Daumenschraube des Monats (November 2008)
Nachdem die US-Wahlen nun endlich über die Bühne sind und die Zeitungen sich wieder anderen Themen widmen können, steht erneut das nächste Polittheater ins Haus: Die Bundesratswahl.
Wär ja an und für sich ein interessantes Thema, schliesslich wird wieder mal bestimmt, wer denn in den nächsten Jahren unser Land mitregieren soll. Leider überrascht es jedoch wenig, dass der selbsternannte und einzige Retter unseres Landes die ganze Angelegenheit einmal mehr zu einer Schmierenkomödie verkommen lässt: Christoph B. is back to save our kleine Schweiz. Er würde die Bürde auf sich nehmen und sehe in sich den einzig valablen Kandiaten für den freien Bundesratssitz (an dieser Stelle Applaus bitte für soviel Selbstironie!)
Obwohl mittlerweile selbst die Darsteller des Zürcher Flügels eingesehen haben, dass eine erneute Alleinkandidatur von Herrn B. aus H. im Parlament wohl möglicherweise nicht ganz so gut ankommen wird, gibt der Märtyrer selbst in jedem Interview trotzig zum Besten, dass er einen Auftrag zu erfüllen habe. 00Blocher mit der Lizenz zum Politisieren? Oder wie muss man das verstehen? Das sieht vielmehr danach aus, als ob da jemand nicht akzeptieren kann, dass seine Zeit abgelaufen ist.
Um eines vorweg zu nehmen: Die Wahlen, Herr Alt-Bundesrat Blocher, werden Sie nicht gewinnen, jedoch die Daumenschraube des Monats für soviel Uneinsichtigkeit! Ist doch auch was, oder? Und jetzt können Sie meinetwegen ganz still und leise in die Opposition oder zu Zottel in den Stall verschwinden. Der Schmierenkomödie letzer Akt hat für Sie begonnen und bald wird der Vorhang fallen.
