über uns

Die Daumenschraube war, so Wikipedia, ein Werkzeug zur “Wahrheitsfindung”. Selbstverständlich einer sehr subjektiven Form von Wahrheit, da die Daumenschraube immer die Wahrheit des Daumenschrauben-Anlegenden zu bestätigen hatte. Zur Wahrheitsfindung wollen wir diesen Blog ebenfalls einsetzen; zur Findung und Abbildung unserer subjektiven Wahrheit nämlich.

Wir glauben nicht an Objektivität, nicht an universale Tatsachen und nicht an unveränderliche Gesetze. Wir sind ausschliesslich uns selbst verpflichtet, sind so unabhängig, wie man dies als Konsumschlampen im 21. Jahrhundert sein kann, glauben an uns, unsere Gedanken und daran, dass schon Morgen das Heutige von Gestern sein kann.

Die Daumenschraube wird da korrekt angesetzt, wo es weh tut. Wir schreiben nicht, um uns Freunde zu machen. Auch nicht, um explizit Feinde zu gewinnen – aber wir sagen weder zu den einen noch zu den anderen nein.

Die Daumenschraube darf ruhig unterhalten, ja, wenn sie das nicht tut, hat sie ihren Sinn verfehlt. Wir wollen nicht betroffen sein, sondern treffsicher. Nicht jammern wollen wir, sondern dreinschlagen. Und wenn Ihr beim Lesen unserer Artikel nicht mindestens einmal lachen müsst, schämen wir uns ganz doll.

Wir, die AutorInnen dieses Blogs, fühlen in unseren Brotjobs, wie die Daumenschrauben des real existierenden Neoliberalismusparadieses jeden Tag noch ein Quäntchen mehr angezogen werden. Gleichzeitig ist die Daumenschraube auch das Werkzeug, das uns, alle drei hochgradig prokrastinatorisch veranlagt, an den Bildschirm zwingt und uns unter Verlust von Blut und Tränen Texte aus den Fingern presst. Eure Folter, liebe LeserInnen, ist deshalb auch immer die unsere.

In diesem Sinne noch viel Spass auf der Daumenschraube!

Aga T. Korhonen
Dschango Beinhart
Nasse Magnussen