Analytisches Denken

Selbiges dichtet man mir gelegentlich an, zumindest in guten Momenten. Also ist es höchste Zeit, meine kurze Reise nach Amiland ein wenig profunder zu betrachten.

Der Blick wird vom gerade Erlebten ja gerne etwas getrübt, besonders wenn man sich noch auf der Reise befindet. Aber gestern hatte ich doch noch einen erkenntnisreichen Moment, als ich zusammen mit Dschango die Bilder der Reise betrachtete und wortreich erklärte.

So oder so: Reisen bildet. Ob man jetzt mit anderen Kulturen oder neuen persönlichen Perspektiven (gell, Aga…) im Sack nach Hause kommt, spielt eigentlich keine Rolle. Es muss auch nicht immer der Overkill an positiven Eindrücken sein (“Ey, das isch dötte im Fall soo geil gsy!”), man kann auch etwas nachdenklich oder befremdet nach Hause kommen. Oder enttäuscht, obwohl man ohne Erwartungen losgezogen ist.

Es ist ein wenig wie beim Sport oder im Berufsleben: in der Reiserei erlebt man immer wieder die grossen Dramen des Lebens, allenfalls in etwas anderen Farben und Geschmäckern, auf jeden Fall intensiv.

So gesehen hat mir dieser Trip gut getan, trotz Jetlag, Aircon-Pfnüsel und allgemeinem Reisestress.


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