oder indem ich mir einen hemmungslos bekifften Vogel vorstelle kann ich mir erklären, wie er zum Bund-Leitartikel vom 31.12.2010 gekommen ist.</p>
<p>Anfangen tut der Artikel ja gar nicht mal so schlecht. Vogel prangert Karrieresucht, Geldgier, grenzenlosen Steuerwettbewerb, Raffgier und kurzfristiges Renditestreben an und beschwört das Schweizerische Arbeitsethos, das durch die sich rasant öffnende Armutsschere (gut, Vogel spricht hier von einer &#8220;Reichtumsschere&#8221;, was ja auch irgendwie aussagekräftig ist) beschädigt wird. Dann muss aber der Moment eingetreten sein, wo ihm die klaren Gedanken ausgegangen sind, aber noch ein paar Zeilen fehlten, damit das Auskommen stimmt, weil dann kommt dieser Abschnitt:</p>
<blockquote><p>Zwar mag es zum Wesensmerkmal einer direkten Demokratie gehören, dass an der Urne gelegentlich seltsame Verdikte gesprochen werden. Wenn sich diese aber häufen, wie momentan mit Minaretten, Abschiebung und Verwahrung, wenn «das Volk», das meist als mässigender Faktor auf die Politik einwirkt, seinen Unmut gleich mehrmals äussert, müsste das ein Fingerzeig für die herrschende sozialdemokratischlinksliberalgrüne Konsens-Nomenklatura sein, über die Bücher zu gehen und sich ein paar Gedanken zu machen.</p></blockquote>
<p>Und diesen Abschnitt las ich gleich noch dreimal durch, weil ich sicher war, etwas übersehen zu haben. Es kommt dann auch kein Satz, wo der Abschnitt als Ironie entlarvt wird, nein, ich befürchte, Vogel meint das wirklich ernst. Man müsste ihm vielleicht erklären, dass die Schweiz seit Gründung des Bundesstaates bürgerlich regiert und parlamentiert wird. Nirgends sind auf Bundesebene &#8220;Sozialdemokratischlinksliberalgrüne&#8221; in der Mehrheit, Herr Vogel scheint da Verschwörungstheorien auf den Leim gegangen zu sein. Hoffen wir mal, dass er kein Sturmgewehr zuhause rumliegen hat.</p>
<p>Apropos Realitätsverlust, letzthin, da sprach mich eine mittelalte Frau auf der Strasse an, ob ich denn Jesus im Herzen habe. Ich muss dazu sagen, dass ich noch öfters von mittelalten Frauen auf der Strasse bezüglich Jesus angesprochen werde, ich weiss auch nicht, warum das so ist. Jedenfalls verneinte ich diese Frage klar und meinte noch, dass, wenn ich Jesus im Herzen hätte, dies wohl ein Fall für den Kardiologen sei. Das fand die Frau nicht lustig.</p>
<p>Einer anderen mittelalten Frau, die mir mal auf der Strasse erklärte, Jesus sei ihre geistige Stütze,  versuchte ich mal diesen Gedankengang nahezulegen: Stützen sind doch  eigentlich nichts als Krücken. Krücken sind aber primär für Behinderte  gedacht. Sind dann alsp Leute, die geistige Krücken benötigen, nicht  logischerweise auch geistig Behinderte? Auch diese Frau hatte grosse  Mühe, meinen Gedankengängen zu folgen.</p>
<p>Ganz was anderes: Vor einer Weile flatterte unsere Stromrechnung ins Haus und wir waren not very amused. Aber was wosch. Grosse Freude kam dann hingegen auf, als wir letzthin wieder Post von den Bernischen Kraftwerken BKW bekamen: gross, bunt und mehrseitig wurde uns erklärt, warum wir Atomkraftwerke &#8211; pardon: Kernkraftwerke &#8211; gut finden sollen und warum das alles voll easy ist mit der Spalterei. Es wurde auch erwähnt, dass die Stadt Bern sich letzthin für KKWs ausgesprochen habe, da sie ja die Energiewende-Initiative abgelehnt habe. Natürlich war die Tatsache, dass stattdessen der Gegenvorschlag angenommen wurde, bei dem im Prinzip das spätere Datum der Einführung der einzige Unterschied darstellt, kein Wort wert. Und rückblickend finde ich es unglaublich befriedigend, eine Organisation unterstützen zu dürfen, die sich nicht nur nicht in politische Abstimmungen einmischt, sondern sich diese Nicht-Einmischung auch von sämtlichen Strombezügern des Kantons zu finanzieren weiss.</p>
<p>Und irgendwie schaffe ich es jetzt nicht, den lustigen Versprecher meiner Nichte übergangslos vom AKW herzuleiten, also wird das halt jetzt ein bisschen holprig, weil der Versprecher ist einfach zu gut, um ihn euch zu unterschlagen: meine dreijährige Nichte wollte letzthin ums Verrecken &#8220;telefonanieren&#8221;. Das passt aber wenigstens gut zum Versprecher, den Hase im Büro letzthin aufgeschnappt hatte, als jemand lauthals nach &#8220;Anus-Chräbeli&#8221; verlangte.</p>
<p>Ahso, stimmt ja: ein gutes neues Jahr wünsch ich euch allen &#8211; die Hoffnung stirbt schliesslich zuletzt.</p>
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		<title>Wer hätte das gedacht</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 19:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beharrlichkeit zahlt sich eben doch aus.
Gestern wurde ich vom 6. zum 5. Kyu befördert. Auf Deutsch heisst das, dass ich kein blutiger Anfänger mehr bin und gewisse Grundtechniken beherrsche.
Ist jetzt nicht so die Weltleistung per se, aber die Befriedigung sitzt tief. Der Motivation hat es auch nicht geschadet.
Der betonharte Arsch ist mehr so ein unbeabsichtigter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='series_toc'>Aus der Reihe: <h4>Nasse lernt kloppen</h4><br /></div><p>Beharrlichkeit zahlt sich eben doch aus.</p>
<p>Gestern wurde ich vom 6. zum 5. Kyu befördert. Auf Deutsch heisst das, dass ich kein blutiger Anfänger mehr bin und gewisse Grundtechniken beherrsche.</p>
<p>Ist jetzt nicht so die Weltleistung per se, aber die Befriedigung sitzt tief. Der Motivation hat es auch nicht geschadet.</p>
<p>Der betonharte Arsch ist mehr so ein unbeabsichtigter, aber willkommener Nebeneffekt.</p>
<br />Bisher in <b>Nasse lernt kloppen</b> erschienen:<ol><li><a href='http://www.daumenschraube.ch/2009/09/03/nasse-und-die-kampfkunst/' title='Nasse und die Kampfkunst'>Nasse und die Kampfkunst</a></li><li><a href='http://www.daumenschraube.ch/2009/10/20/gut-gerollt/' title='Gut gerollt'>Gut gerollt</a></li><li><a href='http://www.daumenschraube.ch/2009/12/05/ballistische-erfahrung/' title='Ballistische Erfahrung'>Ballistische Erfahrung</a></li><li><a href='http://www.daumenschraube.ch/2010/02/14/leistungsindex-schmerzbefreit/' title='Leistungsindex schmerzbefreit'>Leistungsindex schmerzbefreit</a></li><li><a href='http://www.daumenschraube.ch/2010/04/06/die-perfektion-und-ihr-kind/' title='Die Perfektion und ihr Kind'>Die Perfektion und ihr Kind</a></li><li>Wer hätte das gedacht</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Immer schön der Nase lang</title>
		<link>http://www.daumenschraube.ch/2011/01/05/immer-schon-der-nase-lang/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 20:29:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frisch und erholt melden wir uns aus dem Winterurlaub zurück, mehr denn je bereit, den Finger in die Wunde zu drücken. Und nötigenfalls noch draufzulegen.
Doch der Reihe nach.
Für einen grossen Teil der Menschen in unseren Kreisen, uns selbst eingeschlossen, waren die letzten Jahre politisch gesehen schwierig bis beschissen, je nach gesellschaftlicher Positionierung und Wohnort. Natürlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch und erholt melden wir uns aus dem Winterurlaub zurück, mehr denn je bereit, den Finger in die Wunde zu drücken. Und nötigenfalls noch draufzulegen.</p>
<p>Doch der Reihe nach.</p>
<p>Für einen grossen Teil der Menschen in unseren Kreisen, uns selbst eingeschlossen, waren die letzten Jahre politisch gesehen schwierig bis beschissen, je nach gesellschaftlicher Positionierung und Wohnort. Natürlich nicht nur, aber die Tendenz ist klar erkennbar. Das Jahr 2010 hat da nicht unbedingt dazu beigetragen, die Stimmung zu heben.</p>
<p>Vieles ist wirklich schwierig zu verstehen. Es gibt aber Geschichten aus der Mitte unseres Lebens, die diese Stimmung sehr gut ﻿﻿﻿illustrieren.</p>
<p>Da wäre zum Beispiel dieser gut gebildete Sohn eines insgesamt eher linken Anwalts, der freimütig bekennt, dass er SVP wählen würde, wenn er denn schon dürfte. Wir reden hier von einem jungen Mann, der in knapp sechs Monaten seine Wahlzettel einwerfen gehen wird. Hört man sich die Begründungen an, die keineswegs dumm oder unüberlegt sind, kann man sich ein Bild machen, wohin die Karawane im Moment so etwa zieht. Rebellion sieht anders aus.</p>
<p>Dann wären da die entfernten Bekannten, die vor ein paar Jahren noch  liberal-sozial-bürgerlich eingestellt waren, alles im praktikablen und akzeptablen Bereich. Mittlerweile fahren sie ziemlich stramm auf Blocher-Linie und tun dies bei mehr oder weniger vollem Bewusstsein. Das ganze Programm, ultra-strenge Justiz, Kultur an der kurzen Leine, Behandlung von Ausländern jenseits der Genfer Konventionen, you name it. Alles dabei. Ist ja auch ein extremes Beispiel.</p>
<p>Es gibt noch ganz viel dazwischen, ein erstaunlich populärer Ansatz ist beispielsweise die Überwachung durch den Staat auf der ganzen Linie. Wenn man sich ein wenig mit politischen Systemen und Datenschutz beschäftigt, kann einem schon ein bisschen mulmig werden, um mal auf dem Teppich zu bleiben. Und wir sind noch nicht in der Nähe des Stammtisches, dies nur nebenbei.</p>
<p>Die rechte Brei ist bereits ein Weilchen trendy, und es reisst nicht ab. Ich bin ziemlich froh, dass wir keine ausgewachsene Wirtschaftskrise oder Rezession haben, jedenfalls nichts im Format vergangener Tage. Denn das ist eine Mischung, die wir nicht brauchen.</p>
<p>So ein Experiment ging in Europa, nicht weit von hier und nicht allzu lange her, schon mal gehörig in die Hose.</p>
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		<title>Entscheidend ist, was hinten raus kommt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 16:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich, auf der mittäglichen Pilgerreise zum Migros. Arscheskälte, dieser zufolge vereiste Wege und Schneehaufen überall. Mitten in dem ganzen Elend ein uraltes Manndli, an der Leine sein Pudel. Der Köter leidet mutmasslich unter Verstopfung und quält sich unter grossen Anstrengungen ein offenbar steinhartes, horziontal aus seinem Anus herausragendes, längliches Kötelchen ab, das sich nicht abschütteln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, auf der mittäglichen Pilgerreise zum Migros. Arscheskälte, dieser zufolge vereiste Wege und Schneehaufen überall. Mitten in dem ganzen Elend ein uraltes Manndli, an der Leine sein Pudel. Der Köter leidet mutmasslich unter Verstopfung und quält sich unter grossen Anstrengungen ein offenbar steinhartes, horziontal aus seinem Anus herausragendes, längliches Kötelchen ab, das sich nicht abschütteln lässt. Der Hund, sich wohl nicht in ausreichendem Masse erleichtert gefühlt habend, schaut nach hinten, sieht da was in seinem Popo stecken &#8211; und dreht komplett ab. Erst rennt er seinem eigenen Hintern nach, wobei er sein Herrchen, selbiges auf eisigem Untergrund höchst instabil, mit der Leine umwickelt. Dann beginnt der Hund, den Kötel in seinem Arsch anzubellen. Anzuknurren. Läuft vor ihm weg. Winselt. Dreht sich wieder im Kreis. Und im Zentrum das alte, magere Manndli in seinem grauen Kamelhaarmäntelchen und der Fellmütze, das die ganze Zeit &#8220;jetz hör doch uuf, hör jetz uuf! Was bisch du für ne Tschumpu! Hör jetz ändlech uuf!&#8221; schreit, sich mit der Leine in der Hand um die eigene Achse dreht und dabei nur mühsam das Gleichgewicht halten kann. Was auf der anderen Seite den Köter auch wieder zu Höchstleistungen anspornt. Es war so ungefähr das Maximum, das ich an Weihnachtswunder dieses Jahr erwarten darf, und es zauberte mir tatsächlich noch Tage danach ein Lächeln aufs Gesicht.</p>
<p>Als ich den Hund, der Angst vor seinem eigenen Arsch entwickelte, so anschaute, musste ich an die Politik denken. Und tatsächlich sah ich heute Morgen im Bund den alljährlichen <a href="http://www.derbund.ch/bern/Auf-dass-der-Spendentopf-ueberquelle/story/12554172" target="_blank">Lobpreiset-die-Heilsarmee-denn-wir-wissen-ja-nicht-was-sie-tun-Artikel</a>. Wir durften dort lesen, dass die Edith Olibet, ihres Zeichens Gemeinderätin der Stadt Bern, einerseits die diesjährige Stopfkollekte eröffnet, bei der Gelegenheit eine &#8220;stark zusammengefaltete&#8221; (!) Hunderternote in den Topf steckt und nicht müde wird zu betonen, wieviel Gutes die liebe, liebe Heilsarmee so macht.</p>
<p>Nunja. Warum der Faltgrad der Hunderternote dem Bund-Schurni derart viel Eindruck machte, muss wohl Redaktionsgeheimnis bleiben &#8211; wahrscheinlich haben einfach noch 23 Zeichen im Artikel gefehlt. Was aber sowohl Bund als auch Frau Olibet zu erwähnen vergessen, ist die Tatsache, dass sich die Heilsarmee den weitaus grössten Teil ihrer tollen Arbeit für die Bedürftigen von Staat, Kanton und Gemeinde zu marktüblichen Tarifen entlöhnen lässt. Und ihrerseits dann die tatsächliche Arbeit zum grössten Teil durch Freiwilligenarbeit erledigen lässt. DAS nenne ich mal ein Geschäftsmodell! Und dass die Heilsarmee selbst nicht den Einsatz für die Bedürftigen, sondern ganz klar die Missionierung als erste und oberste Priorität sieht, muss man ja auch nicht in den Zeitungen lesen, dafür gibt es ja die Schraube.</p>
<p>Und wenn wir schon bei Belästigung durch religiöse Spinner sind, wir haben seit letztem Sonntag ja ein Tram, das nach Bümpliz fährt, und weiter westwärts, sogar. Aufgefallen ist mir einerseits das schönste öffentliche Klo, das ich je gesehen habe (Bümpliz Endstation, war derart überwältigt, dass ich vergessen habe zu fotografieren), andererseits die extreme Präsenz, welche die verschiedenen Jesus- und sonstwie UnsichtbarerFreund-Vereine an diesem Eröffnungsfest hatten. Der Stand des Hauses der Religionen war beispielsweise lustig, weil sie so bunte Fetzen aufgehängt haben, die alle Hirnkrankheiten symbolisieren sollten, welche dann in dem noch zu bauenden Haus einziehen sollen. Entlarvend war, dass es zwar eine reformierte, eine katholische und eine christkatholische Kirche gibt, hingegen nur je einen Islam, Hinduismus und Buddhismus. Wahrscheinlich hätte das bei der Christenfraktion die Vielfalt in der Einfalt symbolisieren sollen, schliesslich stehen die auf so Symbol-Scheiss.</p>
<p>Aber damit nicht genug: an praktisch jeder Haltestelle der neuen Tramlinie waren temporäre Plakatwände aufgestellt, die irgendwie einen Bezug zum Tram und/oder Quartier versprachen, primär aber den Zweck hatten, einen Bibelspruch prominent in der Mitte zu platzieren. Und tatsächlich wurde diese tolle Aktion von den Landeskirchen der Schweiz gesponsert.</p>
<p>Wir fassen zusammen: mittlerweile macht BernMobil ja keine religiöse Werbung mehr in Tram und Bussen &#8211; die Plakate der Heilsarmee zählen nicht dazu, nenein, genausowenig die Plakate für die &#8220;Nacht der Religionen&#8221; natürlich auch nicht, eh klar, wo soll hier auch der religiöse Bezug erkennbar sein? &#8211; dafür lassen sie sich das Tram-Eröffnungsfest von den Kirchen sponsern und pflastertn zum Dank sämtliche Haltestellen mit Verkündigung voll. Wieder: ein tolles Geschäftsmodell! Würde darauf wetten, dass Olibets gemeinderätlich-kollegiale Grinsmaschine Rytz dahintersteckt.</p>
<p>Ich habe mir vorgenommen, das nächste Mal, wenn ein neues Tram gebaut wird, dann werde ich auch was anbieten. Und ich werde mich ans Beispiel der Methodistischen Kirche halten, die als Attraktion (sic!) einen &#8220;Raum der Stille&#8221; anbot. Ich meine, wie schäbig geht&#8217;s eigentlich noch? Im Luftschutzkeller ein Kerzli anzünden, fertig ist der Raum der Stille. Die Methodistischen Kirche verdient den &#8220;Prix Économique&#8221; dafür, mit nicht nennenswertem Aufwand sowas ähnliches wie einen Event geschaffen zu haben.</p>
<p>Am Schluss zählt, eben, was hinten rauskommt. Das wissen Pudel genau so gut wie Gemeinderätinnen. Und die Heilsarmee sowieso.</p>
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		<title>Drogen für alle! (Schaden kann es eh nicht mehr)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 13:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dschango Beinhart</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.
In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Drogenkonsum, das muss man hier mal festhalten, muss nicht zwingend gut sein. Weder für einen selbst noch für seine Umwelt.</p>
<p>In diesem Zusammenhang fragt man sich zB, was am Bundesgericht so an einem Apéro aufgetischt wird. Immerhin wurde letzthin ein Urteil publiziert, das nur dann verständlich wird, wenn man exzessiven Drogenkonsum bei den Richtenden voraussetzt. Sogar die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/marke_madonna_bleibt_sittenwidrig_1.8236582.html#comment_article" target="_blank">NZZ</a> (!) spricht von einem Urteil, das &#8220;von Realitätssinn weitgehend unbelastet&#8221; sei. Schöner hätte es auch ein Dschango nicht schreiben können, deshalb schliessen wir nun dieses Kapitel.</p>
<p>Auch gut auf Drogen scheint letzhin <a href="Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller" target="_blank">Tagesschau-Sprecherin Beatrice Müller</a> gewesen zu sein (das ist die, die so eine lustige Chruselifrisur hat). Dienstag Abend, Tagesschau, es kam grad eine Einspielung zu den Bombenattentaten in Athen, da beginnt Frau Müller das Interview mit dem Korrespondenten Werner van Gent mit folgendem Halbsatz:</p>
<blockquote><p>Wir haben&#8217;s soeben gehört in den Bildern&#8230;</p></blockquote>
<p>Versprecher, klar. Kann passieren, auch Profis. Vollstes Verständnis. Dann kommt aber diese Frage:</p>
<blockquote><p>Auffallend an dieser neuen Anschlagserie ist ja jetzt, dass die Adressaten immer Botschaften sind &#8211; ist dies ääääh&#8230; wahrscheinlich Absicht?</p></blockquote>
<p>Mal abgesehen davon, dass die Frage schon nur wegen dem &#8220;wahrscheinlich Absicht&#8221; <em>sowas</em> von jenseits ist (dass Werner van Gent überhaupt eine Antwort geben konnte, spricht doch sehr für ihn), mal abgesehen davon also: Nein, liebe Frau Müller, das läuft heute ja ganz anders. Terroristen machen heutzutage mehr so eine Art Bomben-Bingo und schicken ihre Grüsse wahllos in der Welt herum. Dass es jetzt allesamt Botschaften traf, war reiner Zufall. Wahrscheinlich.</p>
<p>Aber Fernsehen ist ja eh so eine Sache. Da war letzthin auch ein &#8220;IT-Experte&#8221; in einer Sendung zu hören, der den interessierten ZuschauerInnen die Vorzüge eines Glasfaser-Internetanschlusses damit erklärt hat, dass man&#8230;</p>
<blockquote><p>&#8230; sich damit gegenseitig Youtube-Videos zuschicken kann.</p></blockquote>
<p>So falsch, wie es richtig gemeint ist, leider. Passt auch zu der anderen &#8220;Expertin&#8221;, die in einer Wissenschaftssendung davon  gesprochen hat, dass sich mit Glasfaser &#8220;fast unendlich schnelle&#8221;  Datenverbindungen erzielen liessen. &#8220;Fast unendlich&#8221;, jaja.</p>
<p>In dem Zusammenhang fällt mir auch ein, dass nach dem Abstimmungsdebakel mit Ansage ja das Generalsekretariat der SVP (warum heisst das eigentlich nicht &#8220;Führerbunker&#8221;?) einem Anschlag zum Opfer gefallen ist &#8211; ohje, ohje, ohje. Um dies hier nochmal in aller Form klar zu machen: selbstverständlich bin ich gegen solche Aktionen. Sie sind kontraproduktiv, undemokratisch und pubertär. Ein bisschen wie bei den &#8220;Hacker&#8221;-Angriffen gegen Mastercard, Visa und Konsorten.Und genau wie bei diesen würde ich jeder und jedem, der der SVP mittels Einbruchswerkzeug und Farbe gezeigt hat, dass &#8220;das Volk&#8221; halt ein recht heterogenes Pflänzli ist, das zu allem Elend noch von Ort zu Ort anders wächst, diesen Leuten würde ich, das darf ich hier so sagen, jederzeit ein Bier offerieren. Ganz einfach deshalb, weil sie dadurch, dass sie anstelle von mir etwas Dummes und Unüberlegtes tun, mich von der Notwendigkeit entbinden, meinerseits mein Leben, meine Freiheit oder meinen Job aufs Spiel zu setzen. Ein Bier ist da meiner Meinung nach ein höchst günstiges Kompensat.</p>
<p>Mittlerweile hat die SVP anstelle von grossen Glasfenstern ja nun Holzplatten in den Fensterrahmen. Und somit nun definitiv und offiziell nicht nur eines, sondern gleich mehrere Bretter vor den Köpfen. An der Symbolik gibt es also nun nichts mehr auszusetzen.</p>
<p>Aber die Partei ist ja nicht nur bekannt für Bretter <em>vor</em> dem Kopf, sondern auch für Holzköpfe. Das hat jetzt rein gar nichts mit dem Konkurs der Grosssägerei in Blocherland zu tun, sondern für einmal mit der Politik in Thun. Man wundert sich: da lässt sich jemand ins Exekutivkommittee der drittgrössten Berner Stadt wählen, nur um dann kurz nach der Wahl herauszufinden, dass es sich eben nicht um einen 20%-Aushilfsjob wie im Migros an der Kasse handelt. Das hätte man dem armen Mann ja auch sagen können, Gopferdeckel! (Gut, hat man zwar, bereits vor Monaten. Aber man weiss ja, dass man bei der SVP laaaaaaaangsaaaaaam sprechen, Inhalte immer und immer wiederholen muss sowie ja kein Wort mit mehr als drei Silben benutzen darf. &#8220;Gemeinderatspensum&#8221; hat die Grenze wohl klar überschritten.) Aber ich bin sicher, es entspricht aus SVP-Optik dem Volkswillen, dass jetzt nicht der das Amt antritt, der gewählt wurde. Parallelen zu Haiti sind auch hier rein zufällig.</p>
<p>Und wenn wir schon am rumblochen sind: ich habe ja letzthin mit meinem Schurni-Freund rumgequatscht und dabei festgestellt, dass der auch eine Haustier-Verschwörungstheorie pflegt, nämlich dieselbe wie ich, und die geht so: die BaZ wurde nicht von Moritz Suter mit dessen Geld gekauft, nänääi-Sii! Stattdessen hat Blocher dem Suter das Geld vorgeschossen, damit dieser den Tettamanti auszahlen kann. Blocher steigt aus dem Beratungsmandat aus und benutzt die Marionette Suter dazu, die Redaktionsfäden im Hintergrund zu ziehen. Und die depperten Basler erneuern jetzt ihre Abos und wissen gar nicht, wem sie da das Geld in den dicken Hals werfen.</p>
<p>Zugegebenermassen: die Verschwörungstheorie hat noch ihre Ecken und Kanten. Aber meiner Meinung nach durchaus Zukunft; ich rege hiermit eine Community-Weiterentwicklung an.</p>
<p>Damit ich es nicht vergessen, muss ich hier auch noch mein Bonmot der Woche aufführen. Nein, nicht von Nasse (obwohl dessen Sablé-Bonmot einen knappen zweiten Platz belegt), sondern von einem Leidensgenossen in derselben Branche wie ich, der unliebsame Kunden:</p>
<blockquote><p>&#8230; mit penetrant freundlicher Hartnäckigkeit zu vergraulen sucht.</p></blockquote>
<p>Episch!</p>
<p>Was war sonst noch&#8230;? Eben, international haben wir Schweizer unseren Ruf als xenophob-ignorante Käsehirne erfolgreich verteidigt, auch den der Fussball-Nieten, die SP ist mal wieder daran schuld, dass die SVP Abstimmungen gewinnt, Frau Calmy-Rey ist knapp zur Bundespräsidentin der Herzen gekürt worden und die reine <em>Ankündigung</em>, dass Wikileaks <em>wahrscheinlich irgendwann mal</em> Dokumente <em>veröffentlichen wird,</em> die eine amerikanische Grossbank zu Fall <em>bringen</em> <em>könnten</em>, lässt den Aktienkurs der Bank of America in den Keller rasseln. Man rätselt darüber, ob es die TeleSAT-Knalltüte von der Costa Smeralda nun definitiv übertrieben hat (wahrscheinlich) und ob unsere Wirtschaftspolitiker etwas aus den letzten Finanz- und Wirtschaftskrisen gelernt haben (wahrscheinlich nicht). Und man nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass vor allem in Irland nun die zur Kasse gebeten werden, die schliesslich auch vom Schlaraffenland der befreiten Finanzströme am meisten profitiert haben: Sozialhilfeempfänger, alleinerziehende Eltern und Renter.</p>
<p>Achso, ja, stimmt ja, Cécile Bähler hat jetzt übrigens wieder einen Freund. Und wirkt bei der abendlichen Wetterpräsentation bereits ein wenig verschusselt.</p>
<p>Man mag es ihr gönnen.</p>
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		<title>Wikileaks für Dummies</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 22:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nasse Magnussen</dc:creator>
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