Yoga und andere Vorurteile

Ja, ich habe mich gesträubt, geziert und mich lustig drüber gemacht: Yoga ist was für Wollpullis tragende Veganer/innen. Solche, die Batikkurse in der Toscana besuchen. Oder wahlweise im Jura. Müeslipickers, die zu faul zum Joggen sind – das geht ja schliesslich in die Knie. Kann man auch so schlecht mit homöopathischen Kügelis kurieren.

Aber irgendwann kam er, der Gruppendruck. “Was, Du hast noch nie Yoga gemacht??” Dieser Satz häufte sich in meinem Umfeld, stets verbunden mit einem leichten, ungläubigen die-Augenbrauen-hochziehen. Na gut, ihr habt es alle so gewollt, ich habe mich tatsächlich in die Höhle des Löwen gewagt. Sozusagen. Schliesslich kann man nur über etwas urteilen, das man auch ausprobiert hat. Das übliche Bla-Bla eben…

Natürlich fand ich mich nach wie vor viel zu cool – ein sehr uncooles Wort, ich weiss – für so was. Mein Ding ist das Konditionstraining, da muss alles schön rausgeschwitzt werden, die Trainingsklamotten müssen nass sein, die Lunge schmerzen und das Herz pumpen (danke der Nachfrage, gesundheitlich ist alles in Ordnung bei mir…).

power-yoga

Jedenfalls habe ich nun mein erstes Mal hinter mir. Ich habe sie alle gemacht, das Sonnengebet, den Pflug, den Hund, die Kobra und den Fisch – ja gar die Heuschrecke. Ich habe durch den linken Arm eingeatmet, um gleich wieder über das Brustbein durch den rechten Arm auszuatmen. Wie das funktioniert? Keine Ahnung, normalerweise mache ich das mit der Nase. Aber…es war gut!

Vor lauter Konzentration habe ich sogar vergessen, mich auf meine Mit-Yoga-Streiter zu achten. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass ich keine Strickpullis gesichtet habe.

Mann, bin ich entspannt…und frei von Vorurteilen!


One Response to “Yoga und andere Vorurteile”

  1. ändu



    Yoga und Müsli mag ja nicht schlecht sein, ohne Pendel und Fen Shui kann es nur zum Scheitern verurteilt sein. Besonders, wenn die feinstofflichen Aspekte des Elektrosmog nicht berücksichtigt werden? Zum Glück gibt es Qualitätsblätter, die uns über die feinstofflichen Gefahren des elektrischen Stromes aufklären. Der Bund z.B. http://www.derbund.ch/leben/rat-und-tipps/Einfache-Massnahmen-gegen-Elektrosmog-zeigen-Wirkung/story/28981125
    Der geängstigte Leser bekommt gleich den Links zu Onlineverkaufsstellen für allerlei isolierendes geliefert.
    Herr Maurhofer, der Autor scheint keine Expertise als Mediziner oder Physiker zu haben, dafür um so mehr im PR-Bereich.

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