Hey Joe & Co.

Ja, der Seppli Ackermann muss jetzt zurückrudern. Vielleicht muss seine Bank sogar die ihn beschämende Staatshilfe in Anspruch nehmen. Gleichzeitig fordert der Schweizer Arbeitgeberverband, dass Arbeitslosen der Druck erhöht respektive die Zahlungen gekürzt werden sollen, wenn sie nach einer gewissen Zeit immer noch keine Arbeit haben. Und dies notabene, nachdem Milliarden an Staatshilfen gefordert und auch bezahlt wurden. Die Reichen fördern, von den Armen fordern. Inkonsistenz bis zu Inkontinenz? Offenbar…

Oder dies: in meinem liebsten Gratis-Käseblatt äussert sich der Herr Brögger von der IFPI zu seinen Vorstellungen zur Umsetzung des Urheberrechts in der Schweiz, vor allem im Bezug auf Filesharing und “illegale” Inhalte. Wie ich den Scheiss nimmer hören kann. Die Plattenindustrie hat seit Jahren sinkende Zahlen? Kleiner Tipp: ökonomisch denken. Wie wärs damit, neue Produkte auf den Markt zu werfen, Preise zu senken, das Angebot qualitativ aufwerten? Wenn man als gesamte Branche vor Zehn(!) Jahren die wichtigste technologische Neuerung überhaupt verpennt hat, geht’s halt eine Weile, bis man das wieder aufgeholt hat. Aber eben, liebe Plattenbranche, wenn ihr euer letztes Büro räumt und die letzten Mitarbeiter entlässt, da werdet ihr vielleicht merken, dass es wohl der falsche Weg war.

Ja, das neue Jahr ist voll im Gang. Ich habe so das Gefühl, dass 2009 enorm spannend werden könnte…


One Response to “Hey Joe & Co.”

  1. ändu



    Herrliche Zeiten ein kleines Vermögen zu machen – aus einem grossen.
    Ich bevorzuge weiterhin Appenzeller Hefeweizen, da man das Depot pro Flasche nach Genuss höher ist, als der Restwert von Bankaktien von 2008.
    ;-)

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