Schnapsidee
Auch Aga entstaubt mal kurz ihre Tastatur und meldet sich zurück zum Dienst: Die Schräubler sind also wieder komplett und voller Tatendrang. In diesem Sinne: An die Arbeit!
Apropos Arbeit. Ich sah mich während meiner vierwöchigen Abwesenheit wieder einmal mit einem mir bestens bekannten Phänomen konfrontiert. Ob es die frische Luft Skandinaviens oder die Schnäpse waren, kann ich nicht sagen (wohl eher letzteres) aber jedenfalls verspürte ich grosse Lust mein berufliches Leben umzukrempeln und etwas Neues zu beginnen. Der Geist lechzte nach neuem Stoff, die Gehirnzellen tanzten Tango vor lauter Vorfreude, sich neues Wissen anzueignen. So weit so gut. Was aber dann kam, nennt sich wohl gemeinhin das Drehen im Kreis. Zahlreiche Möglichkeiten habe ich durchgespielt, vom Marketingplaner (nein, ich will kein Werbefuzzi werden) zum fachhochschulischen Abschluss der Betriebsökonomie (gähhhhhhhhhn…) bis hin zu den Medienwissenschaften (Matur nachholen? Studium? Bis zum Abschluss steh ich kurz vor der Pensionierung). Die Juristerei fällt dann auch glatt ins Wasser – denn da häng ich ja seit einigen Jahren fest. Nun gut.
Wieder zuhause angelangt, ist der Geist zwar immer noch willig, das Fleisch aber etwas schwach geworden. Ist halt so eine Geschichte mit den guten Vorsätzen. Jedenfalls habe ich mich doch noch aufgerafft und mich für das Advanced Diplom angemeldet. Isch geng das! Die erste Frage beim Eintrittstest war dann auch gleich: “why do you want to get an English certificate?” Eine bessere Antwort als “actually, I don’t know, maybe it’s because of the Finnish booze” fiel mir in diesem Moment irgendwie nicht ein.
